Tja, das wird dann wohl leider eine größere Aktion.
Gut, dass Du nicht der einzige mit dem Problem bist, also besprich Dich mit Deinem Vorvornachbarn wie ihr gemeinsam vorgehen wollt.
Ich gehe mal davon aus, dass Ihr beide dasselbe Problem habt.
Von unten wird das Wasser tendenziell nicht kommen. Das wäre dann weiter unten schon feucht.
Wie weit ist die Fassade vom Schaden entfernt? Ist die rissig? Kann dort Wasser eindringen?
Sind die Dachrinnen alle in Ordnung? Oder läuft dort was über und in den Gesimskasten?
Welche Anschlussstellen hat die Wand noch zur Fassade und zum Dachboden?
Wie sieht die Anschlussstelle zum Dach aus? Die Reihenhäuser stehen in der Regel einzeln und haben dazwischen eine Wärme- und Geräuschdämmung - die kann sich durchaus von oben mit Wasser vollsaugen, welches dann durch den Stein durchschlägt, wenn das nicht ordentlich abgedichtet wurde.
Das Vernünftigste wäre gemeinsam mit dem anderen geschädigten Nachbarn einen Bausachverständigen einzuschalten, der kann mit einem Feuchtemessgerät auch die anderen Wände + Stellen dieser Wand untersuchen wo noch kein Wasser sichtbar durchgeschlagen ist.
Damit hättest Du möglicherweise schonmal das Schadensausmaß und vielleicht auch die Ursache - ist aber nicht günstig.
Und im Zweifelsfall macht der Dir auch die Wand auf. Und selbst wenn der Schaden bekannt ist, hast Du unter Umständen niemanden, der dafür haftbar gemacht werden kann.
Meine Nachbarn (Einzelhaus) haben ca. 4 Jahre mit dem Bauträger um Schadensersatz gestritten. Dieser hat dann via Insolvenz keinen Schadensersatz leisten müssen, auf sämtlichen Kosten bleiben sie selber sitzen.
... und deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, wenn Du das mit dem anderen Nachbarn in die eigene Hand nimmst. bei der Feuerwehr gibt es Wärmebildkameras .. einfach mal die Wand damit anschauen. Feuchte Stellen sind kühler. falls das Bild nicht eindeutig ist, dann erstmal gut durchheizen und wieder etwas abkühlen lassen. Danach erneut mit der Kamera schauen.
Damit machst Du erstmal nix kaputt.
Der Schaden sieht mir jedoch schon so groß aus, dass Du die Wand aufmachen musst. Bohre mal ein Loch knapp oberhalb des Schadens und stecke da eine Heufeuchtemesssonde rein - dürfte so manch Landwirt besitzen.
... bei so extremer Feuchte geht bestimmt auch ein langes Stück Holz dessen Ende Du "geeignet präpariert" hast ... vielleicht ein Punkt Tinte, der bei Kontakt mit Feuchtigkeit verläuft. Oder Mehl - oder sonst was ... einfach kreativ sein.
Wenn dhinter Feuchtigkeit ist (wird wohl), dann musst Du eine Etage darüber nochmal auf diese Weise testen ... irgendwo muss ja was zu sehen sein wo die Feuchtigkeit reinkommt.
Leg Dir mal einen 4-stelligen Sanierungsbetrag zur Seite
