kaum zu glauben

... man konnte damals die Computer noch wirklich "von Hand" und als Einzelner programmieren? ...
Kannst du dieser Aussage mal eine Begründung anhängen, oder wolltest du als Aussenstehender einfach mal was zum THema gesagt haben? :12toffz:

Warum denn immer wieder diese Provokationen? Das ist ebenso langweilig, wie unoriginell. ;)

Welche "Begründung" fehlt dir denn zu einem besseren Verständnis, zusätzlich zu deinem sicherlich vorhandenen Insiderwissen? :p :P Damals, zu Zeiten des ZX 80, ZX 81 und des ZX Spectrum hat man sich einfach überlegt, was man machen möchte, und dann hat man (jedenfalls ich) mehr oder weniger strukturiert losprogrammiert. Das ging auch, weil die Assemblersprachen der alten 8-Bit-Computer so einfach waren, dass man sie ohne größere Hilfsmittel und ohne jahrelange Ausbildung verstehen konnte. So gab es damals beispielsweise keine Programmbibliotheken, und man brauchte sie auch nicht.

Mit der Einführung der nächsten Computergeneration wie dem Atari ST wurde das dann schon anspruchsvoller (jedenfalls für mich). Mit den Jahren hat man dann auch zunehmend nicht mehr in Maschinensprache programmiert, sondern in Programmiersprachen wie z. B. Pascal oder C. Nicht dass das uninteressant gewesen wäre - ich erinnere mich noch, wie wir im Informatikstudium anspruchsvolle geometrische Figuren in Logo (die gute alte Schildkröte ... %:) programmieren mussten. :X Aber es ist einfach nicht das Gleiche, wie eine direkte Programmierung in Maschinensprache. ;)

Das muss man alles nicht gut finden. Mich hat Andreas' Bemerkung nur einfach an diese Zeiten erinnert. :)
 
Lustigerweise bin ich senior WPF Developer und wir arbeiten auch gerade mit einem kleinen 4 köpfigen Team an einem neuen Projekt...
Ich wollte nur mal "senior WPF Developer" gesagt haben... Klingt einfach zu cool


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Warum denn immer wieder diese Provokationen? Das ist ebenso langweilig, wie unoriginell. ;)
keine provokation, nur wollte ich damit erstmal wissen was du mit deiner aussage genau meinst bevor ich vorschnell sage "ich bin anderer Meinung."
Und siehe da: es war sehr interessant deine Erklärung zu lesen und ich bin nicht anderer Meinung ;)

Das mit dem Aussenstehenden war mal wieder typisch provokant von mir, sorry :p


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Lustigerweise bin ich senior WPF Developer und wir arbeiten auch gerade mit einem kleinen 4 köpfigen Team an einem neuen Projekt...
Ich wollte nur mal "senior WPF Developer" gesagt haben... Klingt einfach zu cool
Sicher eine interessante Aufgabe. Wenn man cross-platform programmiert, meidet man allerdings meist die allzu enge Umarmung durch Microsoft... :)
 
...

Auch bei bestehenden Programmen ist das nicht so einfach. Typischerweise liegen Millionen von Code-Zeilen in C vor, die dann irgendwie an die UI-Bibliotheken angebunden werden müssen.

Und dann gibt es noch die Fälle von zentraler firmeneigener Software, wo sich im Laufe der Jahre so viele Funktionen einschließlich der Bearbeitung von Ausnahmen und historischen Verarbeitungsregeln und fachlichen Migrationen usw. usw. angesammelt haben, dass sich kein Mensch (Manager oder Team) mehr traut, an den funktionalen "Kern" der Programme heranzugehen, selbst wenn die nicht in C, sondern in COBOL (und teilweise sogar in Assembler für Großrechner) geschrieben sind.
Ich kenne einen Fall, da hat es - je nach Zählweise - deutlich mehr als 10 Jahre gedauert, solch ein Programmsystem weitgehend (d. h. noch nicht vollständig!) zu ersetzen. :) Und in der Zwischenzeit baut man fröhlich (ok - mehr oder weniger fröhlich) drum herum und oben drauf ...
 
Egal ob Basic oder Assembler: Damals konnte man die Computer noch wirklich "von Hand" und als Einzelner programmieren. :t

Erstaunlich, welche Fortschritte auf diesem Gebiet gemacht wurden!

Mein erster Rechner war 1987 ein Commodore Amiga 1000. Die Kiste war für damalige Verhältnisse revolutionär: erster 16-Bit-Rechner (z.T. sogar 32 Bit), Multitasking, graphische Benutzeroberfläche statt umständliche DOS-Befehle etc. Der Arbeitsspeicher hatte 256 kB (!) und konnte mit einer Speichererweiterung in der Größe einer Zigarettenschachtel auf insgesamt 512 kB aufgerüstet werden, wodurch eine bis dahin ungeahnte Graphik ermöglicht wurde.

Und in der Tat konnte man zu dieser Zeit als Autodidakt noch Programme schreiben, die sich qualitativ nicht von kommerzieller Software unterschieden. Programme in Amiga-Basic liefen - trotz Interpreter - erstaunlich flott, was sich durch die Zugriffsmöglichkeit auf interne C-Routinen noch deutlich aufpeppen ließ. Ich habe damals nächtelang Spiele programmiert (Brettspiele, Tetris-Varianten etc.), die den Vergleich mit Kaufversionen nicht zu scheuen brauchten. Mein Meisterwerk war ein Domino-Spiel, bei dem der Rechner die Züge des Spielers per Sprachausgabe kommentierte und je nach Spielstand auch fluchen konnte.

Da Computerkenntnisse noch nicht weit verbreitet waren, konnte man seine Umwelt bei Vorführungen noch richtig verblüffen. Ich habe bspw. die Startup-Sequence so modifiziert, dass das Hochfahren mit den Tasten "K" (Kai), "M" (Mann) oder "F" (Frau) beendet werden musste. Beim Drücken von "F" sprach mich die Kiste mit den Worten "Hallo Kai! Schön, dass Du mich wieder anschaltest. Wer ist denn die hübsche Frau an Deiner Seite?" an.

Ja, ja, lang ist's her ...

Gruß

Kai
 
Zum Glück habe ich das auch hinter mir. :)

Unser Code mußte auf Win, Mac und UNIX laufen, da baut man sich ein eigenes, plattformunabhängiges API. :)
Das würde mich eh mal interessieren. Wie schreibst du eine plattformunabhängige API wenn du auf spezifische DLLs zurückgreifen musst? Oder wird die Schnittstelle zum System dann jeweils dynamisch entschieden?
 
Das würde mich eh mal interessieren. Wie schreibst du eine plattformunabhängige API wenn du auf spezifische DLLs zurückgreifen musst? Oder wird die Schnittstelle zum System dann jeweils dynamisch entschieden?
Ich hatte damals ein plattformunabhängiges API geschrieben, das wir in unserem Code verwendet haben. Damit war unser eigentlicher Code plattformunabhängig.
Z.B. gab es für das Öffnen einer Datei einen Call OSF_FileOpen mit ein paar Parametern. Die Implementierung erfolgte dann in 3 verschiedenen Dateien, die plattformabhängig kompiliert wurden. In der Implementierung befand sich dann der plattformspezifische Code, alles in C. Damit entfiel natürlich die Möglichkeit, die komfortablen Seiten von VisualStudio zu nutzen, aber es klappte ganz gut.
Natürlich lassen sich auf diese Weise (mit vertretbarem Aufwand) nur die Dinge realisieren, die auch auf allen Plattformen laufen. So hätte z.B. das Einbinden eines Webbrowsers über ActiveX natürlich auf dem Mac nicht geklappt, also haben wir sowas vermieden und teilweise "zu Fuss" nachimplementiert.

Auf die Weise haben wir über lange Jahre (seit 1990) die ganzen OS-Eskapaden bei Apple (68k->ppc, System 7 bis Copland bis OSX Carbon) und auf Windows (Win95 bis Windows 7) ganz gut überstanden. Eine Umstellung auf das (unglückliche) Ribbon-Interface habe ich nicht mehr mitgemacht, das wäre auf jeden Fall aufwändig geworden, da man sich dafür fast komplett in die Hände von Microsoft begeben muss.
 
Ich hatte damals ein plattformunabhängiges API geschrieben, das wir in unserem Code verwendet haben. Damit war unser eigentlicher Code plattformunabhängig.
Z.B. gab es für das Öffnen einer Datei einen Call OSF_FileOpen mit ein paar Parametern. Die Implementierung erfolgte dann in 3 verschiedenen Dateien, die plattformabhängig kompiliert wurden. In der Implementierung befand sich dann der plattformspezifische Code, alles in C. Damit entfiel natürlich die Möglichkeit, die komfortablen Seiten von VisualStudio zu nutzen, aber es klappte ganz gut.
Natürlich lassen sich auf diese Weise (mit vertretbarem Aufwand) nur die Dinge realisieren, die auch auf allen Plattformen laufen. So hätte z.B. das Einbinden eines Webbrowsers über ActiveX natürlich auf dem Mac nicht geklappt, also haben wir sowas vermieden und teilweise "zu Fuss" nachimplementiert.

Auf die Weise haben wir über lange Jahre (seit 1990) die ganzen OS-Eskapaden bei Apple (68k->ppc, System 7 bis Copland bis OSX Carbon) und auf Windows (Win95 bis Windows 7) ganz gut überstanden. Eine Umstellung auf das (unglückliche) Ribbon-Interface habe ich nicht mehr mitgemacht, das wäre auf jeden Fall aufwändig geworden, da man sich dafür fast komplett in die Hände von Microsoft begeben muss.

Hä?
:freak:

Rippchen-Interface? :7madz:

nix verstehen.

Gruß Wensi
 
Informationszeitalter?
War das die Zeit der 3 TV-Programme? Wir hatten sogar vier und saßen damit "in der ersten Reihe" - ARD, ZDR, WDR 3 und SWF 3! ;)
Wir hatten sogar 6 Programme... auch wenn die zwei weiteren, DDR1+2 nicht wirklich nutzbar waren. :D

Mein erster Computer war 1983 ein Z80 - DDR Eigenbau mit satten 16kb Ram. Später kam dann ein C64 dazu. Programmieren gelernt habe ich 1982 auf einem Z80 Computer mit 2k Ram und ohne Monitor. Wer damals etwas auf sich hielt, programmierte eh in Assembler. Basic war was für Weicheier. 1984 habe ich meinen ersten Computer selbst gebaut und das System dazu geschrieben.

...und wie sagten damals meine Großeltern... "Was willst du werden? Informatiker? Junge, lerne etwas vernünftiges. Damit verdient man doch nix.". Man sollte nicht immer auf die Großeltern hören. :D
 
Nur für ein System zu Entwickeln hat auch seine Vorteile. Ich selbst arbeite an einem JEE-Produkt.
Durch die Plattformunabhängigkeit paßt das zwar in mehr Umgebungen, aber es entsteht auch ein
höherer Aufwand. Eine nicht unwichtige Komponente ist Openoffice. Für die habe ich mittlerweile
drei Patches entwickelt, die nie in den offiziellen Zweig wandern. Also muß das für alle benutzten
Platformen übersetzt werden - und das ist auf jedem System eine Qual, das erstmal in gang zu
bringen.

BTW: Zu zeiten als man sich unter DOS immer mit der magischen 640k-Grenze rumschlug, hab
ich den vermutlich kleinsten Tastaturtreiber geschrieben, statt der 7 kB, die der Microsoft-Treiber
brauchte, begnügte sich meiner mit knapp über 300 Bytes. Oder waren es sogar noch wneiger.
Viel erstaunlicher finde ich, was die Demo-Szene so mitunter in 4k und teilweise sogar deutlich
weniger unterbringt.
 
wie schön,
eine alte Zeiten EDV Fred.....
Da fällt mir spontan ein:
C64, Peek und Poke. Graphik programmieren mit Bauklötzchen, Disketten lochen für doppelte Kpazität
Abende mit kopieren zubringen. Mitleid mit den Datasette Usern...
Schön wars, gelernt hat man was.

Dann mein Berufseinstieg.

MVS 370 auf IBM 4381 mit ca. 200MB Hautpspeicher.. das ganze betrieben mit Lochkarten, Kettendrucker und Beleglesern.
IPL ( für die Nichtmainframer, hoch- und runterfahren ) zur Mittagszeit, keine Revision, keine BAFIN, keine "Prozesse" .

und heute........ reden wir nicht drüber.....
 
Für die habe ich mittlerweile
drei Patches entwickelt, die nie in den offiziellen Zweig wandern. Also muß das für alle benutzten
Platformen übersetzt werden - und das ist auf jedem System eine Qual, das erstmal in gang zu
bringen.
Sobald jeder in die Subversion rein darf, werden die Branches einfach aussortiert. Das ist ja nicht nur bei Opensource so, sondern auch bei vielen großen Firmen.
 
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