Nürburgring vor Verkauf?

karatekid

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Weiß jemand mehr zum Thema. Gibt es überhaupt Interessenten oder besteht die Gefahr, dass der Nürburgring mangels Käufer geschlossen wird.

Die EU-Kommission werde der nahezu landeseigenen Nürburgring GmbH keine Rettungsbeihilfe erlauben, womit die Insolvenz der Besitzgesellschaft unabwendbar sei, schreibt die "Rhein-Zeitung" unter Berufung auf gut informierte Kreise. Der Nürburgring müsse als Ergebnis teilweise oder ganz verkauft werden.

Das Land hatte Brüssel darum gebeten, die hoch verschuldete und von der Pleite bedrohte Gesellschaft mit rund 13 Millionen Euro stützen zu dürfen. Zudem sollten der Nürburgring GmbH, der der gesamte Ring gehört, die Zinszahlungen für den 330-Millionen-Euro-Kredit der landeseigenen Investitions- und Strukturbank (ISB) gestundet werden.

Nach Informationen stuft die EU die beantragten Hilfsgelder erneut als unzulässige Beihilfe ein. Brüssel prüfe derzeit den Verdacht, dass insgesamt unerlaubte Beihilfen in der Höhe von 524 Millionen Euro in Rennstrecke und Freizeitkomplex geflossen seien. Das Ergebnis dieser Prüfung stehe noch aus.
 
Noch haben die EU Wettbewerbshüter keine Entscheidung gefällt, ob unzulässige Beihilfen seitens des Landes getätigt wurden. Dem ersten Anschein bisher nach, ja.
Soweit ich mitbekommen habe, werden sich die Wettberwerbshüter erst im September schlußendlich dem Thema widmen.

Problem derzeit ist, dass die Pächter nicht ihrer vollen Pachtzahlungen nachkommen und somit die Verpächter (landeseigener Betrieb) in finanzieller Notlage sind. Aber das Land darf diese Notlage jetzt nicht ohne weiteres abfedern, so dass zum Ende dieses Monats die Insolvenz droht. Das würde so manchen Beteiligten in die Karten spielen, Anderen macht es das Leben nur unnötig schwerer.

Ergo:
Der tatsächliche Wert der Anlagen wird sich insgesamt immer weiter "verbilligen".... man kann es auch sich verschlechtern nennen.
 
Kannst Du schon abschätzen, was das für Deine Rennaktivitäten auf der Nordschleife bedeutet?
Nicht wirklich.

Ich gehe davon aus, dass sich aus der Insolvenz folgendes Szenario ergibt:
Das Land hat der N-GmbH mehrere Hundert Millionen Euro geliehen, um die unsinnigen Neubauten zu finanzieren.
Die N-GmbH hat gebaut und dann das Ganze an die Nürburgring Automotive GmbH (NAG) verpachtet. Das ist die Hauptfirma von Lindner/Richter
Jetzt geht die N-GmbH in die Insolvenz, weil sie aufgrund ausbleibender unrealistischer Pachtzahlungen den Kredit nicht bedienen kann

Das Land hält mit Sicherheit die Hand auf den Liegenschaften als Sicherheit für den Kredit. Bei einer Insolvenz dürfte also alles ans Land zurückfallen. Der Vertragspartner der NAG existiert nicht mehr, womit auch die bereits gekündigten Pachtverträge hinfällig sind. Lindner/Richter haben also keinen Streitpartner mehr, wenn das Land nicht Rechtsnachfolger der N-GmbH wird.
Bei der Insolvenz werden die Kredite abgeschrieben und alle Zahlen wieder auf Normalmass gestutzt.

Das könnte keine schlechte Lösung sein, offen bleibt nur die Frage, was die Wettbewerbskommission in Brüssel dazu sagt. Keine Ahnung, ob die die Privatisierung der Anlage wegen Wettbewerbsverzerrung erzwingen kann. Das wäre sicher schlecht.
Ansonsten bliebe der Ring erst einmal im Besitz des Landes.

Ich denke, der Rennbetrieb wird in diesem Jahr weitergehen, für das nächste Jahr kann aber derzeit niemand was sagen. Da aber die Rennstrecken an sich profitabel sind, gibt es keinen Grund, den Betrieb dort einzustellen.
 
Dieter, siehst du das 24 Stunden Rennen oder andere Großveranstaltungen 2013 in Gefahr?
Früher waren die Verträge zum jetzigen Zeitpunkt doch längst unterschrieben.

Grüße.


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Dieter, siehst du das 24 Stunden Rennen oder andere Großveranstaltungen 2013 in Gefahr?
Früher waren die Verträge zum jetzigen Zeitpunkt doch längst unterschrieben.

Grüße.
Eigentlich nicht. Irgendeine Lösung wird sich schon finden, auch wenn wir sie jetzt noch nicht kennen.
Aber man weiß einfach nicht, was der EU jetzt noch alles einfällt.
 
Und die haben jetzt echt noch die Stirn, die EU dafür verantwortlich zu machen. Unfassbar...

Herr Beck sollte sofort abtreten - wie es andere Politiker vor ihm schon wegen "Kleinigkeiten" gemacht haben / machen mussten. Aber seine Strategie ist wohl, einem anderen dafür die Schuld in die Schuhe zu schieben . . . . . hier erstmal die EU und morgen ist es . . . . ??!!??
 
* ALLES an Immobilien, außer Ring-Boulevard (da Bestandteil der Haupttribüne3) stilllegen, abreißen, oder "verschenken".
* Ring-Card Betreiber zum Teufel jagen.
* Ring-Racer abreissen und verschrotten.
* MP Beck, seinen Fehler eingestehend, zurücktreten.
* Großveranstaltern, wie ADAC, AvD, Renault ect. planungssicherheit geben.
* Standgeldgebühren für gastronomische Betriebe, sowie für Verkaufsstände drastisch senken.
* Parkplätze bei Großveranstaltungen statt für Firmen, wieder den (zahlenden) Besuchern zur Verfügung stellen.
* überdenken, ob man Cateringfirmen bspw. aus Berlin engagieren muß.
* überdenken, dass man jährlich die Preise für Touristenfahrten erhöhen muß.
* überdenken, wie eine Familie mit 2 Kindern preiswert übernachten kann.

Die gesamte Anlage muß in landes-bezw. staatlichem Besitz verbleiben!!

Soweit meine laienhafte Meinung.

Ps.: Deutsche Steuergelder nach Spanien o.k. Aber deutsche Steuergelder zum (dann wieder altem) Nürburgring mehr als o.k. (Was unsere Väter und Großväter "da oben" gebaut haben ist Kulturgut und muß !! für unsere Nachkommen erhalten bleiben) !!!
 
Tun wir uns doch alle zusammen und kaufen einfach den Ring.
Was müsste man zahlen? Den symbolischen Euro?
 
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