Zetti keine Chance gegen einen Golf?

TomTom80

macht Rennlizenz
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16 Februar 2007
Hallo zusammen,

folgender Sachverhalt: meine Frau und ich fahren einen 2011'er Zetti 35i und einen Golf VI. Der Golf ist ein Jubi-Golf, den ich zu MTB nach Essen gegeben hatte. Er wurde bei 990km nach braven Einfahren getuned und auf dem Prüfstand mit 310PS/440 Nm testiert. Mittlerweile hat der Golf 75 TKM runter und ist gefühlt noch mal eine Ecke schneller als direkt nach dem Tuning.

Meine Frau und ich mussten getrennt in die Stadt und sind aber zusammen (in den beiden o.g. Autos) nach Hause gefahren. Es war Verkehr, wir quatschten per Handy als auf einmal die AB frei wurde und wir ein kleines "Rennen" gemacht haben (mal drauflatschen halt...). Das Ende vom Lied: von 100-200 war meine Frau "nur" 3-4 Autolängen weg, ab 200 fuhr sie dann einfach davon. Der Golf fährt zwar 278 nach GPS, aber sie hat bei 260 Tacho (gerade, leere AB) aufgehört, als sie sage und schreibe 200-300 Meter (!) vor mir war.

Nun gibt es wahrlich einige Leute, die Schaltzeitpunkte besser finden als meine Frau. Beim Z habe ich bei gut 4.000 rpm draufgetreten und passend weitergeschaltet. WIE KANN DAS SEIN?

Nicht, dass ich öfter AB-Rennen fahre, aber gefühlt war der Z schon immer lahm und drehfaul gegen den Golf. Haben die Zettis denn nicht ihre versprochene Leistung? Um über 200 so deutlich wegzufahren braucht es schon was. Mein Zetti hat auf jeden Fall jetzt einen pfaden Beigeschmack, er kann nicht mal einen Golf überholen... :-(


Danke für Eure Einschätzung & viele Grüße,
Euer TomTom
 
Ganz einfach: Deine Frau ist offenbar eine echt schlanke Erscheinung und Du bist einfach über die Jahre viel zu fett geworden. :D

Im ernst. Leistung und Gewicht, darum geht es hier doch.

Tim
 
Was erwartest du? Ein Golf R mit "nur" 270PS erreicht fast die Fahrleistung deines 35i. Euer Golf hat 310PS. Dazu kommt das geringere Gewicht von 1217–1541kg. Der 35i fängt bei 1505kg an. (je nach Ausstattung). Längsbeschleunigung lässt sich bei Turbos halt schnell tunen.

ganz spontan zu verkaufen: mein z4 sdrive35is. :-D
Die +30PS machen es dann auch nicht... Einfach den 35i auf 380PS anheben und die Sache ist wieder im Lot. :D
 
Was erwartest du? Ein Golf R mit "nur" 270PS erreicht fast die Fahrleistung deines 35i. Euer Golf hat 310PS. Dazu kommt das geringere Gewicht von 1217–1541kg. Der 35i fängt bei 1505kg an. (je nach Ausstattung). Längsbeschleunigung lässt sich bei Turbos halt schnell tunen.

Die +30PS machen es dann auch nicht... Einfach den 35i auf 380PS anheben und die Sache ist wieder im Lot. :D

Aber ist denn das Gewicht bei über 200 km/h noch relevant? Eher der Luftwiderstand, oder? Ich dachte halt ganz naiv, dass die nominell 4 PS Unterschied sich nicht so gravierend auswirken können. Deine Idee ist mir aber auch schon gekommen, Mitte/Ende Februar steht Zetti auf dem gleichen Prüfstand. Danach soooooollte es anders aussehen! :-)


Euer TomTom
 
@TE sei doch froh, dass Du offensichtlich was für Dein Geld beim Tuner bekommen hast...

Das bin ich auch. Der Vergleich schmälert auch in keinster Weise die Qualitäten des Zettis, man kann beide Autos halt nicht miteinander vergleichen (leider auch nicht in der Längsbeschleunigung :O_oo: )
 
Deine Frau hat Vollgas gegeben und du unwillkürlich eben nicht. Warum? Weil der z4 von vorne so geil aussieht und sie ihn im Rückspiegel sehen will. Für den Golf hingegen gilt das nicht, der sieht von hinten aus wie von vorne und da würde ich auch kein Vollgas geben, könnte ja ein Geisterfahrer sein...:-)
Im Ernst: Die genannten Probleme kann ich nicht nachvollziehen!
 
Aber ist denn das Gewicht bei über 200 km/h noch relevant? Eher der Luftwiderstand, oder?
Natürlich ist der Luftwiderstand ausschlaggebend, je höher die Geschwindigkeit ist. Dennoch gilt, die Beschleunigung ist direkt abhängig von der Masse, die Höchstgeschwindigkeit hingegen von der Leistung. Beide Autos erreichen die gleiche Vmax, benötigen dazu jedoch unterschiedliche Zeit. Ach ja, die Reifenbreite spielt natürlich auch eine Rolle. Je breiter desto langsamer.
 
Warum sollte das Gewicht bei hohen Geschwindigkeiten keine Rolle spielen? Wenn er beschleunigt, zieht doch das Gewicht dagegen und je schneller er ist, desto größer ist doch der Widerstand. (Behaupte ich jetzt einfach mal)

Ich weiß echt nicht, was dein Problem ist? Ihr habt den Wagen tunen lassen und jetzt ist er verdammt schnell. Ist doch Super.

Wenn der neue Golf R kommt (oder schon da ist), werd ich mit meinem zetti auch nicht mehr mitkommen (vermute ich jedenfalls), was beim Golf 6 R noch klappt. Da würd ich aber doch nicht sagen, ich kann nicht mal mehr einen Golf überholen. Denn leistungsmässig hat das nicht mehr viel mit Golf zu tun. ;)
 
Wenn er beschleunigt, zieht doch das Gewicht dagegen und je schneller er ist, desto größer ist doch der Widerstand. (Behaupte ich jetzt einfach mal)
Das "Gewicht" ist eigentlich die Masse und die zieht nicht sondern hat ein Trägheitsmoment. Was halt beim Beschleunigen stört, ist die Massenträgheit. Diese mit den Restlichen Faktoren ergibt in etwa folgende Rechnung :
Beschl.Leistung = Radleistung - Strömungsleistung - Reibleistung - Trägheitsmoment der rotierenden Massen

Strömungsleistung : Luftwiderstand x Geschwindigkeit
Reibleistung = Reibung x Geschwindigkeit
Fährt man eine konstante Geschwindigkeit, muss man nur Energie für "Strömungsleistung + Reibleistung + Trägheitsmoment der rotierenden Massen" aufbringen. Möchte man schneller fahren braucht man zusätzlich Energie um die Massenträgheit zu überwinden oder anders ausgedrückt, die Masse zu beschleunigen.
 
geb ich dir recht,wie gesagt hab die 220 bzw. 224 mal geschafft,dann ist schluss bzw. mehr traue ich mir nicht, Ab war frei,
ABER danach fuhr er in der stadt wieder wie ein schnurrendes kätzchen...
ergo,doch immer mal ausfahren....
 
Ich hatte vor dem Zetti auch einen Golf V GTI mit 260 PS und DSG , aber da war das genau anders rum bis 180 war der Golf noch dran aber dann war der Zetti schneller , konnte ich testen da den Golf ein bekannter von mir gekauft hat . Aber beim 35i kann man doch auch recht einfach nachhelfen dann sieht dich deine :K auch wieder von hinten ;)
 
.......da hätte ich noch einen echten Miniatur-Vergleich: Ich habe einen 2012er Renault Twingo dCI (Leergewicht ca. 1050kg) mit seit heute ca. 106PS (orig. 86PS). Mitgefahren war ein VW Passat Variant TDI mit 110PS, auf der AB hat der nun keine Chance mehr gegen meinen Floh.... Allerdings nur bis 190km/h, denn ich fahre Winterreifen in "T", d.h., jetzt muß ich mich im Winter sogar beim Twingo bremsen.....8-). Ob nun meine SuperSport-H-Sommerräder ausreichend sein werden? :d
 
Welche Bereifung war jeweils auf den Autos? Spielt auch eine große Rolle bei der Beschleunigung, vor allem bei sehr kleinen PS Unterschieden. Massenträgheit, bzw Steineranteile ;-)
 
Der Zetti gehört ja auch auf die kurvige Landstraße! DA möchte ich den Golf mal sehen, wie er sich um die Kurven quält....egal wie viel PS er hat...! :laugh4:
 
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