Die Abschaffung der Arbeit

Grundsätzlich: Wer viel (und gut) arbeitet soll mehr verdienen, als jemand der weniger arbeitet. Ich denke das steht ausser Frage.
Passiert das aber auch? Da habe ich so meine Zweifel.
Die Antwort ist einfach: Nein, denn mein Einkommen steigt nicht von allein, denn auch mein Einkommen unterliegt den marktwirtschaftlichen Gegebenheiten. Wenn ich meine Leistung erbringe ohne dafür einen "für mich zufriedenstellenden" Gegenwert zu verlangen, dann bekomme ich den auch nicht. Ich muss für mein Einkommen kämpfen wie so ziemlich jeder Z4-Fahrer.
Wer nicht kämpft, geht unter. Und das ist gut so, denn unsere Gesellschaft wird von Leistungsträgern getragen, nicht von Duckmäusen und Sensibelchen.

Nehmen wir mal an, ein Kind bekommt eine Milliarde von Geburt an vererbt. Vati legt das mit 5% bei einer Bank ein.
Wenn das Kind ca. 15 Jahre ist, hat es schon zwei Milliarden, mit 30 Jahren vier Milliarden, ohne je gerarbeitet zu haben. Also ein leistungsloses Einkommen.
Das Einkommen ist nicht "leistungslos", denn mein Vorfahre hat mehr geleistet als er selber vom Gegenwert wieder "eintauschen" konnte.
Ich sehe das nicht nur auf mich selbst bezogen.

Und wer darf das erwirtschaften? Der Leistungsträger. Also ich z.B.
Wenn Du eine Milliarde Euro hast und mir etwas davon leihst, dann ist es fair, wenn Du dafür ein Entgelt bekommst - und je nach Nachfrage und Angebot ist das Entgelt entweder größer oder niedriger.

Die anderen Leistungsträger haben damit nix zu tun - das ist reines Geldhandelsgeschäft.

Wie kann es denn überhaupt sein, dass ich mich erst verschulden muss, wenn ich was anständiges erlernen möchte? (Musste ich zwar nicht, aber die meisten müssen es)
Lehrer und Ausbilder sind Dienstleister, sie leisten einen Dienst für Dich. Was ist verkehrt daran, wenn Du für diesen Dienst ein Entgelt bezahlst?
Wenn Du kein Geld besitzt, dann kannst Du Dir diese Dienstleistung nicht gegen Geld tauschen. Entweder Du verschuldest Dich oder tauscht einen anderen Gegenwert gegen diese Dienstleistung ... vielleicht Autowaschen oder Garten pflegen - es gibt viele Möglichkeiten, die zum ziel führen.

Jammern führt nicht zum Ziel. Nur zu Mitleid. Von Mitleid kann sich niemand etwas kaufen.

Zur Wirtschaftsleistung:
Wenn diese steigt, hat das doch noch überhaupt keine Aussagekraft über den Sinn der Leistung.
Wir könnten ja harte Drogen legalisieren, das würde unserem BIP bestimmt noch ein wenig auf die Sprünge helfen und unsere zukünftigen Leistungsträger könnten mit Koks und Co. das Abi schon in 10 Jahren schaffen.
Waffen verkaufen wir ja schon wie die Weltmeister. Aber sonst wär die Tagesschau ja auch langweilig.
Jede Leistung hat einen Sinn. Das Legalisieren von harten Drogen bedient einen Markt. Dies ist der Sinn und damit lässt sich Geld verdienen. Ob nun legal oder illegal ist dabei fast egal.
Auch der Verkauf von Waffen befriedigt eine Nachfrage .. Angebot und Nachfrage = Marktwirtschaft = "Sinn der Arbeit".

... aber ich versteht Dich schon, mir erschließt sich von vielen Tätigkeiten auch nicht der Sinn ... Bilder malen, sterben und für gutes Geld verkaufen ... auch das ist ein Markt, in meinen persönlichen Augen sehr unsinnig.

Beim Gesundheitssystem sind wir ja schon nahe an der Perfektion der Wirtschaftsleistungssteigerung. :ulrich:
Auch hier gibt es eine Nachfrage und ein Angebot ...

Exportweltmeister sind wir ja auch (ok, waren es). Wir tauschen Know-How/Waren/Dienstleistungen gegen bunte Zettel bzw. ein paar Bits und erhöhen dadurch bei uns die Geldmenge
---> ziemlich beschissener Deal.
In meinen Augen der beste Deal.

Auch ich verkaufe mein KnowHow und von meiner beruflichen Erfahrung profitieren Menschen in meiner Firma. Ich berate sie und helfe ihnen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Am Ende des Tages habe ich nichts hergestellt sondern nur dafür gesorgt dass die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt über die richtigen Dinge rede.

In wenigen Tagen bekomme ich wieder in paar Bits in meinem Onlinebanking zu sehen welche ich gegen bunte Zettelchen tauschen kann und die wiederum gegen flüssiges Zeug, was mein Spaßauto vorantreibt und mir ein Grinsen ins Gesicht zaubert.

Ich rede und bekomme ein Grinsen - toller Deal :-)

Vielleicht findet der ein oder andere durch die Links (oben) ja ein wenig Inspiration und erschafft ein faires System für alle. :)
Gibt's doch schon ... die bunten Zettelchen und so - ich find's fair :t
 
... jetzt lehn ich mich mal weit raus - und trotzdem ist auch gut, wenn's mal vorbei ist - der Countdown läuft - am 30.11.2017 ist das Kapitel 'Arbeit' beendet :) :-)
 
Gibt's doch schon ... die bunten Zettelchen und so - ich find's fair :t

"Wer im Warmen sitzt, kann einen Frierenden nicht verstehen."
- Alexander Solschenizyn "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch"

Ist es auch fair, dass es AN gibt, deren Verdienst durch H4 aufgestockt werden muss?
 
Bei mir ist das Kapitel Arbeit in 2,5 Jahren beendet...dann werde ich in den Ruhestand treten und nur noch nebenbei als Hobby bisschen arbeiten.

Meine bessere Hälfte hat noch keine Lust die Arbeit aufzugeben...aber ist ja so in Ordnung...einer muss ja das Geld verdienen.


Gruß Robert
 
Bei mir ist das Kapitel Arbeit in 2,5 Jahren beendet...dann werde ich in den Ruhestand treten und nur noch nebenbei als Hobby bisschen arbeiten.

Meine bessere Hälfte hat noch keine Lust die Arbeit aufzugeben...aber ist ja so in Ordnung...einer muss ja das Geld verdienen.


Gruß Robert


Bei mir ist es genau so - Frauen wollen einfach nicht 'in Rente gehen' - denn dann sind sie ja nach ihrer Wahrnehmung richtig alt ... irgendwie krank
 
Ist es auch fair, dass es AN gibt, deren Verdienst durch H4 aufgestockt werden muss?
Eine sehr, sehr geniale Frage !!! :t

Ich antworte mit einer Gegenfrage, da ich ohne weitere Informationen weder mit "ja" noch "nein" antworten möchte:

Ist es fair diesen AN einfach nur Geld zuzuwerfen ohne die Ursachen für ihre Lage zu bekämpfen? Als mögliche Ursachen fallen mir ein: Selbstvertrauen, Motivation, Bildung, Selbstverantwortung, ...

In Afrika sind viele Helfer unterwegs, wieso hat es so lange gedauert bis sie von "Nahrung aus Flugzeugen abwerfen" auf die Idee kamen "den Menschen zeigen wie sich selbst versorgen"?

Es wird noch ein Weilchen dauern, aber irgendwann bekommen auch die Jobcenter die Kurve und hängen sich noch mehr rein um den Aufstockern bei der Ursachenbekämpfung zu helfen.

... auf diese Weise finde ich das "Zuschmeißen mit Geld" unfair der Gesellschaft gegenüber und ebenso unfair den Aufstockern gegenüber.
 
@Jokin
Ich finde es nur wichtig mal über den Tellerand zu schauen, da ich dieses alternativlos-Geseiere von der Angie nicht mehr hören kann.:ulrich:


Grundsätzlich: Wer viel (und gut) arbeitet soll mehr verdienen, als jemand der weniger arbeitet. Ich denke das steht ausser Frage.
Passiert das aber auch? Da habe ich so meine Zweifel.

Zum Geldsystem.

Nehmen wir mal an, ein Kind bekommt eine Milliarde von Geburt an vererbt. Vati legt das mit 5% bei einer Bank ein.
Wenn das Kind ca. 15 Jahre ist, hat es schon zwei Milliarden, mit 30 Jahren vier Milliarden, ohne je gerarbeitet zu haben. Also ein leistungsloses Einkommen.
Und wer darf das erwirtschaften? Der Leistungsträger. Also ich z.B.

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das Problem hatten wir glaube ich schon im Fall Höneß diskutiert.
Und meiner Meinung nach wird dieses System über kurz oder lang zusammenbrechen.
da werf ich nur mal 2 Begriffe in den Raum
- Einkommensteuer / Spitzensteuersatz liegt irgendwo bei um die 45% glaube ich
- Kapitalertragssteuer / Spitzsteuersatz liegt bei nicht mal 29% glaube ich

folglich wird der mehr zur Kasse gebeten der wirklich für sein Geld arbeitet, als der der einfach nichts macht und nur sein vorhandens Geld für sich arbeiten lässt!

:g
 
Und meiner Meinung nach wird dieses System über kurz oder lang zusammenbrechen.
da werf ich nur mal 2 Begriffe in den Raum
- Einkommensteuer / Spitzensteuersatz liegt irgendwo bei um die 45% glaube ich
- Kapitalertragssteuer / Spitzsteuersatz liegt bei nicht mal 29% glaube ich

folglich wird der mehr zur Kasse gebeten der wirklich für sein Geld arbeitet, als der der einfach nichts macht und nur sein vorhandens Geld für sich arbeiten lässt
Aha,und woher kommt das vorhandene Geld? Hat derjenige es auf einer Parkbank gefunden? Nein,zumeist wird er es erarbeitet haben(oder seine Vorfahren)und es sollte auch schon mal versteuert worden sein. Jetzt will dieser jemand das Geld,welches nach der Versteuerung netto übrig blieb,so anlegen,dass zumindest der Inflationsausgleich gewährleistet ist und muss auf diese Zinsen nochmals Steuern bezahlen. Hört sich für mich nicht sonderlich gerecht an. Dazu kommt,dass ich für Aktiengewinne Steuern zahlen muss,mach ich aber Verluste kann ich diese nicht steuerlich absetzen. Gerecht?
Im Übrigen darf mir Benzet gerne per PN den Namen der Bank zusenden,bei der ich 5%(:roflmao:)bekomme,die suche ich nämlich schon lange. Ich glaube ihr habt absolut keine Ahnung wie schwierig es ist sein Geld so anzulegen,dass man auf Dauer keinen Verlust hat.
 
ja woher kommt das Geld? Klar hat irgendeiner mal für den Bruchteil davon gearbeitet (oder auch nicht)
Aber ich rede ja von den heutigen Verhältnissen des Steuersystems.
Ich unterstelle mal jedem, der mit seinem Geld an der Börse spielt und zockt, eh soviel Geld hat dass es im nicht besonders weh tut wenn er es verliert!
Wo kommen wir denn hin wenn die ganzen Zocker ihre Verluste auch noch absetzen könnten? :eek: :o dann gebe es ja überhaupt kein halten mehr!
Es geht um die Art und Weise wie das Geld verdient wird.
Auf der einen Seite erbringt jemand dafür Arbeitsleistung, und wird als Dank dafür hoch besteuert.
Und auf der anderen Seite wird überhaupt nichts geleistet, und als Dank wird es im Verhältnis niedriger besteuert.
:j:j:j
 
Wenn man hoch besteuert wird dann hat man meistens auch sehr gut verdient...
Hier wird auf sehr sehr hohem Niveau gemeckert oder geschimpft.

Den meisten geht es doch blendend..Steuern hin oder her.
Ich persönlich möchte und kann mich nicht beklagen da ich auch morgen was zum knabbern habe und einen 100er zum Tanken übrig habe...was will der Mensch mehr!?

Ernsthaft, es geht uns doch sehr gut!



Gruß Robert
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht um die Art und Weise wie das Geld verdient wird.
Auf der einen Seite erbringt jemand dafür Arbeitsleistung, und wird als Dank dafür hoch besteuert.
Und auf der anderen Seite wird überhaupt nichts geleistet, und als Dank wird es im Verhältnis niedriger besteuert.
:j:j:j

Ich erkenne, dass Du Dich mit Kapitalanlagen überhaupt noch nicht beschäftigt hast, sondern nur malochen zu gehen scheinst.

... es ist gar nicht so einfach sein Kapital nicht kampflos der Inflation hinzugeben, sondern die Kaufkraft zu erhalten.
 
Dafür sollte es auch Banken geben. Die Betonung liegt auf sollte und deren etwas eigenes Verständnis von Kapital :D
 
Ohne Arbeit geht man auf Dauer kaputt.. jeder Mensch braucht eine Beschäftigung!

Sagt welche Studie bzw. welcher Wissenschaftszweig? Ich schrieb doch schon, ich habe mich seit 2005 aus dem Druck der Arbeitswelt entzogen. Und ich kann Deine Behauptung absolut nicht bestätigen!
Und Beschäftigung ist nicht mit "Arbeit" gleichzusetzen.
 
Ich denke da kommen wir zum Hauptproblem,nicht die Arbeit an sich ist es die nervt sondern eher die damit einhergehenden Begleitphänomene wie Druck,Mobbing,Existensängste,etc..

Nein, Irttum. Das sind nur "neue" Nebenerscheinungen, so wie Du ja selbst von Begleitphänomenen schreibst.

In Deutschland wird seit vielen Jahrzehnten Arbeit und "Fleiß" nicht wirklich belohnt, sondern eher bestraft. Es findet keine gerechte Entlohnung statt. Der Staat ist eine Heuschrecke, genauso nimmersatt wie die Wirtschaftszweige (Preissteigerungen, Outsourcing, Lohndumping usw) Das alles darf man ruhig unter dem Oberbegriff "moderne Ausbeutung" zusammenfassen. Und wenn Du alt und ausgelaugt bist am besten gleich in den Sarg. Und in der Neuzeit werden immer weniger alt, sondern bekommen schon mit Mitte 30 ihren ersten Herzinfarkt.
Hinzu kommen die ausbeuterischen Tendenzen der Politik in anderen Lebensbereichen. Beispiel der Verbraucher hat die EEG zu löhnen und viele "Lobbyisten" werden entgegen dem EU-Willen befreit und und und und.

So behandelt man Tiere..... "Ameisen".... von freien Menschen kann doch wahrlich bald nicht mehr geredet werden.

Edit:
Bin aber jetzt raus aus der Diskussion hier.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich erkenne, dass Du Dich mit Kapitalanlagen überhaupt noch nicht beschäftigt hast, sondern nur malochen zu gehen scheinst.

... es ist gar nicht so einfach sein Kapital nicht kampflos der Inflation hinzugeben, sondern die Kaufkraft zu erhalten.

ja da hast du recht, ich beschäftige mich nicht wirklich mit Kapitalanlagen. Aber man muss auch kein besonderes Fachwissen dazu haben, oder ein Genie sein, um zu erkennen dass hier was gewaltig schief läuft.
Und solange man Geld für sich arbeiten lassen kann werden die Reichen immer reicher und der Mittelstand kann sich krum und bucklig arbeiten.
Das beste Mittel sein Geld vor Inflation zu schützen ist für mich, das Geld einfach ausgeben :D
Allerdings geht damit auch mein Plan mit der Frührente den Bach hinunter :12toiletz is ne schöne Zwickmühle &:&:&:
 
In Deutschland wird seit vielen Jahrzehnten Arbeit und "Fleiß" nicht wirklich belohnt, sondern eher bestraft. Es findet keine gerechte Entlohnung statt. Der Staat ist eine Heuschrecke, genauso nimmersatt wie die Wirtschaftszweige (Preissteigerungen, Outsourcing, Lohndumping usw) Das alles darf man ruhig unter dem Oberbegriff "moderne Ausbeutung" zusammenfassen. Und wenn Du alt und ausgelaugt bist am besten gleich in den Sarg. Und in der Neuzeit werden immer weniger alt, sondern bekommen schon mit Mitte 30 ihren ersten Herzinfarkt.
Hinzu kommen die ausbeuterischen Tendenzen der Politik in anderen Lebensbereichen. Beispiel der Verbraucher hat die EEG zu löhnen und viele "Lobbyisten" werden entgegen dem EU-Willen befreit und und und und.
So behandelt man Tiere..... "Ameisen".... von freien Menschen kann doch wahrlich bald nicht mehr geredet werden.
Man kann eine Kuh nicht ewig melken ohne ihr etwas zu fressen zu geben, sonst liegt sie irgendwann tot und völlig ausgelaugt auf dem Feld.
Irgendwie erinnert mich das an dem Film Matrix, wo die Menschen an Maschinen angeschlossen sind, und nur zum Zweck der Energiegewinnung existieren.
Besteht der Sinn des Lebens darin, die meiste seiner wertvollen Zeit und Energie damit zu verschwenden sich bis zum hohen Alter krumm zu machen, auf Kosten der eigenen Gesundheit?
Ich verbringe mehr Zeit in der Firma als mit der eigenen Frau und meiner Familie.
Auf eine entsprechende spätere Rente brauche ich nicht hoffen, da frage ich mich wofür ich jahrelang in die Rentenkasse einzahle - Nicht für meine eigene Rente.
Mit dem bisher eingezahlten Geld könnte ich später gut leben, aber man zahlt ja fürs System.
Als Arbeitnehmer hat man bedingt durch die stetig steigenden Lebenskosten täglich weniger Geld in der Tasche, die Löhne steigen ja nicht parallel mit, ganz im Gegenteil!
Auf Dinge die ich mir früher noch geleistet habe, verzichte ich nun immer öfter, denn ich gehöre noch zu den Menschen die mit der DM groß geworden sind.
Nur mal ein kleines Beispiel vom letzten Einkauf im Supermarkt:
Ich dachte ich sehe nicht richtig, als ich eine Tüte Erdnüsse in den Einkaufswagen legen wollte -
Der Preis betrug 4,49 € für ein paar lausige Nüsse die man noch selber knacken muss!
Auf die blöden Nüsse kann man ja verzichten, aber nicht auf Grundnahrungsmittel.
(Gehört in Bayern nicht auch das Bier dazu?)
Wenn ich mich nicht irre, hat genau die gleiche Tüte Nüsse vor noch nicht langer Zeit ca. die Hälfte gekostet, was ich auch nicht gerade günstig empfinde.
Zu den steigenden Sprit- und Energiekosten muss ich ja nichts schreiben, und das ist nur ein kleiner Bereich von Dingen die lebensnotwendig sind.
Es gibt natürlich auch Dinge die günstiger werden z.B. im Multimedia-Bereich, aber trotzdem werde ich ständig mit steigenden Kosten konfrontiert bei Versicherungen, Grundbesitzabgaben, Handwerkerrechnungen, Instandhaltungskosten etc.
Und selbst wenn man nicht immer weniger Geld am Monatsende übrig hat, kommt der berufliche Druck und Stress dazu der am eigenen Körper nagt.
In vielen Firmen werden Mitarbeiter wegrationalisiert, und dadurch verteilt sich die Arbeit auf immer weniger Leute, die noch dazu mit zusätzlichen Aufgaben konfrontiert werden.
Dann arbeitet man noch erschwerend unter einem massiven Zeitdruck, während einem die Arbeit über den Kopf wächst...
Da wird aus einem einstigen Team plötzlich ein Rudel was sich gegenseitig die Arbeit zuschiebt, ganz unter dem Motto "Ich habe schon genug am Hals, soll sich der Kollege darum kümmern".
Mobbing ist auch noch ein großes Thema in vielen Unternehmen, oder man findet Wege sich unbequemen Mitarbeiter zu entledigen.
Es werden immer wieder Leute belächelt die über Burnout klagen, aber nur wer selbst davon betroffen ist weiß was das bedeutet!
Alles in allem sind das alles keine optimalen Voraussetzungen für ein glückliches und gesundes Leben.
Ich bin zwar kein großer Pessimist, aber ich denke es wird sich in den nächsten Jahren nicht zum Positiven entwickeln, also sollte man wenn möglich frühzeitig die Reissleine ziehen bevor es zu spät ist.
Hatten wir nicht schon einen Todesfall im Forum der die Folge von beruflichen Stress war?
 
Zuletzt bearbeitet:
:t

Von dem Liedermacher Reinhard Mey stammt der Ausspruch:
»Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: Halt du sie dumm, ich halt sie arm!«
(»Sei wachsam« aus dem Album »Leuchtfeuer«)
 
Zuletzt bearbeitet:
Kühe gibt es mehr als genug, wenn eine tot umfällt...wenn juckts? es kommen ja genug neue nach.
Genau dass sollte sich jeder vor Augen halten !!!
Wenn du dich kaputt gearbeitet hast, bist du wertlos:confused: dann nützt dir auch das hart verdiente Geld nichts mehr.
Hier sollte jeder für sich selbst sein Mittelmaß finden und vor allem seine Grenzen rechtzeitig erkennen.
Problematisch wird es aber bei den Niedriglohnjobs. Da sind die Leute gezwungen über ihre Grenzen zu gehen.
Und dann kommen sie unter die Räder des Systems und werden zerquetscht. Das ist leider der traurige Alltag für viele.
 
Vielleicht habe ich es überlesen, aber was ich bei all dem Wehklagen erheblich vermisse, ist die weder neue, noch spektakuläre, aber durchaus relevante Erkenntnis, dass der beruflichen Arbeit nicht nur ein quantitatives Element innewohnt, sondern auch - und erheblich - ein qualitatives.

Natürlich ist es schlimm, wenn jemand viel und hart arbeitet, aber dennoch kaum seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Nur sind das eben auch häufig Tätigkeiten, die nicht sonderlich anspruchsvoll sind. Das ist nicht abwertend gemeint, aber es ist nun einmal so, dass qualitativ hochwertige Leistung häufig (erheblich) besser vergütet wird, als eine mittelmäßige oder qualitativ anspruchslose Tätigkeit. Diese Erkenntnis mag dem einen oder anderen missfallen, das ändert nur nichts an den Tatsachen.

Ebenso ist es Tatsache, dass es "leider" nicht jeder Mensch in der Hand hat, eine anspruchsvolle Tätigkeit zu erlernen und als Beruf zu verrichten. Nur liegt das in der Verantwortung des Einzelnen, und nicht in der Verantwortung des Arbeitgebers oder gar des Staates. Weder der eine, noch der andere kann etwas für die individuell unterschiedlichen körperlichen, intellektuellen und psychischen Fähigkeiten und Grenzen der Menschen, und schon gar nicht für das - aus meiner Sicht erheblich weit verbreitete - Fehlen wichtiger Tugenden wie beispielsweise Fleiß und Strebsamkeit.

Das alles mag man nicht gerne zur Kenntnis nehmen. Es führt aber nun einmal dazu, dass es unterschiedliche Menschen in unserer anspruchsvollen Gesellschaft unterschiedlich schwer haben. Unser Staat tut aus meiner Sicht recht viel dafür, solche Menschen zu fördern und aufzufangen, die es schwer haben - finanziert von denjenigen, die es leichter haben. Viel mehr kann man aus meiner Sicht von beiden nicht erwarten.
 
diese "nicht besonders anspruchsvollen Tätigkeiten" muss aber auch irgendwer machen.
jeder der 8 Std am Tag zur Arbeit geht, und sich auch bemüht, der soll auch entsprechend entlohnt werden, damit er Abends gehobenen Hauptes nach Hause gehen kann.
Denn auch er trägt seinen Teil dazu bei das es der Gesamtheit gut geht!
 
diese "nicht besonders anspruchsvollen Tätigkeiten" muss aber auch irgendwer machen. ...

Selbstredend, weshalb ich das "leider" in Anführungszeichen gesetzt hatte. Nur funktioniert es eben nicht, dass unterschiedlich anspruchsvolle Tätigkeiten mehr oder minder gleich entlohnt werden. Wir hatten es weiter oben schon einmal davon, dass die den "Laden" voranbringenden Köpfe entsprechend motiviert werden müssen.
 
ja, da gebe ich dir auch absolut recht! :t Leistung muss entsprechend entlohnt werden.
ich rede ja auch nicht von gleicher Entlohnung, sondern von gerechter Entlohnung.
Und es kann einfach nicht angehen das jemand 8 Std am tag zur Arbeit geht und mit 800.- Netto nach Hause geht, während ein anderer den ganzen Tag mit seinem faulen Arsch auf dem Sofa sitzt und 400.- vom Staat kassiert.
Und so sieht aber leider die Realität aus.
 
..... Nur funktioniert es eben nicht, dass unterschiedlich anspruchsvolle Tätigkeiten mehr oder minder gleich entlohnt werden. Wir hatten es weiter oben schon einmal davon, dass die den "Laden" voranbringenden Köpfe entsprechend motiviert werden müssen.

Ich denke dass du mit diesem Klischeedenken dem Ansatz des Autors nicht gerecht wirst.....
Welcher "Laden" wird denn (in der Regel) von wem und auf wessen Kosten vorangebracht?

Sicher soll und muss sich Leistung lohnen. - aber auch weniger anspruchsvolle Tätigkeiten sollten ein menschenwürdiges Überleben ermöglichen.
 
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