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Du kannst dir bestimmt vorstellen, dass die Polizei nicht ohne Grund nicht mich als Verursacher gesehen hat, sondern die Fiestafahrerinn. Erst durch den verbotene Fahrstreifenwechsel (durchgezogene Linie) vom Fiesta ist der Unfall zur Stande gekommen.
Wenn vor Dir ein Mensch über die Straße läuft, dann ist auch der Mensch der "Verursacher" - würdest Du dem Menschen auch die "Schuld" geben, wenn Du knapp vor ihm zum Stehen kommst?
... falls "ja", würdest Du dem Mensch auch die "Schuld" geben, wenn er dabei ums Leben kommt?
Und wenn es ein Kind ist - auch dann?
Ich weiß nicht wie Du es siehst, ich jedoch bin als Auffahrender grundsätzlich "schuld", denn ich hätte doch mehr Abstand halten können oder langsamer fahren können, sodass ich mein Auto auch im "überschaubar sicheren" Bereich zum Stehen bekomme.
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Der Vergleich mit Fußgängern hinkt aber mächtig.
Wenn ein Autofahrer sich regelwidrig verhält ( überfahren einer durchgezogenen Linie ), sollte er auch für die Konsequenzen die Hauptschuld tragen. Bei einem Fußgänger sieht die Sache wohl anders aus von wegen das der Fußgänger der schwächere im Gegensatz zum Auto ist. Aber auch da sollte bei grob fahrlässigem Verhaltens seitens des Fußgängers ( bei Rot über die Straße gehen) der Fußgänger die Hauptschuld bekommen. Wozu sonnst gibts Regeln?
Man stelle sich vor, alle Autofahrer würden überall den Mindestabstand einhalten.... Ich schätze mal das Chaos wäre vorprogrammiert...
Ich habe mal gelesen,das, wenn nicht mindestens 30 Prozent der Autofahrer sich nicht an die Regeln halten, dies einen negativen Einfluss auf den Verkehrsfluss hätte...
Es ist sehr schwer, ein gesundes Mittelmaß (Regeln einhalten/nicht einhalten) zu finden. Wie man es gerade macht, kann es falsch sein.
Man sollte sich immer bewusst sein, das man als Autofahrer im Straßenverkehr mit einem Bein im Knast steht.
Gruß
Markus