Reithofer verlässt BMW vorzeitig

Der eine zu VW, der andere gar zu Siemens ... ganz schön mutig. :X
 
Irgendwie kommt diese Anmerkung nicht vollends überraschend... :D

Hä,hä, VW hat mich auch abgeworben :b , aber ob´s eine Verbesserung ist, möchte ich nach den Erfahrungen mit meinem 6er-Golf - übrigens "der beste Golf aller Zeiten" - mal so im Raum stehen lassen!
 
Ich halte dies bei BMW für einen sehr bedenklichen Vorgang, der leider mittlerweilen typisch für BMW (aber auch die meisten anderen Firmen) in den jeweiligen Vorstands- / Management-Etagen ist. :eek: :o

Früher wurde BMW von Ingenieuren und Technikern geleitet. Diese waren mit dem Unternehmen sehr eng (Stichwort: Loyalität) verbunden. Heutzutage regiert bei BMW das Controlling (wie in fast allen Firmen) und die Betriebswirtschaftler. Somit tritt automatisch der "Treppen-Effekt" auf: sobald ein besseres Angebot kommt, nutzt man dies bedenkenlos, um die Karriereleiter noch etwas höher erklimmen zu können...

Schade, aber dennoch irgendwie nachvollziehbar. Denn wer abgeworben wird, dem winken sicherlich deutlich bessere Konditionen (und wir sprechen hier sicherlich nicht um geringfügige Steigerungen von ca. 10-15%).;)

Meines Wissens eine der wenigen deutschen Firmen, wo noch die "alte, ingenieurgetriebene" Denke herrscht, dürfte im Automobil-Sektor Porsche sein.:t
 
Meines Wissens eine der wenigen deutschen Firmen, wo noch die "alte, ingenieurgetriebene" Denke herrscht, dürfte im Automobil-Sektor Porsche sein.:t

... und wieso kam dann keiner der Ing. W. Röhrls Wunsch nach der klassischen Handbremse nach &:

Mit der Loyalität gebe ich dir recht,
heute Siemens morgen Pampers,
.... Letztendlich sind es hier und da nur Zahlen ;)
 
Ich finde das gar nicht so bedenklich: Viele Unternehmen starten aus einer Idee heraus. Geht es um ein Produkt, ist es oft der Entwickler/Ingenieur, der die Idee hatte und nun das Unternehmen leitet. Viele können das auch durchaus gut - bis zu einem gewissen Punkt. Dann stagniert das Wachstum und auch oft der Erfolg des Unternehmens. Nun sind diejenigen schlau, die den "Absprung" schaffen und die Weiterführung der Firma jemanden überlassen, der nicht zu sehr technisch am Produkt hängt ...

Es gibt Menschen, die können hervorragend ein Unternehmen nach oben bringen - aber wenn es weiter gehen soll, braucht es dafür oft andere Charaktere.

Richtig, Loyalität ist hier oft keine Stärke und das mag bedauerlich sein. Allerdings liegt es es ja nicht nur am Geld allein, wenn jemand seinen Job wechselt.

Tim
 
Zuletzt bearbeitet:
Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, bin ich mir doch recht sicher, dass hier niemand in der Lage ist, die Qualität der Entscheidung auf der einen und/oder anderen Seite beurteilen zu können. ;) Ich bin mir jedenfalls sehr sicher, dass sowohl BMW und VW in der Lage sind, personenbezogene Management-Entscheidungen mit Bedacht und Umsicht zu treffen, als auch die Herren Reithofer und Diess sehr genau wissen, was sie tun. :) :-)

Richtig ist jedenfalls, dass auf Vorstands- und Management-Ebene in aller Regel nicht das Geld der maßgebliche Anlass für den Wechsel des Unternehmens ist. Auch darf man aus meiner Sicht den Gedanken der "Loyalität" nicht allzu sehr strapazieren in einem Metier, in dem Verträge von vornherein nur eine befristete Laufzeit haben und Vorstände mehr oder minder jederzeit abberufen werden können. Man verpflichtet sich dem Unternehmen auf diesen Ebenen eben häufig von vornherein nur auf eine gewisse Zeit.
 
Das ist doch ein völlig normaler Vorgang. Wenn man spekulieren möchte: Mit Reithofer dürfte alles korrekt gelaufen sein, da er direkt ins Aufsichtsgremium wechselt. Vermutlich war er als Vorstandsvorsitzender Herr des Verfahrens. Diess wird erkannt haben, dass er nicht in der Rolle des Nachfolgers gesehen wird und hat sich daraufhin nach Alternativen (wie damals auch Reitzle) umgesehen. Und natürlich gibt es mit dem "alten" Winterkorn Perspektiven bei VW.
 
Auch darf man aus meiner Sicht den Gedanken der "Loyalität" nicht allzu sehr strapazieren in einem Metier, in dem Verträge von vornherein nur eine befristete Laufzeit haben und Vorstände mehr oder minder jederzeit abberufen werden können. Man verpflichtet sich dem Unternehmen auf diesen Ebenen eben häufig von vornherein nur auf eine gewisse Zeit.
beim fußball ist es ähnlich. die leute prügeln auf den götze ein, weil er nicht loyal sei und zu bayern wechseln wollte...eine seifenoper ist das. ansonsten männer, nobby wird bald 60, da muss er den durchgesessenen BMW-stuhl gemäß interner richtlinien verlassen, ob er will oder nicht. ne überraschung ist das ganze also nicht.

zu einer behörde, wie volkswagen, würd ich als diess nicht gehen, aber vielleicht steht er auf formulare und stempel.%:
 
Die Marketing-Abteilungen sind diejenigen, die dem Grunde nach das Sagen in der Branche haben. Das erkennt man schon daran, dass schon während der Entwicklungsphase die Marketing-Humpties eingebunden sind. :whistle: Alles wird nur auf das Marketing ausgerichtet :crynew:
 
Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, bin ich mir doch recht sicher, dass hier niemand in der Lage ist, die Qualität der Entscheidung auf der einen und/oder anderen Seite beurteilen zu können. ;) Ich bin mir jedenfalls sehr sicher, dass sowohl BMW und VW in der Lage sind, personenbezogene Management-Entscheidungen mit Bedacht und Umsicht zu treffen, als auch die Herren Reithofer und Diess sehr genau wissen, was sie tun. :) :-)

Richtig ist jedenfalls, dass auf Vorstands- und Management-Ebene in aller Regel nicht das Geld der maßgebliche Anlass für den Wechsel des Unternehmens ist. Auch darf man aus meiner Sicht den Gedanken der "Loyalität" nicht allzu sehr strapazieren in einem Metier, in dem Verträge von vornherein nur eine befristete Laufzeit haben und Vorstände mehr oder minder jederzeit abberufen werden können. Man verpflichtet sich dem Unternehmen auf diesen Ebenen eben häufig von vornherein nur auf eine gewisse Zeit.

Na ja, die Frage ist ja, wer das überhaupt beurteiln kann und muss. Wer Einblicke in größere Konzern hat wird bestätigen, dass es zu 90% nicht auf können oder Qualität zurückzuführen ist, wenn einer eine Management position bekommt...
 
... Wer Einblicke in größere Konzern hat wird bestätigen, dass es zu 90% nicht auf können oder Qualität zurückzuführen ist, wenn einer eine Management position bekommt...

Die Aussage halte ich, zurückhaltend formuliert, für ganz erheblich falsch, und das in der Tat aus langjähriger und reichlicher Erfahrung mit Entscheidern solcher Konzerne. Ich bin immer wieder beeindruckt, was diese Menschen leisten - sowohl intellektuell und qualitativ, als auch quantitativ.

Sicherlich gibt es Ausnahmen - beispielsweise sind mir das Zusammentreffen mit Steve Ballmer und auch der eine oder andere (ehemalige) Siemens-Manager noch in herzlich unguter Erinnerung. Aber auch diese Menschen müssen wohl einiges können. Denn ohne Können schafft man es nicht in höhere Managementpositionen, hält sich jedenfalls dort nicht.

In der Politik mag das anders aussehen - da spielen bekanntlich wirklich sehr häufig andere Kriterien die entscheidende Rolle. :X
 
Auch für diese beiden Punkte gilt leider: Keine Regel ohne Ausnahme.

Was bringt diese Behauptung, wenn es allenfalls herzlich wenig Ausnahmen sein können und du die wohl auch kaum im Blick haben wirst?

Ohne konkreten Bezug auf Anwesende: Was mich ganz generell stört, ist dieses undezidierte Meckern über fremde Personen ohne eigene Sachkenntnis und ohne Einblick in die Fakten. Aber Meckern lässt es sich immer leicht. Selbst etwas zu können ist da schon erheblich schwerer. ;)
 
:)

You made my day.

Kurz Btt
Ich glaube, dass es schlechtere Besetzungen für die Nachfolge von Reithofer hätte geben können als einen Ingenieur, der bereits seit 22Jahren für die AG tätig ist. Wenn auch vielleicht die technische Affinität, nun noch mehr als bisher, im Hintergrund seines zukünftigen Wirkens stehen wird. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Genauso hoffe ich, dass er, trotz der ihm nachgesagten Sprödigkeit, ein glückliches Händchen bei der weiteren strategischen Ausrichtung haben wird.
 
ich behaupte mal, dass es bei der BMW-unternehmensgröße egal ist, ob der CEO vom hintergrund ingenieur oder BWLer ist. bei der spitze der M GmbH hat es diesbzgl. schon alles gegeben. es stellt sich nämlich die frage, von welchem können wir sprechen, denn in der rolle eines reithofers ist das bedienen von prüfständen oder konstruieren von maschinenteilen nicht vorgesehen und daher nicht relevant.

mein eindruck ist jedoch, dass man es mit wohldosierter inkompetenz, geschleime und den richtigen projekten bis zu einer gewissen höhe schaffen kann. von dort an muss man schauen, dass man alles dem job unterordnet, politisch korrekt handelt, kein pech hat und einen (mehrere) förderer hat, der einen nach oben ziehen möchte. all das und noch mehr unterstelle ich der elite da oben.
 
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mein eindruck ist jedoch, dass man es mit wohldosierter inkompetenz, geschleime und den richtigen projekten bis zu einer gewissen höhe schaffen kann. von dort an muss man schauen, dass man alles dem job unterordnet, politisch korrekt handelt, kein pech hat und einen (mehrere) förderer hat, der einen nach oben ziehen möchte. all das und noch mehr unterstelle ich der elite da oben.

Genau so schauts aus.
 
Eure Diskussion erinnert mich daran :D

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