Section Control auch bald bei uns?

.... nun erzähl mal, warum bei 220 km/h 200% und bei 130 km/h nur 90% Maut gezahlt werden soll. :7madz:
Irgendwie ne merkwürdige Einstellung.
Im Idealfall fahren alle Fahrzeuge exakt 130 km/h - sie beschleunigen auf 130 km/(h auf der Beschleunigungsspur und bremsen auf der Verzögerungsspur von 130 km/h entsprechend wieder ab.

In diesem "Idealfall" gibt es keiner Überholvorgänge und nix. Der Verkehr läuft flüssig und es passiert nix.

Im anderen extrem fährt jeder ein anderes Tempo, manche mit 30 km/h, einige mit 300 km/h und andere mit 150 km/h - und das mit wechselndem Tempo - die höchste Unfallgefahr.

... um den gesamten Verkehrsfluss wenigsten ein bisschen "in Richtung" der Idealvorstellung zu bringen setzt man die Maut bei 130 km/h am geringsten an und alles was schneller fahre will und somit "störenden Einfluss" hat, zahlt mehr.

So kann jeder für sich selber entscheiden wie flüssig und sparsam er ans Ziel kommen will.

Ob nun 90%, 200% oder 113,46% - drauf geschissen - der Grundgedanke zählt, nicht die Korinthen.


Genausogut könnte man die Maut ja auch nach der Reifengröße oder Anzahl der Sitzplätze oder .... festlegen :y
Alles ziemlich willkürlich dahergeholt.
Auch die Anzahl der besetzten Sitzplätze kann da gern einen Einfluss haben - Fahrgemeinschaftsfahrzeuge zahlen weniger als Einzelfahrer - gute Idee!

Bei der Reifengröße bin ich mir nicht so sicher, ob das was bringen kann.
 
ich habe nichts gegen totalüberwachung, denn ich habe ja auch nichts zu verbergen.%:
Schreib' so etwas bitte nicht, schließlich gibt es Menschen, die diesen Quatsch ernstlich vertreten. :eek: :o

Du kennst mich doch gar nicht! :p :P gibts für untergewichtige dann wenigstens einen Abschlag? :D
Sprecht ihr doch daheim erst einmal Deutsch, so wie es eure CSU sich gerne wünschen würde. :D
 
Bis zur Einführung ist es wohl nur eine Frage der Zeit. In Niedersachsen hat man jedenfalls m.E. schon eine Teststrecke ins Auge gefasst...
 
Zitat Jokin "I n diesem "Idealfall" gibt es keine Überholvorgänge und nix. Der Verkehr läuft flüssig und es passiert nix."

Dann wäre die Idealgeschwindigkeit ca. 85 km/h, das ist die maximale Geschwindigkeit der LKWs.
 
:D
Das übersieht man leicht und dann ist das Ganze ein wenig als Abzockerei zu betrachten.
Gruß aus Wien

Das Vorgehen der österreichischen Verkehrsüberwachung incl. Pickerl-Kontrolle an der ersten Möglichkeit nach der Grenze würde es rechtfertigen, bei Navis im Menü-Unterpunkt "Routenkriterien" die Zusatzoption " ÖSTERREICH VERMEIDEN" einzuführen.:X

OT : Ich mag Österreich sehr und habe keinerlei Vorbehalte gegen dieses Land und die Leute !
 
... um den gesamten Verkehrsfluss wenigsten ein bisschen "in Richtung" der Idealvorstellung zu bringen setzt man die Maut bei 130 km/h am geringsten an und alles was schneller fahre will und somit "störenden Einfluss" hat, zahlt mehr.
der anteil der mineralölsteuer ist doch jetzt schon proportional zur gefahrenen geschwindigkeit. warum muss man dinge kaputtoptimieren, nur weil man woanders die falsche politik betrieben hat? ich verstehe es ja, dass der staat bei den aktuellen ölpreisen gereizt ist, aber man wollte es doch so.
 
Ich bin ja eher dafür die Maut an der Nutzungsdauer fest zu machen. Referenz sind dabei 130. Bei 260 zahlt man nur noch 50% und bei 390 nur noch 25%... . Das würde auch das Downsizeing wieder etwas bremsen :thumbsup:. LKWs wären automatisch teuerer und die ganzen Schleicher bleiben auf der Landstraße... Gefällt mir immer besser ...

Gedankenfehler als auch bezweifle ich das, weil auch auf den Bundesstrassen die Maut fällig werden soll. Dann ist der Schleicher immer noch schneller als auf einer Bundesstrasse unterwegs (kürzere Nutzungsdauer).
 
Nehmt das Thema gefälligst etwas ernster :sneaky::whistle::b
Also ich wär ja dafür wenns wirklich in Unfallträchtigen Abschnitten gemacht werden würde aber da seh ich eben schwarz, wird dann genauso willkürlich werden wie die Blitzer nur noch etwas effektiver für die Staatskasse.
 
Bitte eines in jede Autobahnbaustelle!

Wer da schon mal ewig im Stau gestanden ist, weil einige Deppen unterwegs sind, weiß was ich meine!
 
Nehmt das Thema gefälligst etwas ernster :sneaky::whistle::b
Also ich wär ja dafür wenns wirklich in Unfallträchtigen Abschnitten gemacht werden würde aber da seh ich eben schwarz, wird dann genauso willkürlich werden wie die Blitzer nur noch etwas effektiver für die Staatskasse.

sowas kann man eigentlich nur noch mit humor sehen... denn die staatsmacht wird sowieso wieder machen, was sie für richtig hält und im zweifel wie du schon geschrieben hast, dieses system als gute aufbesserung des staatssäckels nutzen. der datenschutz wird seit geraumer weile anscheinend sowieso nicht mehr richtig ernst genommen und so nimmt es mal wieder seinen "geregelten" lauf... :rolleyes5 die "drei" bürger die sich dagegen wehren sind eben zu wenig :rolleyes:

lg Maik
 
Was hat eigentlich die "Section Control" mit den Datenschutz zu tun ?


dann sieh dir mal die anlagen an, mit denen man auf diesen bestimmten strecken "überwacht" werden soll. wenn man irgendwo wegen zu schnellen fahrens geblitzt wird ist das eines. diese section/ streckenmessung/ überwachung etwas anderes... das ist dann in meinen augen nur der erste schritt zu weiteren überwachungsmöglichkeiten. was mit diesen "mautbrücken" heute schon alles möglich ist, möchte ich lieber nicht wissen :rolleyes5
 
Was hat eigentlich die "Section Control" mit den Datenschutz zu tun ?

"Datenschutz" meint hierzulande den Schutz sogenannter personenbezogener Daten. Das sind Angaben über natürliche Personen, z. B. deren Alter, Konfession, Beruf, Anschrift. Solche Angaben sind besonders schutzbedürftig, weil sie, insbesondere in aggregierter Form, weitgehende Schlüsse auf die jeweilige Person zulassen und sich erheblich missbräuchlich verwenden lassen - sowohl durch Gauner, als auch durch Staat und Behörden.

Auch KFZ-Kennzeichen gelten als personenbezogene Daten. Erfasst und speichert man die Kennzeichen, lassen sich hieraus Rückschlüsse auf den Aufenthaltsort des Fahrers (vermuteter Weise: des Halters) ziehen und - unter anderem - Bewegungsprofile erstellen.

Was könnte man mit solchen Daten missbräuchlich tun? Beispielsweise könnte der Einbrecher feststellen, dass du nicht zu Hause bist. Und der Staat könnte dir nachweisen, dass du zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort warst oder nicht warst.
 
"Datenschutz" meint hierzulande den Schutz sogenannter personenbezogener Daten. Das sind Angaben über natürliche Personen, z. B. deren Alter, Konfession, Beruf, Anschrift. Solche Angaben sind besonders schutzbedürftig, weil sie, insbesondere in aggregierter Form, weitgehende Schlüsse auf die jeweilige Person zulassen und sich erheblich missbräuchlich verwenden lassen - sowohl durch Gauner, als auch durch Staat und Behörden.

Auch KFZ-Kennzeichen gelten als personenbezogene Daten. Erfasst und speichert man die Kennzeichen, lassen sich hieraus Rückschlüsse auf den Aufenthaltsort des Fahrers (vermuteter Weise: des Halters) ziehen und - unter anderem - Bewegungsprofile erstellen.

Was könnte man mit solchen Daten missbräuchlich tun? Beispielsweise könnte der Einbrecher feststellen, dass du nicht zu Hause bist. Und der Staat könnte dir nachweisen, dass du zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort warst oder nicht warst.

Hallo
Danke für deine Erklärung.
Muss mal in Ruhe darüber nachdenken.
Habe mir noch nie solche Gedanken oder sogar Sorgen gemacht und gebe zu das ich darüber auch nicht gut informiert bin.

Ich war immer der Auffassung das mir unbescholtenen Bürger es egal sein könnte.

Grüße Robert
 
... Ich war immer der Auffassung das mir unbescholtenen Bürger es egal sein könnte. ...

Diese Einstellung ist sehr weit verbreitet, Robert, und auch erst einmal nachvollziehbar. ;) Es führt hier leider zu weit vom Thema weg und ist in der Diskussion auch recht kompliziert, aber jedenfalls bin ich mir mit reichlich und langjähriger Erfahrung in diesen Themen sehr sicher, dass diese Einstellung langfristig für jeden Bürger (sehr) gefährlich ist. Das ist nicht böse gemeint, sondern nur rein "informativ". ;)


Ohne weiter vertiefen zu wollen nur ein einziges, noch relativ harmloses Beispiel: Mehrere Versicherungskonzerne arbeiten bereits darauf hin, die Höhe der Krankenversicherungsbeiträge und Ausschlüsse in der Leistungspflicht danach zu gestalten, welchen Lebensstil Menschen pflegen. So soll es u. a. Aufschläge geben für Raucher, Vielfahrer (!), Menschen mit risikoträchtigen Gewohnheiten und für sportlich wenig tätige Menschen. Ermittelt werden sollen diese Details anhand des Datenprofils des Versicherungsnehmers. So ein Konzept mag der eine oder andere vielleicht erst einmal gut finden, weil er glaubt, dass es für ihn dann preiswerter wird. Nur wird das nicht passieren, sondern er wird sich mit dem Problem konfrontiert sehen, dass es für ihn teurer wird, sobald die Versicherung anhand seines Datenprofils dafür einen Ansatzpunkt findet. Sollten sich dann bald noch ein paar gesetzliche Details ändern, kann die Krankenversicherung für manche Menschen schnell unbezahlbar werden - z. B. auch für berufsbedingte Vielfahrer.

Sorry für die Abschweifung vom Thema, zu dem wir auch nun wieder zurück sollten. ;)
 
In diesem Zusammenhang verlinke ich mal auf diesen netten Beitrag hier: https://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/06/19/flchendeckende-bespitzelung

Das zeigt sehr deutlich, dass einmal erhobene Daten auch entsprechende Begehrlichkeiten entwickeln. Da ist es dann auch nur ein schwacher Trost,
wenn ein Gesetz regelt, wann die Daten wie genutzt werden dürfen. Wenn z. B. die Nuztung von Mautdaten für die Aufklärung von besonders schweren
Straftaten freigegeben wird, darf man sich nicht wundern wenn dann plötzlich sogar die eine oder andere Ordnungswidrigkeit zur besonders schweren Straftat wird.
Deshalb sollte man auf die Erhebung der Daten nach Möglichkeit von vorn herein verzichten und gar nicht erst die technische Möglichkeit dazu schaffen.

Und da haben wir bei Section Control ein Problem. Grundsätzlich finde ich das nicht schlecht, aber die dafür notwendige Datenerfassung ist nicht
unproblematisch.
 
Was könnte man mit solchen Daten missbräuchlich tun? Beispielsweise könnte der Einbrecher feststellen, dass du nicht zu Hause bist. Und der Staat könnte dir nachweisen, dass du zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort warst oder nicht warst.


Ich bin ja grundsätzlich auch für Datenschutz, aaaaber:

Warum darf man diese Daten nicht zur Verbrechensbekämpfung verwenden?
Da klagt doch tatsächlich ein Einbrecher vor dem Europäischen Gerichtshof auf Verletzung des Datenschutzes, weil man ihn beim Einbruch gefilmt hat :j ; oder das hier:
Vor Jahren gab´s bei uns in der Nähe einen Prostituiertenmord. Man hätte den mehrfachen Mörder, einen LKW-Fahrer aus Haiger wohl schon vorher erwischen können, wenn man die Daten der Mauterfassung hätte nutzen dürfen.
Andererseits ist aber ein außereheliches Liebesverhältnis im Bekanntenkreis aufgeflogen, weil ein Bussgeldbescheid aus Hamburg kam und der Betroffene zu Hause angegeben hatte, er sei zur fraglichen Zeit in München gewesen.
Wo ist da der Datenschutz? :b
Immerhin gab´s ja hier nur ein Foto vom Fahrer und nicht (auch noch) von der Beifahrerin. Halter des Fahrzeugs war die Ehefrau!
 
Stark vereinfacht gesagt, Andreas, muss man jeweils abwägen zwischen den widerstreitenden Interessen - also beispielsweise dem Interesse der Allgemeinheit an einer effektiven Strafverfolgung und dem Interesse des Einzelnen an dem Schutz seiner Persönlichkeit und Privatsphäre.

Würde der Rechtsstaat derartige Abwägungen nicht treffen (müssen), könnte er sich ohne Weiteres zu einem Polizeistaat mit lückenloser Überwachung und Kontrolle eines jeden Einzelnen entwickeln. Dass das nicht passieren darf, dürfte auf der Hand liegen.
 
Ich bin ja grundsätzlich auch für Datenschutz, aaaaber:

Warum darf man diese Daten nicht zur Verbrechensbekämpfung verwenden?

Das ist und war doch immer das Todschlagargument der USA. Snowden hat ja nun bewiesen, was alles unter dem Deckmantel der amerikanischen "Verbrechensbekämpfung" somit auch hier bei uns im Land geschieht.
 
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