Helft dem Handwerk

.... ist das wirklich so oder in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich?

Ich habe in meinem Neubau sämtliche Wasserleitungen und Sanitäreinrichtungen gemäß den örtlichen Vorschriften selbst installiert und behördlich abnehmen lassen.
Lediglich der Wasseranschluß an das Haus mußte von einem Konzessionierten Meisterbetrieb vorgenommen werden und das war eine einzige Katastrophe. Das ging von nicht isolierten Kupferleitungen im Erdreich bis zur fehlenden Aufgrabungsgenehmigung der Straße. Soviel zum Thema Konzessionierter Meisterbetrieb.

Übrigens Malermeister scheinen eine rühmliche Ausnahme zu sein. Bisher wurde bei uns durch diese immer sauber und Top renoviert.

Die Konzession muß beim Örtlichen Versorger beantragt werden und gilt auch nur dort.
Wenn man in dem Bereich eines anderen Versorgers arbeiten möchte, muß man dort vorher eine Ausnahmeantrag stellen, dem aber immer zugestimmt wird.
Jeder Versorger hat so seine Eigenheiten.

Grundlage Bundesgesetze.

Bei Gas:
https://www.nbb-netzgesellschaft.de/Downloads/ndav.pdf
§13 (2)

Bei Wasser:
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/avbwasserv/gesamt.pdf
§12 Kundenanlage
 
Interessant - was es hier so alles an Vorschriften gibt. :) :-)
 
Wie ihr evtl. wisst bin ich selbständiger Handwerksmeister.

Wäre toll wenn ihr Dies unterstützen würdet.

Denn es kann nicht sein, dass wir Handwerker auf Austauschkosten von
fehlerhaften Material seitens der Industrie sitzen bleiben.

Bitte registriert euch. Damit sicher gestellt wird, dass bei einer späteren
Petition die nötigen Stimmen zusammen kommen.

Auch wäre es toll wenn ihr es in sozialen Netzwerken teilen würdet.

Vielen Dank!

http://www.miteinerstimme.org/index.php?content=0

Sowas wird bei uns vertraglich mit den Zuliefern geregelt.Dazu wird bereits bei Vertragsabschluss nicht nur der Preis sondern auch die Regressionsregelung verhandelt und eben abgeschlossen. Das kann bedeuten, dass bei einem Materialfehler oder auch einem Funktionsfehler beim Endkunden der Zulieferer zwischen 10 und 90% in die Pflicht genommen wird. Inklusive der Ausbau- und Umbaukosten.

Wer als Handwerker das nicht vertraglich mit seinen Zulieferern regelt, muss eben die Kosten selber tragen - Marktwirtschaft eben ...
 
Unsere "Zulieferer" :whistle: uns vertraglich was :D

Edit: damit es nicht so trocken rüber kommt, also ich beschränke mich auf 3-4 Lieferanten und bleibe immer im System d.h. wenn z.B. ein WDVS gemacht wird wird alles von einem Lieferant bezogen. Sollte dann mal was schief gehen Materialfehler mäßig kann sich der schon mal nicht rausreden.

Hatte auch schon mal fehlerhaften Putz, der Hersteller übernahm alle Kosten im mittleren 5stelligen Bereich ohne zu murren. Da macht es sich schon bezahlt wenn man alles von einem Lieferant bezieht bzw. im System bleibt und nicht bei zig verschiedenen nur um beim Einkauf ein paar Euro zu sparen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Unsere "Zulieferer" :whistle: uns vertraglich was :D

Edit: damit es nicht so trocken rüber kommt, also ich beschränke mich auf 3-4 Lieferanten und bleibe immer im System d.h. wenn z.B. ein WDVS gemacht wird wird alles von einem Lieferant bezogen. Sollte dann mal was schief gehen Materialfehler mäßig kann sich der schon mal nicht rausreden.

Hatte auch schon mal fehlerhaften Putz, der Hersteller übernahm alle Kosten im mittleren 5stelligen Bereich ohne zu murren. Da macht es sich schon bezahlt wenn man alles von einem Lieferant bezieht bzw. im System bleibt und nicht bei zig verschiedenen nur um beim Einkauf ein paar Euro zu sparen.

..... es gibt offensichtlich auch noch Handwerksmeister die auch was vom Geschäft verstehen. :) :-)
 
Unsere "Zulieferer" :whistle: uns vertraglich was :D

Edit: damit es nicht so trocken rüber kommt, also ich beschränke mich auf 3-4 Lieferanten und bleibe immer im System d.h. wenn z.B. ein WDVS gemacht wird wird alles von einem Lieferant bezogen. Sollte dann mal was schief gehen Materialfehler mäßig kann sich der schon mal nicht rausreden.

Hatte auch schon mal fehlerhaften Putz, der Hersteller übernahm alle Kosten im mittleren 5stelligen Bereich ohne zu murren. Da macht es sich schon bezahlt wenn man alles von einem Lieferant bezieht bzw. im System bleibt und nicht bei zig verschiedenen nur um beim Einkauf ein paar Euro zu sparen.
So ist es bei uns auch, unser Hauptlieferant hat sogar eine erweiterte Gewährleistung auf 10 Jahre. Fachgerechte Montage
und nachweislich alle Systemkomponenten (Lieferschein) vorausgesetzt.
 
Wir haben (nur grobe Schätzung) mehr als 100 Hersteller und etwa 1.200.000 Artikel, das sind nur die im System gelistet sind.
Und leider möchten die Großhändler immer mehr Hausmarke verkaufen, zwar günstig aber auch oft nicht gut und Hersteller ist nicht mehr zu erkennen.
Wenn es eben geht versucht man aber Marke zu kaufen.
Bei "großen Bauvertrag" nicht das Problem, dann geht der Großhandel für 5 Jahre in die Gewährleistung / Sachmangelhaftung aber eben nur fürs Material.

So ist jedes Handwerk unterschiedlich.
Machen wir das beste draus.:) :-)
 
Unsere "Zulieferer" :whistle: uns vertraglich was :D
ich habe solche Verhandlungen selbst schon geführt.

Das sieht dann ganz einfach aus:

Lieferant: "unsere Produkte sind die Besten"
Kunde: "die sind also immer fehlerfrei?"

... bei einem "nein" wird die Verhandlung abgebrochen, wer braucht schon solche Lieferanten. Folglich gibt es nur eine Antwort.

Lieferant: "Ja"
Kunde: "Wie stellen Sie das sicher?"

... nun wird's spannend, denn der Kunde darf mir sein Qualitätsmanagement erklären, Mindeststandard bei uns ist die 9001-Zertifizierung.

Kunde: "Wer haftet, wenn uns doch mal ein fehlerhaftes Produkt erreicht?"
Lieferant: "Ich, denn ich ahbe den Fehler gemacht"

Kunde: "Wenn dieser Fehler erst bei unseren Kunden auftaucht, haften Sie für alle aus Ihrem Fehler entstehenden Folgekosten?"

... nun wird's knifflig, denn es geht nun darum ob das Produkt des Lieferanten von uns in der Kundenrolle konzeptioniert wurde oder ob der Lieferant es selber konzeptioniert hat. Je nachdem wird mit ihm über die Folgekosten gesprochen.
Dem Lieferanten wird klargemacht, dass er 100% fehlerfrei liefern muss, was er dann auch zusichert und genau in diesem Fall wird er nie mit Folgekosten aus mangelhaften Produkten konfrontiert.

Was uns vom Handwerk unterscheidet: Jedes neue Lieferantenprodukt wird auf Herz und Nieren geprüft - schließt aber dennoch nicht aus, dass Fehler des Lieferanten erst bei den Endkunden auftauchen.


Auch wenn es für uns "schön" wäre, bin ich strikt dagegen, dassfehlerhafte Produkte von Lieferanten die generelle Kostenübernahme aller Austauschkosten, bzw. Kosten für die Fehlerbehebung zur Folge haben - das muss jeder Lieferant mit dem Belieferten Handwerker aushandeln.
 
Auch wenn es für uns "schön" wäre, bin ich strikt dagegen, dassfehlerhafte Produkte von Lieferanten die generelle Kostenübernahme aller Austauschkosten, bzw. Kosten für die Fehlerbehebung zur Folge haben - das muss jeder Lieferant mit dem Belieferten Handwerker aushandeln.

Aha, aber dir ist dann schon bewusst dass die Rechnung dafür dann der Endkunde bezahlen muss. Ich habe das mal eben
gerade überschlagen.

Für eine einfache Badsanierung, nur im Sanitär- und Heizungsbereich komme ich auf ca. 20-30 Hersteller.

Falls ich für jeden Hersteller extra etwas aushandeln muss, würde das viel Zeit und Aufwand bedeuten. Dies verursacht natürlich
Kosten, welche dann natürlich der Endkunde zu tragen hat.

JOKIN, ich schätze dich normalerweise sehr. Aber das was du hier schreibst ist absolut realitäts- und praxisfremd.

Das ist wohl in der Industrie möglich. Aber nicht im Handwerk bei einer schier unüberschaubaren Produktvielfalt und
Herstellern.
 
Zurück
Oben Unten