180° Dreher

Fahrsicherheitstrainings wie sie der ADAC anbietet sind sicher nicht schlecht, aber da bekommt man eher die Basics für den Alltag mit. Wie man ein Auto am Grenzbereich bewegt und beherrscht eher nicht, außerdem ist die Zeit zum üben wegen der meist hohen Teilnehmerzahl eher bescheiden.
Am besten lernt man das wenn man den einen oder anderen Trackday die ja auch unter Fahrertraining laufen bucht und sich dann langsam an den Grenzbereich rantastet. Idealerweise setzt man sich dann zu einem ins Auto der a bisserl was davon versteht damit man überhaupt mal ein Gefühl dafür bekommt. Wenn derjenige dann auch noch bei einem selbst mitfährt und unterstützt ist das dann die perfekte Übung zum überschaubaren Preis.
Hier im Forum gibts doch einige die regelmäßig Trackdays fahren.
Ich habs in der Vergangenheit ja auch schon oft angeboten aber außer den üblichen Verdächtigen war die Resonanz gleich null. Ich kanns jedem nur empfehlen es macht riesen Spaß und man lernt wirklich was dabei. Die Angst um sein Auto ist wenn man nicht alle Regeln außer Acht läßt auch unbegründet
 
Auch wenn ich beruflich nicht mehr so viel Fahre wie früher, mach ich doch einmal im Jahr das Perfektionstraining beim ADAC. Das hilft doch so manches Wissen zu behalten :whistle:
Damit dort nicht zu voll ist, such ich mir, wenns sein muss auch kurzfritsitg, einen Nischentermin aus.
Dieses Jahr war es der 04.01. ein Sonntag. Da waren gerade mal 7 andere dabei, bei einer max. Teilnehmerzahl von 12 Autos.
Da bleibt dann für den einzelnen Zeit genug etwas tiefer einzutauchen und einiges mehr zu üben.
Vor 2 Jahren waren wir gerade mal 6 Autos und ein Instruktur der viel Spaß mit uns hatte :D und wir mit ihm ;)

Achja, ich geh immer nach Schlüssefeld, da gibts auch einen ganz kleinen Rundkurs mit Berg und Tal :whistle:

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Wie schon clemens sagt, normales ADAC training ist für den Alltag gut.
Ich habe schon viele besucht/besuchen müssen, gute kosten ab 1200€ und gehen in der Regel über 2 Tage. (Basics, Notbremsen, Ausweichen, Notbremsen + Ausweichen, Schleuderplatte, Dynamik fläche, Handlingskurs, Driften usw...)
Ist da eine "0" zuviel? Auf dem Sachsenring kostet das Tagestraining als ADAC Mitglied 150,- Euro. Deine oben genannten Punkte sind alle enthalten. Die Teilnehmerzahl liegt meist bei überschaubaren 8 Teilnehmern. Langweile kommt da nicht auf. Je anspruchsvoller das Training (es gibt 3 Stufen) umso fahrerfahrener sind meist auch die Teilnehmer. Leider haben sie seit letztem Jahr aus versicherungstechnischen Gründen den Teil "Freies fahren auf der Strecke" rausnehmen müssen. Es wird zwar noch in der höchsten Stufe die Ideallinie erarbeitet und schnell gefahren, frei fahren darf man aber nur noch im Renntraining. Drifttraining wird natürlich auch angeboten und wenn man will, dazu ein Auto gestellt.
 
Sowas macht sicher Spaß.

Vielleicht vorher ein reines Fahrsicherheitstraining dort absolvieren, um das Reagieren auf Rutschflächen zu lernen (Schleuderplatte und so was). Drifttraining macht viel mehr Freude, wenn man schon mal die Basics mitgemacht hat.

Das sehe ich genauso.... versuche es hier im Forum auch immer wieder zu propagieren.

Und hier, im speziellen Fall für Crake, vor dem Drift-Training aufbauend noch http://www.drive-and-fun.de/index.php/homepage/de/termine/high+performance+fahrertraining/253
 
Ist da eine "0" zuviel? Auf dem Sachsenring kostet das Tagestraining als ADAC Mitglied 150,- Euro. Deine oben genannten Punkte sind alle enthalten. Die Teilnehmerzahl liegt meist bei überschaubaren 8 Teilnehmern. Langweile kommt da nicht auf. Je anspruchsvoller das Training (es gibt 3 Stufen) umso fahrerfahrener sind meist auch die Teilnehmer. Leider haben sie seit letztem Jahr aus versicherungstechnischen Gründen den Teil "Freies fahren auf der Strecke" rausnehmen müssen. Es ist zwar noch in der höchsten Stufe die Ideallinie erarbeitet, frei fahren darf man aber nur noch im Renntraining. Drifttraining wird natürlich auch angeboten und wenn man will, dazu ein Auto gestellt.
Er schreibt doch "gute kosten ab".
 
Dann weiß du auch das gute Trainings mit coaching gerne mal vierstellig kosten 1 Tag wohlgemerkt.
Und ich weiß auch, dass viele der Trainings, die vierstellige Summen kosten, den Mehrpreis (aus Sicht "fahrtechnischer Wissensgewinn") nicht wert sind. Wir sprachen ja nicht von Trainings, die pro Teilnehmer einen Coach bieten. Tom sprach schon von Gruppentrainings. Hochgeschwindigkeit kostet immer mehr, zudem da die Fahrzeuge meist gestellt werden. 120km/h fährt man bereits bei einem normalen Training der höheren Stufe. Die "normalen" 2-Tages - 1200,- Euro Trainings sind jedoch nichts anderes als normale Fahrtrainings. Teuer macht es die Übernachtung, das Catering und das gestellte Auto. Und natürlich der Name der über allen steht. Die Übungen sind in etwa gleich. Ich habe das schon mehrfach durch. (BMW, Porsche, etc.)

Ausgenommen sind Trainings mit privaten Coach und Spezialtrainings. Da bekommt man auch mehr für den Aufpreis.

Im Endeffekt ist dies jedoch egal. Hauptsache man arbeitet sich unter Anleitung ein statt es im normalen Strassenverkehr ohne jegliche Erfahrung zu tun.
 
Ich unterscheide die Trainings nach der Zielsetzung:

Sicherheitstrainings
hier geht es darum, überhaupt mal in sicherer Umgebung Dinge mit dem Auto zu tun, die man auf öffentlicher Straße besser unterlassen sollte. Man bekommt ein erstes Gefühl für's Auto, z.B. auf der Schleuderplatte.

Drifttrainings
hier geht es nur darum, Spaß beim Driften zu haben, soweit das mit dem eigenen Fahrzeug möglich ist. Der Spaß ist begrenzt, wenn man keine Sperre hat.

Fahrercoachings
Da geht es um das sportliche Fahren oder sogar um das angemessene Bewegen eines Rennwagens. Die hier vermittelten (Kurven-)Techniken sind so ziemlich das exakte Gegenteil von dem, was in einem Driftkurs vermittelt wird. Wer quer fährt, sieht vielleicht mehr, ist aber immer langsam. (Spezielle Rallyesituationen mal ausgenommen)

In welche Richtung man sich orientiert, liegt am Interesse des Fahrers. Für den sportlichen Landstraßenfahrer würde ich ein Sicherheitstraining und dann Rundstreckentrainings mit Coach vorschlagen. Das muss nicht immer ein Coach sein, der direkt neben einem sitzt. Allein schon das Hinterherfahren hinter jemandem, der es kann und der auf einen wartet, bringt sehr viel.

Oft sind die Ziele falsch gesteckt, z.B. versucht jemand, mit dem falschen Auto und ohne entsprechende Ausrüstung auf der Landstraße Renntempo zu fahren. Das kann nur irgendwann in einer Sackgasse oder auch im Graben enden. Wer wirklich Renntempo fahren will, sollte sich frühzeitig in Richtung der Rennstrecken orientieren und dort am Besten mit einem entsprechend vorbereiteten Auto fahren. Mir kommt es z.B. heute überhaupt nicht mehr in den Sinn, mit meinen Autos auf der Landstraße sehr schnell fahren zu wollen. Wer einmal in einem Rennauto gefahren ist, verliert die Lust an sowas. Der will dann schnellstmöglich wieder ins Rennauto zurück. ;)

In diesem Zusammenhang sehe ich dann auch die Ausbaustufen der Autos. Klar kann man mit einem hart eingestellten Gewindefahrwerk für die Rundstrecke noch einiges herausholen. Damit habe ich aber ein permanent knallhartes Auto, auch beim Brötchenholen. Zu einem 35i/is passt das überhaupt nicht, zumal der dann in kürzester Zeit überall das Knirschen anfängt (Verdeck etc).
Wer also wie Isoklinker-Jürgen das Auto für den Rennstreckeneinsatz "opfert", der kann so einiges machen, um das Auto schnell zu bekommen. Für die Landstraße ist dann das Auto aber schon nichts Rechtes mehr, weil es viel zu hart wird.
Mit unseren Renn-Z4 in den V-Klassen konnten wir ja auch noch Probefahrten auf der normalen Straße machen, da sie zugelassen waren. Das hat einem fast die Zähne ausgeschlagen. Völlig unbrauchbar für den Alltag.

Deshalb rate ich dazu, frühzeitig die eigenen Ziele abzustecken. Wer wirklich den Drang zum Schnellfahren hat, der sollte mal - zumindest für ein paar Runden - in einen BMW 325i oder einen kleinen Cayman im Renntrimm steigen und über die GP-Strecke fahren. Alternativ wäre eine Taxirunde in einem Rennauto auch aussagekräftig. Sowas erweitert den Horizont, und man merkt, dass die endlosen Fahrwerksdiskussionen nur Spielerei sind über diesen und jenen minimalen Fortschritt, wenn man den Dämpfer noch einen Viertelklick in diese Richtung, den Stabi ein halbes Loch in die andere Richtung, den Reifen mit Möbelpolitur einreibt, oder was auch immer.
Auf einer normalen Landstraße fährt Euch Markus (oder ein anderer versierter Fahrer) mit einem E89 30i im Serienzustand und mit Runflats jederzeit um die Ohren, egal mit was Ihr unterwegs seid, auch wenn es über 400 PS hat.

Die schönsten und befriedigendsten Tuningerlebnisse hat man beim Fahrertuning.
 
Auf einer normalen Landstraße fährt Euch Markus (oder ein anderer versierter Fahrer) mit einem E89 30i im Serienzustand und mit Runflats jederzeit um die Ohren, egal mit was Ihr unterwegs seid, auch wenn es über 400 PS hat.

Ganz bestimmt, wenn er mich nach der Geraden beim Anbremsen aus 260 km/h auf die nächste Kurve ausbremst...&:

Selbst ein Profirennfahrer muss auf Landstraßen (unter denen ich jetzt keine Serpentinenstraßen verstehe) ein Tempo jenseits von gut und böse (bezogen auf die zulässige Geschwindigkeit) akzeptieren um ein anderes Fahrzeug in einer 300 PS-Klasse aufwärts überholen zu können. Das bezeichne ich eher als total verrückt und hat m.E. absolut nichts mit "um die Ohren Fahren" zu tun. Das ist doch Stammtischgeschwätz!

Wir sind mittlerweile in einem Leistungsbereich angekommen, mit dem man im Straßenverkehr ohnehin nur mehr ganz kurz (wenn überhaupt) die volle Leistung abrufen kann, bevor man 100 km/h erreicht hat. Da ist's schon fast egal ob ich 400 oder 600 PS habe...
 
Ganz bestimmt, wenn er mich nach der Geraden beim Anbremsen aus 260 km/h auf die nächste Kurve ausbremst...&:

Selbst ein Profirennfahrer muss auf Landstraßen (unter denen ich jetzt keine Serpentinenstraßen verstehe) ein Tempo jenseits von gut und böse (bezogen auf die zulässige Geschwindigkeit) akzeptieren um ein anderes Fahrzeug in einer 300 PS-Klasse aufwärts überholen zu können. Das bezeichne ich eher als total verrückt und hat m.E. absolut nichts mit "um die Ohren Fahren" zu tun. Das ist doch Stammtischgeschwätz!

Wir sind mittlerweile in einem Leistungsbereich angekommen, mit dem man im Straßenverkehr ohnehin nur mehr ganz kurz (wenn überhaupt) die volle Leistung abrufen kann, bevor man 100 km/h erreicht hat. Da ist's schon fast egal ob ich 400 oder 600 PS habe...
Man kann die Dinge auch mißverstehen wollen.
 
Wir sind mittlerweile in einem Leistungsbereich angekommen, mit dem man im Straßenverkehr ohnehin nur mehr ganz kurz (wenn überhaupt) die volle Leistung abrufen kann, bevor man 100 km/h erreicht hat. Da ist's schon fast egal ob ich 400 oder 600 PS habe...
Das stimmt wohl. Dieter hat denke ich jedoch das fahrerische Können gemeint. Klar, Kleinkram kann man durch mehr PS kaschieren. z.B. die fehlende Kurvengeschwindigkeit holt man auf der Geraden mit 600+ PS wieder raus. Alles schon gesehen. Fehlt das Können auf der Strecke, helfen auch viele PS nicht weiter. Irgendwelche Profifahrer werden mir auf der Landstrasse nicht davon fahren wenn sie innerhalb der StVo bleiben, aber auf der Rennstrecke sehe ich nur noch die Rücklichter. Wäre auch schlimm wenn nicht. Insofern bin ich ganz bei Dieter, hinter dem Lenkrad sitzt das Potential. Irgendwelche Tuningmaßnahmen sollten nur Begleitung sein.
 
Das stimmt wohl. Dieter hat denke ich jedoch das fahrerische Können gemeint. Klar, Kleinkram kann man durch mehr PS kaschieren. z.B. die fehlende Kurvengeschwindigkeit holt man auf der Geraden mit 600+ PS wieder raus. Alles schon gesehen. Fehlt das Können auf der Strecke, helfen auch viele PS nicht weiter. Irgendwelche Profifahrer werden mir auf der Landstrasse nicht davon fahren wenn sie innerhalb der StVo bleiben, aber auf der Rennstrecke sehe ich nur noch die Rücklichter. Wäre auch schlimm wenn nicht. Insofern bin ich ganz bei Dieter, hinter dem Lenkrad sitzt das Potential. Irgendwelche Tuningmaßnahmen sollten nur Begleitung sein.

Völlig richtig, dem stimme ich auch voll zu. Je höher die Leistung ist, desto mehr kann der Profi auch sein können ausreizen.

Mit meinem 328i (Tracktool) fuhr vor einigen Jahren ein kroatischer WTCC-Fahrer in Grobnik (seiner Heimstrecke) mit Zeitmessung 3 Runden und hat bis auf ein paar Zehntel die gleiche Zeit wie ich gefahren (habe den ganzen Tag Zeit zu üben gehabt...). Dann sind wir in einen CSL umgestiegen und er ist dort am Limit gefahren. Von dieser Rundenzeit wäre ich kilometerweit weggewesen...und auch der Pistenclub-Instruktor, der mit den Porsches GT3 und sogar GT2 der Teilnehmer gefahren ist, kam nicht an die Zeit des (serienmäßigen) M3 CSL hin. Sehr zum Erstaunen der ganzen Porschebesitzer (die extra den Instruktor haben fahren lassen, damit sie mal sehen, was ihr Auto kann...).
Will sagen: Je höher die Motorleistung umso mehr trennt sich die Spreu vom Weizen. Mit einem 45 PS Polo ist die Zeitdifferenz zwischen Rennfahrer und Amateuer auch nicht nennenswert...:sleep:
 
Wir driften zu sehr ab es geht doch darum das eigene Auto best möglichst zu beherrschen darum sollte man wissen wie es funktioniert, wo der Grenzbereich liegt bzw wie ich dahin komme wie sich das anfühlt wenn man das raus hat fühlt man sehr schnell wenn man traktion verliert zu früh oder zu spät bremst usw. Das hier viel Nachholbedarf herrscht zeigt auch die konfuse Performance Diskussion beim E89 da weiß doch oft der eine nicht von was der andere redet
 
Naja, ist doch eigentlich schon alles hierzu gesagt, und Dieter hat die Optionen doch sehr schön aufgezeigt. Übung macht bekanntlich den Meister... Und wer es nicht übt, der sollte ausreichend weit vom Limit weg bleiben.
Aber es wird immer Fahrer geben, die ihr Können falsch einschätzen. Da kann man nur hoffen, dass dies jederzeit glimpflich ausgeht.
 
Anstellen kann man lernen :D habe es aber nur auf Schotter gebraucht. Auf trockenem Asphalt und mit Semis hatte ich nicht den Arsch in der Hose.

Fragt sich nur noch ob man das im Straßenverkehr braucht...

Ich denke nein.

Mach ein Fahrsicherheitstraining damit Du in Notsituationen "besser" reagierst und gut ist.
 
Na ja hier im zroadster kenn ich nur eine konfuse Diskussion
Weil bei den Porschefahrern jegliche Diskussion gerne mit dem Hinweis auf das ach so "performante" Fahrzeug, über das man sich als e89-Fahrer gar kein Urteil erlauben darf, unterdrückt wird?
 
Weil bei den Porschefahrern jegliche Diskussion gerne mit dem Hinweis auf das ach so "performante" Fahrzeug, über das man sich als e89-Fahrer gar kein Urteil erlauben darf, unterdrückt wird?
Nein, Jürgen und Clemens sprachen von den Diskussionen zu einem Model. Nicht von den Vergleichen die oft diskutiert werden. Und zu Tuningsmaßnahmen und deren Vor- und Nachteilen gibt es nun wirklich zu fast jeder Marke Diskussionen. Bei Porsche weniger als bei VW, aber das Konzept ist überall gleich... :D
 
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