Was für ein Tag ...

Ich muss ehrlich sagen - so ganz auf deiner Seite steh ich da nicht, Kai.
Du hast Recht, dass wir sicher keinen, der die Welt erklärt und alles besser weiß. Und als Bayer habe ich den Leitgedanken "Leben und leben lassen" sicher verinnerlicht.
Aber ich denke mir auch oft, dass zu SELTEN der Mund aufgemacht wird, wenn jemandem etwas in der Gesellschaft auffällt.

Als Vater einer jungen Tochter bin ich manchmal wirklich dankbar über diese Parkplätze, da es mit Kind manchmal kein großer Spaß ist einzukaufen. Die Kleine Annehmlichkeit eines etwas größeren und nähergelegenen Parkplatzes finde ich deshalb toll. Die Daseins-Berechtigung dieser Parkplätze stellst du ja auch gar nicht in Frage.

ABER:
Ich kann die Frau verstehen - wenn sich jeder das Recht herausnehmen würde, bei einem "kurzen" Einkauf den Eltern/Kind Parkplatz (oder sogar einen Behindertenparkplatz - is ja kein Problem, so lange noch ein freier Behindertenparkplatz frei ist!) zu nutzen können wir generell diese Parkplätze auf einen Stellplatz reduzieren - wenn mehr als einer frei is kann sich ja quasi jeder drauf stellen, weil ja noch einer daneben ist (ich schätze dich nicht als so egoistisch ein, dass du dir dieses Recht herausnimmst, es Anderen aber nicht zusprechen würdest).

Also macht meiner Meinung nach die Regelung absolut Sinn: KEINER parkt ohne Berechtigung auf Behinderten oder Eltern-Kind Parkplätzen, auch nicht kurz.

Andere Argumentation:
Wenn viel am Parkplatz los ist, lässt man die Eltern-Kind-Park sowieso frei, weil man ihn ja nicht für "Berechtigte" blockieren will.
Wenn nicht viel los ist, findet man auch so einen Parkplatz, der nahe zur Eingangstür ist.
Und: 5 Meter mehr laufen bringt auch keinen um...

Ich war tatsächlich selbst in einer sehr ähnlichen Situation wie die Frau.
Nur habe ich mit meinem Zetti und meiner Tochter weiter weg parken müssen, weil ein ca. 60 jähriges Ehepaar (beide noch sehr gut zu Fuß unterwegs) auf einen Eltern-Kind Parkplatz parkten.
Ich habe die beiden, weil sie gerade am einladen waren und ich sowieso vorbeikam angesprochen, ob sie sich bewusst wären, dass sie auf einem Eltern-Kind Parkplatz parken. Der Mann schaute auf das Schild und entschuldigte sich. Er hat das Schild, dass groß und frontal auf Augenhöhe vor der Windschutzscheibe steht nicht gesehen - jaja. Ich habe den beiden dann einen schönen Tag gewünscht (nicht sarkastisch!) und bin weiter gegangen. Ich kann mir gut vorstellen, dass er wegen meiner freundlichen Ansprache das nächste mal einen anderen Parkplatz nimmt. Also: alles gut!

Grüße,
Pascal
 
Als Vater von drei Kindern und teilzeit Van-Fahrer kann ich nur eines dazu sagen: Ich würde mein Auto NIEMALS da hinstellen!
Allein bei der Vorstellung, dass eine mindertalentierte Mutter mit ihrem XXL-SUV asymmetrisch direkt neben meinem Auto parkt und die Kinder reißen sorglos die hinteren Türen auf....
;)
 
Als Vater von drei Kindern und teilzeit Van-Fahrer kann ich nur eines dazu sagen: Ich würde mein Auto NIEMALS da hinstellen!
Allein bei der Vorstellung, dass eine mindertalentierte Mutter mit ihrem XXL-SUV asymmetrisch direkt neben meinem Auto parkt und die Kinder reißen sorglos die hinteren Türen auf....
;)
sind diese Parkplätze nicht deshalb auch um einiges großzügiger dimensioniert? ;)
 
Ich muss ehrlich sagen - so ganz auf deiner Seite steh ich da nicht, Kai.

Als Vater einer jungen Tochter bin ich manchmal wirklich dankbar über diese Parkplätze, da es mit Kind manchmal kein großer Spaß ist einzukaufen. Die Kleine Annehmlichkeit eines etwas größeren und nähergelegenen Parkplatzes finde ich deshalb toll. Die Daseins-Berechtigung dieser Parkplätze stellst du ja auch gar nicht in Frage.

ABER:
Ich kann die Frau verstehen - wenn sich jeder das Recht herausnehmen würde, bei einem "kurzen" Einkauf den Eltern/Kind Parkplatz (oder sogar einen Behindertenparkplatz - is ja kein Problem, so lange noch ein freier Behindertenparkplatz frei ist!) zu nutzen können wir generell diese Parkplätze auf einen Stellplatz reduzieren - wenn mehr als einer frei is kann sich ja quasi jeder drauf stellen, weil ja noch einer daneben ist (ich schätze dich nicht als so egoistisch ein, dass du dir dieses Recht herausnimmst, es Anderen aber nicht zusprechen würdest).

Also macht meiner Meinung nach die Regelung absolut Sinn: KEINER parkt ohne Berechtigung auf Behinderten oder Eltern-Kind Parkplätzen, auch nicht kurz.

Grüße,
Pascal

Wenn mein Mutter mit mir zum Einkaufen fährt, darf ich nach Deiner definition auf dem Mutter/Kind parken? Wenn ich mit meinem Vater dort parke aber nicht?:sneaky:;)

Bei Behinderten Parkplätze würde ich Dir absolut recht geben, aber hier geht es nur um ein Mutter/Kind Parkplatz! Also locker bleiben!;)
 
Aber auch Klischees müssen ja irgendwo ihren Ursprung haben.

Hauptsächlich obiges Zitat ist hängengeblieben... und so sehr man das "Vergehen" auch bagatellisieren mag und ich mich inhaltlich auch gerne deiner Argumentation anschließe, so sehr wird hier doch mal wieder das Klischee des Sportwagen- bzw. BMW-Fahrers bedient... leider. Das mag vielleicht das gewissen Tröpfchen gewesen sein, was aus einer vielleicht ganz netten Frau eine augenscheinliche Oberlehrerin machen mag...

ich selbst würde glaube ich bei einem 120 Plätze Parkplatz der nur mit einem Dutzend Autos belegt ist eben DORT nicht parken... ich hätte auch keine Lust, mich auf Diskussionen einzulassen bzw. hierzu genötigt zu fühlen; und sei man noch so besonnen und cool, sitzt man im Auto ist man mit Sicherheit wieder ein Stück angesäuerter vom Alltag voller Idioten... wie dein Posting ja auch irgendwo deutlich zeigt...
 
Ja blöd ist nur, wenn der Herr aus dem AMG steigt, sein Hosenbein hochkrempelt und dann da halt kein Fuß mehr ist....
War halt für mich etwas peinlich :eek: :o, denn der durfte das da
Dann hat er sicher vorschriftsmäßig ein entsprechendes Schild in seinem Wagen. Außerdem sind behinderte Menschen in der Regel dankbar wenn man sich für ihre Interessen stark macht.

Ob gesetzlich geregelt oder nicht bin ich einfach der Meinung dass einem die paar Meter mehr nicht weh tun. Ich stand selbst schon auf einem ausgewiesenen Parkplatz , allerdings um zu warten bis ein anderer Platz frei wird. Aber da ist natürlich jeder jeck anders.
 
Top :thumbsup: First-World-Problems :D

Das gäb alles keine Diskussionen und x Regeln, wenn die Leute von klein auf wieder auf gesunden Menschenverstand und Augenmaß im Miteinander erzogen werden. Heißt, Kinder haben aufzupassen beim Türenöffnen, Behinderten-Parkplätze möglichst freihalten usw.

Gesundes Augenmaß heißt für mich aber auch: Wenn ich als Frau abends um 11 am Rasthof zur Toilettenpause rausfahre, parke ich ganz nahe am Klo. Wenn ich als Behindertenparkplatz-Berechtigter dann ausgerechnet auf diesen von fünf freien Behindertenparkplätzen parken muss, hätte ich dafür auch Verständnis, warte bis er frei wird und gut.
 
Auf einem Behindertenparkplatz zu parken, ist, wenn man nicht behindert ist, für mich ein absolutes No-Go. Nicht Behinderte,welche darauf parken, werden von mir immer angesprochen. Meiner Frau ist das immer unangenehm. Bereitet mir aber immer eine Freude.
Auf einem Mutter/Kind Parkplatz zu parken ist auch ein No-Go. Wenn man sieht wie die angespannte,gestresste Mutti (weil Justin-Kevin-Paul nach dem Klavierunterricht ins Ballett muss) die Türen aufreißt und dann mit dem Einkaufswagen sich zwischen die Fahrzeuge stellt....und die prallen Tüten durchzieht.....nene. Habe ich keine Lust drauf.
 
Tja, und nun komm' ich wieder als Spiel- und Spaßverderber daher: Ich finde, als nicht behinderter Mann sollte man Frau/Kind-Parkplätze ohne Wenn und Aber frei lassen. So schwer ist das eigentlich auch nicht. :) :-)

Sehe ich auch so, bin aber tatsächlich Lehrer.:whistle:

Ich rausche da auch einmal pro Woche mit Kollegen aus dem Fitnessstudio zusammen, die ihren Porsche auf einen von 4 (meiner Meinung nach kaum frequentierten) Behindertenparkplätzen abstellen. Die haben natürlich völlig Recht, wenn sie sagen "da steht eigentlich nie jemand - und schon gar nicht vier auf einmal - und außerdem sind ja sonst auch fast alle Plätze frei". Trotzdem ist das eine ganz einfache Regel. Irgendwer mit dem Hausrecht hat sich irgendwas (mal mehr, mal weniger) dabei gedacht und den Regeln muss man folgen. Also habe ich mich da einfach unterzuordnen, egal, welchen Vorteil ich aus der Geschichte ziehe. Das ist in meinen Augen simples Demokratieverständnis und auf die "ich mach das, weil ich's halt kann"-Geschichten habe ich noch selten was gegeben.

Ich wäre der letzte, der dann mit Abschleppwagen-Drohungen oder ähnlichem kommt, aber es ist in meinen Augen völlig normal, dass man von solchen Verhaltensweisen auf einiges andere schließt.

Das wird Dich, @Bors , jetzt kaum in Deinem Verhalten ändern, aber ich verstehe jeden, der da was sagt.
 
... Ich rausche da auch einmal pro Woche mit Kollegen aus dem Fitnessstudio zusammen, die ihren Porsche auf einen von 4 (meiner Meinung nach kaum frequentierten) Behindertenparkplätzen abstellen. ...
Ich finde es eigentlich schon per se ziemlich peinlich, auf "Teufel komm' raus" direkt vor dem Fitnesscenter zu parken - insbesondere mit einem auffälligen Auto. "Sportlich" Porsche etc. fahren, aber zu faul zum Laufen ... :whistle: :D
... ich einfach der Meinung dass einem die paar Meter mehr nicht weh tun. ...
Bereits das ist doch der springende Punkt. :t Warum soll man sich denn die Blöße geben, als "fußfaul", rücksichtslos o.ä. betrachtet zu werden? Da parke ich lieber abseits und laufe ein paar Meter weiter. :) :-)
 
Heute mal wieder ein Beitrag zu unseren lieben Mitmenschen: den Oberlehrern, die jedermann an ihrem Erfahrungsschatz und an ihrer Weisheit teilhaben lassen müssen und – selbstverständlich ungefragt und überflüssig – die Welt erklären wollen.

Meistens lasse ich solche Menschen einfach wortlos stehen oder bringe sie mit kurzen, eindeutigen Ansagen zur Räson oder zumindest zum Schweigen und habe sie dann kurze Zeit später wieder vergessen.

Aber es nervt trotzdem jedes Mal, ihnen zu begegnen; man kann ihnen nicht entgehen, sie sind überall. Warum also dem Unvermeidbaren nicht etwas Spaß abgewinnen?

Zur Vorgeschichte:

Der Supermarkt, in dem ich häufig einkaufe, hat einen Parkplatz mit geschätzt 120 Stellplätzen. Zwei davon sind für Menschen mit Behinderungen reserviert (auf diesen parke ich selbstverständlich nie) und fünf mit dem Schild “Mutter & Kind“ gekennzeichnet. Auf letzteren stelle ich meinen Wagen gern ab, wenn ich a) nur schnell ein, zwei Kleinigkeiten besorgen muss und wenn b) alle anderen “Mutter & Kind“-Flächen noch frei sind. Der Vorteil dieser Stellplätze liegt einfach darin, dass man vom Laden aus seinen Wagen sehen kann, was bei den Parkkünstlern, die in einem Kurort häufig anzutreffen sind, nicht schaden kann (das wäre allerdings eine andere Geschichte).

So auch gestern. Auf dem Supermarkt-Parkplatz steht nur ungefähr ein Dutzend Autos; Mütter mit Kindern sind gar nicht vertreten.

Ich bin gerade aus dem Zettie gestiegen, da nähert sich mir zielstrebig eine Frau von einem Parkplatz für Kinderlose aus. Nach kurzem musternden Blick stecke ich sie in die Schublade “Frau mit ‘Kevin an Bord‘-Aufkleber am Auto und selbst mit ziemlicher Sicherheit kein Wunschkind gewesen“. Ich weiß: das ist ein Klischee. Aber auch Klischees müssen ja irgendwo ihren Ursprung haben.

Erwartungsgemäß beginnt ein lautstarkes und vorwurfsvolles Zetern: „Sie sollten hier nicht stehenbleiben!“

„Das habe ich auch nicht vor; ich werde hineingehen und einkaufen.“

„Ich meinte Ihren Wagen: der kann hier nicht stehen.“

Kurzer Blick von mir zum Zettie – toll, wie er da in der Sonne funkelt.

„Wieso? Der steht doch sicher so. Haben Sie Angst, dass er umkippen könne?“

„Sehen Sie das Schild nicht?“

„Doch, das sehe ich. Was ist damit?“

„Hier dürfen Sie nur parken, wenn Sie ein Kind dabei haben.“

„Das kann ich mir nicht vorstellen. Da steht doch ‘Mutter & Kind‘ und nicht ‘Vater & Kind‘; finden Sie das nicht auch irgendwie diskriminierend?“

„Entscheidend ist doch, wie das gemeint ist!“

„Und was meinen Sie, wie das gemeint ist?“

„Es sollen Parkplätze für ELTERN mit Kindern freigehalten werden.“

Kurzer Blick von mir zum Zettie – was für ein wundervolles Auto; ich fahre ihn noch so gern wie am ersten Tag.

„Wie Sie sehen, habe ich so geparkt, dass noch ausreichend Platz für Mütter bleibt.“

„Aber wenn das jeder so machen würde …“

Kurzer Blick von mir zum Zettie – ich liebe Kunstpausen (und meinen Zettie, aber das sagte ich ja bereits).

„Wie Sie unschwer erkennen können, mache nur ich das so und es sind noch genügend Parkplätze frei, um vier Mütter glücklich zu machen.“

„Ja, aber wenn jeder so denken würde …“

„Wenn jeder selbstständig denken würde, dann würde ich das sehr begrüßen.“

„Sagen Sie mal: wollen oder können Sie mich nicht verstehen?“

„Beides! Warum sollte ich Sie auch verstehen wollen? Ich kenne Sie nicht und Ihre Meinung ist mir völlig egal.“

Ihr Gesichtsausdruck ist unbezahlbar. Ich lasse sie stehen. Irgendetwas sagt sie noch, aber ich höre es nicht mehr – muss ich ja auch nicht.

Keine fünf Minuten später verlasse ich den Supermarkt mit einer Dose Hühnersuppe. Als ich zum Wagen komme, bin ich sehr erleichtert: Kein wütendes Hupen verzweifelter Mütter, kein Abschleppunternehmen vor Ort, keine rituelle Verbrennung von Z4-Prospekten, noch nicht einmal ein Mutterschiff auf den reservierten Flächen. Ob sich allerdings Väter nicht getraut haben, dort zu parken, kann ich nicht beurteilen ... :d
Ich hätte dich auch angepöbelt. Rücksichtslos Verhalten und auch noch ganz Stolz drauf? Die Parkplätze haben schon ihren Sinn.
 
@Brummm das geht bei uns recht gut. Gerade früh morgens ist alles frei und man sieht von drinnen (wenn man eben an der Glasfassade steht) den kompletten Parkplatz. Daher verstehe ich es noch weniger, Bors' Argument ist ja zumindest noch nachvollziehbar.
 

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Wenn mein Mutter mit mir zum Einkaufen fährt, darf ich nach Deiner definition auf dem Mutter/Kind parken? Wenn ich mit meinem Vater dort parke aber nicht?:sneaky:;)

Bei Behinderten Parkplätze würde ich Dir absolut recht geben, aber hier geht es nur um ein Mutter/Kind Parkplatz! Also locker bleiben!;)

Ich denke es geht hier nicht um die Definition, wer berechtigt ist, einem ELTERN/Kind Parkplatz zu benutzen. Das ist mit gesundem Menschenverstand und Fingerspitzengefühl zu beantworten.

Kai sagt ja nicht, dass er sich berechtigt fühlt, dort zu parken, sondern parkt dort bewusst "falsch".

Grüße,
Pascal
 
Als Vater von drei Kindern und teilzeit Van-Fahrer kann ich nur eines dazu sagen: Ich würde mein Auto NIEMALS da hinstellen!
Allein bei der Vorstellung, dass eine mindertalentierte Mutter mit ihrem XXL-SUV asymmetrisch direkt neben meinem Auto parkt und die Kinder reißen sorglos die hinteren Türen auf....
;)

Wäre aber eine gute Erziehung für die denen es einfach egal ist wo sie parken.
 
Es muss nicht alles gesetzlich geregelt sein um ein bisschen Anstand zu haben.
Selbstverständlich kann man Rücksicht nehmen und Anstand zeigen, aber Ich wollte nur darauf hinweisen, daß man aus diesem Hinweisschild im Gegensatz zum Behindertenparkplatz, keine Rechte ableiten kann. Daher kann man jemand nur höflich darauf ansprechen, daß es der Wunsch des Hausherrn ist diese ausgewiesene Plätze für Eltern mit Kinder frei zu halten.
 
Ich bin dankbar für diese Plätze (als Vater von 2 kleinen Kindern) und dankbar wenn jemand die Courage hat jemanden anzusprechen der auf den Eltern-Kind-Parkplätzen steht.
Ich selbst spreche auch regelmäßig Autofahrer auf ihr Fehlverhalten an, denn den “Luxus“ von 5 solchen Plätzen gibt es hier in der Umgebung nicht (maximal 2-3 die schnell belegt sind).
So wie manche über den Parkplatz fegen bin ich froh die Kinder nur ein kurzes Stück im Verkehrsraum bewegen zu müssen.
und auch der zusätzliche Platz der größeren Parkbuchten kommt mir/uns zugute, da wir mit 2 Kindern eben auf beiden Seiten die Türen weit aufmachen müssen.

Beim (stets freundlichen) ansprechen der Mitmenschen kommen auch die unterschiedlichsten Reaktionen und so manch einer hat sich(zu meiner eigenen Verwunderung) entschuldigend wieder ins Auto gesetzt und umgeparkt. (Beim “anpöbeln“ fällt dieser Teil wohl direkt aus) ;)
Aber leider ist auch viel Ignoranz dabei die meinen Ton schärfer und weniger produktiv/zielführend werden lässt.
Hier hoffe ich dann zumindest, dass noch ein wenig Rest-Scham da ist, der beim nächsten mal für eine überlegtere Stellplatzwahl sorgt.

Ich wurde allerdings auch schon angesprochen als ich mit dem Zzzz hier geparkt habe, nachdem ich meinen 3 Jahre alten Sohn auf der Beifahrerseite rausgeholt habe hat sich die Dame entschuldigt, wobei ich mich in dieser Situation freue, dass auch andere Mitmenschen hier den Mund aufmachen.

Es freut mich übrigens auch, die vorherrschende Meinung hier im Forum zu diesem (und anderen) Thema/Themen zu lesen. :t
In so vielen Aspekten ein klasse Forum.:)
 
... Ich wollte nur darauf hinweisen, daß man aus diesem Hinweisschild im Gegensatz zum Behindertenparkplatz, keine Rechte ableiten kann. Daher kann man jemand nur höflich darauf ansprechen, daß es der Wunsch des Hausherrn ist diese ausgewiesene Plätze für Eltern mit Kinder frei zu halten.
Die Unterscheidung ist eher wenig hilfreich, weil beide Hinweisschilder verbindlichen Charakter haben und ein Dritter aus ihnen, so oder so, keine direkten Rechte ableiten kann. Dass es in Details Unterschiede gibt, ist doch belanglos - zumal es hier offenkundig um Anstand und Rücksichtnahme geht, nicht um das plumpe Beharren auf ein mehr oder minder vorhandenes Recht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

ich bin grade erst auf diesen Thread aufmerksam geworden und muss sagen, ich finde die erste Geschichte "Was für ein Tag..." von Bors klasse und auch toll geschrieben. Ich könnte (fast) jeden Tag solch eine Geschichte schreiben :-)
Die zweite Geschichte über das Erlebnis am Mitter-Kind-Parkplatz finde ich wegen des Verhaltens weniger klasse aber auch zumindest toll geschrieben.

Mit meiner folgenden "Geschichte" möchte ich mal auf das Ursprungsthema "Was für ein Tag..." zurück kommen. Ein Erlebnis, das ich zwar (zum Glück) nicht jeden Tag habe, das aber zeigt, dass sie überall sind, die Idioten, die Ignoranten, die Egoisten. Und im Straßenverkehr sind sie eine wahre Seuche:


Was ist nur aus uns geworden?

Es ist der 30. Dezember 2014, kurz nach 18 Uhr. Ich komme von einem Besuch im Krankenhaus zurück zu meinem Auto, das ich auf dem Parkstreifen parallel zur Hauptstraße abgestellt hatte.
Ich begebe mich mit dem Schlüssel in der Hand zur Fahrerseite und stelle mich ganz nah an mein Auto, um eine Schlange herannahender Fahrzeuge vorbeizulassen, bevor ich die Tür öffnen und einsteigen will.

Das erste Fahrzeug dieser Schlange lenkt plötzlich nach rechts und steuert direkt auf mich zu, fährt so dicht an meinem Auto vorbei, dass ich dazwischen nicht mehr genug Platz zum Stehen habe. Mit meinem rechten Arm zertrümmere ich seinen Außenspiegel. Ein lauter Knall. Glas splittert. Um dem Fahrer hinterher zu schauen, muss ich mich umdrehen. Mir ist es aber wichtiger, zunächst für ein bis zwei Sekunden den nachfolgenden Verkehr zu beobachten, um sicher zu gehen, dass mich kein weiteres Fahrzeug erwischt. Aber die fahren zum Glück alle mittig auf ihrer Fahrbahn und es ist somit etwa 1,5 Meter Platz zwischen ihnen und mir. Also kann ich mich umdrehen. Der Unfallfahrer bremst nicht einmal. Er hat natürlich den Knall gehört, verlangsamt seine Fahrt, macht ein paar Schlenker, gibt dann wieder Gas, um sich aus dem Staub zu machen. Leider kann ich sein Nummernschild nicht sehen, weil es vom direkt danach fahrenden Fahrzeug verdeckt wird. Und das des direkt danach fahrenden Fahrzeugs wiederum von den weiteren folgenden Fahrzeugen.

Ich weiß nicht einmal, was es für ein Auto ist. Ein dunkler Kompaktwagen, ja. Aber der genaue Typ - ein älterer Golf vielleicht, oder doch ein Japaner? Erstaunlich, mein Gehirn hat in den Sekundenbruchteilen dieser Situation eigenmächtig entschieden, dass diese Information nicht relevant ist :-)
Und das, obwohl ich meine, mich gut mit Autos auszukennen.

Also nehme ich mir vor, so schnell wie möglich in mein Auto zu steigen, hinterherzufahren, ihn anzuhalten, zur Rede zu stellen und bei der Polizei anzuzeigen.
Aber der Aufprall seines Spiegels auf meinen Arm hatte mir meinen Autoschlüssel aus der Hand geschlagen. Ich muss ihn suchen. Es dauert einige Zeit, bis ich ihn im Dunkeln gefunden habe. Er liegt unter meinem Auto. Als ich endlich einsteigen kann muss ich mit dem Ausparken warten, weil erneut eine längere Autoschlange herannaht, die ich zunächst vorbei lassen muss.
Der Unfallverursacher ist längst „über alle Berge“.

Zuhause angekommen schildere ich den Vorfall am Telefon der Polizei. Es könnte ja sein, dass der Fahrer des direkt hinter dem Unfallverursacher fahrenden Fahrzeugs sich das Kennzeichen notiert hat und es später der Polizei meldet. Er hat den Unfall ja genau gesehen – er muss ihn gesehen haben! Und er hat den Knall gehört – er muss ihn gehört haben!

Der Polizeibeamte am anderen Ende der Leitung notiert meine Schilderung, äußert sein Bedauern und die Einschätzung, dass sich niemand melden wird. Er wird Recht behalten. Es meldet sich niemand. Weder der Unfallverursacher noch der Fahrer des nachfolgenden Fahrzeugs.
„So etwas passiert hier fast täglich. Niemand in diesem Land kümmert sich noch um Andere oder um das, was er selber angerichtet hat!“ sagt der Beamte am Telefon und wünscht mir einen guten Abend.
So ist es, selbst in unserem Provinznest, denke ich und danke Gott, dass der Fahrer mich nicht komplett zerquetscht und liegen gelassen hat.

Was ist nur aus uns geworden?



Gruß
mabel
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte vermutet, dass mein Beitrag kontrovers diskutiert werden könnte, und finde das auch völlig in Ordnung so, denn wir sind hier schließlich in einem Forum. Es wird einige der Antwortenden vielleicht überraschen, aber vielen der von ihnen hier dargelegten Ansichten kann ich mich bedenkenlos anschließen, jedenfalls größtenteils.

Mit meiner saloppen Formulierung habe ich anscheinend nicht deutlich genug rübergebracht, um was es mir ging. Daher ein paar Anmerkungen zum besseren Verständnis:

Behindertenparkplätze waren nicht das Thema, darauf hatte ich gleich zu Anfang hingewiesen.

Auch den Sinn von Mutter-Kind-Parkplätzen stelle ich nicht infrage; sie halte sie für eine gute Einrichtung und ich stelle meinen Wagen dort generell nicht ab, außer bei diesem einen Supermarkt (von keinen anderen sprach ich) und dann auch nur – wie geschrieben – für sehr kurze Zeit und wenn ich sicher sein kann, das ich dann niemandem im Wege stehe. Und das hat dann auch nichts mit Bequemlichkeit zu tun. Wenn nicht gerade das Wochenende oder Feiertage vor der Tür stehen, gibt es dort immer massig Parkplätze und Eltern werden stets einen Platz finden (ich lebe im ländlich geprägten Raum und das Verkehrsaufkommen ist hier nicht wirklich groß). Mit anderen Worten: ich habe dort noch nie jemanden behindert.

Natürlich ist es nicht richtig, dort zu stehen, wobei ich weniger auf die Rechtslage abziele als vielmehr auf Anstand und Sozialverhalten. Gesellschaftliche Konventionen regeln das Miteinander – und das ist auch gut so. Aber muss man allem stur folgen, wenn man – immer noch im Rahmen bleibend – leicht von ihnen abweicht, ohne dabei jemanden zu schädigen? Wo bleibt Raum für das eigene Denken, für individuelle Lösungen, solange diese nicht die Bedürfnisse Anderer beschneiden? In der Warteschlange an einer Kasse muss man nicht die Reihenfolge einhalten: man kann andere vorlassen, man kann auch darum bitten, vorgelassen zu werden, wenn man es eilig hat. Oder: man kann über eine rote Fußgängerampel gehen, wenn Fahrzeuge in beiden Richtungen noch 200 m entfernt sind. Warum sollte man in dem Fall die Taste für das Fußgänger-Grün drücken und die sich nähernden Wagen zum Anhalten zwingen? Bei Letzterem gäbe es nur einen Grund dafür: wenn es Kinder sehen könnten. Mit ein bisschen Umsicht und selbstständigem Denken lässt sich das aber ausschließen.

Nächster Punkt: Ich finde es gut, wenn Menschen sich gegenseitig auf Fehler, Irrtümer, Übersehenes etc. hinweisen. Ich spreche Leute meistens direkt an, wenn mir etwas auffällt, und kann auch gut mit Rückmeldungen zu meiner Person leben. Aber der Ton macht die Musik. Man kann bspw. jemanden darauf aufmerksam machen, dass er sein Portemonnaie verloren hat, aber man kann ihn auch belehren, es doch gefälligst sicher in der Innentasche seiner Jacke statt in der Gesäßtasche zu verwahren. Und damit bin ich bei der Frau, die mich ansprach. Ich schrieb „lautstarkes und vorwurfsvolles Zetern“ und genau das war es – kein Hinweis, für den ich mich sicherlich bedankt hätte und der zu einer kurzen freundlichen Erläuterung und der Absichtserklärung, mich zu bessern, geführt hätte, sondern ein Lospoltern à la „Das ist verboten, das darf man nicht, das ist böse!“ Dieser Frau waren Unzufriedenheit und Starrsinn förmlich ins Gesicht geschrieben – und das als Ergebnis eines vermutlichen langen Prozesses und ganz sicher nicht meinetwegen. Genau diese Menschen, die nicht hinweisen, sondern belehren, müssen „mag“ ich und solche Oberlehrer erhalten dann halt eine entsprechende Antwort von mir. Danach ist die Sache für mich aber auch erledigt und beschäftigt mich nicht weiter. Dass ich überhaupt darüber geschrieben habe, liegt einfach nur daran, dass ich den Gesprächsverlauf witzig fand und die ganze Zeit aufpassen musste, nicht laut loszulachen.

Vielleicht ist mein Beitrag nach diesen Worten etwas besser verständlich geworden.

Gruß

Kai
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke es geht hier nicht um die Definition, wer berechtigt ist, einem ELTERN/Kind Parkplatz zu benutzen. Das ist mit gesundem Menschenverstand und Fingerspitzengefühl zu beantworten.

Ich denke, wenn meine Schwiegermutter (81 Jahre alt) am Steuer ihres Smart, mit meiner Frau , also ihrer Tochter (60 Jahre alt) an einem solchen Mutter/Kind-Parkplatz parken, sind diese wahrlich berechtigt.....und da sollte mal Jemand anderer Meinung sein..... :X:w:d
 
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