Fitness-Fred

[QUOTE="PR4000, post: 2249470, member: 34408
Außerdem würde ich, bevor ich mit belasteten Kniebeugen anfange, erst die Rückenmuskulatur aufbauen.
Aufgrund meiner kaputten Bandscheibe sind Kniebeugen mit Gewicht für mich Gift.
Man muss da jeden Einzelfall anschauen. ;) Ein allgemein gültiges "Rezept" gibt es nicht, denke ich.[/QUOTE]

Sehe ich genauso. Gerade Kniebeugen haben -wenn sie nicht absolut richtig ausgeführt werden- enormes Potential zur Fehlbelastung. Daher verzichte ich vorsichtshalber seit jeher völlig darauf und versuche sie durch Bein- und Rückengeräte zu ersetzen. Meine Wirbelsäule ist mir heilig...

Ich trainiere seit knapp 20 Jahren und habe nie Eiweiß- oder sonstige Produkte zu mir genommen. Ich esse überdies wenig Fleisch und lege Wert auf gesunde Ernährung (Obst, Salat, etc.). Das war's aber auch, ich zähle keine Kalorien und mache keine Diäten.
Mein Körper konnte sich daher langsam an die Belastungen gewöhnen, ich habe (*aufholzklopf*) niemals irgendwelche Verletzungen, Schmerzen oder ähnliches gehabt, auch nicht als ich 8 Jahre lang Badminton gespielt habe.
Denke, dass es drei sehr häufige Fehler gibt, die zusammenhängen:

1. Zu schnell zu viel zu wollen und auf eine schnelle körperliche Veränderung zu warten.
2. Ein zu hartes Trainingsprogramm zu definieren, bei dem man (durch schleppende Erfolge) demotiviert wird und wieder aufhört (ich habe das unzählige Male erlebt, meist hat man das schon vorhergesehen).
3. Übertraining, d.h. zu häufig trainieren und zu kurze Regenerationspausen zu machen. Dann erreicht man hinsichtlich Muskelaufbau das Gegenteil und ist komplett frustriert.
 
Die Wirbelsäule und die sie stützende Muskulatur des Rumpfes sind zentral.
Für das Krafttraining, nahezu jede Sportart und für praktisch alle alltäglichen körperlichen Belastungen, dynamisch oder statisch.

Von daher plädiere ich für Uebungen, die diese Strukturen fordern und dadurch trainieren.
Kontrolle und perfekte Technik wurden schon mehrfach betont.

Gerade das stärkt sämtliche Strukturen und verhindert dadurch Degeneration und Verletzungen, sei es im Sport oder im Alltag.
Ein Training, dass diese Strukturen nicht miteinbezieht, gerade in Maschinen mit komplett geführten Bewegungen, ist dann doch auf das Gesamtziel gesehen, Gesundheit, Prophylaxe, Stärkung und Fitness (im wörtlichen Sinne, also Angepasstheit an andere Belastungen) eher defizitär.

Sehr wesentlich muss man hier zwischen einem (relativ untrainierten ) Anfänger und "alten Hasen" unterscheiden, die schon mehr oder weniger "Kampfspuren" davon getragen haben.
 
Da muss ich "69cruiser" vollkommen recht geben. Gerade Grundübungen wie Kniebeugen, Kreuzheben und Bankdrücken sollten (einen gesunden Körper vorausgesetzt) das Fundament eines Krafttrainings bilden (natürlich gibt es da noch ein paar weitere Übungen die auch große oder mehrere Muskelgruppen ansprechen - wie LH Rudern, Ausfallschritte, Klimmzüge usw. - die zählen da für mich ebenso mit dazu. Isolationsübungen ergänzen das Ganze. Und egal welche Übung - die Ausführung ist immer das wichtigste! Aber gerade bei den Grundübungen bekommt man mit der Zeit ein sehr gutes Körpergefühl und merkt dann auch ob man eine korrekte Haltung hat. Wichtig ist eben immer das Lernen der korrekten Technik von Anfang an. Und keine Beinmaschine kann das ersetzen - zumal wenn ich an einige horizontale "Beinpressen" denke fährt es mir auch grad wieder durch meine Lendenwirbel ...
 
100 Kg Flachbank bei einem Körpergewicht von 75kg schaffe ich nicht, ist mir aber auch Latte. Ich strenge mich an und gebe 90%.
SB
 
Bin jetzt seit knapp 10 Jahren dabei. Sehe mich eher als Bodybuilder als Kraftsportler, da mich eher der muskelzuwachs interessiert. Kraftdaten sind eh immer ein sensibles thema, da viele bei der korrekten Ausführung schludern.
 
Das war abzusehen.
Die Krankenkassen wollen "Fitnessdaten".
Die erste Kasse bricht nun das Tabu.

Ein Riesengeschäft mit marginalem Mehrwert (Beitragseinsparung und "Frühwarnsystem") aber unglaublichen Risiken für den Versicherten.

http://www.spiegel.de/gesundheit/er...kasse-will-fitnessdaten-nutzen-a-1076388.html

Leute, treibt Sport, lasst aber eure Tracker zu hause und behaltet eure Daten für euch.

:t

Was brauche ich so ein Tracker. Ich könnte mich kringeln, wenn ich die Jogger schwitzend bei uns in Stadionnähe nach ihrem Waldlauf sehe, die ihre Daten am ablesen und am übertragen sind. (Und "jeder" kann da mitlesen.)
Ich hatte mir vor Jahren mal einen mechanischen Schrittzähler gekauft.
Den stellte ich auf meine Schrittlänge ein und konnte somit meine gelaufenen Kilometer ablesen.
Meinen Puls, lese ich mit meiner Armbanduhr ab. War doch vollkommen ok.
Diese Daten bekommt keine Krankenkasse und auch sonst niemand.
Im übrigen brauche ich kein Fitnessstudio, da ich lieber an der frischen Luft, beispielsweise im Garten arbeite.
Und wenn mich der Teufel reitet, mache ich an einem unserer Bäume mal ein paar Klimmzüge. Diese Daten erhält ebenfalls keine Krankenkasse, oder sonstwer.
Ich habe Verständnis, dass Leute sich um ihre Fitness bemühen, aber kein Verständnis dafür, diese Daten ins Internet zu stellen.
Ich brauche das alles nicht mehr. Ich bin 62 Jahre alt und habe nur noch 38 Jahre zu leben, aber ich bedauere, was unsere Jugend mit solch einem Quatsch (Finessarmbänder) sich selber antut.

Ps.: ich hoffe nicht, dass ich noch im Alter von 98 Jahren meinen Krankenkassenbeitrag erhöht bekomme, weil ich nicht genug Sport betreibe.

Also: weiterhin schön ver-Apple-n lassen.
 
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Das Thema war gestern kurz in den Nachrichten.

Alle, incl. dem Gesundheitsminister, waren am Beschwichtigen.
Von wegen Datenschutz, Autonomie jedes Einzelnen, Schutz vor Missbrauch, keine Gefahr durch Hacker, keine Möglichkeit des Kassenausschlusses etc.
Gleichzeitig sollen aber die Tracker und die Uebertragungsmöglichkeiten schnell verbessert werden.
Letztes Jahr wurden in Deutschland 1,7 Millionen solcher Geräte gekauft und schätzungsweise 1/3 aller Freizeitsportler im Ausdauerbereich nutzt so was.

Ich bin mir sicher, die Leute werden durch niedrige Beiträge gelockt, und viele präsentieren ihre Daten freiwillig und ohne jeden Hintergedanken.
 
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Am schlimmsten finde ich bei diesen Fitnessdaten sammelnden Extremjoggern den Gesichtsausdruck.
Das sieht meist so aus als wenn die keinen wirklichen Spaß an ihrem Sport haben.
Wenn ich mit meinen Kumpels beim Training nicht auch ab und zu mal kräftig lachen kann und mir das Training keine Freude bereiten würde,
hätte es für mich nicht die Wirkung die es haben soll. Unser Trainingmotto:
Gib alles, auch wenn`s nicht viel ist.
:d:d
 
Leider übernehmen viele Freizeitsportler ihr (überzogenes) Leistungsdenken aus der Berufswelt auch mit in die Freizeit.
Beobachte dieses Phänomen auch im Rennradbereich und im Bekanntenkreis, wo einige sehr angefressene Läufer auch höheren Semesters einen, in meinen Augen, krankhaften Ehrgeiz entwickeln.

Der Begriff der "Sportsucht" wurde auch schon definiert, gerade im Ausdauerbereich ein realer Sachverhalt.
Dann überwiegen plötzlich die Nachteile die Vorteile des Sports.

Ich bin den Datenaufzechnungen auch sehr kritisch gegenüber eingestellt und höre lieber auf meinen Körper.
Die Daten meines Rennradcomputers (Fahrtstrecke, Höhenmeter, Zeit) lösche ich nach jeder Fahrt, Herzfrequenz- oder direkte Leistungsmessung brauche ich als Spass- und Ausgleichsuchender Hobbyradler nicht.

Jogging, Skilanglauf, Nordic-walking, Mountainbike oder Bergwandern ( hier nur Höhenmessung und Kompass) wird ganz ohne technische Gerätschaft betrieben.
Hauptsache draussen, Natur und Körper fühlen und geniessen, allein oder gesellig mit Partner oder Clique, das zählt für mich.

Auch im Studio blende ich die Daten auf den Cardiogeräten aus, brauche diese sowieso nur zum Aufwärmen und zum Cool down.
Winters auf dem spinning-bike ist ohne Datenaufzeichnung, da wird sich nach Gefühl ausgepowert.

Im Kraftbereich habe ich keinen "Stick", der jede Uebung und jede Wiederholung aufzeichnet. Trainiere sowieso nur im Freihantelbereich oder Functional mit dem eigenen Körpergewicht.

Beim Sport halte ich es nach folgendem Prinzip: regelmässig, kontinuierlich, sehr verschiedene Disziplinen aber alles im moderaten Bereich.
Das verhindert Verletzung, Ueberlastung, Unfälle, Stagnation, Ausgebranntheit, Frusterlebnisse, Langeweile und damit mittelfristig mehr Schaden als Nutzen .
Innere Motivation und Lust an der Sache ohne überzogenen Ehrgeiz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tja, bei meinen ersten längeren Läufen und Marathons habe ich auch immer auf die Uhr geschielt und Daten gesammelt, Jetzt, ohne diesen ganzen Firlefanz, läufts entpannter und wenn man auf seinen Körper hört und Signale versteht, braucht man kein Armband.
Besser ist es eine Kamera dabei zu haben und viele schöne Fotos zu machen :-)
 
... Letztes Jahr wurden in Deutschland 1,7 Millionen solcher Geräte gekauft und schätzungsweise 1/3 aller Freizeitsportler im Ausdauerbereich nutzt so was.

Ich bin mir sicher, die Leute werden durch niedrige Beiträge gelockt, und viele präsentieren ihre Daten freiwillig und ohne jeden Hintergedanken.
Ich selbst nutze keinen dieser Fitness-Tracker (bringt am Schreibtisch wohl auch nicht allzu viel ... :whistle:), bekomme die Verwendung eines solchen Gerätes aber aus nächster Nähe mit. Es ist, aus technischer Sicht, wirklich beachtlich, welche Daten das Gerät sammelt, einschließlich derer, die man noch freiwillig angeben kann, und wie geschickt es aus den Daten auf zahllose Aspekte des Nutzerverhaltens schließt.

Immerhin veranschaulichen solche Tracker also sehr "schön", wie durchsichtig der Mensch im Zeitalter der Big Data-Anwendungen wird. :confused:
 
Wer Angst vorm Thema gläserner Mensch hat, darf kein Smartphone benutzen, aber das ist eine Endlosdiskussion.
Meine Mum (63) benutzt so ein Fitnessarmband, weil sie sich gut fühlt, ihre eigenen gesteckten Ziele zu erreichen. Sie wird dadurch auch motiviert, wieder Tennis zu spielen etc. Hier zählt eindeutig der Mehrwert für sie.
Seit sie so ein Zeug hat, ist sie permanent beschäftigt, das tut ihr gut. Was sich ne Krankenkasse für einen Nutzen daraus zieht, der ihr zum Nachteil werden könnte, hm, seh ich jetzt nicht so kritisch.
(Ich selbst nutze nichts dergleichen.)
 
Wer Angst vorm Thema gläserner Mensch hat, darf kein Smartphone benutzen, aber das ist eine Endlosdiskussion. ...
Die Diskussion ist allenfalls dann "... endlos ...", wenn man kritischen Beiträgen fortwährend "... Angst ..." als Motivation unterstellt. "69Cruiser" hat das Thema der Sammlung von Gesundheitsdaten oben aber ganz sachlich aufgegriffen, und zweifelsohne ist es ein hoch interessantes und auch reichlich brisantes Thema.

Was nicht heißen soll, dass es jede(n) interessieren müsste. Offenkundig zu Recht wurde ja bereits darauf hingewiesen, dass viele Menschen ihre Daten gerne freiwillig herausrücken - sei es aus Leichtsinn oder in Unkenntnis der Umstände, sei es aus Gleichgültigkeit. :w

In meinem vorstehenden Beitrag ging es mir um den wirklich interessanten Aspekt, dass solche Fitness-Tracker sehr gut veranschaulichen, wie weit man auf Basis der gewonnenen Daten auf den Menschen schließen kann. Vermutlich werden die Tracker diesbezüglich recht unterschiedlich sein. Denn sie verwenden zwar ähnliche Technik, mithin die Datenerhebung wohl jeweils relativ ähnlich ist. Aber die weitergehende Verarbeitung der Daten erfolgt ja erst nach hiernach und außerhalb des Gerätes.

Wie intelligent diese Datenverarbeitung erfolgt, kann ich seit ein paar Wochen sehr gut an der zu den Jawbones gehörenden App beobachten. Diese App ist wirklich sensationell. Sie liefert tolle Möglichkeiten der manuellen Dateneingabe und -analyse, analysiert hierneben auf Basis der automatisiert und/oder manuell erhobenen Daten automatisch das Nutzerverhalten und gibt - qualitativ häufig wirklich gute (!) - Tipps und Ratschläge in Bezug auf das durch den Träger gewünschte Ziel. Ich kann gut nachvollziehen, wie viel Spaß all das vielen Trägern solcher Geräte bereitet. :t

Wenn man sich nun überlegt, dass solche Datensammlungen eines Tages auch den Krankenversicherern zugänglich gemacht werden könnten, wirft das in der Tat spannende Fragen auf. :) :-)
 
Wer Angst vorm Thema gläserner Mensch hat, darf kein Smartphone benutzen, aber das ist eine Endlosdiskussion.
Meine Mum (63) benutzt so ein Fitnessarmband, weil sie sich gut fühlt, ihre eigenen gesteckten Ziele zu erreichen. Sie wird dadurch auch motiviert, wieder Tennis zu spielen etc. Hier zählt eindeutig der Mehrwert für sie.
Seit sie so ein Zeug hat, ist sie permanent beschäftigt, das tut ihr gut. Was sich ne Krankenkasse für einen Nutzen daraus zieht, der ihr zum Nachteil werden könnte, hm, seh ich jetzt nicht so kritisch.
(Ich selbst nutze nichts dergleichen.)
Finde gut, dass deine Mutter durch das Fitnessband zum Sport findet.
So hat jeder individuelle Motivation oder auch nicht.

Zur Problematik der Datenerhebung liessen sich jetzt Seiten schreiben, interessant sind da z.B. die Leserbriefe im SPON-Artikel, da werden vielerlei Facetten beleuchtet.
 
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