Passt die Energiewende mit der Elektromobilität zusammen?

Passt die Energiewende mit der Elektromobilität zusammen?

  • Wir schaffen das

    Stimmen: 11 17,7%
  • Ich glaube nicht

    Stimmen: 15 24,2%
  • Ganz sicher nicht

    Stimmen: 30 48,4%
  • Mir fehlen die Zahlen

    Stimmen: 6 9,7%

  • Umfrageteilnehmer
    62
Hmmmm ... mir wäre ein "wupp - wupp - wupp" akzeptabler als ein "Bäääng" der Landstriche über Jahrhunderte unbewohnbar macht... natürlich vorzugsweise dort wo sie am wenigsten Mensch und Natur stören, und nicht da wo die Felder der Kommunalpolitiker zufällig verortet sind ;) .

Der Ausstieg aus der Kernergie auf lange Sicht war richtig, wenn selbst ein Land mit Hochtechnologie wie Japan dies nicht beherrscht bzw. aus ökonomischen Interessen ihre Kraftwerke an Stellen baut wo Risiken bestehen, jetzt werden Bewohner dazu angehalten in "gereingte" Gebiete zurückzukehren, ein paar Meter daneben schlagen die Geigerzähler aus....

Im übrigen finde ich die Diskussion hier zum Teil schon ein bißchen EVU-lastig geprägt, zu wenig Ideen/Meinungen die dazu beitragen eine Vision mit Alternativen auf lange Sicht ins Kalkül zu ziehen: die Technologien werden sich weiter entwickeln, neue Bündnisse mit Erzeugerstaaten werden möglich werden, wenn man das wirklich will.... was natürlich nicht im Sinne hiesiger EVUs sein kann.

Ich persönlich habe mir meine Gedanken gemacht, beziehe 100% teuren Ökostrom, spare an den für mich möglichen Punkten Energie ein (alles A+++, heize mit Gas - heute ausgeschaltet - nur die nötigen Räume, habe Haus und Fenster auf einem guten Level bzgl Isolierung, die Sonne bringt mir jetzt natürlich Wärme ins Haus).
Andererseits möchte ich nicht auf ein bisschen Spaß verzichten, da ist ein großer Plasma TV, der im Winter eher als Flächenheizkörper dient :rolleyes: - hat eben nun mal das beste Bild, ich reise auch gerne per Flugzeug und habe, so lange ich es noch kann, ab und zu Spazzzz mit einem 6Zyl.Verbrenner :cool: ... aber alles ganz bewusst und in der Hoffnung meinen Kindern und Enkeln nicht allzu sehr zu schaden bzw. hierfür an anderer Stelle einzusparen.

Es fängt im kleinen an, bei jedem von uns seinen Beitrag zu leisten, eine der besten Ideen ist es, Ressourcen/Energie einzusparen.

Wir, in einem Land mit Wohlstand sind in der Lage voranzugehen, in manch anderem Land ist das aufgrund des Entwicklungsstandes undenkbar, siehe bspw. so manche Megastädte in Fernost, da taucht man ins Stadtzentrum ein und begreift, warum alle mit einem Atemschutz unterwegs sind, wenn nicht gerade Olympia oder Parteivollversammlung ist.

Aber genau hier liegt auch eine Chance... ich hoffe D'land vergeigt sie nicht erneut wie mit dem Diesel-Skandal, wie mit der Entwicklung der Trägersubstanz von Solarzellen, die dann erheblich günstiger anderswo gefertigt werden... nötig hätte es gerade der Automobilsektor, bei dem 100tsde Arbeitsplätze in Gefahr sind, wenn es andere besser machen. Gerade deswegen sollten wir neuen Ideen unvoreingenommen und positiv gegenüber stehen .... sobald es vernünftig und wegen der Reichweite/Ladestellen machbar ist, wird unser kleiner 1.2l Golf VI gegen was elektrisches getauscht, der 6Zyl. darf trotzdem ab und zu aus der Garage :) .
 
Aus gesundheitlichen Gründen finde ich solch E-Bike schon gut. Ansonsten hat es mit Radfahren nix mehr zu tun und die Preise dafür sind überzogen, gerade wegen dem anhaltenden Trend zum E-Bike.
Ich wünsche schon mal gute Fahrt und keine Dunkelflaute. ;)

Ist mir völlig egal. Benutze mein E-Bike so gut wie täglich, da wir am Stadtrand wohnen und ca. 1 Km zu den ersten Geschäften haben. Um zu Fuß zu gehen, (Einkäufe) zuviel und um das Auto aus der Garage zu nehmen, zu wenig.

Mit dem E-Bike bin ich in 1 Minute in der Stadt. (Bei Wind und Wetter). Nur wenn Bierkästen zum Kauf anstehen, dann kommt der ZZZ zum Einsatz. :w

Gebe Dir allerdings recht, dass die Preise für E-Bikes unverschämt gestiegen sind. (Hatte meines, Marke "Flyer" vor knapp 4 Jahren gekauft, als der Boom noch nicht ganz so hoch- und der Preis noch völlig ok war..)

Bei meinem Bike waren 2 Akkus bei. Verwende diese wechselweise und habe festgestellt, dass deren Leistung allmählich nachlässt. (3000 Km auf der Uhr)
Ein neuer Akku kostet je nach Speicherleistung zwischen 300,- und 600,- Euro. Finde das zu hoch und benutze meine Akkus, bis sie den Geist aufgeben.

Fazit: E-Bike, für mich, ideal und ich werde die Anschaffung nie bereuen. Im Gegenteil. :) :-)

Ich sehe, in Bezug auf Akkus, bei derzeitigem Stand der Technik, Parallelen, zu den E-Cars:
Ein kompletter Akkuwechsel (nach wievielen Kilometern? weiss es jemand?) kommt dem finanziellen Ruin gleich. :X:w
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber 1km geht doch auch ohne E-motor, wie normaler Drahtesel [emoji16]

Macht euch Mal über die Firma BYD Corp Ltd schlau.
 
Hmmmm ... mir wäre ein "wupp - wupp - wupp" akzeptabler als ein "Bäääng" der Landstriche über Jahrhunderte unbewohnbar macht... natürlich vorzugsweise dort wo sie am wenigsten Mensch und Natur stören, und nicht da wo die Felder der Kommunalpolitiker zufällig verortet sind ;) .

Der Ausstieg aus der Kernergie auf lange Sicht war richtig, wenn selbst ein Land mit Hochtechnologie wie Japan dies nicht beherrscht bzw. aus ökonomischen Interessen ihre Kraftwerke an Stellen baut wo Risiken bestehen, jetzt werden Bewohner dazu angehalten in "gereingte" Gebiete zurückzukehren, ein paar Meter daneben schlagen die Geigerzähler aus....

Im übrigen finde ich die Diskussion hier zum Teil schon ein bißchen EVU-lastig geprägt, zu wenig Ideen/Meinungen die dazu beitragen eine Vision mit Alternativen auf lange Sicht ins Kalkül zu ziehen: die Technologien werden sich weiter entwickeln, neue Bündnisse mit Erzeugerstaaten werden möglich werden, wenn man das wirklich will.... was natürlich nicht im Sinne hiesiger EVUs sein kann.

Ich persönlich habe mir meine Gedanken gemacht, beziehe 100% teuren Ökostrom, spare an den für mich möglichen Punkten Energie ein (alles A+++, heize mit Gas - heute ausgeschaltet - nur die nötigen Räume, habe Haus und Fenster auf einem guten Level bzgl Isolierung, die Sonne bringt mir jetzt natürlich Wärme ins Haus).
Andererseits möchte ich nicht auf ein bisschen Spaß verzichten, da ist ein großer Plasma TV, der im Winter eher als Flächenheizkörper dient :rolleyes: - hat eben nun mal das beste Bild, ich reise auch gerne per Flugzeug und habe, so lange ich es noch kann, ab und zu Spazzzz mit einem 6Zyl.Verbrenner :cool: ... aber alles ganz bewusst und in der Hoffnung meinen Kindern und Enkeln nicht allzu sehr zu schaden bzw. hierfür an anderer Stelle einzusparen.

Es fängt im kleinen an, bei jedem von uns seinen Beitrag zu leisten, eine der besten Ideen ist es, Ressourcen/Energie einzusparen.

Wir, in einem Land mit Wohlstand sind in der Lage voranzugehen, in manch anderem Land ist das aufgrund des Entwicklungsstandes undenkbar, siehe bspw. so manche Megastädte in Fernost, da taucht man ins Stadtzentrum ein und begreift, warum alle mit einem Atemschutz unterwegs sind, wenn nicht gerade Olympia oder Parteivollversammlung ist.

Aber genau hier liegt auch eine Chance... ich hoffe D'land vergeigt sie nicht erneut wie mit dem Diesel-Skandal, wie mit der Entwicklung der Trägersubstanz von Solarzellen, die dann erheblich günstiger anderswo gefertigt werden... nötig hätte es gerade der Automobilsektor, bei dem 100tsde Arbeitsplätze in Gefahr sind, wenn es andere besser machen. Gerade deswegen sollten wir neuen Ideen unvoreingenommen und positiv gegenüber stehen .... sobald es vernünftig und wegen der Reichweite/Ladestellen machbar ist, wird unser kleiner 1.2l Golf VI gegen was elektrisches getauscht, der 6Zyl. darf trotzdem ab und zu aus der Garage :) .

Moin Moin

Würde mich interessieren aus welchen Leitungstrassen vom EVU ausschließlich Ökostrom bezogen werden kann?
Da ich beruflich damit zu tun habe,kann ich dir versichern"Ist Unmöglich"

Es sei denn du hast ein Windrad und ne Solaranlage.

gruß
Karsten

gruß
Karsten
 
Im Gegensatz dazu steht ein E-Motor recht gut da.
Beziehe mal im winter die Kraft-Wärmekopplung mit ein, dann sieht das schon anders aus. Außerdem ist Benzin eine direkte Energiequelle, während der Strom ja auch erst produziert und geleitet werden muss. Wenn man das alles mit berücksichtigt sieht der Wirkungsgrad wieder anders aus.
Ich glaube ich sollte mir mal die Mühe machen so etwas auszurechnen.
Sehr gute Idee. So habe ich mich dem Thema auch genähert. Außerdem hat man dann ein anderes Verhältnis zu den Zahlen als wenn man sie nur liest.
Der mediale Beschiss fängt schon damit an, dass oft installierte Leistung mit erbrachter Leistung verwechselt wird. Heute lese ich nicht mehr so oft wie früher: "Diese Windräder können xxx Haushalte mit Strom versorgen."
Denn das stimmt definitiv nicht. In einem Haushalt, wie natürlich auch in der Industrie, brauchst Du Strom rund um die Uhr und nicht nur wenn der Wind weht oder die Sonne scheint.
Da wir nicht annähernd ein ausgeglichen Verhältnis zwischen Speichern und volotilem Strom haben. Halte ich es für mehr als gewagt die Elektromobilität noch oben drauf zu setzen. :(
Auf der Grafik dieser Seite kann man es gut sehen, den Ausgleich zwischen dem was wir an Strom brauchen und dem was uns Wind uns Sonne liefern leisten nur konventionelle Kraftwerke, Speicher, wie wir sie bräuchten, fehlen.
https://www.agora-energiewende.de/de/themen/-agothem-/Produkt/produkt/76/Agorameter/
Bin dankbar für eure Aufklärung hier.
Herzlichen Dank und vielen Dank an alle die hier so sachlich mit diskutieren. :t
 
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Es sei denn du hast ein Windrad und ne Solaranlage.
und eine entsprechende Speichermöglichkeit. ;)
Ich habe Energieversorger, die damit werben aussschließlich Ökostrom anzubieten, angeschrieben und gefragt wie sie das technisch machen. Darauf habe ich keine Antwort erhalten.
@karswil hat vollkommen recht, das geht schlicht nicht.
 
Hab mal nachgeschaut Quelle MVV Mannheim
1489738873540.jpg
Ich kenne zumindest ein Wasserkraftwerk hier keine 5km entfernt, und bisher ist der Neckar nachts nicht ausgetrocknet. ;) , da war ich in jungen Jahren mit meinem dad mal drin weil seine Firma BBC Teile des Generators erneuerte. Habe gestaunt damals, was es doch im Vergleich zu meinem Fahrrad für riesige Dynamos gibt. :)

Natürlich kann ich nicht überprüfen, ob das Versprechen wirklich eingehalten wird und woher noch welche Stromarten dazugekauft und eingespeist werden, wenn jemand dazu weitere Fakten hat, bin ich daran sehr interessiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
@PR4000

Benzin muss doch auch erst erzeugt werden, wie der Strom auch.
Vom Erdöl aus der Erde bis zur Verbrennung im Motor sind auch mehrere Stationen nötig.
Was beim Strom nicht viel anders ist. Sonne, Wind sind von Natur aus vorhanden, aber diese Energie direkt zu nutzen, dafür sind auch erst einige Stationen nötig.
Na gut, Sonnenbrand und Fönfrisur sind direkt umgewandelte Energie. ;)

Toller Fred, sehr informativ und sachlich!

Gefällt mir! :)
 
Moin Moin
Ich als Sparfuchs wollte mal vom EVU nur den Preiswerten Atomstrom beziehen.

Nach deren Aussage ist so etwas nicht möglich.

Auf meine Nachfrage,warum es denn mit ausschließlich Ökostrom machbar ist wurde es dann nach einiger Druckserei zugegeben das es sich nur um Werbung handelt.

gruß
Karsten
 
Natürlich kann ich nicht überprüfen, ob das Versprechen wirklich eingehalten wird und woher noch welche Stromarten dazugekauft und eingespeist werden, wenn jemand dazu weitere Fakten hat, bin ich daran sehr interessiert.
Schau mal, 2016 waren 3,3 % der deutschen Stromerzeugung aus Wasserkraft. Da ist auch nicht mehr viel zu steigern, weil alle möglichen Quellen schon abgegriffen werden. Nach dem Einspeisen des Stromes in das Verbundnetz kann man verschiedene Stromarten gar nicht mehr trennen. Das geht physikalisch schlicht nicht. Das wäre so, als wenn dir in Mannheim einer erzählen würde: ich versorge sie in Mannheim mit Wasser aus dem Rhein welches ausschließlich aus dem Fluss Rheuss stammt. Das ist Bauernfängerei und gehört eigentlich verboten. Wenn man irgendwo Strom nutzt besteht der immer aus den zu genau der Zeit einspeisenden Quellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Benzin muss doch auch erst erzeugt werden, wie der Strom auch.
Nein, sei mir nicht böse, aber da muss ich wiedersprechen. Erzeugt hat das Benzin auch die Sonne letzt endlich. Beim Benzin ist es die Förderung und die Beförderung die Energie kosten.
Aber auch Photovoltaikzellen und windräder verbracuehn beim Bau Energie, bevor sie wieder welche liefern. Windräder sind übrigens Spitze darin wie schnell sich die Herstellung armotisiert.
Diese Energiebilanz sieht bei Photovoltaikzellen in unseren Breiten ziemlich mies aus. Bis zu 5 Jahre müssen sie Energie erzeugen um die Energie zu ersetzen welche für den Bau notwendig war.
Die Auslastung ist in unserem Breitengrad einfach schlecht und für die Grundversorgung nicht geeignet. Da sind wir wieder beim Problem der fehlenden Speicher. :(
Interessanter Artikel dazu, leider in englisch:
The hidden “fuels” of renewable energy
 
Schau mal, 2016 waren 3,3 % der deutschen Stromerzeugung aus Wasserkraft. Da ist auch nicht mehr viel zu steigern, weil alle möglichen Quellen schon abgegriffen werden. Nach dem Einspeisen des Stromes in das Verbundnetz kann man verschiedene Stromarten gar nicht mehr trennen. Das geht physikalisch schlicht nicht. Das wäre so, als wenn dir in Mannheim einer erzählen würde: ich versorge sie in Mannheim mit Wasser aus dem Rhein welches ausschließlich aus dem Fluss Rheuss stammt. Das ist Bauernfängerei und gehört eigentlich verboten. Wenn man irgendwo Strom nutzt besteht der immer aus den zu genau der Zeit einspeisenden Quellen.
Das war mir klar.

Ist es denn nicht so, dass ein EVU so viel Energie der gewünschten Art, der wo auch immer (auch selbst) erzeugt und eingespeist wird einkauft und dann an den Kunden weiterverkauft?
Also bestimmen die Kunden den Mix der sich aus den Quellen ergibt.
Wie wird so was geprüft, nicht das ein EVU z.B. mehr Ökostrom verkauft als es selbst erzeugt/zukauft?
 
Hmmmm ... mir wäre ein "wupp - wupp - wupp" akzeptabler als ein "Bäääng" der Landstriche über Jahrhunderte unbewohnbar macht...
Der Satz hat mich ins Nachdenken gebracht. Das Wupp wupp wupp wird immer mehr, das Bäng, habe ich zu unser aller Glück noch nicht gehört. aber woher kommt diese Angst vor einem Bäng?
Wer hier schon andere Beiträge von mir gelesen hat weiß, ich arbeite seit über 40 Jahren mit Radioaktivität. Aber was ich hier noch nie geschrieben habe, ich habe vor über 40 Jahren gegen die Einführung der kommerziellen Kernkraft demonstriert. So wie viele andere damals auch. Ich wußte aber durch meine Arbeit um die Probleme die auf uns zukommen werden. Die Gefahr eines Bäng und die Probleme der auch bis heute ungelösten Endlagerung.
Vor Grohnde habe ich mit eigenen Augen gesehen wie Reihenweise Demonstranten zusammen geknüppelt wurden von der Polizei, weil der Staat die Energieversorgung auf ein drittes Standbein stellen wollte, nämlich die Kernenergie. Hintergrund war natürlich auch das Ölembargo in den 70igern. Damals wurtde uns erzählt die Saudis drehen uns den Ölhahn zu. Übrigens auch eine Lüge wie sich jüngst heraus gestellt hat. Wer mal Zeit sollte sich unbedingt diese Doku ansehen:
Das Öl-Zeitalter - Der wahre Motor der tragischen Geschichte des 20. Jahrhunderts
Massive wirtschaftliche Interessen der US amerikanischen Ölindustrie haben das inzeniert. Nun gut, das ist lange her. Auch gegen den Widerstand kleinerer Teile der Bevölkerung wurden die Kernkraftwerke gebaut.
Jetzt, über 30 Jahre später, unsere Kinder sind alle aus dem Haus und haben auch Atomstrom benutzt, der eine ausgesprochen gute CO2 Bilanz hat, können wir sagen: es gab keinen Bäng. Nicht einmal einen Zwischenfall nach der internationalen INES Skala. Alle anderen Aussagen sind unwahr, das schreibt ein ehemaliger Kernkraftgegner. Da lege ich Wert drauf. ;)
Aber woher kommen diese Ängste vor der Radioaktivität? Keine andere Gefahr ist so gut messbar wie gerade diese. Um mal einen Vergleich zu machen habe ich mit meiner Frau mal an einem Tag der offenen Tür ein Wasserwerk bei uns in der Heide besucht. Fuhrberg versorgt ca. 600 000 Haushalte mit Wasser. Die einzige Sicherheitsmassnahme besteht aus einem 1 Meter hohen Maschendrahtzaun ohne Stacheldraht. :(
Ich hatte auch eine mikrobiologische Ausbildung und daher weiß ich wieviel Schaden man in einem Wasserwerk anrichten kann. Warum aber werden KKW´s eingezäunt wie Fort Knox und Wasserwerke überhaupt nicht?
Auch das Gefahrenpotenzial unserer chemischen Industrie ist riesig, aber wir aktzeptieren das. Wo ist da der Unterschied? Ich habe das nie verstanden.
Mitten in Deutschland ist die größte Giftmülldeponie Europas. Kaum jemand regt sich darüber auf, aber die Endlagerproblematik bei der Kernkraftnutzung wird zur Unlösbarkeit hoch stilisiert.
Versteht mich nicht falsch, nach wie vor bin ich für einen Ausstieg aus der Atompolitik. Aber mit Plan und Augenmaß, ich erwarte keinen 14 Meter Tsunami in der deutschen Bucht. Sondern eine Nutzung der CO2 neutralen Kernenergie als Brückentechnologie.
 
Wie wird so was geprüft, nicht das ein EVU z.B. mehr Ökostrom verkauft als es selbst erzeugt/zukauft?
Dazu müßte man erst einmal versuchen den Begriff Ökostrom zu definieren. Das ist ein bisschen so wie mit der Vorsilbe Bio-. ;)
Die Einspeisung der Windenergie und der Photovoltaik wird eh stark subventioniert. Warum sollte dann Ökostrom teurer sein? Und wenn du und andere nur "sauberen" Strom kauft, bleibt dann nur noch schmutziger Strom für die anderen übrig? Der Strompreis wird an der Leipziger Strombörse errechnet. Auf dieser Grundlage wird der Strom gehandelt. Ausser dem Beispiel mit dem Wasser im Fliuss ist mir kein besseres Beispiel eingefallen. :(
Aber ich bin der festen Überzeugung Ökostromverkäufer sind freilaufende Bauernfänger aus Bodenhaltung. ;)
Hier wird es vielleicht etwas besser erklärt: https://www.strom-magazin.de/oekostrom-vergleich/
 
Nein, sei mir nicht böse, aber da muss ich wiedersprechen. Erzeugt hat das Benzin auch die Sonne letzt endlich. Beim Benzin ist es die Förderung und die Beförderung die Energie kosten.

Das Bezin kommt aber nicht als Bezin aus der Erde ;)
 
Dazu müßte man erst einmal versuchen den Begriff Ökostrom zu definieren. Das ist ein bisschen so wie mit der Vorsilbe Bio-. ;)
Die Einspeisung der Windenergie und der Photovoltaik wird eh stark subventioniert. Warum sollte dann Ökostrom teurer sein? Und wenn du und andere nur "sauberen" Strom kauft, bleibt dann nur noch schmutziger Strom für die anderen übrig? Der Strompreis wird an der Leipziger Strombörse errechnet. Auf dieser Grundlage wird der Strom gehandelt. Ausser dem Beispiel mit dem Wasser im Fliuss ist mir kein besseres Beispiel eingefallen. :(
Aber ich bin der festen Überzeugung Ökostromverkäufer sind freilaufende Bauernfänger aus Bodenhaltung. ;)

Jetzt wirst du aber irgendwie ... eigenartig

PolariZ hat das (fragend) beschrieben. Es gibt Abnehmer, die wollen Ökostrom, und der kommt zum Beispiel aus Windkraft und PV. Und es gibt Abnehmer, denen ist es wurscht :) :-) ;)
Natürlich kann man die Elektronen nicht einfärben und sagen "Das kommt von einer Windmühle und das von einem Kernkraftwerk."
 
Natürlich kann man die Elektronen nicht einfärben und sagen "Das kommt von einer Windmühle und das von einem Kernkraftwerk."
Genau, darauf wird oben in dem Artikel auch hingewiesen. Wer bereit ist mehr für den Strom auszugeben, damit damit ökologische Projekte möglich gemacht werden können, der macht sicher etwas für die Umwelt. Auf den Strommix hat das aber keinen Einfluss. Und mit dem Strompreis zahlen wir immerhin 24 % EEG Umlage und die kommt einzig und allein regenerativen Energiequellen zu gute. Das reicht mir. ;)
 
Aber ich bin der festen Überzeugung Ökostromverkäufer sind freilaufende Bauernfänger aus Bodenhaltung. ;)
Hier wird es vielleicht etwas besser erklärt: https://www.strom-magazin.de/oekostrom-vergleich/
Genau dazu fehlen mir Fakten, ich lasse mich ungern veräppeln.

Mein EVU schrieb ja 10% erneuerbare (inkl regionaler Invest) + 90% (ggfs) zugekaufte Wasserkraft - deswegen kann ich ja auch nachts das Licht anschalten ;)

Die genannte link bringt diese Info (letzter Satz ist der interessante):
"Wenn Sie also in der Nähe eines Kohlekraftwerkes wohnen, werden Sie wahrscheinlich nach wie vor die Elektrizität von diesem beziehen. Jedoch sorgen Sie mit dem Bezug von Ökostrom dafür, dass an anderen Stelle, wo ein Windrad oder eine Solaranlage Strom produziert, der Strom, den Sie verbrauchen, in den "großen Stromsee" eingespeist. Sie sorgen mit dem Wechsel zu Ökostrom dafür, dass insgesamt mehr umweltfreundlich erzeugte Energie in den Stromsee fließt."

Gibt es denn Belege / Informationen darüber das EVUs schummeln, in der Art das sie eine viel größere Menge einer Stromart (teuer) verkaufen aber viel weniger erzeugen / einkaufen????

Das ist schon richtig, wenn die Mehrheit nur "sauberen - ohne CO2 + Kernergie - Strom" wollen, dann wirds bestimmt knapp - aber so weit sind wir ja noch lange nicht, weder im Privatbereich noch in der Industrie.

Generell zum "Ausstieg": ich bleibe dabei, nach Tschernobyl dachte ich... na ja die Russen, alte Technik.... dann nach Fukushima, in einem Land mit hohem Standard: Risiko zu hoch, wir müssen so schnell wie möglich Alternativen nutzen! Die deutschen KKW machen mir da weniger Sorgen als die unserer Nachbarländer.:eek:
 
Aber 1km geht doch auch ohne E-motor, wie normaler Drahtesel [emoji16]

Lebe in der hügeligen Eifel. Zur innerstädtisch gelegenen "Arbeitsstelle" (im Nebenjob, da pensioniert) habe ich 2,5 Kilometer....und das ganz schön den Berg hinauf. Möchte nicht verschwitzt dort ankommen. %:
 
Das war mir klar.

Ist es denn nicht so, dass ein EVU so viel Energie der gewünschten Art, der wo auch immer (auch selbst) erzeugt und eingespeist wird einkauft und dann an den Kunden weiterverkauft?
Also bestimmen die Kunden den Mix der sich aus den Quellen ergibt.
Wie wird so was geprüft, nicht das ein EVU z.B. mehr Ökostrom verkauft als es selbst erzeugt/zukauft?

Moin Moin

Das EVU stellt ja Windräder und Solaranlagen ab wenn das Netz überlastet ist.
Also wird es nie eine hohen Anteil an Ökostrom geben.

gruß
Karsten
 
Aber woher kommen diese Ängste vor der Radioaktivität? Keine andere Gefahr ist so gut messbar wie gerade diese.

Gerade darum haben viele Angst vor der Kernenergie. Siehe die Orte wo es sehr kernig zur Sache ging und WIE LANGE man noch messen kann, welche Gefahr davon ausging/ausgeht. Im Grunde ist es auch eine unsichtbare Gefahr, da nicht jeder mit einem Messgerät umherläuft. Vom ganzen belasteten Abfall mal ganz abgesehen.
Die Tage kam noch im Radio, dass die Aufräumarbeiten in Fukushima noch mindestens 30 Jahre dauern.
Also ich kann verstehen, dass viele Menschen vor der Kernenergie Angst haben.

Wegen dem Wasserwerk bei dir, wenn dort jemand etwas in das Wasser mischen sollte und man bemerkt es (mit Sicherheit), dann kann man den "Hahn" abdrehen und gut. In Fukushima und auch Tschernobyl ging es leider nicht so einfach und das Ende kennen wir.
 
Das EVU stellt ja Windräder und Solaranlagen ab wenn das Netz überlastet ist.
Also wird es nie eine hohen Anteil an Ökostrom geben.
Eigentlich schade, auf diesen sauberen Strom - der ja da ist (!) - zu verzichten :( der sollte ja eher vorrangig ins Netz kommen.

Müssen wir da in D noch warten bis die neuen Trassen nord-süd fertig sind, bis die Steuerung intelligenter wird oder KohleKW flexibler hoch/runtergefahren werden können, sind da dezentrale Lösungen (BlockHeizKW) nicht besser weil flexibler zuschaltbar?
Ist die Zusammenarbeit verschiedener Regionen da schon zufriedenstellend? Ich befürchte da wird je nach Voraussetzung und Interessenlage immer noch zu oft "ein eigenes Süppchen gekocht".

Für die Küstengebiete hätte ich da gleich eine Idee: erzwungenes abschalten der Schiffsmotoren im Hafen und versorgen mit Strom vorrangig aus Windkraft.... aber da wird auch wieder gewartet bis das Land (und damit der Steuerzahler) Geld gibt, damit die Infrastruktur bereit gestellt wird, können doch die Betreiber, Reeder selbst machen!... aber das ist eine andere Geschichte, noch schlimmer ist es ja auf See, wenn die Pötte den Abfall der Ölindustrie verbrennen :)
 
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In Fukushima und auch Tschernobyl
Die beiden Unfälle sind, was die Auswirkungen angeht, nicht vergleichbar. In Fukushima hat es keinen einzigen Toten durch Strahlenwirkung gegeben.
Ist aber so deutlich nie in unseren Medien wieder gegeben worden. Seit zwei Jahren fliegen Studenten aus unserem Institut nach Fukushima. Was die berichten, wenn sie zurück kommen, glaube ich. ;)
Über 30 Jahre KKW´s in Deutschland zu betreiben und dann in einem Huaruckverfahren alles abstellen zu wollen weil es in Japan einen Tsunami gegeben hat ist für mich nicht nachvollziehbar. :(
man bemerkt es (mit Sicherheit)
Das ist doch wohl mehr ein frommer Wunsch, oder? ;) Nur für den Menschen gefährliche Erreger z.B. würden durchkommen. :( Aber ich will hier keine Anleitung ins Netz stellen. ;)
Noch eine kurze Geschichte aus der Realität der deutschen "Energiewende":
Wie ihr sicherlich wißt kann der Strompreis an der Leipziger Strombörse ins negative rutschen. Zuletzt passiert über die Weihnachtsfeiertage. Ordentlich Sonne und ein frischer Wind bei gleichzeitig geschlossenen Fabriken erzeugt einen Energieüberschuss den man nur noch los wird wenn Geld ober drauf gelegt wird. Das ist kein Witz.
Der Betreiber eines stillgelegten KKW´s hat sich Gedanken gemacht und jetzt werden bei einem negativen Strompreis die großen Ventilatoren der nicht mehr benötigten Kühltürme angeworfen um Strom zu verbrauchen. Dafür gibt es dann Geld.
Mal ehrlich, ist das nicht ein Irrsinn? :(
Für absurde Ökostrom-Vernichtung zahlt der Verbraucher
 
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Wie ihr sicherlich wißt kann der Strompreis an der Leipziger Strombörse ins negative rutschen. Zuletzt passiert über die Weihnachtsfeiertage. Ordentlich Sonne und ein frischer Wind bei gleichzeitig geschlossenen Fabriken erzeugt einen Energieüberschuss den man nur noch los wird wenn Geld ober drauf gelegt wird. Das ist kein Witz.
Der Betreiber eines stillgelegten KKW´s hat sich Gedanken gemacht und jetzt werden bei einem negativen Strompreis die großen Ventilatoren der nicht mehr benötigten Kühltürme angeworfen um Strom zu verbrauchen. Dafür gibt es dann Geld.
Kann man auch anders sehen:
*die Wettervorhersage und damit Sonnen- und Windverhältnisse sind mindestens für die nächsten 2 Tage zuverlässig
*Weihnachten kommt auch nicht gerade überraschend (Fabriken zu)
*das Nutzerverhalten bis hin zur Pinkelpause und Tagesschau ist ausreichend bekannt

Und warum drosselt man dann nicht die Produktion zu diesen Zeiten dort, wo weniger saubere Energie erzeugt wird? Das lässt sich doch bestimmt mit einer gewissen Toleranz vorausberechnen, müsste man annehmen.
 
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