Studie: Hoher CO2-Ausstoß bei Produktion von Akkus für E-Autos

RainerW

"Black Nose Diva“ in Frozen Grey mit Leder Cognac
Registriert
12 Januar 2002
Ort
Straubing
Wagen
BMW Z4 G29 M40i
Eine neue schwedische Studie rückt endlich die etwas verklärte Sicht auf den "Heilbringer Elektromobilität" zurecht:

Link zur Studie

Die wesentlichen Kernaussagen lauten:
  • Bis zu 200 Kilo CO2 pro Kilowattstunde (bezogen auf die Herstellung des Akkus)
  • Recycling und Haltbarkeit der Akkus
  • Beispiel - Tesla Model S amortisiert sich erst nach acht Jahren
Es ist sicherlich richtig, Alternativen zum Verbrennungsmotor mit fossilen Brennstoffen zu entwickeln/zu fördern,
aber es ist blauäugig und nur der "rosaroten politischen" Ökobrille zu verdanken, dass jeder der irrigen Annahme verfällt,
dass der schnelle Umstieg auf Elektrofahrzeuge DIE finale Lösung darstellt und sich dann alle Probleme sozusagen
in Wohlgefallen auflösen.

Hierzu gibt es auch gute Gründe/Argumente:
  • ein reines Elektrofahrzeug (gilt etwas abgeschwächt auch für Hybride) ist längst nicht so ökologisch in der Gesamtbetrachtung, wie allgemein immer unterstellt wird
  • moderne Verbrennungsmotoren (bezogen auf fossile Brennstoffe) sind längst noch nicht technisch ausgereizt und bieten immer noch sehr viel Spielraum - das gilt auch und im Besonderen für den Diesel
  • die gesamte stromerzeugende Infrastruktur fehlt für einen 100% Umstieg und kann auch innerhalb 20 Jahren nicht ansatzweise umgestellt werden. Beispiel: Wenn 2020 100% auf Elektrofahrzeuge zwangsweise umgestellt werden würde und bis 2030 sämtlich Altfahrzeuge auslaufen würden, benötigt Deutschland neben einer dezentralen Energieerzeugung/-verteilung etwa um den Faktor 6,5 zusätzlich zum jetzigen gesamten Stromverbrauch. Woher soll dieser kommen? Wie will man diesen "an den Mann/die Frau" bringen? Wenn man die Kohlekraftwerke und sämtlich Atomkraftwerke rausnimmt (was langfristig sicherlich richtig ist), dann verbleibt nur Sonne & Wind. Die zusätzlich benötigte 6,5-fache Strommenge mit Solarstrom erzeugt, bedeutet dass sämtliche Agrarflächen in Deutschland abgeschafft und durch Solarflächen ersetzt werden müssten, um etwa zu 90% den benötigten Strom erzeugen zu können. Woher kommt dann die Basislebensmittelerzeugung? Das benötigte Wachstum ist in dieser Rechnung noch gar nicht enthalten!
  • Ausserachtlassung der volkswirtschaftlichen Betrachtung, dass sich 80% der Bevölkerung den schnellen Umstig selbst mittelfristig und mit halbgarer Unterstützung erst gar nicht leisten können - dies käme einer gewaltigen Zwangsenteignung aller gleich.
Wie seht Ihr dies?
 
Ich lebe in einer Stadt in der es zwei große Kohlekraftwerke gibt. Dazu sind wir umzingelt von Windkraftanlagen und selbst wenn ich auf die schöne Nordsee blicke kann ich Windräder sehen. Dennoch wird hier eine Menge fossiler Brennstoff mit Schiffen (die häufig wohl mit Schweröl fahren und riesige schwarze Wolken machen...) verbraucht.

Wenn die paar Autos hier rein elekltrisch fahren würden hätte man, so denke ich HIER nicht allzu viel gewonnen.

Andererseits wäre es sicher falsch nichts zu tun und einfach weiter zu machen wie bisher. Es ist ja auch klar, dass Hersteller X nicht ein Auto bauen kann was plötzlich einfach perfekt ist. Wird eben etwas dauern. Falsch wäre es nur... (finde ich) vorschnell den Umstieg zu fördern. Ich denke es wäre besser den Umstieg erst dann zu fördern, wenn er auch ganz objektiv betrachtet ein Gewinn ist.

Außerdem frage ich mich... wenn 50% weniger getankt wird... istd as richtig viel Geld, was dem Staat fehlt. Wo soll das dann her genommen werden?

Mich stört dazu beid er ganzen Debatte der Tunnelblick. Man tut ja geradezu so, als sei das Co2 Problem nur durch PKW verursacht.

Ich fahre mittlerweile gerne mit dem PKW in den Urlaub, für mich ist es schon Urlaub, wenn ich den Zündschlüssel umdrehe. Sehr viele Leute fliegen in den Urlaub. Es kostet ja auch nichts. Wie viele Menschen wählen "grün" und sind "Fans" von Fernreisen. Indien, Cuba, Neuseeland... ich weiß noch wie viele meiner Ex Abikollegen/innen erstmal in die USA sind.
Auf den Sprit den ich vertanke zahle ich mehrere Steuern. Kerosin aber ist Steuerfrei. Und das Flugzeug ist das mit ABSTAND umweltschädlichste Fortbewegungsmittel. Mich regt es tierisch auf, dass bei einem Urlaub innerhalb des Landes... in meiner Heimat, die Bahn oder sogar der eigene PKW teurer ist, als ein Flug ins Ausland. Ich kenne mehrer Leute, die ihre Pendlerbude haben und innerhalb des Landes fliegen, mindestens einmal die Woche. Das ist natürlich legitim, was ich aber als Sauerrei empfinde ist, dass andere mit 1280€ im Monat nach Hause gehen, dafür ihren PKW benötigen, für den sie Steuern zahlen müssen, Versicherung und dann nochmal 3 Steuern wenn sie tanken. Und dann kommen noch Umweltplaketten usw. dazu.

Und mal ernsthaft, wenn man NUR Flugmeilen und Fahrzeug Emmissionen eines Tesslafahrers mit denen vom Arbeiter X vergleicht, der einen rostigen Golf fährt der 9 Liter Benzin braucht...
 
Stimme ChristianB da voll zu. Ich kenne Leute die guten Gewissens ihr Kreuzchen bei den Grünen machen, Stolz sind auf ihren Ökostrom und sogar Autofahren und Fleisch Essen an den Pranger stellen. In gleichem Atemzug setzen die sich aber ohne mit der Wimper zu zucken in den Ferienflieger und katapultieren ihre persönliche CO2 Bilanz ins Astronomische. Mit einem Fernflug kann man seine Bilanz ganz leicht mal verdoppeln!

Mein Fazit aus dem Artikel und generell: Immer die Gesamtbilanz betrachten und bitte sauber objektiv die Leute aufklären. Keine Ideologiediskussionen führen wie es die Grünen z.B. sehr gern tun. Und dann langfristige Rahmenbedingungen schaffen wie z.B. den weltweiten CO2 Handel für alle Sektoren mit abnehmender CO2 Menge als Ziel. Das würde marktwirtschaftlich den Wettbewerb nach den besten Lösungen fördern.

Genau DAS wäre mein einziges Ziel das ich als Umweltminister für´s Klima im Auge hätte. Ein weltweites CO2 Handelsabkommen mit Ziel 0 CO2 in xx Jahren. Das Instrument ist simpel und funktioniert für alles und jeden.
 
Immer dieselbe Leier.....
so Viele vermischen Sachen, die zwar in Abhängigkeit zueinander stehen, jedoch nicht das gleiche sind. Ganz so als ob Autoabgase nur aus CO² bestehen würden.
Mag sein, das die CO² Bilanz von aktuellen Akkus nicht ganz so toll ist, aber CO² ist „nur“ klimaschädlich. Direkt eingeatmet ist das für den Menschen das harmloseste was aus dem Auspuff kommt.
Was ist mit den ganzen restlichen gesundheitsschädlichen Bestandteilen der Abgase, wie Schwefeloxid (SOx), Kohlenmonoxid (CO), Stickstoffoxide (NOx) und Feinstaub? Die sind unmittelbar Krebserregend. Und in den meisten Großstädten sind es nun mal nicht die Schiffe oder die Flugzeuge, die einem die Luft unmittelbar verpesten. Und auch Lärm ist in der Großstadt ein sehr großes Thema.
Ziel MUSS es sein, erneuerbare Energien und abgasfreie Mobilität Hand in Hand voranzutreiben. Hierzu gehört -ohne Zweifel- auch ein Umdenken bei der Schifffahrt und in der Aeronautik.

Ohne Zwang läuft die Entwicklung viel zu langsam. Ein Verbot von konventionell betriebenen Neuzulassungen, z.B. ab 2030 würde die Entwicklungsabteilungen in der Industrie bündeln. Vielleicht hätte man dann in wenigen Jahren eine CO² armen Energiespeicher. Das müssten dann nicht die aktuelle Akkutechnologie sein .Vielleicht würde sich dann wirklich Wasserstoff durchsetzten.
Bestes Beispiel sind doch die Glühbirnen. Jahrzehntelang gab es nur gruseligen Energiesparlampen, die schreckliches Licht abwarfen und obendrein teuer waren. So ein mist wäre mir nie ins Haus gekommen. Nach dem Verbot der Glühbirne hat sich die LED Technologie in wenigen Jahren als hervorragender Ersatz entwickelt. Ich habe nun fast überall LED-Birnen und meine Lebensqualität ist nicht schlechter geworden.
Ohne Zwang, gäbe es die vermutlich immer noch nicht.

Und nein, ich habe in meinem Leben noch nie die Grünen gewählt und werde das vermutlich auch in Zukunft nicht machen. Als begeisterter Petrolhead wäre das auch irgendwie albern. Aber dennoch bin ich der Meinung, dass wir seit Jahrzehnten in die falsche Richtung laufen und nun wird es mal Zeit zu überlegen, ob einem Motorsound wichtiger ist, als eine mögliche Krebserkrankung der eigenen Kinder und Enkelkinder.
 
  • Beispiel - Tesla Model S amortisiert sich erst nach acht Jahren


Falsch!
Die Kiste amortisiert sich nie... nach 8 Jahren ist der Akku hinüber und Du hast vermutlich einen wirtschaftlichen Totalschaden
und nicht mal ein reines Umweltgewissen!

Mich würde mal interessieren, wie lange ich meinen alten Stinker fahren kann, wenn man mal die entstehenden Emmissionen bei der Produktion und dem Betrieb (Strom kommt eben nicht so sauber aus der Steckdose wie man meint) von diesen hässlichen Elektrokisten ehrlich gegenrechnet?
Ökobilanz heißt das, glaube ich!?
 
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Man darf natürlich dann - bei der Gesamtökobilanz - nicht vergessen, dass auch das Auto mit Verbrenner zunächst erst produziert werden muss und der Treibstoff aus Kuweit nicht direkt in die Zapfsäule fließt. Grundsätzlich ist ja sehr schwierig, wo man genau den Anfang setzen soll. Eine Studie sollte aber, wenn sie beim E-Auto bei der Herstellung des Akkus ansetzt, beim Verbrenner den Anfang nicht beim Betrieb setzen. Ich hoffe dies ist berücksichtigt. ;)

Gleichwohl ist natürlich richtig, dass ein E-Auto kein grünes Wunder ist. Ein weiteres Problem ist sicher auch, dass für die Herstellung von Akkus Rohstoffe in größeren Mengen benötigt werden, die teilweise unter sehr fragwürdigen Bedingungen (nicht nur ökologisch) gefördert werden.
 
Ohne Zwang läuft die Entwicklung viel zu langsam.

Ja, Zwang kann natürlich beschleunigen. Aber es gibt da in meinen Augen zwei große Probleme.

1. Zwang macht erst Sinn, wenn es eine Alternative gibt. Mobilität ist komplexer als ein Leuchtmittel. Man konnte die herkömlichen Birnen verbieten, weil man sicher sein konnte, das der Ersatz kein Problem ist.
Wie man u.a. hier lesen kann.. selbst die für 99% der Menschen niemals finanzierbaren E- Autos haben noch nicht mal eine wirklich gute Umweltbilanz. Also bevor es eine Alternative gibt sollte man sich mit dem Zwang zurück halten, nur das können manche Lobbys und vorallendingen Politiker sich ja leider häufig nicht so gut.

2. Zwang macht keinen Sinn, wenn er ungerecht ist. Das "Flugzeug ist das schmutzigste Verkehrsmittel"... war nur ein Beispiel. Die USA halten sich aus sämtlichen Bemühungen den Klimawandel zu verlangsamen zurück... In China werden xxx neue Atomkraftwerke gebaut... gerade das Klima ist etwas was nicht an den Ländergrenzen halt macht...
 
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Man darf natürlich dann - bei der Gesamtökobilanz - nicht vergessen, dass auch das Auto mit Verbrenner zunächst erst produziert werden muss und der Treibstoff aus Kuweit nicht direkt in die Zapfsäule fließt. Grundsätzlich ist ja sehr schwierig, wo man genau den Anfang setzen soll. Eine Studie sollte aber, wenn sie beim E-Auto bei der Herstellung des Akkus ansetzt, beim Verbrenner den Anfang nicht beim Betrieb setzen. Ich hoffe dies ist berücksichtigt. ;)

Gleichwohl ist natürlich richtig, dass ein E-Auto kein grünes Wunder ist. Ein weiteres Problem ist sicher auch, dass für die Herstellung von Akkus Rohstoffe in größeren Mengen benötigt werden, die teilweise unter sehr fragwürdigen Bedingungen (nicht nur ökologisch) gefördert werden.

100% richtig - auch beim Fahrzeug mit Verbrennungsmotor müsste die geamte Kette inkl. Benzinerzeugung/Rohölförderung anteilig berücksichtigt werden.
Aber alleine eine Tatsache fehlt in der Betrachtung noch und ist - zumindest für mich subjektiv - am wichtigsten: die Lebensdauer hinsichtlich der Nutzung eines Fahrzeugs. Da dürften moderne Elektrofahrzeuge und auch moderne Hybrid-Fahrzeuge echt das Nachsehen haben.

Denn ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor läuft in der Regel deutlich länger in der Nutzung (sofern es nicht wegen eines Unfalls verschrottet, oder wegen technischer Mängel aus dem Verkehr genommen wurde). Hier sind Nutzung & Lebensdauer vermutlich deutlich länger, als
bei Elektrofahrzeugen - zugegeben, hierzu gibt es kaum Daten, aber alleine die Tatsache, wie lange Akkus halten dürften und was hier ein Tausch kosten würde, lässt den Rückschluss zu, das E-Fahrzeuge eine kürzere Lebenserwartung haben dürften.

Aktuell liegt die Nutzungsdauer im Durchschnitt (in D) nach einer Erhebung des KBA bei 12 Jahren. Im Statistik-Portal liegt diese sogar bei durchschnittlich 18 Jahre (Stand 2014).

Es gibt zur Langzeitnutzung auch eine interessante Kostenanalyse aus der Schweiz - zugegeben, ohne Betrachtung ökologischer Fakten, aber trotzdem nicht uninteressant.
 
Zwang macht erst Sinn, wenn es eine Alternative gibt. Mobilität ist komplexer als ein Leuchtmittel.

Ist das so?
Habt Ihr euch nicht auch mal gefragt wie das sein kann, dass Tesla (gegründet 2003) in wenigen Jahren die gesamte Automobilindustrie überholen konnte? Das Modell S ist Ende 2009 vorgestellt worden und seit dem Verkaufsstart 2012 die Benchmark in Sachen E-Mobilität. Sind das wirklich solche Genies, oder war die Messlatte nur so niedrig?
Warum haben BMW, Audi, VW und Co immer noch keinen vergleichbaren Wagen auf die Beine gestellt?

Die Antwort: Tesla entwickelt zu 100% in diese Technologie.
Die konventionellen Hersteller machen das nur so neben her. Da gehen vielleicht 5% der Entwicklungsressourcen hin. Bei einem Zwang, müssten die auch mit 100% in diese Richtung entwickeln. Wer weiß, was dann in 10-20 Jahren auf dem Markt kommen würde.
Vielleicht würde man dann doch feststellen, dass die Brennstoffzelle doch eine machbare Option ist.
Die Autohersteller könnten 100% ihrer Entwicklungskraft in die Kostensenkung investieren, und die Tankstellenberteiber würde von sich aus das Netz in kürzester Zeit erweitern.
Ich bin mir sicher, dass das keine 10 Jahre dauern würde bis die Marktreife erreicht ist. Schließlich fangen die Hersteller, anders als bei Tesla, nicht bei null an.

Ich würde den übernächsten Z4 lieber als Brennstoffzellen-eAuto haben wollen, als wie mit einem 0,5L 3Zylinder quatturbo Hybrid mit V8 Soundgenerator.
 
(...)

Denn ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor läuft in der Regel deutlich länger in der Nutzung (sofern es nicht wegen eines Unfalls verschrottet, oder wegen technischer Mängel aus dem Verkehr genommen wurde). Hier sind Nutzung & Lebensdauer vermutlich deutlich länger, als bei Elektrofahrzeugen - zugegeben, hierzu gibt es kaum Daten, aber alleine die Tatsache, wie lange Akkus halten dürften und was hier ein Tausch kosten würde, lässt den Rückschluss zu, das E-Fahrzeuge eine kürzere Lebenserwartung haben dürften.

(...)

Da müsste man sicher noch abwarten, bis hier verwertbare Ergebnisse vorliegen. Beim Tesla Roadster, der ja beinahe 10 Jahre auf dem Markt ist, sollen die Akkus ja doch recht haltbar sein.

Einige interessante Beiträge - von Instituten, Lobbyisten und Herstellern findet man bei der Google-Suche nach "well to wheel vergleich". Tesla selbst zu dem Thema (u.a. unter Verweis auf die "emissionsfreie" Gigafactory):

http://tesla3.de/20160418_Tesla_Mod...eltfreundlich_sind_Elektroautos_wirklich.html

Gar nicht so unausgewogen, die Info-Werbeseite von Tesla ;)
 
Da müsste man sicher noch abwarten, bis hier verwertbare Ergebnisse vorliegen. Beim Tesla Roadster, der ja beinahe 10 Jahre auf dem Markt ist, sollen die Akkus ja doch recht haltbar sein.

Einige interessante Beiträge - von Instituten, Lobbyisten und Herstellern findet man bei der Google-Suche nach "well to wheel vergleich". Tesla selbst zu dem Thema (u.a. unter Verweis auf die "emissionsfreie" Gigafactory):

http://tesla3.de/20160418_Tesla_Mod...eltfreundlich_sind_Elektroautos_wirklich.html

Gar nicht so unausgewogen, die Info-Werbeseite von Tesla ;)

...da bin ich bei Dir - trotzdem wird ein Akkublock eines E-Fahrzeuges vermutlich längst nicht so lange durchhalten, wie z.B. ein Verbrennungsfahrzeug mit 250.000 km Laufleistung und 15 Jahre+ ;)

Was ich echt nicht verstehe, ist die Tatsache, dass z.B. BMW vor vielen Jahren im Großflächenversuch wasserstoffbetriebene Fahrzeuge erfolgreich im Langstreckenbetrieb gatestet hatte und sich trotzdem komplett aus diesem Thema zurückgezogen hat. O.k., hier war das Thema Betankung nicht ganz ungefährlich... Ebenso ist es absolut unverständlich (logisch, da will jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kochen), warum man sich beim Thema E-Fahrzeug nicht endlich auf einen einheitlichen Standard einigen kann/will - das würde es dem Kunden erheblich erleichtern, weil er den Kofferraum nicht voll mit unterschiedlichsten Adapter haben muss und der Ausbau der Ladeinfrastruktur wäre auch einfacher. Die Brennstoffzelle wäre sicherlich die Ideallösung, aber auch im Bereich der Akkutechnik stehen wir quasi erst am Anfang der Entwicklung. Trotzdem wird immer völlig ignoriert (oder verschwiegen), dass auch der Verbrennungsmotor längst noch nicht am Ende seiner Entwicklung hinsichtlich Schadstoffe angekommen ist - hier fehlte es halt bisher immer an konkreten Vorgaben, welche auch tatsächlich aus der Praxis stammen und noch mehr an der knallharten Kontrolle der Werte.

Beispiel: weil ja bis vor kurzem der CO2 Wert das alleinstehende Merkmal in D war, kamen diese unsäglich blöden Downsizing-Motoren auf. 1,0 Liter mit Aufladung, welche auf der NEFZ-Normrunde wunderbar den CO2 Wert unterbieten und somit den Flottenverbrauch des Hersteller drücken, in der Praxis aber die reinsten Deckschleudern mit einem doppelt so hohen Verbrauch sind. Willkommen im realen Leben.
Wenn ich seitens des Gesetzgebers (praxisnahe) Werte vorgebe, dann muss ich auch dem KBA die Möglichkeit der restriktiven Überwachung in die Hand geben. Ansonsten haben wir hier einen Wachhund ohne Gebiss, jeder lobt nur noch die Elektromobilität und alle Chancen in vernünftigen Schritten Entwicklung zu betreiben werden politisch vernichtet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die USA halten sich aus sämtlichen Bemühungen den Klimawandel zu verlangsamen zurück... In China werden xxx neue Atomkraftwerke gebaut... gerade das Klima ist etwas was nicht an den Ländergrenzen halt macht...


Woher weißt Du denn, dass der angeblich (!!) menschengemachte Klimawandel zu verlangsamen wäre?
Was macht Dich so sicher, dass Mister Trump nicht doch Recht hat und nur Merkel und die grünen Vollpfosten die Welt retten können?
 
... jeder lobt nur noch die Elektromobilität und alle Chancen in vernünftigen Schritten Entwicklung zu betreiben werden politisch vernichtet.

:12thumbsu


(Wenigstens beim eBike funktioniert die Elektromobilität so halbwegs, wie ich selbst in letzter Zeit feststellen konnte, aber der Rest... )
 
...da bin ich bei Dir - trotzdem wird ein Akkublock eines E-Fahrzeuges vermutlich längst nicht so lange durchhalten, wie z.B. ein Verbrennungsfahrzeug mit 250.000 km Laufleistung und 15 Jahre+ ;)

Deswegen war die Abwrackprämie der größte Schwachsinn wurde und als ökologisch verkauft in Wahrheit wurde nur die Deutsche Wirtschaft damit angekurbelt. Abgesehen davon wieviel Energie in der Produktion verblasen wird wurden die ganzen alten Kisten die wenig wiegen und wenig verbrauchen verschrottet, Opel Corsa A und solche Autos halt die nicht mehr viel Wert waren aber sparsamer sind als die Neuwagen heutzutage.
Traurig auch wie viele zukünftige Joungtimer und vielleicht auch Klassiker in der Schrottpresse gelandet sind[emoji107]
 
Beispiel: weil ja bis vor kurzem der CO2 Wert das alleinstehende Merkmal in D war, kamen diese unsäglich blöden Downsizing-Motoren auf. 1,0 Liter mit Aufladung, welche auf der NEFZ-Normrunde wunderbar den CO2 Wert unterbieten und somit den Flottenverbrauch des Hersteller drücken, in der Praxis aber die reinsten Deckschleudern mit einem doppelt so hohen Verbrauch sind. Willkommen im realen Leben.
Wenn ich seitens des Gesetzgebers (praxisnahe) Werte vorgebe, dann muss ich auch dem KBA die Möglichkeit der restriktiven Überwachung in die Hand geben. Ansonsten haben wir hier einen Wachhund ohne Gebiss, jeder lobt nur noch die Elektromobilität und alle Chancen in vernünftigen Schritten Entwicklung zu betreiben werden politisch vernichtet.

Die Lösung für sparsame und relativ saubere Autos wäre eigentlich relativ simpel!

Man müsste einfach ein Auto in Richtung Lotus Elise bauen mit ca. 700KG aber nicht mit dem Ziel Fahrspaß sondern effizient von A nach B zu kommen, so in etwa wie der smart nur das der für was er bietet nicht besonders sparsam ist!

In der Realität fährt der Durchschnittsdeutsche nunmal alleine oder selten zu zweit 20 -30 KM zur Arbeit und dann noch 5-10 KM zum einkaufen, da würde ein 700KG Auto ala Lotus Elise mit 30-40 PS und möglichst wenig Elektronik und Schnick Schnack ausreichen, früher waren die Leute im Käfer ohne Elektrische Fensterheber Elektrische Sitzverstellung auch glücklich, navigieren tut das Smartphone eh besser und zuhause an meiner Haustüre habe ich auch keine Zentralverrigelung per Knopfdruck.
Es würde dann auch eine Höchstgeschwindigkeit von 140 KMH reichen um Theoretisch von München nach Hamburg fahren zu können wofür daß Auto dann aber eigentlich nicht gebaut ist (ist beim smart ja genauso).
Wenn wir ehrlich sind fährt der Durchschnittsdeutsche im Alltag ne Durchschnittsgeschwindigkeit unter 50 KMH da bin ich mir eigentlich sicher.
Wenn dann noch ein Motor verbaut würde wo die realen Werte entschiedend sind und keine Pseudoprüfstandswerte von der Politik gefordert würden wäre dieses Auto sehr sehr sparsam und in Massenproduktion bestimmt auch günstig!

Aber leider ist sowas Utopie dazu ist die Lobby aus Wirtschaft und Politik viel zu groß!

Theoretisch könnte aber vieles so einfach sein.
 
Ach herrje, nicht an allem sind die bösen Lobbyisten schuld. :rolleyes: Wären solche Sparbrötchen-Autos verkaufbar, dann würden sie auch gebaut. Schwer wäre das nun wirklich nicht. Nur gibt es hierzulande halt keinen großen Markt für solche kleinen Kisten.
 
Das sagt der Camaro Fahrer [emoji23] [emoji106]

(Ich finde den Camaro geil)

Aber denkst du ehrlich das der Audi A2 damals zufällig so wunderschön wurde oder der 3Liter Lupo zufällig so günstig auf den Markt geworfen wurde?

So kann die Autoindustrie sagen wir haben es damals versucht aber beim Kunden kam es leider nicht an!

Der Staat hat seine 65 Cent Mineralölsteuer pro Liter plus 19% MwSt

Wenn wir jetzt alle anfangen würden Autos zu fahren die nur die Hälfte oder sogar nur ein Drittel verbrauchen ich denke schon das es da mächtige Leute geben wird die das nicht so toll finden würden.
 
Da ist mir zu viel Verschwörungs-Wahn drin. Der springende Punkt ist derjenige, dass hierzulande und in vielen anderen Staaten gerne große und komfortable Autos gefahren werden. Ein über Jahrzehnte hinweg etabliertes Kaufverhalten ändert sich nicht auf die Schnelle - auch nicht mit staatlichem Zwang, der in unserem Rechtsstaat ohnehin schnell seine Grenzen findet.

Dass auch der Staat an diesem Kaufverhalten mitverdient, ist allseits bekannt. Das heißt aber nicht, dass das Kaufverhalten derart gesteuert würde, wie du es andeuten möchtest.
 
Der Mensch umgibt sich gerne mit Luxus oder angenehmen Räumlichkeiten. Das Auto ist quasi das Wohnzimmer. Selbst in Kulturen, in denen für unsere Verhältnisse Schrottautos unterwegs sind, werden diese noch individuell und mit etwas Luxus aufgepimpt.
Da gibt es doch die Geschichte, dass man die Motordroschke nicht verkaufen konnte, weil die Menschen noch zu skeptisch ob der neuen Technologie waren. Die Lösung waren Sesselsitze und Vorhänge...

Ich denke man wird nicht davon wegkommen, Autos wirklich wieder abzuspecken. Eher wird versucht mehr zu optimieren, um es als Fortschritt erscheinen zu lassen. Vergleiche man doch nur den Ur-Golf mit dem aktuellen Dickschiff. Lässt man die rein sicherheitsrelevanten Verbesserungen stehen, würde das Ding auch mit 500cc Motor und 3l Verbrauch gut funktionieren. Aber wer will das schon.
 
Deswegen war die Abwrackprämie der größte Schwachsinn wurde und als ökologisch verkauft in Wahrheit wurde nur die Deutsche Wirtschaft damit angekurbelt. Abgesehen davon wieviel Energie in der Produktion verblasen wird wurden die ganzen alten Kisten die wenig wiegen und wenig verbrauchen verschrottet, Opel Corsa A und solche Autos halt die nicht mehr viel Wert waren aber sparsamer sind als die Neuwagen heutzutage.
Traurig auch wie viele zukünftige Joungtimer und vielleicht auch Klassiker in der Schrottpresse gelandet sind[emoji107]

..logisch war die Abwrackprämie einzig nur eine Unterstützungsmaßnahme für die Automobilhersteller unter einem hauchdünnen, ökologischen Tarnanstrich - aber er hat wenigstens als Faktor zum Ankurbeln richtig Wirkung gezeigt und die Leute sind damals reihenweise darauf hereingefallen. Kenne da mehrere Kfz-Meister, welchen die Tränen in den Augen standen, was zum Teil für tolle Fahrzeuge zwangsverschrottet wurden. Indirekt hat sich dies ja auch für die Endkunden nachträglich extrem "gerächt" - wer etliche Monate danach als junger Fahranfänger ein günstiges, kleines Auto zum Start ins mobile Leben suchte, konnte gleich mal mit dem Ofenrohr ins Gebirge blicken - es gab so gut wie keine Fahrzeuge mehr, exakt diese Klasse wurde sozusagen ausgerottet. ;)
 
Ich denke man wird nicht davon wegkommen, Autos wirklich wieder abzuspecken. Eher wird versucht mehr zu optimieren, um es als Fortschritt erscheinen zu lassen. Vergleiche man doch nur den Ur-Golf mit dem aktuellen Dickschiff. Lässt man die rein sicherheitsrelevanten Verbesserungen stehen, würde das Ding auch mit 500cc Motor und 3l Verbrauch gut funktionieren. Aber wer will das schon.
Hab ne weile gebraucht, aber habe es wieder gefunden: http://www.autobild.de/klassik/artikel/mercedes-190-cdi-968706.html
Hier wurde ein damals (2009) aktueller Motor eines C250 CDI in einen 20 Jahre alten 190er eingebaut. Während der 190D original 7,3 l Verbaucht, sind es mit dem CDI nur noch 4,9. Zum Vergleich der C250 ist fast 500 kg schwerer als der 190er-Umbau und braucht 5,1.
Durch technischen Fortschritt lässt sich sicher auch in Zukunft mehr sparen, als durch Gewichtsreduktion. Wo es sinnvoll ist, sollte man natürlich trotzdem das Auto leichter machen, nicht nur des Verbrauchs wegen.
 
Woher weißt Du denn, dass der angeblich (!!) menschengemachte Klimawandel zu verlangsamen wäre?
Was macht Dich so sicher, dass Mister Trump nicht doch Recht hat und nur Merkel und die grünen Vollpfosten die Welt retten können?


Ich weiß nicht viel... aber, das sich das Klima ändert, da bin ich ziemlich sicher. Ich zweifel nicht daran, dass es mal die Eiszeit gab und hier so ich sitze waren mal Eisberge. Das Klima hat sich schon vor dem Menschen geändert und der Klimawandel an sich ist etwas natürliches. Es ist schon paradox, das "die Grünen" den Klimawandel stoppen wollen, denn dieser ist ja etwas natürliches.
Generell ist dieses : Wir wollen das alles so bleibt wie es ist/war genau das was nicht natürlich ist. Die Grünen, oder Menschen denen die "Umwelt" wichtig ist müssten gerade für den Wandel sein.

Ich dachte auch, dass ich nicht so verstanden werde. Nur man muss auch realistisch sein, dass der Mensch in den letzten 1-200 Jahren (was ja ein wirklich kurzer Zeitraum ist, wenn man über Klimaentwicklung usw. spricht) sicher etwas eingegriffen hat und einen natürlichen Prozess verändert hat kann man auch nicht abstreiten. Ich bin kein studierter Geologe o.ä. aber wenn ich mal ein paar Bilder von den Metropolen sehe, die von einer einzigen grauen Abgaswolke umhüllt sind, wenn ich in meiner Kleinstadt 2 große Kohlekraftwerke sehe, wenn ich beim Segeln auf der Nordsee die riesigen schwarzen Wolken der Containerschiffe sehe, die Abwasser die in die Meere geleitet werden... Vom ganzen Atommüll der z.B. ungeschützt auf dem Meeresgrund vor sich hin gammelt...
Dann weiß ich das es kein absoluter Quatsch ist, wenn sich Staaten darum bemühen gemeinsam die Umwelt zu schützen und möglichst wenig kaputt zu machen. Die Engländer haben vor Jahrzehnten in der Nordsee Atommüll versenkt, wenn ich hier an der Nordseeküste einen Fisch fange, ist der ggf. radioaktiv messbar belastet. Und auch die Industrie der USA hat Auswirkungen die andere betreffen.
 
Hab ne weile gebraucht, aber habe es wieder gefunden: http://www.autobild.de/klassik/artikel/mercedes-190-cdi-968706.html
Hier wurde ein damals (2009) aktueller Motor eines C250 CDI in einen 20 Jahre alten 190er eingebaut. Während der 190D original 7,3 l Verbaucht, sind es mit dem CDI nur noch 4,9. Zum Vergleich der C250 ist fast 500 kg schwerer als der 190er-Umbau und braucht 5,1.
Durch technischen Fortschritt lässt sich sicher auch in Zukunft mehr sparen, als durch Gewichtsreduktion. Wo es sinnvoll ist, sollte man natürlich trotzdem das Auto leichter machen, nicht nur des Verbrauchs wegen.
Das ist ein Beispiel, es gibt aber auch Andere:
Ein Golf 3 TDI mit 90 PS hat laut Spritmonitor einen realistischen Verbrauch von 5,48 L. gehabt. Ein in etwa gleich schwerer aktueller Polo TDI mit 90 PS verbraucht real 4,97 L.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und zum Thema Klimawandel:
Ich bin kein Forscher und ich habe auch nicht jede Studie dazu gelesen. Daher kann ich nicht direkt beurteilen, was falsch und was richtig ist.
Wenn aber die überwältigende Mehrheit der Forscher behauptet, dass der Klimawandel nichts mit dem langsamen, natürlichen Klimawandel zu tun hat. Wenn die ebenfalls überwältigende Mehrheit der Staatschefs ebenfalls zum Schluss gekommen sind, das wir etwas tun müssen, dann brauche ich nicht mehr mit Aluhutträger und AfD-Anhängern darüber debattieren, die nur ihr "Gefühl" in die Waagschale legen.
 
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