Passt die Energiewende mit der Elektromobilität zusammen?

Passt die Energiewende mit der Elektromobilität zusammen?

  • Wir schaffen das

    Stimmen: 11 17,7%
  • Ich glaube nicht

    Stimmen: 15 24,2%
  • Ganz sicher nicht

    Stimmen: 30 48,4%
  • Mir fehlen die Zahlen

    Stimmen: 6 9,7%

  • Umfrageteilnehmer
    62
Noch eine kurze Geschichte aus der Realität der deutschen "Energiewende":
Wie ihr sicherlich wißt kann der Strompreis an der Leipziger Strombörse ins negative rutschen. Zuletzt passiert über die Weihnachtsfeiertage. Ordentlich Sonne und ein frischer Wind bei gleichzeitig geschlossenen Fabriken erzeugt einen Energieüberschuss den man nur noch los wird wenn Geld ober drauf gelegt wird. Das ist kein Witz.
Der Betreiber eines stillgelegten KKW´s hat sich Gedanken gemacht und jetzt werden bei einem negativen Strompreis die großen Ventilatoren der nicht mehr benötigten Kühltürme angeworfen um Strom zu verbrauchen. Dafür gibt es dann Geld.
Mal ehrlich, ist das nicht ein Irrsinn? :(
Für absurde Ökostrom-Vernichtung zahlt der Verbraucher

Was du hier und im nachfolgenden post schreibst, ist grob vereinfacht, zumindest nach der Quelle, die ich gefunden habe.
https://www.agora-energiewende.de/f...Strompreise/Agora_NegativeStrompreise_Web.pdf

Es ist natürlich richtig, dass die EEG-Umlage durch den negativen Preis belastet wird, und dass wir alle dafür bezahlen. Es ist aber nicht richtig, dass konventionelle Kraftwerke laufen müssen und deshalb der Überschuss entsteht.
 
Danke @PR4000 für den link.... ich habe den Eindruck da läuft irgendwas schief, so als würde der richtige Masterplan fehlen, damit ein Ausstieg in absehbarer Zeit gelingen kann, so als würden Großkonzerne + Politik um Geld und Macht ringen um jeweils ihr Recht bzw. Vorteil zu wahren anstatt wirklich zusammenzuarbeiten um das Ziel zu erreichen. (Beispiele: die Gaskraftwerke, die man als flexible Reserve braucht, lassen sich nicht wirtschaftl. betreiben anstelle werden neue KohleKW gebaut, die Streiterei um die Trassen, die Baugenehmigungen für Windräder auf Acker der Kommunalpolitiker.....). Da geht es um richtig viel Geld, jeder versucht mit allen Mitteln, seinen Anteil vom Kuchen zu sichern bzw. sein Klientel nicht zu vergraulen. Für Reibungsverluste müssen dann die Steuerzahler herhalten und eine an sich richtige Idee (Abschaltung KKWs, weiterer Ausbau sauberer Energieerzeugung und intelligentes Management) treibt seltsame Blüten :rolleyes:

Zumindest mein Interesse wurde hier geweckt, genauer hinzuhören, auch wenn das Thema einige Komplexität hat - und da meine ich jetzt nur die Energiewende alleine, das mit Elektromobilität zu verbinden, setzt noch eins drauf.

In diesem Zusammenhang hatte ich jetzt schon 2 mal nachgefragt, wie es zu folgender starken Aussage kommt, die ich gerne mit Argumenten gestützt hätte (ich meine die Funktion und nicht irgendwelche Verkaufsmethoden):
Aber ich bin der festen Überzeugung Ökostromverkäufer sind freilaufende Bauernfänger aus Bodenhaltung. ;)
Zur Erinnerung: mein EVU sagt mir 90% Wasserkraft und 10% erneuerbare Energie mir regionalem Bezug/Förderung zu.
Was spricht dagegen das dies stimmt, außer es verkauft viel mehr dieser sauber erzeugten Energie als er selbst erzeugt/einkauft. (gibts da Hinweise, hier scheinen Insider im Thema zu sein?)
Wenn das EVU für seine Kunden in der Höhe deren Verbauchs solche Energie wo auch immer kauft und einspeisen lässt dann passt das doch, warum hörte ich dann 2 mal das wäre nicht möglich? ..... nein ich will weder Wasser aus der Reuss, noch Elektronen blau oder rot anmalen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Die großen Kraftwerke müssen laufen um die Frequenz konstant zu halten.
Das verstehe ich nur in sofern, das natürlich Frequenz und Phase übereinstimmen müssen, soweit habe ich in der Schule aufgepasst.
Aber wer wie den Takt vorgibt, und warum das bestimmte Kraftwerke sein müssen frage ich mich.
 
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Du brauchst rotierende Massen mit Trägheit und die Dampfreserven zum nachsteuern. Zumindest im derzeitigen System stellen das die Dampfturbinen. Man kann sich auch vorstellen dass das Windräder und Frequenzumrichter stellen können aber das bedeutet auch wieder Investitionen.

Man kann alles machen aber was kostet das? Ist das allen klar? Was kommt da noch auf uns zu? Es ist jedenfalls nicht damit getan einzelne EE ungesteuert zu subventionieren. Richtig, so nen richtigen Masterplan hat keiner. Da wird drauf losgebastelt und viel Geld verschwendet.
 
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Hallo,
danke für deinen Beitrag, auch wenn ich nicht der TE bin! :) :-)
Erster Punkt, der Wirkungsgrad eines Benzin-gefütterten Motors ist nicht sehr hoch, und der eines Diesels nicht viel besser. Im Gegensatz dazu steht ein E-Motor recht gut da.
Zweiter Punkt: ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug ist weit weniger komplex als die heutigen Benzin- oder Diesel-betriebenen. Es braucht weniger Arbeitsstunden, und auch weniger Material. Ob es ökologisch besser ist, kann ich nicht beantworten.
Eine weitere Frage ist natürlich: wo kommt der Strom für das elektrisch angetriebene Fahrzeug her?
Natürlich möchte ich, wenn ich morgens ins E-Auto steige, genügend Reichweite für den Tag. Und ich weiß morgens nicht, wie weit ich fahre. Da das Auftanken heute (noch?) nicht so leicht und schnell geht wie beim Fahrzeug mit Diesel oder Benzin, will ich möglichst viel Reichweite haben, logisch.
Also, zur alltagstauglichen Batterie-Technik, die alles so gut kann oder zur Verfügung stellt wie ein Diesel- oder Benzin-betriebenes Fahrzeug, habe ich heute keine Antowrt.
Hi!
Ich habe mich da nicht so ausgedrückt, wie ich es gemeint habe. Ich wollte die Frage in den Raum stellen, wie lange ich ein e-Auto betreiben muss, bis das ausgestoßene CO2 für dessen Produktion weniger ist, als der Z jetzt ausstößt. Quasi ohne die Produktion des Z, denn der ist ja eh schon da. Ist im Prinzip das gleiche wie die Rechnung ab wann sich ein e-Auto finanziell lohnt. Das würde nämlich ewig dauern. Wenn man ca 30000 für ein Elektroauto ausgibt, dann könnte ich mir sogar noch einen zweiten Z für den Winter kaufen und trotzdem noch länger von dem Rest tanken als die Halbwertzeit des Akkus wäre. Und somit dann nochmal ein Drittel des Kaufpreises anfallen würde. Jedenfalls etwas überspitzt und grob über den Daumen dürfte es so hinkommen.
 
so als würde der richtige Masterplan fehlen
Genauso sehe ich das auch. Der Weg zur regenerativen Energie ist ja richtig, nur die Spielregeln dafür sind mehr als fragwürdig (EEG).
Zumindest mein Interesse wurde hier geweckt, genauer hinzuhören, auch wenn das Thema einige Komplexität hat
Genau das war mein eigentliches Ansinnen. ;)
Was kommt da noch auf uns zu?
Das ist eine ganz entscheidende Frage!
Das Institut für Wettbewerbsökonomik an der Uni Düsseldorf hat die Gesamtkosten der Energiewende bis 2025 berechnet.
Auch wenn ich (Gewerkschaftler) in vielen Dingen nicht der Ansicht von Prof. Sinn bin, diesen ganz wichtigen Vortrag von ihm kann ich nachvollziehen:
Energiewende ins Nichts
Emotionslos, so wie es seine Art ist, trägt er in dem Vortrag gnadenlos Fakten zusammen. Mittlerweile hat man das EEG ja schon ein bisschen geändert, aber zu wenig, meiner Meinung nach.
Der Ausbau der Windenergie stößt mittlerweile an die Grenzen der Aktzeptanz bei vielen Bürgern. Klimaschutz und Naturschutz stehen sich oft im Widerspruch gegenüber. :(
 
Nachdem das Thema hier nun doch "eingeschlafen" ist will ich es auch nicht künstlich am Leben halten.
Für mich ist das Abstimmungsergebnis eine Bestätigung meiner eigenen Einschätzung.
energiewende.JPG
Den 5 Forumsmitgliedern, welchen die Zahlen fehlen, kann ich folgende Buchliste empfehlen:
http://monstertrassen.de/literatur.htm
Mal sehen wohin die Reise "Energiewende" geht und wie teuer das Ganze am Schluß wird. :(
Ich bedanke mich bei Allen die hier so sachlich mit diskutiert haben. :t
 
Sehr beeindruckendes Ergebnis der Abstimmung - immerhin von 32 aus 82,7 Mio Bevölkerung - in Prozent leider auf dem Bildschirm kaum noch darstellbar - zu viele 0 nach dem Komma ;)

Da finde ich den Cartoon von @F1Schumi schon viel treffender :)
 
Schade, hatte den Thread im März gar nicht mitbekommen. Ich sehe das ganz ähnlich wie @PR4000 insbesondere das Problem mit der Dunkelflaute hat mich seinerzeit auch beschäftigt, als ich davon gelesen hatte. Es soll ja soweit gewesen sein, dass wir quasi ein Kraftwerk vom Blackout entfernt waren, sprich ALLE Reservekraftwerke waren in Betrieb ohne Netz und doppelten Boden. Und was hier bei einem längerfristigen (mehrtägigen) Blackout hier abgeht mag ich mir noch nicht vorstellen wollen. Ebenfalls interessant die Erwägungen zur Kernkraft. Mir hat nach dem Vorfall in Fukushima nicht eingeleuchtet, warum sich damit die Risikobewertung für unsere KKW so dermaßen geändert haben soll, dass diese 180Grad-Wende nötig war, nachdem man kurz zuvor noch die Laufzeit verlängert hatte. Und das alles vor dem Hintergrund dass unsere Kanzlerdarstellerin ja eigentlich einen wissenschaftlichen Hintergrund hat und man eine gewisse Rationalität erwarten würde. Aber nun ja... Es ist einfach ein Witz, dass wir die höchsten Strompreise aller Zeiten haben und zeitweise Anderen massiv Geld zahlen müssen, damit sie unseren Überschussstrom überhaupt abnehmen. Aber ich bin ehrlich gesagt resigniert, vernünftiges, vor allem die Realitäten in Betracht ziehendes, Denken, scheint sich bei diesem Thema - wie bei so vielen - zumindest bei den Entscheidern verabschiedet zu haben. Ich würde vermuten (hoffen), dass das mit fehlenden Informationen zusammenhängt und nicht damit, dass man vorhandene Informationen ignoriert...
 
Ein Teil unserer Strompreiserhöhung ist auch den Mikrorissen in den französischen KKW's zuzurechnen. Die sind also auch nicht dauerhaft sicher. Mal schauen, ob es da Sicherheitsabschaltungen geben wird. Das ist im Börsenpreis schon teilweise eingerechnet.
Der Börsenpreis ist also auch ein gutes Stück Spekulation und stellt nicht den wirklichen Preis dar, genau wie beim Öl.
 
Die letzten Preiserhöhungen an der EEX sind erfolgt, nachdem aus Frankreich die Information kam, dass in beinahe allen Reaktorhüllen Mikrorisse entdeckt wurden.
Und das ist eigentlich schon ein akutes Problem.
 
Die letzten Preiserhöhungen an der EEX sind erfolgt, nachdem aus Frankreich die Information kam, dass in beinahe allen Reaktorhüllen Mikrorisse entdeckt wurden.
Und das ist eigentlich schon ein akutes Problem.

.... wenn die Preise an der Strombörse steigen, dann sinken die Subventionen für die Ökostromerzeuger, da die Differenz zwischen dem staatlich garantierten Preis für Ökostromerzeuger und dem tatsächlichen Strompreis geringer wird. Somit sollte sich das zumidest ausgleichen.

Wobei ich nicht daran glaube, dass staatlich beinflußte Preise sich in irgendeiner Weise nach unten bewegen werden. Immerhin stehen noch die Mehrkosten von vielen Milliarden für die Überland-Erdkabel, notwendigen Stromspeicher ....... an, welche ja noch zusätzlich über den Strompreis gedeckt werden müssen.
 
.... wenn die Preise an der Strombörse steigen, dann sinken die Subventionen für die Ökostromerzeuger, da die Differenz zwischen dem staatlich garantierten Preis für Ökostromerzeuger und dem tatsächlichen Strompreis geringer wird. Somit sollte sich das zumidest ausgleichen.

Wobei ich nicht daran glaube, dass staatlich beinflußte Preise sich in irgendeiner Weise nach unten bewegen werden. Immerhin stehen noch die Mehrkosten von vielen Milliarden für die Überland-Erdkabel, notwendigen Stromspeicher ....... an, welche ja noch zusätzlich über den Strompreis gedeckt werden müssen.

Also es gibt schon Beispiele für sinkende staatlich beeinflußte Preise, hier z.B. das Thema Netzentgelte bzw. vermiedene Netzentgelte durch dezentrale Einspeisung. Hier hat man sich jüngst mit dem NEMoG auf neue Regelungen verständigt, die die Bemessungsgrundlage halbiert haben, damit die Netzentgelte entspannt werden. Ob das am Ende wie beim Verbraucher ankommt...vielleicht ein wenig. Dafür muss es dann wieder mehr Netzinvestitionen geben um Kapazitäten zu erhöhen...das wird natürlich auch wieder umgelegt.
 
Strom aus - Wie sicher sind unsere Netze?
Ich denke das passt zum Thema des Threads. Dazu gab es eine sehr gute Dokumentation auf 3 SAT:
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=69273
Was einem schnell auffällt beim Anhören des Beitrages sind die österreichischen Dialekte.
Wie ich schon während der Finanzkrise beobachten konnte gehen die Medien in Österreich viel kritischer mit solchen Themen um.
Die breite Masse wird dieses Thema eh erst interessieren wenn wir den ersten längeren Blackout hinter uns haben. :(
 
Strom aus - Wie sicher sind unsere Netze?
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Die breite Masse wird dieses Thema eh erst interessieren wenn wir den ersten längeren Blackout hinter uns haben. :(

..... mein Notstromaggregat ist inzwischen betriebsbereit um dann mit analoger Vergasertechnik und erhöhtem CO2-Ausstoss den Blackout zu überbrücken.
Ich könnte so locker etwa 1 Woche durchhalten :D
 
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