Allerdings ist es nach wie vor eine laufende Diskussion, inwieweit die Grenzwerte „... realistisch ...“ sind oder nicht. Kein Maßstab für Realismus bei der Festlegung von Grenzwerten kann jedenfalls der eigene Wunsch sein, mit der Mensch- und Umweltbelastung ungestört weiter zu machen.
Mit Sicherheit nicht. Ich als Nichtexperte auf dem Gebiet gehe da von einfachen Fakten aus.
1. Der NEFZ Test wurde auf realistische Tests abgeändert, die dazu passenden Abgaswerte wurden nicht angepasst. Demnach eine Verschärfung. Das wurde im Alleingang in Deutschland gemacht, die Abgasnormen legt die EU fest. Dumm gelaufen.
2. Die Schadstoffwerte gelten für ganz Europa. Aber nur in Deutschland gibt es Fahrverbote weil bis auf geringe Ausnahmen nur in Deutschland schlechte Werte gemessen werden. Zufall? Nein, in Deutschland misst man an Stellen wo man eben maximale Konzentrationen findet. Andere Länder machen das anders. Sicher nicht besser für die Umwelt aber in D zahlt wieder mal der Endkunde.
Um das kritisch zu beobachten und festzustellen, dass da etwas nicht passt, muss ich kein Experte auf dem Gebiet der Luftverschmutzung sein.
Und wenn deutsche Politiker die Vorreiter in diesem Punkt spielen wollen, wenn denn die Luft in Deutschland am saubersten sein soll, koste es was es wolle, ok, dann sollen sie es dem Wähler genau so sagen. Mit allen Kosten und Konsequenzen. ... Sie sollen sagen, tut uns leid lieber Wähler, dass du gerade mit deinem 2-Jahres Diesel 20k in den Sand setzt. Das ist dein Beitrag für die saubere Umwelt.
Aber dieses jahrelange rumeiern mit den Herstellern, die Gesetze werden nicht nachgezogen, die Messstellen werden nicht angepasst, jetzt wird eine Dieselprämie als Erfolg verkauft die lächerlich ist. Besser kann man Unfähigkeit nicht darstellen.
Ich habe da so meine eigenen Vorstellungen wie wir die Innenstädte sauber bekommen. Aber das lässt sich bei uns wohl leider nicht durchsetzen. Die Abgaswerte jedenfalls wären dann zweitrangig.