Veränderung der Arbeitswelt/-Bedingungen

Das Thema Kaufhof Galleria ist schon lange ein leidiges. Dieses tote Pferd wurde bis zum Erbrechen geritten. Millionen Euro Steuergeld sind geflossen.
Und wenn ich höre, die Innenstädte sterben aus, wenn Kaufhof wegfällt. Die sind doch nicht gut besucht. Also fehlen die auch nicht.
Neue Konzepte für diese Bunker müssen her. Vielleicht mit kleinen Geschäften die sich spezialisiert haben.
Für die Mitarbeiter natürlich traurig. Hätte man jedoch vor Jahren das zum Fenster rausgeschmissene Steuergeld sinnvoll in die Mitarbeiter für Umschulungen und Weiterbildung investiert, wäre es besser gelaufen.

Ich sehe den Wahrenverkauf in Innenstädten (Großstädte mal ausgenommen) ebenfalls als praktisch tot an, für mich auch besiegelt und ein toter Gaul den man zu lange ritt.
Aber auch kleine Geschäfte die sich spezialisieren brauchen erstrecht eine große Reichweite und sehr gute Erreichbarkeit um überhaupt gegen die Virtuelle Konkurrenz bestehen zu können, die sind immer mehr außerhalb bzw. in Industriegebieten zu finden. Da kommst du um einen eigenen Internetauftritt und Versandhandel sowieso kaum noch rum (außer du lässt es bewusst mit den Bestandskunden zusammen auslaufen)

Was in Innenstädten mehr geht, sind Dienstleistungen insbesondere "am Mensch", Freizeitaktivitäten und Restaurants und Kaffees. So abstrus es ist durch den überproportionalen Versandhandel und die "bevor ich 10km in die stadt fahr bestelle ich das schnell"-Mentalität hat die Innenstadt auch die Chance wieder mehr zum Lebensraum für den Menschen zu werden.

Hier in der beschaulichen "großen Kreisstadt Coburg" brauchst du kaum mehr einkaufen gehen, aus 3 größeren Warenhäuser werden null, wenn der Kaufhof weg ist ist sowieso endgültig Schicht, den Wandel hälst du eh nicht auf, ich war das letzte mal irgendwann 2019 ernsthaft Shoppen, war immer schön damals aber gewöhnte man sich einfach ab... Bin gespannt was aus unserem Kaufhof wird. Lasertec Arena, Indoor Kartbahn, Indoorspielplatz, angegliederte Fressmeile, div. Feierlications für Jung und Alt, irgendwelche Kulturellen oder Sozialen Einrichtungen und dazu ein gut geordneter 24/7 Supermarkt usw. ich wäre für sowas...Und ich dann sicher mal wieder öfter in der Innenstadt. Den nächsten 50ct laden der die Bausubstanz bis zum letzten runter ranzt brauch ich nicht...

Zum Thema, was hier in Bayern einem erfolgreichen Handel mit Grundversorgungsgütern in Innenstädten zusätzlich entgegen steht sind die gesetzlichen Ladenöffnungszeiten, für den Arbeitnehmer sind die natürlich angenehm, aber m. E. nicht mehr zeitgemäß.

Ihr seht ja was passiert wenn man in Paris die Müllabfuhr nur vier Tage arbeiten lässt. :D


Zum Thema Homeoffice. Manche kommen auf die coole Idee von Malle aus zu arbeiten obwohl ihr vertraglicher Arbeitsplatz in D liegt. Viele Vorgestzte haben damit auch kein Problem (weil unwissend), doch wenn der Mitarbeiter auf Malle medizinische Versorgung braucht und es um versicherungstechnische Dinge geht, sind alle schlauer...und ärmer.

Die Begründung könnte dann schnell lauten: Auf Malle zu sein hat keinen dienstlichen Hintergrund, selbst wenn an virtuellen meetings teilgenommen wurde. Nur mal so...
Dazu kommt, wer mehr als 183 Tage vom Ausland aus arbeitet, der wird dort Steuerpflichtig.
 
Für Grenzgänger gilt sogar eine 45 Tage-Regelung. Für die meisten hier im Forum sicherlich irrelevant, das Theorie.
Hier vor Ort betrifft das aber viele Arbeitnehmer…
 
Von anderen Ländern aus zu arbeiten ist nach Abstimmung mit dem Arbeitgeber gar kein Problem.
Es gibt nur zwei Dinge zu beachten: Dauer des Aufenthalts und die steuerliche Perspektive.
Geht bei uns in der Firma seit ein paar Monaten.
Und die Liste der „zugelassenen“ Länder wird immer länger.

Das geht natürlich nicht bei z.B. Produktion o.ä.
 
Von anderen Ländern aus zu arbeiten ist nach Abstimmung mit dem Arbeitgeber gar kein Problem.
Es gibt nur zwei Dinge zu beachten: Dauer des Aufenthalts und die steuerliche Perspektive.
Geht bei uns in der Firma seit ein paar Monaten.
Und die Liste der „zugelassenen“ Länder wird immer länger.

Das geht natürlich nicht bei z.B. Produktion o.ä.
Ich sehe auch das Problem nicht. Solange der Mitarbeiter seinen Job gut macht und es die Tätigkeit zulässt, ist mir egal von wo aus er arbeitet.
 
Das es für das alles Regelungen gibt ist ja nicht nur ein Interesse des Arbeitgebers sondern in div Bereichen auch der Gesellschaft und Politik (und das über eigentlich alle Länder hinweg, D ist da noch eher unkompliziert) . Natürlich liegt es da im Interesse Kaufkraft, Steuern/Sozialabgaben und Wirtschaftsleistung räumlich möglichst beisammen zu halten. Die EU macht hier aber vieles eher Möglich, was sonst sicher nicht möglich wäre.
 
Ich sehe auch das Problem nicht. Solange der Mitarbeiter seinen Job gut macht und es die Tätigkeit zulässt, ist mir egal von wo aus er arbeitet.
Dieses Mantra höre ich bei uns auch. Das geht auch solange man in einem funktionierenden Team bzw. Kundenkreis agiert. Sobald neue Gesichter dazu kommen, braucht es reale Begegnungen.
 
Dieses Mantra höre ich bei uns auch. Das geht auch solange man in einem funktionierenden Team bzw. Kundenkreis agiert. Sobald neue Gesichter dazu kommen, braucht es reale Begegnungen.
Das sehe ich nicht so. Einarbeitung über das mobile Arbeiten mit Webcam und Co funktioniert bei uns super. 1x die Woche treffen wir uns jedoch im Büro.

Versuche aber mal IT Stellen zu besetzen ohne 100% Homeoffice, keine Chance jemanden zu finden.
 
Das sehe ich nicht so. Einarbeitung über das mobile Arbeiten mit Webcam und Co funktioniert bei uns super. 1x die Woche treffen wir uns jedoch im Büro.

Da kommen die realen Begegnungen ohnehin zustande?

Der 100% HomeOffice Kram ist ganz nett, funktioniert in gewissen Bereichen auch sehr gut, Meetings ersetzen jedoch keine Vor-Ort Tätigkeit mit Klatsch am Kaffeeautomaten.
 
Was in Innenstädten mehr geht, sind Dienstleistungen insbesondere "am Mensch", Freizeitaktivitäten und Restaurants und Kaffees. So abstrus es ist durch den überproportionalen Versandhandel und die "bevor ich 10km in die stadt fahr bestelle ich das schnell"-Mentalität hat die Innenstadt auch die Chance wieder mehr zum Lebensraum für den Menschen zu werden.

Aber Mal ehrlich.... Das war doch abzusehen....?
Natürlich ist es für die Menschen die in der Stadt leben erstrebenswert das die Stadt mit möglichst wenig Verkehr zum angenehmen Lebensraum wird....
Am besten nur die tatsächlichen Einwohner die sich auf Kurzstrecke nur mit dem Fahrrad oder den Öfis bewegen.

Nur - diese abgezählte Anzahl an Bewohnern hat halt nicht die Kaufkraft wie die ganzen Leute aus dem Umland die früher noch zum Shopping in die Stadt mussten.
Als man vor 10-20 Jahren massiv anfing den Verkehr in die Stadt zu beschränken und immer unattraktiver zu gestalten (und ich sage ausdrücklich nicht das ich das falsch fand) - aber für mich als Landei war irgendwann klar, das ich eben nicht mehr IN die Stadt fahre - sondern meine Besorgungen im Umland erledige wo jeder größere Laden einen Parkplatz vor der Haustür hat und ich ohne Stau und Stress direkt vor der Tür parken kann.... Meinen Wocheneinkauf oder Weihnachtsshopping will ich halt einfach nicht mit X Tüten in der überfüllten Tram und anschließend Umsteigen in Buslinie - eine knappe Stunde nach Hause schleppen... Sorry. 🤷
Und dann kam irgendwann noch das Onlineshopping dazu..... Und natürlich die Bequemlichkeit..... Muss ich knapp 20 km einfache Strecke fahren um dann festzustellen das ich in 3 Läden das nicht bekomme was ich suche während es im Netz keine 2 Minuten dauert und am nächsten Tag bringt der Postbote genau das gewünschte Teil an die Haustür....😉

Das ist alles für die Mitarbeiter von Galeria mega dramatisch - da bin ich froh dass mein Vater das nicht mehr miterleben muss der über 45 Jahre dort beschäftigt war.... Aber auch er hatte in den letzten Jahren vor seinem Tod keine Idee mehr wie man das noch verhindern will.... Unternehmenskonzepte gehen entweder mit der Zeit - oder müssen mit der Zeit gehen..... Gibt es unzählige Beispiele wo das nicht funktioniert hat....
 
War ja klar, weil du ja weißt was wir genau tun und wie das abläuft ;)
Nein, das weiß ich nicht.
Aber nachdem wir, wie in dem urspünglichen thread erwähnt, ca. 1 Jahr an Vorbereitung in eine professionelle Umstellung auf 4-Tage Woche investiert haben, Prozesse angepasst, Strukturen überarbeitet und Modelle durchgespielt haben, wundert es mich keine Sekunde, dass ein "wir machen das mal spaßeshalber" wenig Erfolgsaussichten hat.

Wie chaotisch und wenig durchdacht das bei euch abgelaufen ist, hast du ja ausreichend ausgeführt. ;)

LG
Didi
 
Nein, das weiß ich nicht.
Aber nachdem wir, wie in dem urspünglichen thread erwähnt, ca. 1 Jahr an Vorbereitung in eine professionelle Umstellung auf 4-Tage Woche investiert haben, Prozesse angepasst, Strukturen überarbeitet und Modelle durchgespielt haben, wundert es mich keine Sekunde, dass ein "wir machen das mal spaßeshalber" wenig Erfolgsaussichten hat.

Wie chaotisch und wenig durchdacht das bei euch abgelaufen ist, hast du ja ausreichend ausgeführt. ;)

LG
Didi

Brauchst auch nicht, scheitert schon daran das wir nicht ausreichend Formen haben :P und damit einen Tag verlieren xD recht einfach :D
Nur nicht jeder hat bock stundenlange Romane zu schreiben obs geht oder nicht ;) hab besseres zutun.
Übrigens sind auch die Kapazitäten eines Autoklaven limitiert, also wenn du Nachts um 1-2 Uhr kommen magst um fertige Teile raus zu holen und ihn neu zu beschicken, viel spaß.
Übrigens.. kleiner Betrieb unter 10 MA ;)
 
Paywall Artikel...
Ohnehin ist ein klassisches 10 Experten - 10 Meinungen Thema. Außerdem total abhängig von den Lebensumständen und nicht zu pauschalieren, nichtmal näherungsweise. Mir wumpe was die Experten sagen bei welchem Betrag ich offiziell am meisten glücklich und danach wieder weniger sein darf.

Mit Geld umgehen, es so einsetzen das man damit ein glückliches Leben führen kann das ist die Kunst des Lebens.
Und ganz ehrlich das halbe Leben besteht aus Arbeit ich mache lieber eine Arbeit die mich voll erfüllt, statt eine sehr hochbezahlte die mir das letzte bißchen Lebensenergie weg saugt und bei der ich mich jeden Tag quälen muss nur um meinen hohen Standard zu halten. Wer beides vereint und sich dann nicht maßlos auf den Besitzvergleich (das Bessere ist des Guten Feind...)einlässt der hats geschafft

Dabei schon klar das man diese Aussage nicht auf Schichten runterbrechen kann, die eh weit entfernt von den genannten Summen ist.
 
Paywall Artikel...
Ohnehin ist ein klassisches 10 Experten - 10 Meinungen Thema. Außerdem total abhängig von den Lebensumständen und nicht zu pauschalieren, nichtmal näherungsweise. Mir wumpe was die Experten sagen bei welchem Betrag ich offiziell am meisten glücklich und danach wieder weniger sein darf.

Mit Geld umgehen, es so einsetzen das man damit ein glückliches Leben führen kann das ist die Kunst des Lebens.
Und ganz ehrlich das halbe Leben besteht aus Arbeit ich mache lieber eine Arbeit die mich voll erfüllt, statt eine sehr hochbezahlte die mir das letzte bißchen Lebensenergie weg saugt und bei der ich mich jeden Tag quälen muss nur um meinen hohen Standard zu halten. Wer beides vereint und sich dann nicht maßlos auf den Besitzvergleich (das Bessere ist des Guten Feind...)einlässt der hats geschafft

Dabei schon klar das man diese Aussage nicht auf Schichten runterbrechen kann, die eh weit entfernt von den genannten Summen ist.

Hätte ich nicht besser schreiben können, insb. dieser Satz trifft den Nagel auf den Kopf:

Mit Geld umgehen, es so einsetzen das man damit ein glückliches Leben führen kann das ist die Kunst des Lebens.

Mir ist mittlerweile ein stressfreier Job und jede Minute Freizeit wichtiger als ein höheres Einkommen, die Kohle ist so oder so immer fott ....
 
Mir ist mittlerweile ein stressfreier Job und jede Minute Freizeit wichtiger als ein höheres Einkommen, die Kohle ist so oder so immer fott ....
Das kannst du aber auch nur sagen, wenn du trotzdem noch ein gutes Einkommen hast. Bei 30k Brutto im Jahr würdest du das bestimmt nicht sagen.
 
@Ucla warum so bissig? Gelesen hast du den Artikel anscheinend ja gar nicht?!?

Der Artikel besagt einfach nur, dass die in einer alten Studie ermittelte Grenze von 75.000€, von der an die STATISTISCHE Zufriedenheit nicht mehr proportional mit dem Einkommen steigt, falsch ermittelt/beurteilt wurde.
Somit fällt für die Befürworter der höheren Besteuerung der Besserverdiener eine Argumentation weg. Bisher wurde diese Grenze von 75.000€ nämlich als moralische Argumentation für eine zulässige höhere Besteuerung von Besserverdienern herangezogen.
Das ist also der Inhalt dieses Artikels und das passt somit thematisch in diesen Thread.

Mit welchem Einkommen du dich persönlich glücklich fühlst thematisiert der Artikel doch überhaupt nicht und hat hier auch niemand erfragt oder sogar in Zweifel gestellt…

Also: wenn du mit Deinem Leben, Deinem sozialen Umfeld, Deiner Arbeit und Deinem Einkommen glücklich bist, dann beglückwünsche ich Dich dazu und hoffe für Dich es bleibt auch noch sehr lange so… Ernsthaft!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
Da geht auch noch mehr ;-)
Die Frage ist was man unter entspannt versteht. 40h Woche im Büro/Homeoffice als Ing mit IG Metall bringt sehr schnell 100k. Der Stress ist dabei überschaubar.
Das stimmt auch wieder. ; Vielleicht ist es mittlerweile auch normal 75k zu verdienen.
 
Ohne jetzt den ganzen Thread gelesen zu haben ein paar Gedanken dazu von meiner Seite. Zunächst mal finde ich es gut, dass in den letzten Jahren etwas Bewegung rein kam in die Arbeitswelt bzgl. Arbeitsformen und der Art wie man mit Mitarbeitern umgeht. Sei es bei der Rekrutierung oder bestehende Mitarbeiter zu halten. Meinem Eindruck nach ist davor mindestens 10 Jahre (mehr kann ich nicht beurteilen) nicht viel passiert. Dass es eine Pandemie gebraucht hat um hier endlich nachhaltig umzudenken ist bedauerlich, aber immerhin hat es in dem Punkt etwas gebracht. Die Zeiten in denen die ein Großteil der Leute ein Leben lang für die gleiche Firma arbeiten sind lange vorbei, das merken mittlerweile auch die letzten Großkonzerne.

Wie bereits zu vor von mehreren Usern angeführt, ist meinem Eindruck nach die "Trägheit" der bestehenden Mitarbeitern ein großer Grund, warum diese in der Vergangenheit und möglicherweise weiterhin (etwas) hinten runter fallen. Viele gehen den Weg des geringsten Widerstands und meiden den konstruktiven Austausch mit dem Vorgesetzten oder geben sofort klein bei, wenn der Vorgesetzte nicht sofort von einem Anliegen zu überzeugen ist. Das ist auch erstmal ok, nur büßt man meinem Eindruck nach so in vielen Fällen eben auch an Sichtbarkeit der Führungskraft gegenüber ein. Sprich man ist dann typischerweise nicht die erste Wahl wenn es um Dinge wie Gehaltserhöhungen & Co geht, selbst wenn man (sehr) gute Arbeit liefert. Auch wenn es einen stört wie Dinge laufen, sehe ich das bei Kollegen und Bekannten leider häufig, dass man das so hinnimmt, anstatt das der Führungskraft gegenüber zu thematisieren. Nicht alles lässt sich sofort regeln, teilweise muss man da am Ball bleiben, ehe mal eine gewünschte Änderung erreicht, vieles geht meiner Erfahrung nach aber doch relativ schnell. Man muss nur damit anfangen. Man kann es natürlich auch übertreiben, hier gilt es ein gesundes Maß zu finden.
Ich sehe das im Bekanntenkreis in allen Altersbereichen, also das ist jetzt nicht unbedingt nur eine Eigenart der Älteren.

Was ich ebenfalls beobachte ist, dass nach wie vor viele ihren Marktwert nicht kennen, auch das betrifft jung wie alt. Dabei ist das heute mit LinkedIn & Co für viele Berufe super einfach. Man muss nur mal etwas Zeit investieren um dort ein Profil zu erstellen, auf die diversen Anfragen von Headhuntern dort eingehen und sich selbstbewusst verkaufen, dann merkt man recht schnell wie viel Firmen aktuell etwa bereit sind zu bezahlen für eine bestimmte Stelle. Oder man bewirbt sich aktiv bei Unternehmen. Das schöne bei Bewerbungen aus einem bestehenden Beschäftigungsverhältnis ist ja, man hat keinen Druck einen neuen Job zu finden, diese Gelegenheit sollte man nutzen, wenn man sich nicht wohl fühlt im aktuellen Job, sei es aufgrund Gehalt, Betriebsklima o.Ä. Da ich den Eindruck gewonnen habe derzeit ordentlich bezahlt zu werden, ist man Profil dort derzeit deaktiviert. So erspare ich mir und den Headhuntern die Anfragen, die zuletzt zu nichts mehr führten, da man kein lukrativeres Angebot mehr vorlegen konnte.

Vor 2-3 Jahren konnte ich mir nicht vorstellen, dass im technischen Außendienst sowas wie Homeoffice, also ernsthaft Zuhause am Schreibtisch und nicht mit dem Tablet an/im Auto stehend, zumindest zeitweise möglich wäre. Auch kannte ich meinen Marktwert nicht in der Form. Vor 2 Jahren habe ich gewechselt und kann mir immer so einen Tag die Woche als Homeoffice nehmen. Macht die Sache deutlich entspannter, wenn man sonst überwiegend unterwegs ist. Vorher war ich Montag bis Freitag grob 7-16 Uhr unterwegs. Mir ist auch klar, dass nicht für jeden Job derzeit so ein Arbeitnehmermarkt ist wie für viele technische Berufe derzeit. Siehe Finanzbranche, vor wenigen Monaten oder Jahren hart am boomen, man konnte sich den Arbeitgeber quasi aussuchen mit einem gewissen Lebenslauf und jetzt werden tausende Stellen weltweit gestrichen, viele zittern plötzlich um ihre Stelle.

Apropos Arbeitszeit, was mich da immer wieder wundert ist, wie wenig das Arbeitszeitgesetz in vielen Firmen umgesetzt wird. Da ist mein Arbeitgeber keine Ausnahme, aber für mich passt es bzw. ich kann es mir so legen, dass es passt, daher kein Problem für mich, ich bin "jung" und hab keine Familie mit der ich meine Arbeitsweise vereinbaren muss. Mich wundert es nur, dass die Personalabteilungen da oftmals so drüber weg sehen (können), ich kenne einige Betriebe in denen die Arbeitszeit erfasst wird und im langfristigen Mittel sind das definitiv über 8h pro Tag. Erfolgen da keine Audits oder so? Ich meine wenigstens die offiziell erfassten Arbeitszeiten lassen sich ja sehr einfach prüfen oder wird an denen auch hinter den Kolissen gedreht? Mit Familie stelle ich mir das teilweise schon schwierig vor diese Arbeitszeiten zu erbringen, da verstehe ich es wenn die Leute dann harte Grenzen ziehen, mit denen man manchen möglicherweise vor den Kopf stößt. Vielleicht mache ich mir da aber zuviel Gedanken um anderer Leute Probleme.

Ich finde es auf jeden Fall interessant die verschiedenen Sichtweisen zu lesen. Im Endeffekt ist das Wichtigste ja immer, dass man selber zufrieden ist mit der Situation. :thumbsup:
 
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