@Elias @Kuh-P
Vorab erstmal danke für Euren Input, Hilfestellungen und Anregungen.
Was den Wiedereinstieg an der Gitarre so herausfordernd macht, ist einfach die schiere Anzahl an Möglichkeiten. Neu, gebraucht, schlichte E-Gitarre oder halboffen, klassisch am Verstärker oder modern am PC, usw usf, von der Musikrichtung reden wir noch nicht einmal. Oder vom Budget (ist eher Nebensache).
Ich bin beruflich gezwungen, ununterbrochen und raschest die (richtigen) Entscheidungen zu treffen und habe hier auch bisher nicht allzu viel Zeit mitgebracht oder investiert, was die Instrumentenaus wahl betrifft. Da standen 2 Überlegungen dahinter, erstens, dass mir das Hin- und Her (um nicht auf Wienerisch "Umanondascheissn" zu tippen) mit den privaten Gitarrenverkäufern nach einer Woche zuwider war. Da war ein Instrument dabei, für das ich mich gerne entscheiden hätte, und dann ist der Verkäufer weder in der Lage, Fotos zu schicken, noch dass er ein Probespielen anbietet, und will sich nur am Parkplatz treffen. Ok soll sein, ich will auch nicht jeden in der Wohnung haben, aber dann treffe ich mich wenigstens im Musikgeschäft und schließe die Gitarre 3 Minuten an einen Verstärker an, um zu zeigen, dass sie wenigstens grundlegend tut. Wenn der potentielle Käufer dann danach fragt, wie man das denn Testen kann, so besitzt der Verkäufer einfach keinen Verstärker (ja eh, wenn man 3 Gitarren im Netz inseriert). Zweitens, ich gehe quasi bewusst davon aus, dass die erste ausgesuchte E-Gitarre ohnehin nicht die Richtige sein kann. Dazu habe ich viel zu wenig Ahnung, sowohl vom Instrument als auch wohin ich damit will. Warum also sich wochenlang das Hirn zermartern, was "richtig" ist.
@Kuh-P hat schon ganz recht, wenn er oben schreibt, man will sparsam sein und kauft gebraucht, nur um dann mit einem untauglichen Werkzeug dazustehen. Es genügt wenn mir sowas mit einem Zetti Felgensatz passiert
Also habe ich unter dem eigentlich geplanten Budget nun eine Variante mit Neuware gewählt, die mir jede Menge Raum zum experimentieren geben wird. Es soll ja Spass machen, und wenn es das wider Erwarten nicht tut, dann sende ich es halt retour.
Aus den diversen Videos und Test ergibt sich zudem, dass die Mooers neben der modernen Elektronik auch ein brauchbares Instrument ist (zumindest wenn man damit nicht in ein Studio oder auf die Bühne muss). Ich habe nicht eine Gitarrentype ausgewählt, sondern ein Dutzend die hier vorgesampelt sind, und nicht einen Verstärker, sondern Dutzende deren Klang man über die Software darstellen kann. Kein Purismus zugegeben, aber schauen wir mal, ob das den Spaß hemmt.
Wir sind wahrscheinlich alle ungefähr derselbe Jahrgang (oder ich bin älter

) und mir ist ein tablet generell suspekt. Ein Computer in einer Gitarre auch. Andererseits baue ich die Spiele-PCs der Kinder selbst. Es ist so auch eine kleine Chance, mehrere Hobbies und Welten vielleicht miteinander zu verbinden. Ist das sinnvoll? Keine Ahnung, für einen Berufsmusiker vielleicht nicht, für mich und die Familie vielleicht schon. Wenigstens falle ich nicht in Ohnmacht, wenn der Bub mal mit der E-Gitarre rumrocken will und sie ihm dabei auskommt.
Das Ding kommt mit 3 Jahren Garantie und wenn es so lange hält ist das ok für mich. Bis dahin wird sich gezeigt haben, ob ich ernsthaft(er) beim Gitarrespiel bleiben mag, dann wird es uU später einmal ein "besseres" Instrument geben. Auf Grund bluetooth bräuchte ich nicht mal ein Kabel oder einen tragbaren Verstärker zum Üben (Kopfhöher oder PC oder die Stereoanlage im Auto würden reichen) habe aber beides trotzdem bestellt. Für den Fall, dass ich mal ohne die Elektronik straight spielen will. Könnte ja sein
Ja, man kann es umweltfreundlicher angehen, aber mein Zetti frisst auch über 11 Liter Superbenzin je 100km. Dafür fliege ich nie, und verhalte mich auch sonst umweltbewusst (Mülltrennung und Co), das gleicht sich alles wieder aus. Außerdem hey, was soll das Thema hier überhaupt, zu der Zeit als ich geboren wurde haben die Gitarristen bestenfalls fest rumgekifft (heute auch noch?) statt die Umwelt zu schonen /duckundweg. Späßle!
Ich wünsche Dir jedenfalls viel Freude am Musizieren.
Danke, das ist unterm dem Strich das Wichtigste - allein wie meine Frau sich schon freut, dass ich vom PC ein bisserl mehr wegkommen werde (abwarten!).
Wenn Du die Lust verlierst, kannst Du das Zeug ggf. ohne Verlust wieder verkaufen (bei Neuware nicht).
Ja das unterschreibe ich so, auf den Wiederverkaufswert hab ich hier nicht geachtet. Hätte ich beim Gebrauchtkauf eine Leiche erwischt, hätte mir das aber auch passieren können, und dass die Modeling-Gitarre nach 3 Jahren entsorgt werden muss, heißt es ja noch lange nicht.
Schaut mal hinein in die verlinkten Videos, sieht es danach aus, als ob man nicht auch ernsthaft drauf spielen könnte, selbst wenn man die Elektronik bewusst ignoriert?