Leichtbau, Verbindung zur Mechanik und Sound werden sich mit einem E-Auto nie realisieren lassen aber es gibt ja auch Leute denen die Eisenbahn im heimischen Keller Dreifachorgasmen beschert. Weil das so ist, würde auch ein vollelektrischer Z4 gut laufen. BMW müsste hierzu die Neue Klasse-Plattform anpassen um ein glaubwürdiges Roadster-Feeling sicherzustellen, ähnlich, wie Porsche beim BEV-718 die Batterie im hinter den Sitzen konzentriert um das Mittelmotorgefühl zu imitieren.
Gut fände ich bei einem E-Auto ein mehrstufiges Getriebe, dass für Emotionalität, eine verbrennerähniche Höchstgeschwindigkeit und besseren Durchzug bei höheren Geschwindigkeiten sorgt aber es scheint so als wäre 0-50 km/h die neue Disziplin. Wird nicht passieren, weil Kosten hoch und weil es das E-Auto verbrennerfiziert (=passt nicht zum Zeitgeist).
Darüber hinaus ist das Ende des Leistungsspirale nicht sichtbar. Neuere Autos mit Power (egal welcher Antrieb) sind praktisch nicht ausfahrbar. Leistung? Im Überfluss vorhanden. Fahrspaß? Sofort und leicht verfügbar. Gewicht? Egal, weil die technischen Daten das letzte Wort haben.
Da kann ich die neue Gegenströmung verstehen, die leichte, kompakte und ausreichend starke Autos bevorzugt (Yaris GR, MX-5, 718 2.0, GTI etc). Diese Fahrer bekommen bei einer Landstraßentour das Gefühl die Grenzen solcher Autos mit Aufwand ausgelotet zu haben. Genau dieser Prozess wird häufig mit Connection und nachhaltigen Emotionen beschrieben. Das Gegenbeispiel ist die Perversion im Kleid eines in der Stadt gefahrenem GT3 RS bzw. E-Autos mit 800 PS.
Daher ist die Frage wie sinnvoll ein vollelektrischer, synthetischer Z4 ist. Der kommende M3 ZA0 mit vier e-Motoren zeigt, wie Technologie nicht sein soll aber das scheint die Marschrichtung von BMW in Sachen sportliche E-Mobilität zu sein...
Gerade vor dem Hintergrund der Re-Kalibrierung der Antriebswelt, sogar in der EU, würde jetzt ein Z4 mit Verbrenner +48V absolut passen. 2035+ kann man dann immer noch schauen.