Alles zur E-Mobiltät

Wenn jemand einen Firmenwagen bekommt hält sich mein Mitleid dann aber auch in Grenzen. Wenn er ihn dienstlich einsetzt dann soll er auf Arbeitszeit vor oder nach den Terminen Laden, dabei nen Kaffee trinken und nochmal den Laptop aufklappen. Das hab ich vor 10 Jahre auch so gemacht nur ohne Laden. Wenn das Auto eigentlich gar nicht wirklich dienstlich genutzt wird und nur zur Lohnerhöhung dient hat er sich wohlmöglich flasch entschieden (nicht für die Lohnerhöhung).
Find die Aussage aber auch dann zu hinterfragen wenn das Auto nur privat genutzt wird, aber wohlmöglich gehören die beiden Familien zu den Vielfahrern und wohlmöglich haben sie noch keine Möglichkeit (ggf. auch gefunden, oder gesucht) die Ladezeit in den Alltag wie Besorgungen, essen gehen... einzubauen.

Hier in meiner sehr konservativ geprägten Firma ohne Vorschriften und Incentives zum Firmenauto gibt es schon ein paar Außendienstler, seit letztem Monat zwei mehr die freiwillig elektrisch fahren. Ich hätte das damals nicht gewollt als ich noch Deutschlandweit unterwegs war und kaum ein Hotel eine Ladesäule hatte. Heute würde mein Firmenwagen definitiv auch i4 oder CLA heißen. Aber auch weil ich weiß wie gut es in der Praxis auf Langstrecke funktioniert, wohlmöglich hätte ich die Erfahrung nie gemacht falls ich mir immer wieder nen Verbrenner raus gelassen hätte...
Ist einer der größten Konzerne in DE,es werden nur noch E Fahrzeuge als Dienstwagen geleast.
Laden während der Arbeitszeit nicht gewünscht,aber auch selten möglich wegen Kundendiensttätigkeit.
 
Ist einer der größten Konzerne in DE,es werden nur noch E Fahrzeuge als Dienstwagen geleast.
Laden während der Arbeitszeit nicht gewünscht,aber auch selten möglich wegen Kundendiensttätigkeit.
Ich kann mir nicht Anmaßen zu beurteilen wie das in dem Fall ist.
Kann nur von meiner Firma sprechen. Bei uns sind Kundendienstfahrzeuge Sprinter daher geht das schon wegen Zuladung kaum. Jetzt werden aber Versuche unternommen mit E-Caddys und weniger Beladung. Ich bin selber mal im Kundendienst mitgefahren, die müssen ebenfalls oft den Laptop aufklappen um Serviceberichte zu schreiben, klassischerweise bei nem Bäcker oder einen der div. Fast Foot Restaurants da könne man das Laden mit einbauen. Zudem in unserem Fall auch reines B2B Geschäft heißt u.U. kannst du auch beim Kunden laden sofern er das anbietet.
Aber es steht natürlich außer Frage so richtig wird erst ein Schuh draus wenn der Radius nicht riesig ist und man zu Hause das Firmenfahrzeug laden kann, so das man früh immer mit vollem Akku los fährt und abends mit Restkapazität ankommt 🙂
 
Wir haben unser erstes E-Auto gekauft.
Welchen Anbieter könnt ihr bzgl. der THG-Quote empfehlen?
 
Ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ich fahre meinen Taycan jetzt seit über 1,5 Jahren als Daily – und für mich ist das bisher das geilste Auto, das ich je hatte. Nicht falsch verstehen: Ich liebe meinen Z4 35is nach wie vor und würde ihn niemals hergeben. Wenn ich zwischendurch mit dem Zetti fahre, fühlt sich das immer ein bisschen nostalgisch an – auf seine eigene Art emotional und besonders.
Wenn der Taycan mal funktioniert, ist es ein gutes Elektroauto.
Was mir aber auffällt: Viele meiner Bekannten fahren inzwischen E‑Autos wie den Taycan, den Hyundai Ioniq 5 N oder den BMW i4 M50. Und ich kenne tatsächlich niemanden, der den Umstieg bereut hätte. Alle sind begeistert. Das einzige E‑Auto‑Bashing höre ich fast ausschließlich von Leuten, die noch nie ein wirklich gutes E‑Auto gefahren sind.
Elektroautos haben ihre Daseinsberchtigung sind aber nicht die Lösung für alle Segmente, wie ihre Fans es gerne hätten. Wenn ich ein Auto als Fortbewegungsmittel sehe, dann ist ein Elektroauto auf den ersten Blick sehr interessant.
Zum Thema Emotionen und Fahrleistungen kann man sich gut diesen Videoausschnitt anschauen. Der Typ redet zwar etwas viel, aber man bekommt trotzdem einen sehr guten Eindruck davon, wie beeindruckend so ein Auto abgeht.
Das Auto geht halt wie ein Auto mit einigen Hundert PS. Wenn Geradeausbeschleunigen der einzige Selling point beim Thema Antrieb ist oder das Thema Keyless Go per Smart Watch, dann muss man nicht großartig in die Tiefe gehen.

Emotionen sind subjektiv und ganz sicher mehr als nur Sound. Das weiß der Elektrojünger auch und redet lieber über Lenkung und Bremse - alles antriebsformunspezifische Teile. Wenn er die 2,5 Tonnen nicht merkt, dann weil ihm das Geradeausbeschleunigen zentral ist. Beim Lastwechsel oder beim Reifenhändler sieht das anders aus.

Es geht um Mechanik, den Geruch von Betriebsstoffen, den Sound, der abhängig von Temperatur, Last und Drehzahl praktisch immer anders ist, die Geräusche im Antrieb. Es geht darum die Haube aufzumachen und den Motor anzustarren ohne wirklich etwas zu wollen oder aber am Auto zu basteln. Es geht darum dieses extrem komplexe Gebilde an bewegten Teilen zu bestaunen und zu verstehen wie ein Zündfunke so kultiviert wurde, dass daraus Vortrieb entstehen konnte. Übrigens hat das Beherrschen des Feuers den Menschen zu dem gemacht was er heute ist.

Warten wir darauf bis eine Apple Smart Watch den Wert einer komplizierten, mechanischen Uhr erreicht hat.
 
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Emotionen sind subjektiv und ganz sicher mehr als nur Sound. ….

Es geht um Mechanik, den Geruch von Betriebsstoffen, den Sound, der abhängig von Temperatur, Last und Drehzahl praktisch immer anders ist, die Geräusche im Antrieb. Es geht darum die Haube aufzumachen und den Motor anzustarren ohne wirklich etwas zu wollen oder aber am Auto zu basteln. Es geht darum dieses extrem komplexe Gebilde an bewegten Teilen zu bestaunen und zu verstehen wie ein Zündfunke so kultiviert wurde, dass daraus Vortrieb entstehen konnte.….

Das sehe ich im Prinzip auch so. Doch da brauchen wir uns hier innerhalb des Forums wohl keine großen Sorgen machen - fast jeder fährt zum Spaß oder auch im Alltag einen Zetti !

Das E-Auto als Alltagsauto finde ich trotzdem richtig gut. Es macht Spaß - auch wenn dieser anders gelagert ist. Mich begeistert die Stille beim fahren des EQB. Die Leistungsentfaltung ist mir nicht wichtig, denn irgendwie entwickelt sich der Ehrgeiz, möglichst wenig Strom zu verbrauchen. Die Vorklimatisierung per Handy (geht auch manuell mittels einer Taste) ist im Sommer schon toll - mit dem Tiguan TDI konnte ich nur vorlüften oder mit der Standheizung vorwärmen.

Die hohen Neupreise lassen sich etwas umgehen, indem man eines Jahreswagen kauft (in meinem Fall in 2024 lag der Kaufpreis bei ca. 50% vom Listenpreis inkl. überführungskosten). Heute ist die Akzeptanz gebrauchter BEV offenbar höher - zumindest die Gebrauchtpreise bei MB sind deutlich gestiegen. Beim VW-Konzern waren sie auch in 2024 schon auf hohem Niveau.

Ich habe kein schlechtes Gewissen wegen zusätzlicher Kaltstarts eines Dieselmotors, wenn ich den EQB aus der Garagenauffahrt fahren muss, um den Z4 oder TR6 aus der Garage fahren zu können.

Mein Umweltverhalten hat sich auch geändert. Statt des eScooters nehme ich nun den EQB für die Fahrt zum Bäcker. Solche Kurzstrecken sind nicht schädlich für ein BEV. Der eScooter ist nun ausschließlich als Beiboot im VAN gelandet und dort sicher in einer Halterung fixiert.
 
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Es geht um Mechanik, den Geruch von Betriebsstoffen, den Sound, der abhängig von Temperatur, Last und Drehzahl praktisch immer anders ist, die Geräusche im Antrieb. Es geht darum die Haube aufzumachen und den Motor anzustarren ohne wirklich etwas zu wollen oder aber am Auto zu basteln. Es geht darum dieses extrem komplexe Gebilde an bewegten Teilen zu bestaunen und zu verstehen wie ein Zündfunke so kultiviert wurde, dass daraus Vortrieb entstehen konnte. Übrigens hat das Beherrschen des Feuers den Menschen zu dem gemacht was er heute ist.

Ich habe ja selbst geschrieben, dass ich meinen Z4 35is liebe und ihn niemals hergeben würde. Der Reihensechser-Biturbo ist emotional, klingt saugut und hat Charakter. Das bestreite ich überhaupt nicht.

Was mich nur immer wundert: Die Diskussion wird häufig so geführt, als wäre jeder Verbrenner automatisch emotionaler oder faszinierender als ein Elektroauto. Das stimmt in der Praxis einfach nicht!

Die meisten Verbrenner, die heute auf der Straße fahren, sind keine hochdrehenden Saugmotoren oder besonderen Ingenieurskunstwerke, sondern ziemlich stark auf Effizienz und Emissionen optimierte kleine Turbomotörchen mit um die 1,x l Hubraum, stark aufgeladen, viel Filtertechnik, sehr lineare Leistungsentfaltung und akustisch oft eher synthetisch. Das hat mit der romantisierten „Mechanik-Faszination“ ehrlich gesagt auch nicht mehr viel zu tun.

Das heißt nicht, dass ein guter Verbrenner nicht emotional sein kann. Ein schöner Reihensechser, V8 oder ein hochdrehender Saugmotor hat natürlich seinen eigenen Reiz. Aber diese Motoren sind heute eher die Ausnahme als die Regel.

Deshalb finde ich dieses pauschale „E-Autos sind emotionslos“ immer etwas seltsam. Viele Leute, die so argumentieren, vergleichen gedanklich einen idealisierten Verbrenner mit einem Elektroauto – nicht das, was tatsächlich in der Realität der meisten Autos passiert.

Ich sehe das inzwischen einfach pragmatisch:
Ein guter Verbrenner kann großartig sein. Ein gutes Elektroauto kann aber genauso faszinierend sein – nur auf eine andere Art.

Und wenn man beides regelmäßig fährt, merkt man ziemlich schnell, dass die Welt nicht so schwarz-weiß ist, wie sie in Internetdiskussionen oft dargestellt wird. :thumbsup:
 
Ich habe ja selbst geschrieben, dass ich meinen Z4 35is liebe und ihn niemals hergeben würde. Der Reihensechser-Biturbo ist emotional, klingt saugut und hat Charakter. Das bestreite ich überhaupt nicht.

Was mich nur immer wundert: Die Diskussion wird häufig so geführt, als wäre jeder Verbrenner automatisch emotionaler oder faszinierender als ein Elektroauto. Das stimmt in der Praxis einfach nicht!

Die meisten Verbrenner, die heute auf der Straße fahren, sind keine hochdrehenden Saugmotoren oder besonderen Ingenieurskunstwerke, sondern ziemlich stark auf Effizienz und Emissionen optimierte kleine Turbomotörchen mit um die 1,x l Hubraum, stark aufgeladen, viel Filtertechnik, sehr lineare Leistungsentfaltung und akustisch oft eher synthetisch. Das hat mit der romantisierten „Mechanik-Faszination“ ehrlich gesagt auch nicht mehr viel zu tun.

Das heißt nicht, dass ein guter Verbrenner nicht emotional sein kann. Ein schöner Reihensechser, V8 oder ein hochdrehender Saugmotor hat natürlich seinen eigenen Reiz. Aber diese Motoren sind heute eher die Ausnahme als die Regel.

Deshalb finde ich dieses pauschale „E-Autos sind emotionslos“ immer etwas seltsam. Viele Leute, die so argumentieren, vergleichen gedanklich einen idealisierten Verbrenner mit einem Elektroauto – nicht das, was tatsächlich in der Realität der meisten Autos passiert.

Ich sehe das inzwischen einfach pragmatisch:
Ein guter Verbrenner kann großartig sein. Ein gutes Elektroauto kann aber genauso faszinierend sein – nur auf eine andere Art.

Und wenn man beides regelmäßig fährt, merkt man ziemlich schnell, dass die Welt nicht so schwarz-weiß ist, wie sie in Internetdiskussionen oft dargestellt wird. :thumbsup:
Hatte neulich einen Golf 1 LS Ausführung gesehen.
Kleiner Motor aber er weckte Emotionen in mir.

Mehr wie ein moderner Elektrokarten,zumal in meinem Alter verbindet man solche Autos mit etwas.

Beim Elektro verbindet mich zur Zeit nur die billigen Fahrkosten.
 
Ich fahre dienstlich erst seit gut einem halben Jahr ein E-Auto……vorher immer gut motorisierte Diesel, zuletzt einen Octavia RS 4x4 Kombi - daher war ich anfangs skeptisch, ob das überhaut etwas für mich ist...?!

Bei uns in der Firma sind E-Autos keine Pflicht….aber es wird sehr gerne gesehen, gefördert….und auch belohnt mit höheren Leasingraten. Ich komme damit super zurecht und es schränkt mich nicht ein. Zu Hause kann ich nicht laden…aber ich wohne in der Stadt und da sind überall Ladesäulen in der Nähe, wo ich maximal 5 Minute zu Fuß hinlaufen kann. Außerdem haben wir in der Firma ca 20 eigene Ladesäulen auf zwei Parkdecks installiert. Da bin ich aber nur 1-2x die Woche…..manchmal auch gar nicht. Aktuell fahre ich einen Volkswagen ID.7 Tourer, habe mir aber gerade den neuen Mercedes GLB in der Allradversion in praktisch Vollausstattung bestellt, der lädt dann mit 800 Volt-Technik bis 320 kw und sogar mit 22 kw an den kleinen Säulen hier in der Stadt - das ist natürlich ein Vorteil für mich!
BLP liegt allerdings bei ca 85.000€…. das ist natürlich heftig und privat würde ich das mit Sicherheit nicht machen. Aber bestimmt nicht aufgrund von Emotionalität. Die fehlt mir überhaupt nicht…..ganz im Gegenteil, ich liebe die Beschleunigung und natürlich die Ruhe und Entspanntheit auf langen Strecken. Für alles andere habe ich ja noch den Zetti in der Garage….. von daher alles gut. Ich habe den Umstieg auf „E“ beim Dienstwagen nicht bereut und will auch nicht mehr zurück. 😎👍
 
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das setup fahre ich genauso:

Beruflich E-Cupra Tavascan - wenn´s sein muß, kann der sogar Sportwagen.
Zum Cruisen meinen ZZZZ (auch´n E (85) Mobil).
Und wenn ich´s hart brauche ne Ducati Monster S4R; läuft mit E10.

Ich bin also konsequent E-mobil... :whistle:
 
Warten wir darauf bis eine Apple Smart Watch den Wert einer komplizierten, mechanischen Uhr erreicht hat.
Passt zwar nicht genau zum Thema, aber wo du es angeschnitten hast....

Eine Uhr soll die Uhrzeit anzeigen, das möglichst genau und ohne großartig gewartet zu werden. Eine teure Uhr gibt mir genau null Emotion, ja als Schmuck ist das OK, aber im Alltag macht eine BatterieUhr oder eine Smart Watch alles hundertfach besser. Eine teure Uhr am Arm beweist nichts, nur das du so oder so viel Geld dafür ausgegeben hast, und durch die ganzen Fake Uhren macht man sich unter Umständen sogar noch lächerlich.

Beim Auto ist das differenzierter, 90% der Autofahrer wollen möglichst günstig und bequem an die Arbeit oder zum Einkaufen fahren. Das hat mir Emotion wenig zu tun, für Emotion ist in der breiten Masse einfach kein Geld vorhanden. Die 10% oder weniger diees sich leisten können zusätzlich zum Nutzwert auch noch nach den Emotionen zu schauen oder evtl sogar ein extra Auto dafür haben sind zu beneiden.

PS: ein ZZZZ kann doch quasi nix wenn du zu Ikea fährst, oder?
 
das setup fahre ich genauso:

Beruflich E-Cupra Tavascan - wenn´s sein muß, kann der sogar Sportwagen.
...

Welche Variante fährst du da und wie ist denn deine Erfahrung mit dem Tavascan?
Finde den auch recht interessant und irgendwann muss ja vielleicht ein Nachfolger für den iX1 her.
 
Eine Uhr soll die Uhrzeit anzeigen, das möglichst genau und ohne großartig gewartet zu werden. Eine teure Uhr gibt mir genau null Emotion, ja als Schmuck ist das OK, aber im Alltag macht eine BatterieUhr oder eine Smart Watch alles hundertfach besser. Eine teure Uhr am Arm beweist nichts, nur das du so oder so viel Geld dafür ausgegeben hast, und durch die ganzen Fake Uhren macht man sich unter Umständen sogar noch lächerlich.
Ich hoffe für dich, dass du im Leben nur Wasser trinkst denn alle anderen Getränke machen alles hundertfach schlechter.
Beim Auto ist das differenzierter, 90% der Autofahrer wollen möglichst günstig und bequem an die Arbeit oder zum Einkaufen fahren. Das hat mir Emotion wenig zu tun, für Emotion ist in der breiten Masse einfach kein Geld vorhanden. Die 10% oder weniger diees sich leisten können zusätzlich zum Nutzwert auch noch nach den Emotionen zu schauen oder evtl sogar ein extra Auto dafür haben sind zu beneiden.
Ich fahre gerne Auto und möchte keinen km mit einer Kiste fahren, die schlecht ist. Dann kann ich auch Uber oder Fahrrad fahren.
PS: ein ZZZZ kann doch quasi nix wenn du zu Ikea fährst, oder?
Bin kein IKEA-Typ aber mit nem kleinen Auto sparst du auch dort Geld. :thumbsup:
 
Ich habe ja selbst geschrieben, dass ich meinen Z4 35is liebe und ihn niemals hergeben würde. Der Reihensechser-Biturbo ist emotional, klingt saugut und hat Charakter. Das bestreite ich überhaupt nicht.

Was mich nur immer wundert: Die Diskussion wird häufig so geführt, als wäre jeder Verbrenner automatisch emotionaler oder faszinierender als ein Elektroauto. Das stimmt in der Praxis einfach nicht!
Nö. Die Diskussion wird eher so geführt als wäre jedes E-Auto der letzte Schrei. Da wir uns in einem Forum für Spaßautos befinden, warte ich noch immer auf den ersten vollelektrischen Kandidaten, der diskutiert wird. Beim MG Cyberster war man sich schnell einig...
Die meisten Verbrenner, die heute auf der Straße fahren, sind keine hochdrehenden Saugmotoren oder besonderen Ingenieurskunstwerke, sondern ziemlich stark auf Effizienz und Emissionen optimierte kleine Turbomotörchen mit um die 1,x l Hubraum, stark aufgeladen, viel Filtertechnik, sehr lineare Leistungsentfaltung und akustisch oft eher synthetisch. Das hat mit der romantisierten „Mechanik-Faszination“ ehrlich gesagt auch nicht mehr viel zu tun.
Warum nicht? Ein 0185-Turbomotor ist ein komplexes Stück Technik.
Deshalb finde ich dieses pauschale „E-Autos sind emotionslos“ immer etwas seltsam. Viele Leute, die so argumentieren, vergleichen gedanklich einen idealisierten Verbrenner mit einem Elektroauto – nicht das, was tatsächlich in der Realität der meisten Autos passiert.
Es ist nicht seltsam, weil es keine emotionalen E-Autos zu kaufen gibt.
Und wenn man beides regelmäßig fährt, merkt man ziemlich schnell, dass die Welt nicht so schwarz-weiß ist, wie sie in Internetdiskussionen oft dargestellt wird. :thumbsup:
Danke für die wiederholte Anspielung aber ich bin bislang >20 E-Autos gefahren, davon eines regelmäßig und ich bin auch den vollelektrischen 718-Nachfolger ausgiebig gefahren.
 
Ich hoffe für dich, dass du im Leben nur Wasser trinkst denn alle anderen Getränke machen alles hundertfach schlechter.
Ja, ich trinke gerne Wasser, sogar einfach aus der Leitung. Was hat das mit einer teuren Uhr zu tun. Aber ich trinke nicht nur Wasser weil andere Getränke eben auch anders schmecken, eine Uhr zeigt hoffentlich immer die Uhrzeit - sonst nix.

Ich fahre gerne Auto und möchte keinen km mit einer Kiste fahren, die schlecht ist. Dann kann ich auch Uber oder Fahrrad fahren.
Ich auch nicht, aber was für einen gut oder schlecht ist ist nicht allgemeingültig.
 
Beruflich E-Cupra Tavascan...
Der stand bei mir auch auf der Wunsch-Liste..... zusammen mit dem Skoda Enyaq RS und dem ID.7 GTX. Leider sind die Leasingkonditionen bei Volkswagen ganz schlecht.... daher ist es der Mercedes geworden. Beispiel: Der Enyaq RS kostet Liste in Vollausstattung ca. 65k€, sollte aber fast 700€/ Monat im Leasing kosten. Der Mercedes kostet Liste ca. 85k€, kostet monatlich im Leasing aber keine 600€.
Auch die beiden anderen VW's (Tavascan und ID.7) waren zu teuer im Leasing ggü. dem Mercedes. Außerdem ist der Mercedes das modernere Auto mit 800V und 22 kw - Ladesystem..... und natürlich auch, was Software, Ausstattung, Reichweite....usw betrifft. Bin gespannt, hatte bisher noch nie einen "Daimler". :) :-)
 
Es ist nicht seltsam, weil es keine emotionalen E-Autos zu kaufen gibt.

Ich merke schon, du bist ziemlich hartnäckig und offenbar schwer zu überzeugen – allerdings bin ich das auch. 😉

Ich finde dieses pauschale Urteil „es gibt keine emotionalen E-Autos“ trotzdem schwierig. Für mich entsteht Emotion nicht nur aus Sound oder aus der Anzahl bewegter Teile im Motor. Sie kann genauso aus Fahrdynamik, Performance, Direktheit oder der Art entstehen, wie ein Auto auf Inputs reagiert.

Wenn ich in meinen Taycan einsteige, erzeugt allein das Gefühl im Cockpit zu sitzen, wenn die Displays hochfahren, schon eine gewisse Begeisterung. Und beim Fahren genieße ich ehrlich gesagt jede Minute – egal ob komplett leise oder mit aktiviertem Soundgenerator. Dazu kommt die Performance: Bei der Beschleunigung ist man im Alltag praktisch jederzeit dem restlichen Verkehr deutlich überlegen.

Klar, ein knapp fünf Meter langes Auto fühlt sich auf engen Harzstraßen sicher nicht so leichtfüßig an wie ein kleiner Roadster. Aber genau dafür habe ich ja meinen Zetti. Und wenn es zu Ikea oder zum Baumarkt geht, ist wiederum der ID.Buzz für mich das sinnvollste Auto.

Am Ende ist es wahrscheinlich ganz einfach: Jeder von uns hat seinen Standpunkt und der wird sich durch diese Diskussion vermutlich nicht mehr groß ändern. Deshalb würde ich sagen, wir lassen es an der Stelle einfach gut sein. :thumbsup:
 
Der stand bei mir auch auf der Wunsch-Liste..... zusammen mit dem Skoda Enyaq RS und dem ID.7 GTX. Leider sind die Leasingkonditionen bei Volkswagen ganz schlecht.... daher ist es der Mercedes geworden. Beispiel: Der Enyaq RS kostet Liste in Vollausstattung ca. 65k€, sollte aber fast 700€/ Monat im Leasing kosten. Der Mercedes kostet Liste ca. 85k€, kostet monatlich im Leasing aber keine 600€.
Auch die beiden anderen VW's (Tavascan und ID.7) waren zu teuer im Leasing ggü. dem Mercedes. Außerdem ist der Mercedes das modernere Auto mit 800V und 22 kw - Ladesystem..... und natürlich auch, was Software, Ausstattung, Reichweite....usw betrifft. Bin gespannt, hatte bisher noch nie einen "Daimler". :) :-)
Hab mir vor dem Jahr einen Skoda Enyaq Coupé anbieten lassen - 600€, wars mir nicht Wert.
Einen Tavascan FR in Adrenalin Edition wurde mir auch angeboten - keine 400€! Wahrscheinlich sind die Zeiten vorbei.
Ich bin den Tavascan ein WE Probe gefahren und kann sagen das Ding geht MEB typisch von unten heraus wie Säuche. Da kann der i4 nicht mit. Der Kopfnickermodus zum beifahrerärgern ist praktisch serienmäßig und immer aktiv. Letztlich hat der Tavascan durch den (nur schwarzen oder blauen) Innenraum und die hier bereits erwähnte seltsame Aufpreispolitik bei der AHK meine Unterschrift nicht bekommen. Aber auch weil - obacht - der i4 für mich einfach das E M O T I O N A L E R E Auto war 🤣🤣✌🏼
 
Einen Tavascan FR in Adrenalin Edition wurde mir auch angeboten - keine 400€! Wahrscheinlich sind die Zeiten vorbei.
Ich bin den Tavascan ein WE Probe gefahren und kann sagen das Ding geht MEB typisch von unten heraus wie Säuche. Da kann der i4 nicht mit. Der Kopfnickermodus zum beifahrerärgern ist praktisch serienmäßig und immer aktiv. Letztlich hat der Tavascan durch den (nur schwarzen oder blauen) Innenraum und die hier bereits erwähnte seltsame Aufpreispolitik bei der AHK meine Unterschrift nicht bekommen. Aber auch weil - obacht - der i4 für mich einfach das E M O T I O N A L E R E Auto war 🤣🤣✌🏼

Meine Frau fährt seit Februar 2025 den Tavascan mit Adrenaline Pack (210 kW). Das Fahrverhalten ist sehr angenehm und der Verbrauch mit ca. 17 kWh/100 km erstaunlich effizient, was im Sommer eine Reichweite von 517 km ermöglicht. Da können der Taycan oder der ID.Buzz absolut nicht mithalten. Während das Fahrgefühl emotional eher neutral bis „langweilig“ bleibt, ist die Ambientebeleuchtung im Innenraum ein echtes Highlight.

Wir haben aber eine Leasingrate von 278 netto ohne Anzahlung bei 24 Monate Laufzeit und 10tkm/J ergattert. Dafür ist das Auto echt hammer.
 
wie ist denn deine Erfahrung mit dem Tavascan?
was @pbcom oben schrieb, kann ich bestätigen.
Bumms beim Beschleunigen (performance mode) hat der natürlich richtig; sorgt immerwieder für Grinsen im Gesicht.
Das Sennheiser Soundsystem ist recht gut im Raumklang (augmented soundfield fahreroptimiert); jedoch der trockne Kickbass wie bei Bose fehlt (ich höre Techno).

Was mir negativ auffällt:
Kopfstützen sitzlehnenintegriert, daher nicht einstellbar. Das stört mich, da ich sehr aufrecht sitze (Rücken!)
Die flachstehende Heckscheibe hat keinen Scheibenwischer!
Rückwärtig komplett unübersichtlich; ohne Kamera geht nix

Insgesamt bin ich mit dem Auto zufrieden
 
Ja, ich trinke gerne Wasser, sogar einfach aus der Leitung. Was hat das mit einer teuren Uhr zu tun. Aber ich trinke nicht nur Wasser weil andere Getränke eben auch anders schmecken, eine Uhr zeigt hoffentlich immer die Uhrzeit - sonst nix.
Du hast doch die teure Uhr ins Spiel gebracht. Eine gute, mechanische Uhr muss nicht teuer sein und trotzdem Freude vermitteln und wer ein Original (ob Ferrari oder Rolex) besitzt, der stört sich nicht an den Replicas aus dem Internet.

Eine Smartwatch kann in den Augen vieler deshalb alles besser, weil sie nonsense-Daten erhebt, die kaum jemand auswertet, die kaum jemand auf Plausibilität prüfen oder gar sauber interpretieren kann. Diese Technokratie in der wir leben erhöht zwar die Produktivität und Effizienz. Gleichzeitig ist es dieser (digitale) Überfluss an allem, der den Menschen degeneriert, weil er ihn bewegungs-/denkfaul und weich macht, siehe Fahrerassistenz, siehe KI, siehe Laufbänder im Gym, siehe 1000 andere Dinge im smartphone-Bereich, die uns als nützlich verkauft werden.

Und nein, ich bin kein Technik-Taliban sondern jemand, der die gesunde Mitte sucht und sich nicht im Schatten der Progressiven sonnt. Wäre alles Neue besser, hätten wir längst alle Probleme der Menschheit gelöst. Ich hoffe, das reicht.

Ich merke schon, du bist ziemlich hartnäckig und offenbar schwer zu überzeugen – allerdings bin ich das auch. 😉
Es spricht nichts gegen eine starke Meinung solange sie fundiert ist.
Ich finde dieses pauschale Urteil „es gibt keine emotionalen E-Autos“ trotzdem schwierig. Für mich entsteht Emotion nicht nur aus Sound oder aus der Anzahl bewegter Teile im Motor. Sie kann genauso aus Fahrdynamik, Performance, Direktheit oder der Art entstehen, wie ein Auto auf Inputs reagiert.
Das direkte Ansprechverhalten eines BEV ist in der Tat ne geile Sache. Es soll aber durchaus auch Leute geben, die sich an einem Geschirrspüler erfreuen können. Das kann man niemandem übel nehmen. Wenn jemand Freude an einem BEV hat, der im Stand die 360 Grad-Drehung beherrscht oder XXL-Bildschirme mitbringt, total ok aber es hat nichts mit Leidenschaft zu tun.
Wenn ich in meinen Taycan einsteige, erzeugt allein das Gefühl im Cockpit zu sitzen, wenn die Displays hochfahren, schon eine gewisse Begeisterung. Und beim Fahren genieße ich ehrlich gesagt jede Minute – egal ob komplett leise oder mit aktiviertem Soundgenerator. Dazu kommt die Performance: Bei der Beschleunigung ist man im Alltag praktisch jederzeit dem restlichen Verkehr deutlich überlegen.
Das hat nichts mit seinem Antrieb zu tun sondern mit schöner Wohnen. Mit einem Panamera Turbo hab ich den gleichen tollen Innenraum und die gleiche Überlegenheit.
Klar, ein knapp fünf Meter langes Auto fühlt sich auf engen Harzstraßen sicher nicht so leichtfüßig an wie ein kleiner Roadster. Aber genau dafür habe ich ja meinen Zetti. Und wenn es zu Ikea oder zum Baumarkt geht, ist wiederum der ID.Buzz für mich das sinnvollste Auto.
Der ID.Buzz ist DAS Schlusswort des Tages. Danke!:roflmao: :roflmao: :roflmao:
 
Meiner Meinung nach muss man das Emotionsthema bei Autos mehrdimensional betrachten. Emotionen sind so unterschiedlich wie die Einsatzzwecke der Autos.

Wenn ich weiss, ich fahre 600 KM -grossteils Autobahn- zum Kundentermin, dann ist die einzige Emotion, zu der mein handgeschaltener, lauter, alter Z4 ohne Tempomat führt, ein genervtes "Nein, mit dem Ding fahre ich da bestimmt nicht hin". Dafür freue ich mich auf eine entspannte Fahrt mit dem e-tron. Durchzugsstark auf der Autobahn, der Abstandstempomat fährt im Stau entspannt an und bremst ab, nebenher kann ich in Ruhe telefonieren. Und zum Mittagssnack und nachmittags zum Kaffe wird eben kurz geladen. Ich gehöre sowieso zu den Leuten, die zum Essen Pause machen, weil ich nicht mit Essen in der Hand und fettigen Händen an mein Lenkrad greife. Manche mögen das anders handhaben. Es gibt genügend Gebrauchtwagen, bei denen man das Lenkrad garnicht erst anlangen möchte. Bei meinem Z4 musste ich das auch gleich nach dem Kauf neu beziehen lassen.

Mir macht der e-tron auf Langstrecke wesentlich mehr Spass, als es der dröhnende Z4 je könnte. Der e-tron GT mit seinen hervorragenden Massagesitzen und der tiefen Sitzposition machte mir auf solchen Fahrten noch mehr Spass als der e-tron SUV. Da würde ich sogar behaupten, das ist der beste Daily, den ich je gefahren habe.

Aber natürlich gibt es auch die anderen Fahrten, in denen der handgeschaltene Z4 mit seinem schönen 6-Zylinder bei mir -und sicher auch bei so manchen Passanten- eben die gute Laune und schöne Emotionen weckt, die es in der Situation im e-tron nicht gäbe. Ich denke z. B. an vorgestern, als ich bei strahlendem Sonnenschein hier am Bodensee die Seestrasse entlang unterwegs war. Man merkt, der Frühling kommt und ist der Natur um sich herum im Z4 einfach viel näher. Die Akustik vom Motor im Hintergrund passt dann auch zur Kulisse.

Natürlich hat nicht jeder den Luxus, das passende Auto für den gerade nötigen Einsatzzweck zu haben und es gibt dann nur ein Fahrzeug, das alles abdecken muss.
Aber da sehe ich es wie @Ucla. Die modernen Motoren, teilweise bis auf 3-zylinder gedownsized, sind meiner Erfahrung nach keine emotionalen Sahnestücke mehr. Technisch mag das anders sein mit der umfangreichen Abgasreinigungstechnik. Da würde ich in den meisten Fällen dem elektrischen Pendant den Vorzug geben.

Aber die e-Version muss gut gemacht sein. Und daran scheitert es noch oft bei den E-Autos. Gerade im Klein- und Kompaktwagensegment sind die E-Autos mit viel zu kleinen Akkus und schwachen Ladeleistungen oft schlecht gemacht und die Nachteile gegenüber den Verbrenner-Derivaten noch deutlich. Mercedes ist mit dem CLA jetzt der erste Hersteller, bei dem ich in der Kompaktklasse das E-Auto vorziehen würde. Alle anderen, egal Corsa, Astra oder id3./Golf. Die jeweiligen e-Varianten sind -zumindest für meine Anforderungen- nicht praxistauglich umgesetzt oder es gibt sie erst garnicht (BMW, Audi). Wobei gerade in diesen Segmenten die wohl miesesten und emotionslosesten Motoren Verbaut werden.

Und wenn ich wirklich emotionale Autos sehen möchte, gehe ich hier im Ort in die Autobau Erlebniswelt. Gegen die Autos, die dort teilweise stehen, ist auch mein alter E89 ein emotionsloses, digitales Spielzeug. Trotzdem möchte ich wohl keines davon als Daily Driver fahren...
 

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Hab ich immer schon gesagt,für den einen passt Elektro für den anderen nicht.

Deswegen soll nicht vorgeschrieben werden was zu fahren ist.

Meine Frau mit ihren Elektrokarren hat jeden Morgen ein Grinsen im Gesicht wenn sie an der Tanke vorbei fährt.

Aber weint ihren E85 mit LPG trotzdem hinterher.

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