Ab 65 sollte mancher Politiker besser in Rente gehen!

AW: Ab 65 sollte mancher Politiker besser in Rente gehen!

Ich finds gut, so hat Lafontaine die ganze Industrie gegen sich und seine PDS gerichtet, hach, köstlich :B
 
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Herr Lafontaine hatte halt immer schon - nicht nur - eine spitze Zunge :M:w:d q:

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"Politischer Motivwagen
Ein Wagen des Düsseldorfer Rosenmontagszugs zeigt am 15. Februar 1999 Finanzminister Oskar Lafontaine, der auf seiner langen Nase Rudolf Scharping und Jost Stollmann aufgespießt hat. Scharping war das erste Opfer der politischen Ambitionen des Saarländers, der ihm in einem Putsch auf dem Mannheimer Parteitag 1995 den Parteisitz streitig machte."

einestages.spiegel.de
 
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:7madz: = O

Sorry, mehr fällt mir dazu (ohne Romane zu schreiben) nicht ein.
 
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kann jemand wirklich so dumm sein???
das kann man doch einfach gar nicht glauben...
aber noch viel geiler ist es eigentlich wie komplett gehirntot die zombis sein müssen die solche komplett geistige tiefflieger wählen....
wahnsinn, die gehören doch weggeschlossen und sämtliche staatsbürgerlichen rechte entzogen:g:g:g:g:g
 
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So lange es eine massive Unzufriedenheit mit der scheinbaren Stillstandspolitik der Großen Koalition gibt, die Grünen als zerstrittene Phantasten und die Gelben als Partei der Ärzte, Anwälte und Steuerberater gelten, so lange ist dieser tumbe Haufen drittklassiger Enttäuschter leider die einzige Opposition. Eine "gefühlte Opposition" für ebenfalls Enttäuschte jedenfalls...

Und jetzt steht dieser Rattenfängerpartei kein im Westen unbekannter Alt-SEDler mehr vor, der auch für einen hiesigen Vollpfosten per se unwählbar war, sondern ein gelernter Demagoge.
Noch gestern hat ihn der ausgegrenzte Bodensatz gewählt, heute schon könnte es für den Salonsozi en vogue sein, seine Wut über das System mit einem Kreuz für eben diese Partei auszdrücken.:g

Die Stärke seiner Partei liegt eindeutig in der Schwäche der anderen begründet!
Und da hat Helmut Schmidt leider recht: Deutschland hatte schon immer eine Affinität zu Gestalten, die mal sprachlich aufbrausend daherkommen, um anschließend, rhetorisch beschlagen, mit dem Ölzweig zu winken...

Wer es schafft, die hirnrissigen Ergüsse politischer, wirtschaftlicher und verwaltungstechnischer Laien im Kern zu widerlegen und dieses auch "verkaufen" kann, der hat die Wahl gewonnen.:t

Selten hat mich das Mißlingen eines Attentats, bei Lichte betrachtet, mehr enttäuscht, als in diesem Fall...:b

Gute Nacht, hoffentlich nicht für Deutschland vom

Z4-Pilot
 
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Das ist ein absoluter Idiot... den sollte man verbieten.. :w
Selten so einen Bulls*i* gelesen.
 
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@Z4-Pilot: Gut geschrieben! Und es sind gerade die Schwächen der etablierten Parteien, die mir wirklich Angst machen!!! Da kann man eine total Umkrempelung der Werte und Sichtweisen in den letzten 20 Jahren feststellen und es kommt dazu keine adäquate Reaktion. Da liegen wir in PISA hoffnungslos hinten - immer noch keine adäquate Reaktion. (Um nur zwei Dinge zu nennen .... )
Dementsprechend kann ich mich nur anschließen: Gute Nacht ....

Um das Thema aber noch global aufzuhängen: Die Finanzkrise ist auch ein Ergebnis dieser politischen Planlosigkeit auf globaler Ebene. Da haben sich Dinge verselbständigt, die offensichtlich einer Kontrolle bedürfen, weil sie sonst den volkswirtschaftlichen Ruin weiter Teile der Weltbevölkerung bedeuten. Auch hier wird gepennt, geschmiert, what-ever....

So gesehen, gute Nacht Menschheit.

@FX.: Nee, da gibt es ganz andere Dinge, die verboten gehören. Dagegen ist der echt harmlos!

Grüße,
Stefan

PS: Ich wollte eben nochmal den Video schauen, leider down .... :-( - werde mal auf Youtube scouten
 
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Auch ein interessanter Ansatz von Verstaatlichung:

Die US-Regierung und die amerikanische Notenbank kommen in der Finanzkrise der angeschlagenen AIG mit einem dringend benötigten Mega-Kredit zu Hilfe: Die Fed gibt der zweitgrößten Versicherung der Welt 85 Milliarden Dollar - und übernimmt dafür rund 80 Prozent des Konzerns... (SPIEGEL Online, 17.09.2009)

Wenn man diese Meldung nach dem Video sich auf der Zunge zergehen lässt ......
 
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Um es mit den Worten eines Journalisten der ftd zu sagen: Der Mann ist klug genug zu um zu wissen was er sagt und skrupellos genug um es trotzdem zu sagen. Und er wird ohne jeden Zweifel eine ansehnliche Horde Ratten finden, die er mit seinem Flötenspiel zur Wahlurne lockt, und das nicht nur in Hameln, wie in der alten Legende, sondern deutschlandweit.

Im Grunde hat der Z4-Pilot schon alles wesentliche gesagt. Ich sehe allerdings niemanden der den Mut haben wird den Mann zu widerlegen. Denn dann müßten IMHO unbequeme Wahrheiten ausgesprochen werden, die sich, wie ich fürchte, kein Politiker zu verkaufen traut.

Grüße Jörg
 
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allerdings niemanden der den Mut haben wird den Mann zu widerlegen. Denn dann müßten IMHO unbequeme Wahrheiten

Naja... Einige Behauptungen von Oskar Lafontain sind ziemlich einfach als billige Lügen zu entlarven...

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,578251,00.html

Aber jedes Volk hat halt die Politiker die es verdient :M Ganz unschuldig sind aber auch die Ackermanns dieses Landes daran nicht...
 
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Naja... Einige Behauptungen von Oskar Lafontain sind ziemlich einfach als billige Lügen zu entlarven...

Der Mann war aber auch Journalist und kein Politiker. Im übrigen kann ich mir nicht vorstellen, daß diejenigen Lafontaines tumben Thesen folgen wollen sich von ein paar Ungereimtheiten verunsichern lassen. Die stehen völlig unreflektiert zu Ihrem Oskar, der kämpft doch für sie, wie sie jedenfalls glauben. Im Zweifelsfall halten sie sogar die eine oder andere Übertreibung für völlig legitim. Schließlich glauben sie ja, daß die wirklichen Lügner ja die anderen seien.

Hier bedürfte es schon einer grundlegenden Widerlegung. Nur wer aus Lafontaines Klientel wollte oder könnte dieser überhaupt intellektuell folgen? Und wie sehr würde diese Widerlegung die eine oder andere liebgewonnene Lebenslüge der übrigen Parteien beschädigen?

Aber jedes Volk hat halt die Politiker die es verdient :M

Genau!:M

Ganz unschuldig sind aber auch die Ackermanns dieses Landes daran nicht...

Es ärgert auch mich, daß dort ein doch sehr überschaubarer Personenkreis, so viele DAX-Vorstände gibt es nicht, mit seinem bisweilen wenig stilsicheren Auftreten nach Art der Junker im Kaiserreich unsere Gesellschaft spaltet und unsere eigentlich doch recht gut austarierte soziale Marktwirtschaft in Verruf bringt.

Andererseits sind diesen Leute Angestellte und handeln nicht anders als viele andere Angestellte auch. Sie nehmen was sie kriegen können.

Ein IMHO ganz guter Ansatz kam von jemandem aus Schweiz, der vorgeschlagen hat, daß Vorstandsgehälter zukünftig doch von den Eigentümern, nämlich den Aktionären, festgelegt werden sollte. Ich wette, daß dann so manche Entscheidung verantwortungsbewußter gefällt werden, was am Ende allen außerhalb des Vorstandsbereiches, auch den Arbeitnehmern, dienen würde.

Einen solchen differenzierten Ansatz wirst Du aber von Lafontaine nicht hören. Der fordert Enteignung und wird einen Chor von Schwachköpfen finden, die das freudig nachplappern. Plakative Sprüche kommen halt an Stammtischen eben besser an.

Womit wir wieder bei

Aber jedes Volk hat halt die Politiker die es verdient :M

wären.

Grüße Jörg
 
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.....
Es ärgert auch mich, daß dort ein doch sehr überschaubarer Personenkreis, so viele DAX-Vorstände gibt es nicht, mit seinem bisweilen wenig stilsicheren Auftreten nach Art der Junker im Kaiserreich unsere Gesellschaft spaltet und unsere eigentlich doch recht gut austarierte soziale Marktwirtschaft in Verruf bringt.
.....

Ja, der real existierende Feudalismus ist zu lange her, als dessen negative
Auswirkungen heute noch Jemandem aus eigener Erfahrung bekannt sind.

So hatte doch unser idiotische Finanzminister letzte Woche die Stirn und gab
den in unseren Steuerparadiesen heimischen internationalen Hedge-Fonds
in einem Rundschreiben Tips zum Steuern sparen... und schiebt derweil
dringende Familiensteuerreformen jahrelang vor sich her.

So kann man Extremisten auch in die Hände spielen! b:
 
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So lange es eine massive Unzufriedenheit mit der scheinbaren Stillstandspolitik der Großen Koalition gibt, die Grünen als zerstrittene Phantasten und die Gelben als Partei der Ärzte, Anwälte und Steuerberater gelten, so lange ist dieser tumbe Haufen drittklassiger Enttäuschter leider die einzige Opposition. Eine "gefühlte Opposition" für ebenfalls Enttäuschte jedenfalls...

[...]

Die Stärke seiner Partei liegt eindeutig in der Schwäche der anderen begründet!
Und da hat Helmut Schmidt leider recht: Deutschland hatte schon immer eine Affinität zu Gestalten, die mal sprachlich aufbrausend daherkommen, um anschließend, rhetorisch beschlagen, mit dem Ölzweig zu winken...

Sehr schöne Analyse :t

Ich glaube aber, dass es vor allem die Schwäche der SPD ist, die die Linke und ihre Rattenfänger antreibt. Könnte die SPD den Leuten wieder klare Alternativen aufzeigen und würde sie mit einer Stimme (eines charismatischen Parteichefs) sprechen, dann wären nicht so viele Mitglieder und Wähler abgewandert.

Die Linke hat es verstanden, die SPD in einen für sie (die SPD) nicht zu gewinnenden Kampf um die "soziale Gerechtigkeit" einzubeziehen. Das "beste" Konzept ist nun das mit dem höchsten Mindestlohn und den größten Versprechungen.

Die SPD müsste sich wieder mehr an der Mitte orientieren und vernünftige Lösungen überzeugend rüberbringen. So würden sie wieder Wahlen gewinnen und Lafontaine und Co. wären wenigstens im Westen wieder unter 5%.

Ein Aspekt noch zu Helmut Schmidt: So viel er auch geleistet hat und so reflektiert die meisten seiner Kommentare auch sind, muss er doch aufpassen, sich nicht durch unzählige Kommentare in der Bild-Zeitung abzunutzen und zu einem Kommentator wie jeder andere zu werden. Ein billiger Nazi-Vergleich steht einem Altkanzler jedenfalls alles andere als gut b:
 
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Also Vorab:

Politiker, Wirtschaftsbosse, Sportler, Promis, Ärzte, usw. sind alles nur Menschen wie Du und ich. Gut, in Sachen Bildung, Herkunft, Erziehung und Beziehungen gibt es oftmals Unterschiede zu Normalbürgern, aber ich denke die Grundgene sind gut gestreut.

Wenn man diese Sichtweise mal akzeptiert, dann wird man auch diesn Personenkreise gerne Fehltritte verzeihen können.

Wieso?

Nun im Bevölkerungsdurchschnitt gibt es, bitte legt mich nicht auf die Zahlen fest, 1% Kriminelle, 18% Steuerbetrüger, 22% Extremegoisten, 15% Klugscheißer, 68% Tierfreunde, 7% Depressive, 56% Fremdgeher, 12% Minderintelligente, 3% Radikale, 52% Nettmenschen, usw.

Somit gibt es halt auch steuerbetrügende Wirtschaftsbosse, korrupte Beamte, poulistische Politiker, geldgierige Banker, kunstfehlende Ärzte, schleimige Helfer, usw.

Sind dann aber alle anderen der Gruppe genauso schlimm? Nein! Nur man sieht lieber die positiven Sachen für sich und die negativen bei den anderen Menschen.

Wie kann ein Arbeitnehmer auf die Globalisierung schimpfen, wenn er für einen asiatischen Elektrokonzern arbeitet? Wie kann sich ein deutscher Arbeiter über die Werksverlagerung nach Osten aufregen, wenn sein Werk vor 20 Jahren selber von England hierher verlagert worden ist? Wie kann sich ein Kleinsparer über Broker und Großaktionäre beschweren? Mit welchem Recht lammentiert ein Sozialschmarotzer über die Vorstandsgehälter?

Da fehlt völlig die Grundlage!

Hängt doch einfach mal in eurer Firma alle Gehälter mit Namen ans schwarze Brett. Was meint ihr wie viele OHHHS und AHHHS und !!!!! es dann gibt.

Wo steht das die Welt ein gerechter Einheitsbrei ist? Blos weil wir uns Homo Sapiens schimpfen, sind wir doch keine Heileweltklone.

Wir sind mittlerweile ein Land der Kuscher und Selbstzweifler, wobei das waren wir ja auch schon immer. Der perfekte Nährboden für Populisten, die einem Teil der Bevölkerung das goldene Land vorgaukeln, wo plötzlich alles besser wird aus dem Nichts. Sowas hatten wir doch schon zu genüge. Schlimm wird nur, wenn dann die Masse noch mitmacht, damit sie nicht "negativ" auffällt.

Wenn ich an einem Samstagnachmittag durch die City laufe, dann fühle ich mich größtenteils wie ein Ausserirdischer. Wenn man sich da umblickt, dann versteht man warum solche Politiker einen Nährboden finden und wenn ich meine eigene Verdrossenheit betrachte, dann verstehe ich auch warum diese Politikerkaste nichts ändern kann.

Ich behaupte steif und fest: Wenn ein "Politiker" die Wahrheit sagen und einen wirklich, für die Masse und die Zukunft, guten Weg aufzeigt, dann würde ihm das Volk NICHT folgen.

Lieber blutet jeder ein bischen vor sich hin, auch wenn das langfristig den Tod bedeutet, als sich der schweren Oepration hinzugeben. Mensch sein ist so einfach.... :wm
 
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Was mir persönlich aufgefallen ist, dass die meisten Linken einfach in die alte DDR gehören. Sorry das ich es so formuliere, aber anders geht es nicht. Wenn wir nach den % gehen, dann haben die vielleicht 2% intellektuelle Anhänger und der Rest.. will ich lieber nicht sagen. Ich hab einen Kunden, der ist bei der Linke Schatzmeister und will in den Stadtrat nur wenn ich mir so anschaue, das er fast jeden Abend besoffen ist in der Öffentlichkeit, frage ich mich wirklich wer aus seiner Partei tickt noch richtig das sie ihn im Stadtrat haben wollen. Der Herr Lafontaine sagt auch nur was die "unterschicht" hören möchte. Die denken sich wow dieser Mann rettet uns alle und die reichen Schnösel sollen mal was abgeben blablalbla anstatt ihren Arsch mal selbst hoch zu kriegen. Könnte mich über diese Partei echt aufregen. Deren Denkweise ist leicht Kommunistisch und meiner Meinung nach echt eine Frechheit.
 
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kann jemand wirklich so dumm sein???
das kann man doch einfach gar nicht glauben...
aber noch viel geiler ist es eigentlich wie komplett gehirntot die zombis sein müssen die solche komplett geistige tiefflieger wählen....
wahnsinn, die gehören doch weggeschlossen und sämtliche staatsbürgerlichen rechte entzogen:g:g:g:g:g

:d die haben ja auch Kohl (Spendenaffäre/div. Interviews) und Stoiber (Highlight "Münchner HBhf.) gewählt und auch nicht vor Fischer zurückgeschreckt ... naja, und die bejubeln auch grad Müntefering ... &: obwohl der sich doch wegen Aufopferung gegenüber der kranken Gattin einst vom politischen Geschäft zurückgezogen hatte ... :M oder war es etwa doch .... )


aber bitte nicht so über den bösen Osten meckern :M .... Lafontain und Bisky sind in Westdeutschland sozialisiert worden ... :+ ...

@ Reza ... wassn "... leicht kommunistisch ... "??? :d ... "Kommunismus light" für den kalorienbewussten Genossen :d:d:d ... :t gute Geschäftsidee ... :d:d



 
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Mit Interesse habe ich diesen Thread verfolgt. Darunter waren auch einige objektive und inhaltlich schlüssige Beiträge, die, wie ich meine, eine gute Analyse beinhalteten. Andere sind eher nur populistisch und plakativ und gehören eher in die Ecke der Stammtischpolitik.
Der Herr Lafontaine sagt auch nur was die "unterschicht" hören möchte. Die denken sich wow dieser Mann rettet uns alle und die reichen Schnösel sollen mal was abgeben blablalbla anstatt ihren Arsch mal selbst hoch zu kriegen. Könnte mich über diese Partei echt aufregen.
Stell dir doch mal die Frage, warum so viele den Worten Lafontaines lauschen und in ihm den Vertreter ihrer Interessen sehen. Es war doch einmal so, daß die politische Landschaft klar geordnet war. Die SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) vertrat die Interessen des Arbeitnehmers (also auch die des "kleinen Mannes"), die CDU/CSU war mehr dem Unternehmertum zugeordnet und vertrat die Interessen der Arbeitgeber und Großindustriellen. Die FDP fungierte als Mehrheitsbeschaffer und die Grünen vertraten eben ihre ökologischen Interessen, um es etwas vereinfacht darzustellen. Jede Partei grenzte sich also programmatisch klar von den anderen Parteien ab und besaß mehr oder weniger klare Wählerprofile. Aber was geschah dann? Die FDP wollte plötzlich nur noch die Interessen der Mittel- bis Oberschicht vertreten und bezeichnete sich als die "Partei der Besserverdienenden". Das führte dazu, daß die FDP bei allen Landtagswahlen große Stimmenverlußte hinnehmen mußte und aus fast allen Landtagen flog. Da mutierte die Partei der Besserverdienenden plötzlich zur Spaßpartei (ich kann mich noch gut an das Spaßmobil erinnern, mit dem Guido Westerwelle durch die Lande tourte, um auf Stimmenfang zu gehen.) Diese Partei war also überhaupt keine Option mehr.
Die Politik der SPD mutierte unter Gerhard Schröder zu der der CDU, was sich auch deutlich darin zeigte, daß unter Schröder quasi der VW-Vorstand die Politik des Landes bestimmte. Die Arbeitnehmer verloren damit ihre Lobby im politischen Umfeld. Darin besteht ja auch der Vorwurf an die SPD, Verrat an ihrer Stammwählerschaft begangen zu haben. Und das ist auch der Grund, warum die SPD seither viele Mitglieder verloren hat und jetzt nur noch bei 20% der Wählergunst herumdümpelt. Und gerade dies führte letztendlich zu Entstehung der WASG, die später mit der Linkspartei.PDS fusionierte und die Linkspartei gründete. Die Linkspartei ist demzufolge das Vermächtnis Schröders an Deutschland.

Seit Schröder wurde der Billiglohnsektor zunehmends ausgebaut, die Zahl derer, die trotz Vollzeitbeschäftigung auf Sozialhilfeleistungen angewiesen sind, ist stetig gestiegen. Und die Zeiten, in denen eine qualifizierte Berufsausbildung und/oder ein hochqualifizierter (Hoch)Schulabschluß ein Garant für einen gut bezahlten Job ist, sind längst vorbei.
Es ist nunmal so, daß mit Mitteln der Prozeßoptimierung mit immer weniger Arbeitnehmern die Bedürfnisse von immer mehr Menschen befriedigt werden können. Da fallen halt zahlreiche Arbeitsplätze im produktiven Bereich weg.

Durch das Drücken des Lohnniveaus sinkt natürlich auch die Geldmenge, die durch Anschaffungen oder das Nutzen von Dinstleistungen wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf zurückfließt. Das bedeutet, es wird auch immer schwerer, sich mit einer Idee selbständig zu machen, denn das wirtschaftliche Umfeld muß über das entsprechende Liquiditionpotential verfügen, damit der Existenzgründer auch wirtschaftlich überleben kann. Aber dieses Potential schrumpft zunehmendst, was sich in einer Insolvenzwelle gerade innerhalb des Mittelstandes der letzten Jahre zeigte. Das ist Fakt und kann nicht wegdiskutiert werden. Daher ist es zynisch, einfach zu sagen: "Die sollen mal den Arsch hochkriegen."
Auch den Arbeitslosen oder Hartz-IV-Empfänger pauschal als Sozialschmarotzer zu bezeichnen, ist gesellschaftlich sehr fragwürdig. Da gehören Unternehmen, die ihre Arbeitnehmer vom Staat subventionieren lassen und ihre Lohnkosten auf die Schultern der Allgemeinheit abwälzen, zu den größten Sozialschmarotzern, denn für die Gewinnmaximierung eines Unternehmens ist das soziale Netz nicht angedacht.

Was den Wahrheitsgehalt von Aussagen verschiedener Politiker angeht, so ist eben dieser doch sehr gering. Da versprach Hemut Kohl (CDU) in seiner feurigen Rede zur Wiederfereinigung Deutschland 1989: "Die Wiedervereinigung kostet uns keinen Pfennig."
Norbert Blüm versprach uns: "Die Rente ist sicher!"
Beides sind offensichtlich Falschaussagen. Jeder Politiker verzerrt in seinen Reden die Wirklichkeit zu seinem Gunsten. Da macht natürlich Oscar Lafontaine auch keine Ausnahme. Da geht es doch ein wenig zu weit, ihn als Demagogen zu bezeichnen oder gar einen Vergleich mit Adolf Hitler anzustreben, nur weil er die "Schmuddelkinder" anführt. Auch eine ausgeprägte Eloquenz und rhetorische Raffinesse sind kein schlüssiges Argument dafür, denn diese Qualitäten bringt jeder Berufspolitiker mit.

Noch eine Bemerkung am Rande:
Ein Land kann nicht geführt werden wie ein Wirtschaftsunternehmen, da die Qualitäten vollkommen unterschiedlicher Natur sind. Ein einfaches Beispiel soll diese These untermalen. Ein Unternehmen wirkt dem Arbeitnehmerüberschuß durch Kündigung entgegen. Ein Staat kann aber den Bürgerstatus "überflüssiger Bürger" nicht aufkündigen. Die Menschen bleiben also da. Wohin also mit dem Ausschuß?
 
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ich teile deine Meinung teils teils. Fakt ist das viele nicht alle aber die meisten Hartz4 Empfänger nicht arbeiten wollen bzw schwarz arbeiten und gleichzeitig noch vom Staat Hilfe kriegen diejenigen mit einer guten Qualifikation werden auch Arbeit finden. Meiner Meinung nach gibt es genug Arbeit nur die Leute wollen nicht oder sind schlicht und einfach nicht gut genug Qualifiziert.(hab 5 Monate gebraucht um einen Vernünftigen Koch zu finden) oder ich hab mal eine Anzeige aufgegeben das wir eine Aushilfe suchen etc.. es kamen Anrufe wie "unter 8€ die Stunde steh ich nicht auf" ohne vorher sich mal persönlich vorzustellen etc. Die geben sich 0 mühe. Wenn wir jetzt ganz weit gehen wollen, muss man sich unsere Ausländischen Mitbürger ansehen. Kriegen Hartz4 fahren ein Oberklassen Auto auf ein anderen Namen zugelassen und nebenbei arbeiten sie noch. Die verdienen mit weniger Aufwand mehr als einer der eine ehrliche und harte Arbeit macht. Da möge mir mal einer Sagen unser System ist gut..

Ich könnte dir jetzt tausend beispiele nennen. Fakt ist sowas ist Menschlich wenn jemand Monatlich paar Tausend € in die Tasche gesteckt bekommt für nichts tun, dann ist es klar das man nicht arbeiten möchte. Ich bin sogar der Meinung das es vielen Menschen zu gut geht. Dieses ganze Genörgel kann ich nicht mehr hören. Und das viele Mittelständige Unternehmen Insolvenz anmelden, liegt meist daran das die Ideen oder gar die Kompetenz für diesen Berufszweig fehlt. Es heißt SELBST Ständig. Viele machen sich Selbstständig mit dem Gedanken wow jetzt werde ich Reich.. und nach paar Monaten kommen sie mit dem ganzen Druck nicht klar und machen dicht. Beispiel? schau dir mal in deiner Stadt an wie viele Imbiss Buden auf und zu machen ;) aber du wirst immer noch welche finden die super laufen.

Schade ist es halt um die Arbeitnehmer als aller erstes sind sie Betroffen. Aber so ist die Heutige Marktwirtschaft. So hart es auch klingen mag.

p.s ich will niemanden angreifen um Gottes willen und ich finde es genau so schei*e das jemand seine Arbeit verliert und Abstriche machen muss in seiner Lebensqualität.
 
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@ reza84:
Volle Zustimmung. Natürlich gibt es Hartz-IV-Empfänger, die einfach keinen Bock auf Arbeit haben und sich ein laues Leben auf den Schultern der Allgemeinheit machen wollen. Das ist also vollkommen unstrittig. Dies aber kann man nicht pauschalisieren, genauso wenig, wie man die Gegenseite pauschalisieren kann.

Aber seien wir doch mal ehrlich. Wie weit kommt man heute, bei dieser Steuerlast und der vorherrschenden Teuerungsrate mit einem Stundenlohn von 8 €? Der Nettolohn liegt dann gerade mal beim Existenzminimum. Also, ehrlich gesagt, würde ich mir für 8 € Stundenlohn auch keinen Wecker stellen.

Auch daß man mit seiner Selbstständigkeit baden geht, wenn man nicht die nötige Qualifikation aufbringt, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber, wenn ich als Fachinformatiker oder gar Diplominformatiker einen Computerladen aufmache, aber keiner sich die Dienstleistungen, die ich anbiete, leisten kann (mit Hardware ist kaum noch Gewinn zu erwirtschaften), dann schließe ich bald den Laden wieder zu, ob qualifiziert oder eben auch nicht.

Wie gesagt, es gibt zu jedem Beispiel ein Gegenbeispiel.
 
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Die Linkspartei ist demzufolge das Vermächtnis Schröders an Deutschland.

So schwarz/weiß wie du es siehst, ist es glaube ich nicht. Das Problem bei Schröder war einfach, dass er es so falsch wie möglich kommuniziert und es mit "basta" einfach so durchgedrückt hat. Ich denke, die Reformen von Schröder waren goldrichtig. Hier trennt sich meines Erachtens auch die Spreu von Weizen: Die einen haben im Gegensatz zu den anderen begriffen, dass ich nicht beliebig viel Geld in Sozialsysteme pumpen kann, ich kann im Prinzip nur so viel ausgeben, wie ich einnehme, sonst bin ich pleite (und wir machen ja immer noch viel zu viel Schulden).

Und was die FDP betrifft, die hat sich mittlerweile wieder sehr aufgerappelt und hat bei den letzten Wahlen gut dazugewonnen.

Für alle, die mit den Linken irgendwie sympathisieren, empfehle ich die Lektüre der aktuellen Cicero-Ausgabe, in der linke Politiker indirekt die Enteignung deutscher Großunternehmer fordern (u.a. Continental und BMW). Ich denke, jetzt hat jeder verstanden, mit wem man es hier zu tun hat :j
 
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Also, ehrlich gesagt, würde ich mir für 8 € Stundenlohn auch keinen Wecker stellen.


Aber nur, weil dir der Staat immer noch 7,50 € gibt :w

Es müsste einfach wieder die Maxime gelten, dass diejenigen, die arbeiten, wieder deutlich mehr haben als diejenigen, die nicht arbeiten. Und nicht nur 20 € mehr am Monatsende...

Leider ist das mit der aktuellen Steuerpolitik nicht möglich.
 
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