Ab 65 sollte mancher Politiker besser in Rente gehen!

AW: Ab 65 sollte mancher Politiker besser in Rente gehen!

Bei uns dürfen Sozialfürsorgebezüger (was bei Euch "Hartz4" genannt wird)
demnächst kein Auto mehr besitzen. Ausserdem müssen sie regelmässig
Einsätze zugunsten der Allgemeinheit leisten (Strassen kehren, Schnee schaufeln, Waldarbeit),
ansonsten der Fürsorgebetrag fortlaufend stärker gekürzt wird.

Ist in einem Land wie dem unseren, wo Gewerkschaften und Sozialdemokratie
im Vergleich zu D eher schwach sind, problemlos machbar. Stört überhaupt keinen.

 
AW: Ab 65 sollte mancher Politiker besser in Rente gehen!

Stundenlohn von 8€ war für eine Aushilfe bis max 400€ Monatlich. Du hast schon Recht für jedes Beispiel gibt es ein Gegenbeispiel :-)
 
AW: Ab 65 sollte mancher Politiker besser in Rente gehen!

Bei uns dürfen Sozialfürsorgebezüger (was bei Euch "Hartz4" genannt wird)
demnächst kein Auto mehr besitzen. Ausserdem müssen sie regelmässig
Einsätze zugunsten der Allgemeinheit leisten (Strassen kehren, Schnee schaufeln, Waldarbeit),
ansonsten der Fürsorgebetrag fortlaufend stärker gekürzt wird.
Daß Sozialhilfeempfänger kein Auto besitzen dürfen, hatten wir schon. Dieses Gesetz wurde aber fallengelassen, da Mobilität eine Grundvoraussetzung für Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt ist. So züchtet man sich Langzeitarbeitslose. Das wird die Österreichische Regierung aber auch noch merken.;)
Hartz-IV-Empfänger werden hier in s.g. 1€-Jobs gesteckt, die allgemeinhin allgemeinützig sein und einen Bildungscharakter haben sollen. Leider wird dies nicht immer erfüllt, sondern reguläre Arbeitsplätze durch 1€-Stellen ersetzt. Dies ist volkswirtschaftlich äußerst bedenklich und kann eigentlich auch nicht in Interesse der Regierung liegen, da damit steuerpflichtige Stellen vernichtet werden.

Der Vorteil liegt halt darin, daß Arbeitslose, die in solche Maßnahmen gesteckt werden, nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik aufgeführt werden. So kann man eine geringere Arbeitslosenquote für sich in Anspruch nehmen, obwohl die Zahl der Leistungsempfänger nicht abgenommen hat. (Wieder ein Beispiel für die Verzerrung der Wirklichkeit) :y
 
AW: Ab 65 sollte mancher Politiker besser in Rente gehen!

Man möge mir verzeihen ... aber ... um nur einige fragwürdigen Punkte anzusprechen.

... ... die CDU/CSU war mehr dem Unternehmertum zugeordnet und vertrat die Interessen der Arbeitgeber und Großindustriellen ...

Wir haben also ca. 40 % Arbeitgeber und Großindustrielle in Deutschland?:OHumbug, die CDU ist als Volkspartei ein Konglomerat unterschiedlichster Strömungen, wie sicherlich Wirtschaftsflügel aber eben auch christlich Wertkonservative bis hin zu Herz-Jesu-Marxisten uvam. Zugegebenermaßensie wirkt sie geschlossener, weil die Flügelkämpfe nicht so offen ausgetragen werden. Aber Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, daß ein Horst Seehofer oder ein Heiner Geißler die Interessen des Großkapitals vertreten, oder?

... Die FDP fungierte als Mehrheitsbeschaffer ...
Was soll das denn sein und warum hätte man die dann wählen sollen? &: Nee, die hatten schon eigene Inhalte zu bieten, wie Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Die waren zum Beispiel im Gegensatz zu vielen anderen gegen den großen Lauschangriff, weil der die Bürgerrechte deren Meinung nach inakzeptabel verletzte.

... Da mutierte die Partei der Besserverdienenden plötzlich zur Spaßpartei ...
Besser gesagt, zur Lachnummer. Hier kann ich Dir ausnahmsweise nicht widersprechen

Die Politik der SPD mutierte unter Gerhard Schröder zu der der CDU, was sich auch deutlich darin zeigte, daß unter Schröder quasi der VW-Vorstand die Politik des Landes bestimmte.
Daß Hartz von der Gewerkschaft war und auch von der Gewerkschaft in den Posten des Personalvorstandes im VEB VW gehievt worden ist, hast Du anscheinend nicht mitbekommen.

Die Arbeitnehmer verloren damit ihre Lobby im politischen Umfeld.
Darin besteht ja auch der Vorwurf an die SPD, Verrat an ihrer Stammwählerschaft begangen zu haben. ... Die Linkspartei ist demzufolge das Vermächtnis Schröders an Deutschland.
So lautet jedenfalls der Vorwurf derer, die sich mit Freibierpolitik Wählerstimmen kaufen wollen. Warum sollte aber der anfangs doch eher recht opportunistisch agierende Schröder so etwas tun? Es war schlicht so, daß der Sozialstaat überfordert war und vor dem Zusammenbruch bewahrt werden mußte. Ich halte nicht übermäßig viel von Schröder aber immerhin hat er den Charakter besessen diesen unbequemen Job zu erledigen Chapeau!

Seit Schröder wurde der Billiglohnsektor zunehmends ausgebaut, die Zahl derer ... ist stetig gestiegen. ... Es ist nunmal so, daß mit Mitteln der Prozeßoptimierung mit immer weniger Arbeitnehmern die Bedürfnisse von immer mehr Menschen befriedigt werden können. ... das wirtschaftliche Umfeld muß über das entsprechende Liquiditionpotential ... was sich in einer Insolvenzwelle gerade innerhalb des Mittelstandes ...
Joh, der olle Schröder, der Büttel des Kapitals, der war's, nur noch Billiglöhne und Prozeßoptimierung. :end:

Jetzt wird's aber abstrus:3dizzy2z:

Wir stehen nun mal im globalisierten Wettbewerb. Nicht zuletzt auch deshalb, weil wir als Verbraucher möglichst billige Produkte wollen. Viele Tätigkeiten können jedoch in Deutschland nicht mehr wirtschaftlich ausgeführt werden. Daß der Staat diejenigen unterstützt die nicht in der Lage sind aus eigener Kraft eine verkaufbare Leistung zu erbringen finde ich ausgesprochen sozial. Und daß die Zahl der Transferempfänger stark gestiegen ist liegt auch daran, daß durch die deutlichen Erhöhungen der Sozialleistungen immer mehr Menschen anspruchsberechtigt geworden sind.

Der verschärfte Wettbewerb trifft natürlich auch den Mittelstand. Dieser wurde zusätzlich auch noch durch verschärfte Gesetze und Bestimmungen, ausufernde Bürokratie und zusammengestrichene Förderungen für Existenzgründer belastet.

... Da gehören Unternehmen, die ihre Arbeitnehmer vom Staat subventionieren lassen und ihre Lohnkosten auf die Schultern der Allgemeinheit abwälzen, zu den größten Sozialschmarotzern ...
Wer macht denn sowas und warum läßt der Staat das zu?&:

... Da geht es doch ein wenig zu weit, ihn als Demagogen zu bezeichnen oder gar einen Vergleich mit Adolf Hitler anzustreben, ...
Das geht überhaupt nicht zu weit. Mit seinen Enteignungsphantasien tritt er unsere freiheitliche Grundordnung mit Füßen. Unsere Verfassung schützt das Eigentum. Der Mann ist also ein Verfassungsfeind. Mit seinen Thesen will er also da Volk zum Verfassungsbruch verführen. Also ist er ein Demagoge. Und mit seinen Fremdarbeitersprüchen fischt er in der gleichen trüben Brühe wie die Rechten. Das er Sozialist ist wird wohl keiner bestreiten. National und Sozialist: Fertig ist der Nationalsozialist. Gut, zugegeben, Goebbels hätte vielleicht besser gepaßt

... Ein Land kann nicht geführt werden wie ein Wirtschaftsunternehmen, ... Wohin also mit dem Ausschuß?
Was will Du damit eigentlich sagen?


SCNR:M

Nichts für ungut

Jörg

PS. Was in aller Welt ist Liquiditionpotential?
 
AW: Ab 65 sollte mancher Politiker besser in Rente gehen!

Man möge mir verzeihen ... aber ... um nur einige fragwürdigen Punkte anzusprechen.
Aber immer gerne ;)
Wir haben also ca. 40 % Arbeitgeber und Großindustrielle in Deutschland?:OHumbug, die CDU ist als Volkspartei ein Konglomerat unterschiedlichster Strömungen, wie sicherlich Wirtschaftsflügel aber eben auch christlich Wertkonservative bis hin zu Herz-Jesu-Marxisten uvam. Zugegebenermaßensie wirkt sie geschlossener, weil die Flügelkämpfe nicht so offen ausgetragen werden. Aber Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, daß ein Horst Seehofer oder ein Heiner Geißler die Interessen des Großkapitals vertreten, oder?
Sicher weiß ich, daß es unterschiedliche Strömungen in jeder Partei gibt. Allerdings hat jede Partei eine politische Grundausrichtung. Das muß ja auch so sein. Weswegen sollte sich ein Wähler sonst für eine bestimmte Partei entscheiden können? Gerade deswegen ist eine indifferente politische Landschaft, die die großen Volksparteien ja leider ausbilden, auch schädlich für die Demokratie. Nicht das Erstarken der Linkspartei sollte uns Sorgen bereiten, sondern die große Anzahl der Anhänger der "Partei der Nichtwähler" sollte dies tun, denn sie degradiert mittlerweile jede Regierung zu einer Minderheitenregierung.
Dies aber wollte ich in meinem letzten Posting nicht ansprechen, weswegen diese Differenzierung für meine Argumentation nicht notwendig war. Schließlich wollte ich ja auch keine Arbeit über die Politische Situation verfassen. ;)

Ach ja, ein deutliches Zitat für die CDU, welches schon sehr alt ist, lautet: "Hascht 'ne Kuh, wähl CDU."

Zitat:
... Die FDP fungierte als Mehrheitsbeschaffer ...
Was soll das denn sein und warum hätte man die dann wählen sollen? &: Nee, die hatten schon eigene Inhalte zu bieten, wie Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Die waren zum Beispiel im Gegensatz zu vielen anderen gegen den großen Lauschangriff, weil der die Bürgerrechte deren Meinung nach inakzeptabel verletzte.
Mal hat die FDP mit der SPD koaliert, dann mit der CDU/CSU. Was sagt das über eine Partei sonst aus.
Dein Beispiel stammt aus jüngerer Zeit. Und da gebe ich dir insofern recht, daß die FDP Profil gezeigt hat und erstmalig wegen zu großer Differenzen zu den Regierungsparteien in die Opposition gegangen ist. Das sei ihr hoch anzurechnen. Aber auch dieser Punkt war für die Argumentation belanglos, da ein größerer Zeitraum betrachtet wurde.

Daß Hartz von der Gewerkschaft war und auch von der Gewerkschaft in den Posten des Personalvorstandes im VEB VW gehievt worden ist, hast Du anscheinend nicht mitbekommen.
Das ist doch belanglos, was der Herr Peter Hartz mal gewesen ist und wer ihn gehievt hat. Von Belang ist nur, was er zum Zeitpunkt seiner Berufung durch Schröder gewesen ist und was er getan hat.

So lautet jedenfalls der Vorwurf derer, die sich mit Freibierpolitik Wählerstimmen kaufen wollen. Warum sollte aber der anfangs doch eher recht opportunistisch agierende Schröder so etwas tun? Es war schlicht so, daß der Sozialstaat überfordert war und vor dem Zusammenbruch bewahrt werden mußte. Ich halte nicht übermäßig viel von Schröder aber immerhin hat er den Charakter besessen diesen unbequemen Job zu erledigen Chapeau!
Naja, wer die letzten Jahre über Freibier en mas bekommen hat, muß ja nicht weiter erwähnt werden, gell :s
Daß der anfangs opportunistisch agierende Schröder mehr dem Arbeitgeberlager zugetan war, ist doch kein Geheimnis. Und auch die enge Verquickung wirtschaftlicher mit politischer Macht ist kein Geheimnis. Genauso wie bekannt ist, daß viele prominente Politiker ihre Reden von Bertelsmannstiftung verfassen lassen. Spätestens da sollte doch einem ein Licht aufgehen. Nicht daß ich etwas gegen die Bertelsmannstiftung hätte, denn ich hatte mit Vertretern der Bertelsmannstiftung interessante und konstruktive Gespräche geführt, in denen unsere Positionen große Schnittmengen hatten.

Joh, der olle Schröder, der Büttel des Kapitals, der war's, nur noch Billiglöhne und Prozeßoptimierung. :end:

Jetzt wird's aber abstrus:3dizzy2z:

Wir stehen nun mal im globalisierten Wettbewerb. Nicht zuletzt auch deshalb, weil wir als Verbraucher möglichst billige Produkte wollen. Viele Tätigkeiten können jedoch in Deutschland nicht mehr wirtschaftlich ausgeführt werden. Daß der Staat diejenigen unterstützt die nicht in der Lage sind aus eigener Kraft eine verkaufbare Leistung zu erbringen finde ich ausgesprochen sozial. Und daß die Zahl der Transferempfänger stark gestiegen ist liegt auch daran, daß durch die deutlichen Erhöhungen der Sozialleistungen immer mehr Menschen anspruchsberechtigt geworden sind.
Hier vollziehst du leider einen Ringschluß. Weswegen müssen wohl die Sozialleistungen angehoben werden? Weil die Lebenshaltungskosten, die in Deutschland eh schon vergleichsweise hoch sind, immer weiter steigen, aber die Reallöhne sinken. Desweiteren ist die Anzahl der Geringverdiener nachweislich stark gestiegen. Diese Arbeitnehmer leisten aber keine Sozialbeiträge, sondern sind im Gegenteil Leistungsempfänger. Und das muß natürlich ausgeglichen werden. Ist der Groschen jetzt gefallen?

Zu deiner Frage, warum der Staat das zuläßt: Weil die Regierung die Interessen derer vertritt, die eben von dieser Art der Arbeitssubvention profitieren.

Das geht überhaupt nicht zu weit. Mit seinen Enteignungsphantasien tritt er unsere freiheitliche Grundordnung mit Füßen. Unsere Verfassung schützt das Eigentum. Der Mann ist also ein Verfassungsfeind. Mit seinen Thesen will er also da Volk zum Verfassungsbruch verführen. Also ist er ein Demagoge. Und mit seinen Fremdarbeitersprüchen fischt er in der gleichen trüben Brühe wie die Rechten. Das er Sozialist ist wird wohl keiner bestreiten. National und Sozialist: Fertig ist der Nationalsozialist. Gut, zugegeben, Goebbels hätte vielleicht besser gepaßt
Nun, Aufrufe zur Enteignung sind nicht nur Verfassungswidrig, sondern auch moralisch höchst fragwürdig. Und diesen Vorwurf wird sich Lafontaine auch gefallen lassen müssen.
Aber Rechtsradikal? Das ist doch sehr weit hergeholt. In unserer Gesellschaft wird man leider sehr schnell zum Rechtsradikalen abgestempelt, wenn man nicht den alienofilen Kurs gradgenau folgt. So wird beispielsweise jeder Gegner der gigantischen Moschee, die in Köln entstehen soll, in die rechtsradikale Ecke gedrängt.
Vergleiche mit Adolf Hitler und Göbbels da anzustellen ist deswegen reine Polemik.

PS. Was in aller Welt ist Liquiditionpotential?
Sorry, vertippser. Gemeint war natürlich das Liquiditätspotential :X

Wie ich deinem Fuhrpark entnehme, gehörst du eher zu den Personen, die im Leben alles richtig gemacht haben und daher auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Daher kann ich deine Position und Argumentation sehr gut nachvollziehen. Und wäre ich in deiner Position, würde ich sicherlich genauso argumentieren. Dem ist aber leider nicht so, weswegen wir unterschiedliche Perspektiven haben.

Und jetzt verabschiede ich mich aus diesem Thread, da ich nicht ganze Romane verfassen möchte, werde aber die Diskussion mit Interesse weiter verfolgen.
 
AW: Ab 65 sollte mancher Politiker besser in Rente gehen!

Und es sind gerade die Schwächen der etablierten Parteien, die mir wirklich Angst machen!!!
Da liegen wir in PISA hoffnungslos hinten - immer noch keine adäquate Reaktion.

Nicht nur ein Beispiel, sondern genau das ist der Grund, warum solche Luftphrasenklopper gewählt werden.
Die Masse der Menschen in wahlfähigem Alter verblöden mehr und mehr und sind ein gefundenes Fressen für solche Schwachmaten.
Die sehen und glauben nur, was der Fatzke denen einbleut - und machen ihr Kreuzchen an der falschen - ach ne - an der richtigen Stelle.
Kommt darauf an, von welcher Seite man es sieht. Dummheit wählt, Intelligenz säuft (ab) [leicht abgeändert]
... oder überweist 300.000.000 Euro an einen Pleitegeier - wie bescheuert ist das denn?
 
AW: Ab 65 sollte mancher Politiker besser in Rente gehen!


Danke!;)

... Nicht das Erstarken der Linkspartei sollte uns Sorgen bereiten, sondern die große Anzahl der Anhänger der "Partei der Nichtwähler" sollte dies tun, denn sie degradiert mittlerweile jede Regierung zu einer Minderheitenregierung ...

Das ist in der Tat eine besorgniserregende Entwicklung. War aber zur Zeit der ersten großen Koalition nicht anders und ist insofern nicht überraschend. Große Koalitionen wirken polarisierend was auch sicherlich dazu beiträgt, daß Linke so erstarkt ist.

... "Hascht 'ne Kuh, wähl CDU." ...

So, so und Kühe sind also die bevorzugten Haustiere der Großindustriellen?:w

Sicher, die CDU vertritt eher Bürgerliche Interessen. Früher sicher auch christlich wertkonservative, aber ich glaube, daß deren Bedeutung schwindet. Bürgerliche Interessen sind aber auch die von selbstständigen Handwerkern, kleinen Kaufleuten oder gutverdienenden Facharbeitern. Zu sagen, daß die CDU die Interessen von Arbeitgerbern und Großindustrie vertritt klingt, diplomatisch formuliert, ein bißchen arg nach linker Folklore.

... Mal hat die FDP mit der SPD koaliert, dann mit der CDU/CSU. Was sagt das über eine Partei sonst aus ...

Das sie undogmatisch ist?:w Ich finde, daß Deutschland ein freiheitliche undogmatische Partei, die ein Korrektiv für die Betonköpfe in den großen Parteien wäre, ungeheuer gut tun würde. Die Wahrheit liegt bekanntermaßen oftmals in der Mitte. Diese Funktion hatte die FDP früher auch inne. Wenn aber an den heutigen Zustand der FDP denke, fallen mir leider eher Containerbesuche und eine 18 unter den Schuhsohlen ein.

... Das ist doch belanglos, was der Herr Peter Hartz mal gewesen ist und wer ihn gehievt hat. Von Belang ist nur, was er zum Zeitpunkt seiner Berufung durch Schröder gewesen ist und was er getan hat.

Nein, es ist nicht belanglos, zeigt es doch daß auch Gewerkschaftsleute offensichtlich davon überzeugt waren, daß der Sozialstaat reformiert werden muß. Im übrigen ist es auch ein Unterschied ob ein Gewerkschafter eine Vorstandsstelle erhält um gewerkschaftliche Interessen im Unternehmen zu vertreten oder ob man behauptet, daß die Vorstände Deutschland regieren würden.

... Naja, wer die letzten Jahre über Freibier en mas bekommen hat, muß ja nicht weiter erwähnt werden, gell :s ...

Wenn ich an meine Kindheitstage zurückdenke, muß ich feststellen, daß es heute allen besser geht als vor 30 Jahren.

Daß der anfangs opportunistisch agierende Schröder mehr dem Arbeitgeberlager zugetan war, ist doch kein Geheimnis. Und auch die enge Verquickung wirtschaftlicher mit politischer Macht ist kein Geheimnis.

Sicher die sind genauso gierig und egoistisch wie alle anderen auch. Schröder hat aber Arbeitgebernähe suggeriert um seinem Haufen einen Hauch von Wirtschaftskompetenz zu verleihen und damit Wählerpotentiale in der Mitte zu erschließen. In seiner ersten Legislaturperiode hat dann aber jedenfalls für den Mittelstand, und damit dem größten Teil der Arbeitgeber, überhaupt nichts getan.

Hier vollziehst du leider einen Ringschluß. Weswegen müssen wohl die Sozialleistungen angehoben werden? ... aber die Reallöhne sinken ...

Weil es war politisch gewollt war, daß die Sozialhilfe auf ALG Niveau angehoben wird. Daß die Reallöhne sinken ist unbestritten. Das ist aber auch eine Folge der Globalisierung. Weltweit betrachtet haben wir ausgesprochen hohe Reallöhne. Die Konkurenz derer die für viel weniger Geld arbeiten macht nicht an unseren Landesgrenzen halt. Und unser wirtschaftlicher und technischer Vorsprung schmilzt ständig. Jetzt komm bitte nicht mit den paar Großunternehmen die exorbitante Gewinne ausweisen. Der weitaus größte Teil der Unternehmen muß sich mit weitaus bescheideneren Ergebnissen zufrieden geben.

Zu deiner Frage, warum der Staat das zuläßt: Weil die Regierung die Interessen derer vertritt, die eben von dieser Art der Arbeitssubvention profitieren.

Wer soll das sein? :5klingonz:3devilz::2batmanz::evil::vampire::vulcan::1alienz: gemeinsam mit der SPD?

Vergleiche mit Adolf Hitler und Göbbels da anzustellen ist deswegen reine Polemik.

Natürlich ist er nicht rechtsradikal, obwohl er nachweislich um diese Klientel buhlt. Aber was Egoismus, Machtversessenheit, Eitelkeit und Skrupelosigkeit anbetrifft, ist IMHO der Vergleich mit dem einen oder anderen Protagonisten des einen oder anderen Unrechtsregimes durchaus zulässig.

Im übrigen wird in Punkt 11 des Parteiprogrammes der NSDAP die Abschaffung des mühelosen Einkommens, sprich die Enteignung großer Familienvermögen, gefordert. Ganz soweit hergeholt ist der Vergleich mit den Nazis dann doch nicht.

... gehörst du eher zu den Personen, die im Leben alles richtig gemacht haben ...

ICH? Erzähl das mal meiner Frau! :d:d:d:d:d

Spaß beiseite. Mir geht es nicht schlecht, sicher, aber auch ich bekomme zu spüren, daß der Wind rauer wird.

Ein Pärchen Anfang 30, gesund, mit 2 Kinder, das ich kenne, die in ihrem eigenen Haus leben haben hingegen über 1600 € monatlich - incl. Kindergeld etc. In manchen Ecken Deutschlands mag das nicht sehr viel sein. Hier im Osten ist das aber ausgesprochen komfortabel. Die meisten Arbeitnehmer hier gehen mit deutlich weniger netto nach hause. Und das nicht weil sie von ihrem Schwein von Arbeitgeber enteignet werden, sondern weil hier die Bäume nicht in den Himmel wachsen und schlicht nicht mehr erwirtschaftet wird.

Mich kotzt das an.

Wer etwas haben will soll auch etwas dafür leisten. Wer unverschuldet in Not gerät hat ohne jeden Zweifel Anspruch auf die Solidarität der Gesellschaft. Wer aber zu bequem ist eigene Anstrengungen zu unternehmen und Arbeit unzumutbar findet soll meinetwegen hungern. Merde!

Und jetzt verabschiede ich mich aus diesem Thread, da ich nicht ganze Romane verfassen möchte, werde aber die Diskussion mit Interesse weiter verfolgen.

Kann ich verstehen, geht mir auch so.

SCNR

Grüße Jörg
 
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