Alles zu E Fuels

Klar muss das weiterverfolgt werden.
Wie sonst sollen Länder OHNE elektrische Infrastruktur einigermaßen ökologisch mobil bleiben?

Der E-Zwang für europäische Hersteller schneidet diese von den weiterhin großen Verbrennermärkten ab.
Diese Märkte scheinen für VW und Audi nicht interessant.
 
Das Preisargument bezieht sich auf eine eigene 100% eFuels Zapfsäule an der Tankstelle, die es so schnell nicht geben wird. Wenn man aber bedenkt, dass ein eFuels Gehalt von 5-10% im fossilen Kraftstoff als Beimischung verwendet wird, dann ist der Mix kaum teurer als was wir bereits bezahlen. Analog mischen wir ja seit geraumer Zeit Ethanol bei und es funktioniert.

Porsche weitet seine eFuels Aktivitäten auf Tasmanien aus. Es braucht in der EU einen gesetzlichen Rahmen.
 
Ah, wenn wir analog E10 nur bis zu 10% synthetischen Kraftstoff beimischen dann ist das E-Fuel? Hatte ich so nicht verstanden
 

Also bei 2 oder 3€ könnte ich mir Spaßfahrten mit dem Verbrenner noch vorstellen, aber über 5€ - da wäre meine Urlaubskasse schon geplündert, bis ich im Allgäu von der AB auf die Landstraße fahre, Richtung Tannheimer Tal, Timmelsjoch, Jaufenpass ... :(
 
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"derzeit".. bei einer Versuchsanlage ist das mehr als klar... Da sin 10€ m e. Noch gut.
Aber dann die Steuern on top....😇
 
Und ich Wette um einen Kasten Bier, dass auch auf die efuels CO2 Abgabe anfallen wird...😂
 
Zwei Beiträge von ingenier.de keine Stimmungsmache - technisch, objektiv.


An der Stelle noch bewusst die zukünftige Einschätzung des eines direkten Treibers und Befürworters des Treibstoffs (so muss man das auch bewerten, aber schon interessant...!) (ehm. Hauptgeschäftsführers des Mineralölwirtschaftsverband (MWV) jetzt "Wirtschaftsverband Fuels und Energie e. V.") - Lesenswert!


Meine persönliche Meinung:
Am Ende alles eine Frage der Verfügbarkeit, des Marktes und was der Kunde bereit ist für die eine oder andere Energie zu zahlen. Ich wette hingegen einen Kasten Bier das uns Autofahrern Mineralöl noch sehr sehr lange erhalten und attraktiver bleiben wird, und auch sei es das man/die Konzerne+Abnehmer irgendwann dazu verpflichtet werden den Verbrauch irgendwie anders im vollen Umfang zu kompensieren.

Der Porsche Treibstoff soll physisch übrigens auch nie den Weg in unsere Tanks finden (warum sollte klar sein...) sondern nur die Zertifikate davon, der Treibstoff soll direkt in Chile verkauft werden sollen.
Porsche möchte im Endausbau mal 55 Mio l pro Jahr erreichen. Deutschland alleine brauchte im Corona Jahr 2020 (QuellenStatista umgerechnet auf Liter) : 54.850 Mio Liter Benzin und und Diesel, Schweröl und Kerosin außen vor.
Aber am Thema dranbleiben lohnt sich bestimmt mal - und nein, das mein ich nicht ironisch.

Korrektur: Nach neusten Plänen sollen es in der dritten Ausbaustufe 550 Mio l werden. Das Umweltbundesamt beziffert den Verbrauch offiziell mit 65.000 Mio l im Jahr 2020 (Statista hat nur Vorabzahlen).
 
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Eigentlich ganz einfach, es gibt ein friedliches miteinander zwischen E- Autos, E-Fuels oder auch Wasserstoffautos.
Wäre sträflich eine Entwicklung einzustellen.
Der Markt wird es regeln, aber bitte ohne Subventionen.

In meinem Idealbild gäbe es das „friedliche“ miteinander mit noch viel mehr Energieträgern, auch Fossilen.

Und selbstverständlich muss die Forschung in alle Richtungen gehen.

Der Markt wird es nicht regeln! Gerade bei den E Fuels muss es Subventionen geben, sonst hat eine neue Technologie gar keine Chance insbesondere wenn der Verbraucher die Entscheidung über den Preis trifft. Das darf natürlich nicht endlos geschehen, nach Zeit X muss die Technologie marktfähig sein.
 
Ich denke eFuels werden in Europa eher eine Randerscheinung sein. Sinn machen sie erst wenn man wesentlich größere Mengen an überschüssiger Energie hätte, sprich wenn Fusionskraftwerke sich verbreiten oder andere Wege deutliche Druchbrüche erzielen. Klar könnte man auch jetzt bereits überschüssigen Strom im Netz in Anlagen zu eFuel verarbeiten, aber niemand wird so teure Anlagen einfach herum stehen lassen wollen um die nur hin und wieder zu verwenden. Erst wenn wir genug sichere Energieerzeugung haben, kann der Wandel einsetzen hin zu: Man baut eine Anlage mit einen eignenen Solarpark und Speicher und produziert damit dann 24/7.
Es macht einfach wesentlich mehr Sinn die verfügbare Energie direkt in Elektrofahrzeuge zu laden und zu nutzen.

eFuels werden irgendwann die fossilen Kraftstoffe an den Stellen ersetzen, an denen diese bislang alternativlos sind (Flugzeuge, Notstromerzeugung, teils Schiffe, Oldtimer), aber alleine die hohen Herstellungskosten und die Tatsache das man wesentlich mehr Energie rein stecken muss als man am Ende raus kriegt, wird dafür sorgen dass dies nicht die neue Normalität wird.

Und nachdem alleine der weltweite Flugverkehr 1.000.000.000l am Tag verbraucht , ist es wohl kaum zu erwarten dass da erstmal viel übrig bleibt für den normalen Individualverkehr. Selbst wenn jemand morgen eine Wundermaschine zu Herstellung aus dem Hut zaubert.
 
(...) Klar könnte man auch jetzt bereits überschüssigen Strom im Netz in Anlagen zu eFuel verarbeiten, aber niemand wird so teure Anlagen einfach herum stehen lassen wollen um die nur hin und wieder zu verwenden. Erst wenn wir genug sichere Energieerzeugung haben, kann der Wandel einsetzen hin zu: Man baut eine Anlage mit einen eignenen Solarpark und Speicher und produziert damit dann 24/7.
Exakt, denn da kommt das große Problem das von Befürwortern und Skeptikern gleichermaßen meist unerwähnt bleibt.
Sowohl der Elektrolyseur für den Grünen Wasserstoff als auch der nachgelagerte Syntheseprozess für den E-Fuell, sind träge und laufen dann am besten bzw. überhaupt wenn sie permanent und im entsprechend ausgelegten Lastbereich laufen. Mal eben nen Windtag oder die Mittagsstunden wegpuffern und in irgendwas wandeln is nich, bzw. nicht ohne weitere zusätzliche Effizienzeinbußen. Alsooo man könnte natürlich mit Batterien, damit den Elektrolyseur und dann...ach lassen wir das...
 
Ich würde sagen erst mal abwarten, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. In Punkto e-Fuels stehen wir erst ganz am Anfang und an der Effizienz-Schraube wird man im Laufe der nächsten Jahre sicher noch drehen können. Ich persönlich sehe da auf jeden Fall Potential "kostenlose" Energie in einer weiteren Form für viele Anwendungen nutzbar zu machen.
 
E Fuels und Wasserstoff sind Speicher von Energie die mit Strom reingesteckt wurde. Also quasi eine andere Batterie mit einer schnelleren Betankung. Der Prozess Erdöl zu Sprit zu machen ist weniger Energiehungrig.

Das ist der Grund warum ich nicht dran glaube. Sonnenenergie zu nehmen um in der Wüste mit hoher Effizienz diese Dinge umzusetzen könnte ein Weg sein. Bleibt spannend !
 
Ich würde sagen erst mal abwarten, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. In Punkto e-Fuels stehen wir erst ganz am Anfang und an der Effizienz-Schraube wird man im Laufe der nächsten Jahre sicher noch drehen können. Ich persönlich sehe da auf jeden Fall Potential "kostenlose" Energie in einer weiteren Form für viele Anwendungen nutzbar zu machen.
:thumbsup: Bin ich bei dir.
Man aber man sollte sich deswegen auch nichts vormachen, bzw. Wunder erwarten (analog zur Batterietechnik). Und das ganze aus der technisch realistischen Sicht sehen. Obwohl schon von Berufswegen klarer Befürworter finde ich das geht gut aus dem Interview von Herrn Küchen s.o. durchaus hervor.
Eins sollte auch bewusst sein: Wer aus Prinzip gegen Alternativen ist (keine Unterstellung) und ausschließlich eine schnelle und greifbare Durchdringung von E-Fuells für breite private Verwendung fordert der muss entsprechend sehr dunkelgrün sein und einem sehr radikalen, schnellen und viel kompromissloseren Ausbau der Erneuerbaren gleichermaßen sehr positiv gegenüberstehen. Das ergibt sich logisch aus der Frage wo man die möglichen Erzeugungskapazitäten, Importe und damit die Mengen letztendlich einsetzten muss bzw. auch einsetzen kann. Ich bin klar pro Enereuerbare aber tragbar und mit wirtschaftlichen Verstand. Die Politik hat hier nicht die Aufgabe eine Planwirtschaft zu errichten sondern aus Wissenschaftlichen und logischen Gegebenheiten ihre Rückschlüsse und Prioritäten zum (auch finanziellen) Wohle der Bevölkerung zu ziehen.

E Fuels und Wasserstoff sind Speicher von Energie die mit Strom reingesteckt wurde. Also quasi eine andere Batterie mit einer schnelleren Betankung. Der Prozess Erdöl zu Sprit zu machen ist weniger Energiehungrig.

Das ist der Grund warum ich nicht dran glaube. Sonnenenergie zu nehmen um in der Wüste mit hoher Effizienz diese Dinge umzusetzen könnte ein Weg sein. Bleibt spannend !
Sehe ich auch so. Wobei sich die Wüste nur auf den ersten Blick gut eignet. Keine Verfügbarkeit von Wasser, (das zudem für die Synthese auf höchsten Reinheitsgrad aufbereitet werden muss) stressige Bedingungen für Leistungselektronik und ggf. starke Abnutzung von Modulen/Spiegeln durch Sandstürme bzw. Leistungseinbußen durch Verschmutzung sowie Flächenbedarf. Porsche hat sich nicht umsonst weit außerhalb des Aquators in einem reichhaltigen Inselgebiet mit viel Windpotenzial mit gemäßigten eher kalten Temperaturen entschieden. Windkraft ist in diesem Zusammenhang definitiv zunächst naheliegender.
 
Westafrika hat enormes Potenzial, Sonnen- und Windenergie zu erzeugen und daraus
Grünen Wasserstoff herzustellen – mehr als es für seinen eigenen Bedarf brauchen wird. Der Kontinent könnte künftig in großem Stil nachhaltigen Wasserstoff exportieren, also Wasserstoff, der mit regenerativer Energie gewonnen wird.

Quelle:60 "Master" für den grünen Wasserstoff aus Westafrika

Die sind auch mit dem Thema LOHC auf einem guten Weg.
 
...Ein aktuell schwieriges und viel zu emotional diskutiertes und v.A. hierzulande politisiertes Thema - Ich möchte diesen Thread trotzdem mal aus der Versenkung holen, da mich das Ganze v.A. aus Wissenschaftlicher Sicht interessiert.

Wer sich dafür wirklich interessiert der sollte das mal lesen. Der verlinkte Beitrag den ich eben gelesen habe, ist eine sehr interessante und abseits der einleitenden ersten Seite unpolitische objektive Analyse wo wir gerade tatsächlich stehen.


Zunächst werden die offensichtlichen Falschinformationen die Lobbyverbände verbreiten belegt und dort jeweils auch genauer nachgefragt. Auf das einzige echte größere Projekt (siehe Eingangspost) wird am Ende etwas gebauer eingenagen, Zitat:

(...) Die Anlage ist seit Ende vergangenen Jahres in Betrieb. Siemens Energy liefert die Technik und Porsche ist am Projekt beteiligt. Es lohnt sich, hier nochmal etwas genauer hinzuschauen.

In Haru Oni werden nach Angaben der Betreiber 750.000 Liter Methanol pro Jahr produziert. Nur ein kleiner Teil davon wird tatsächlich zu Treibstoff für gewöhnliche Pkw umgewandelt. (...) Damit lassen sich etwa 130 Autos mit durchschnittlichem Verbrauch und Fahrleistung betreiben.

Nun waren weit größere Mengen für die Zukunft angekündigt. Laut Angaben der Betreiber soll (...) auf 550 Millionen Liter bis 2027 (...) Ob Haru Oni allerdings jemals relevante Mengen Treibstoff produzieren wird, ist fragwürdig. Denn im Oktober vergangenen Jahres hat die Firma HIF, die das Projekt federführend betreibt, einen Bauantrag für einen Windpark, der die Anlage mit Strom versorgen sollte, zurückgezogen.
Wie ist der Stand bei Haru Oni und wird der Ausbau überhaupt noch weiter verfolgt? Siemens Energy wollte sich auf Nachfrage von uns nicht dazu äußern und verweist an HIF. Dort wiederum wurden unsere Anfragen nicht beantwortet.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten: Es gibt eine kleine Zahl an Pilotanlagen für E-Fuels, die meisten davon in Deutschland. Davon zu sprechen, dass E-Fuel-Fabriken "im Industriemaßstab" und "weltweit" gebaut werden ist schlicht nicht korrekt.
 
Ohne Speichermöglichkeiten in ausreichendem Maße werden regenerative Energien nicht funktionieren. Und „ausreichend“ wird nur in chemisch gebundener Form möglich sein.
Wenn es diese dann im notwendigen Umfang gibt, ist es ein geringer Aufwand diese in Verbrennungsmotoren zu verfeuern.

Mir hat noch niemand erklären können oder wollen wie man ohne chemische Energiespeicher auskommen will…
 
Das sind zwei Paar Schuhe. Ich halte die Forschung und Entwicklung von EFuels für umbedingt notwendig insbesondere bei No-Regret Anwendungen.
Viel wichtiger und hilfreicher als Speicher ist es einen logischen Paradigmenwechsel auf der Abnehmerseite im Energiesystem weiter voranzutreiben. Aktuell richtet sich die Erzeugerlast nach dem Kunden ohne Mehrwert - Gesamtheitlich und Ökonomisch ganz klar ein Nachteil. Kurz: Wenn du preisliche Anreize schaffst regenerative Energien dann zu verbrauchen wenn sie im Überfluss vorhanden sind und dann zu sparen wenn nicht, musst du auch weniger speichern.
Und das passiert bereits und wird von Kunden wie "Tibber, Awarttar, 1Komma5 usw. als Mehrwert nicht als Einschränkung erlebt.
Um den Bogen aufs Auto zurück zu machen, wir haben gerade 2% BEV in Deutschland deren Speicherkapazität jetzt schon größer ist als alle hiesigen Pumpseicherkraftwerke, im ersten Schritt brauchst du gar nicht rückspeisen, aber man kann bereits Anreize geben etwas "wegzupuffern" wenn auf der Stromerzeugerseite mehr als genug vorhanden ist hat so bei Flaute automatisch weniger Last. Gilt natürlich im gleichen Zug für Wärmeerzeuger oder diskontinuierliche Energieintensive Industrieprozesse. Wobei die Industrie die wahre Herausforderung darstellt, deswegen brauchen wir da auch irgendwann Wasserstoff und keine weiter veredelte noch teurere Form davon mit nochmal mehr Verlusten bei der Herstellung.
 
Ohne Speichermöglichkeiten in ausreichendem Maße werden regenerative Energien nicht funktionieren. Und „ausreichend“ wird nur in chemisch gebundener Form möglich sein.
Wenn es diese dann im notwendigen Umfang gibt, ist es ein geringer Aufwand diese in Verbrennungsmotoren zu verfeuern.

Mir hat noch niemand erklären können oder wollen wie man ohne chemische Energiespeicher auskommen will…

Energie kann auch rein physikalisch gespeichert werden, z.B. Stichwort "Latente Wärmespeicher". Oder man pumpt große Mengen Flüssigkeiten an einen höher gelegenen Ort, solange sauberer Strom verfügbar ist und zu einem beliebigen Zeitpunkt kann man dann diese Energie wieder abrufen.
Klingt erst einmal sehr simpel, ist aber natürlich in der Praxis auch nicht wirklich einfach im großen Maßstab zu etablieren.
Aber zurück zum eigentlichen Thema: ich schätze eFuels werden zukünftig viel produziert und genutzt werden, solange Verbrenner-Antriebe in welcher Form auch immer zum Einsatz kommen und diese werden ganz sicher nicht so schnell verschwinden, wie sich das viele vorstellen/erhoffen.
Ps: Ucla war schneller ;)
 
Energie kann auch rein physikalisch gespeichert werden, z.B. Stichwort "Latente Wärmespeicher". Oder man pumpt große Mengen Flüssigkeiten an einen höher gelegenen Ort, solange sauberer Strom verfügbar ist und zu einem beliebigen Zeitpunkt kann man dann diese Energie wieder abrufen.
Klingt erst einmal sehr simpel, ist aber natürlich in der Praxis auch nicht wirklich einfach im großen Maßstab zu etablieren.
Aber zurück zum eigentlichen Thema: ich schätze eFuels werden zukünftig viel produziert und genutzt werden, solange Verbrenner-Antriebe in welcher Form auch immer zum Einsatz kommen und diese werden ganz sicher nicht so schnell verschwinden, wie sich das viele vorstellen/erhoffen.
Ps: Ucla war schneller ;)
Mit potentieller Energie kann man aber nicht mal einen Bruchteil dessen speichern, was für die Energiewende benötigt wird. Genauso wenig wie mit Batterien. Da liegt man um Größenordnungen (!) falsch. Leider wird das immer übersehen.

Bezüglich der Anreizsysteme stimme ich zu. Die machen durchaus Sinn und können den Rest flankieren.
 
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