Alles zu E Fuels

Es gibt ja schon sehr große CCS-Anlagen, die das leisten. Allerdings ist es kein lukratives Geschäftsmodell.
CCS ist CO2 Abspaltung aus Industrie, Verbrennungsprozessen...Es geht hier nicht darum etwas "wieder zurück zu holen" sondern etwas nicht zu emitieren.
Wurde vor 15 Jahren heiß diskutiert im Zusammenhang mit Kohleverstromung. Von der Presse seinerzeit als Heilsbringer verschrien hat man dann doch irgendwann gemerkt das das ganze schweine teuer war, und den Kraftwerkswirkungsgrad und damit die Gewinne nach unten gerissen hätte. Ein paar Pilotanlagen nicht mehr. Ich war selber seinerzeit mal im Kraftwerk Lippendorf wurde damals auch gaaanz groß in einer eigenen Ausstellung demonstriert, der Gruppenführer war total überzeugt das das bald kommt...Mal schauen vielleicht gibt's ja ein Comeback...

Eine Anlage die CO2 aus der Luft abspaltet und damit für sich tatsächlich je nach energieaufwand und Herkunft einen negativen Fußabdruck hat so wie sie in Chile noch fehlt ist bspw. die hier:
 
Eine Herausforderung bei diesem Thema ist, dass wir in Deutschland kaum mitbekommen, was so in anderen Ländern zu diesem Thema läuft.
Der Einstieg von ARAMCO, auf den ich weiter oben hingewiesen habe, ist ernst zu nehmen. Ein sehr enger Freund von mir beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema und hat die Green Mobility Future ins Leben gerufen. Um es gleich vorweg zu sagen, dort sitzen keine Nasenbohrer und auch keine Phantasten. Vielmehr geht es zunächst um ein Pilotprojekt, dass den Nürburgring und die Gemeinde Nürburg energiemäßig autark macht. Aus diesem Projekt soll dann ein Baukastensystem entwickelt werden, um an nahezu beliebiger Stelle eine autarke Energieversorgung aufbauen zu können, z.B. für ein Krankenhaus in Afrika. Das Konzept sieht alle Arten vom Strom über Wasserstoff bis hin zu eFuels vor.
Die Aramco plant eine riesige Anlage in der Wüste zur Erzeugung von eFuels. Das hat der Projektverantwortliche letzte Woche im Gespräch in Paris bestätigt. Sonne und Wind hat man ohne Ende, Platz ebenfalls. Von dort aus kann man dann auf herkömmlichen Wegen Wasserstoff oder eFuels dorthin liefern, wo es gebraucht wird. Der Preis für eFuel soll bei unter 2 € liegen.

In diesem Zusammenhang erinnere ich an die oftmals vorgetragene Idee, große PV-Anlagen in der Sahara zu installieren. Wenn man denn eine Möglichkeit hätte, den Strom nach Europa zu bekommen...

Es passiert sehr viel auf diesem Sektor, und das wird sich mit der Entscheidung der EU in Sachen Verbrenner/eFuels jetzt noch intensivieren.
 
Eine Herausforderung bei diesem Thema ist, dass wir in Deutschland kaum mitbekommen, was so in anderen Ländern zu diesem Thema läuft.
Der Einstieg von ARAMCO, auf den ich weiter oben hingewiesen habe, ist ernst zu nehmen. Ein sehr enger Freund von mir beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema und hat die Green Mobility Future ins Leben gerufen. Um es gleich vorweg zu sagen, dort sitzen keine Nasenbohrer und auch keine Phantasten. Vielmehr geht es zunächst um ein Pilotprojekt, dass den Nürburgring und die Gemeinde Nürburg energiemäßig autark macht. Aus diesem Projekt soll dann ein Baukastensystem entwickelt werden, um an nahezu beliebiger Stelle eine autarke Energieversorgung aufbauen zu können, z.B. für ein Krankenhaus in Afrika. Das Konzept sieht alle Arten vom Strom über Wasserstoff bis hin zu eFuels vor.
Die Aramco plant eine riesige Anlage in der Wüste zur Erzeugung von eFuels. Das hat der Projektverantwortliche letzte Woche im Gespräch in Paris bestätigt. Sonne und Wind hat man ohne Ende, Platz ebenfalls. Von dort aus kann man dann auf herkömmlichen Wegen Wasserstoff oder eFuels dorthin liefern, wo es gebraucht wird. Der Preis für eFuel soll bei unter 2 € liegen.

In diesem Zusammenhang erinnere ich an die oftmals vorgetragene Idee, große PV-Anlagen in der Sahara zu installieren. Wenn man denn eine Möglichkeit hätte, den Strom nach Europa zu bekommen...

Es passiert sehr viel auf diesem Sektor, und das wird sich mit der Entscheidung der EU in Sachen Verbrenner/eFuels jetzt noch intensivieren.
Wenn wir dann die halbe Wüste mit PV zugepflastert haben gibt es wahrscheinlich die nächsten Aufschreie, weil auch das an der Umwelt nicht spurlos vorbei gehen kann.

Ich finde es keine Gute Idee, für Individualverkehr der breiten Masse, bei dem es eine sehr gute Alternative (BEV) gibt, die sechsfache Fläche für Energiegewinnung zu nutzen. Der einzelne Sportwagenfahrer darf gern damit unterwegs sein, aber der normale 0815-Autofahrer hängt wahrscheinlich weniger an den Emotionen seines 1,2ltr Motors. Diese Autos dürften gern durch BEV ersetzt werden ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Dein Faktor ist falsch.
32.245.000t Diesel * 1.190,47 l/t = 38.368 Mio Liter usw...
Im Bestfall war es eben der besagte Kommafehler aber da gäbs leider auch unter Germanisten 0 Punkte
Gut, dann eben weiter im bullshitting. In der Gewichtsangabe bin ich korrekt unterwegs ("Mio t"), in der Volumenangabe fehlen die "tonnen" und damit Faktor 1000. Du hast die Zahlen interpretiert, ich habe nur zitiert.

Niemand behauptet, dass eFuels eine realistische Chance haben in wenigen Jahren eine 1:1 Ersatzlösung für fossile Kraftstoffe zu sein oder den deutschen Markt vollständig zu versorgen.

Zur Erinnerung: Es geht einen Baustein der CO2-Reduktion von bestehenden Technologien.

Um die Zahlen trotzdem ins Verhältnis zu setzen: Wenn 2030 der deutsche Ottokraftstoffmarkt um ca. 20% schrumpft und der deutsche OK-Bedarf somit bei ca. 16,800.000.000 Litern liegt, benötigt es bei einem output von 550 Mio Litern einer eFuels-Anlage (Annahme: Haru Oni, die nur OK herstellt) nur 1,5 solcher Anlagen um eine 5%ige Beimischung zu erreichen und damit einen signifikanten Beitrag zur Dekarbonisierung zu leisten. Darauf kann man aufbauen.

Weitere Infos und frische Interviews der Firma Porsche zu dem Thema gibts hier

CCS ist CO2 Abspaltung aus Industrie, Verbrennungsprozessen...Es geht hier nicht darum etwas "wieder zurück zu holen" sondern etwas nicht zu emitieren.
So reden einige grüne Denkfabriken. :D Nachhaltigkeit ist aber nur dann zielführend wenn sie ganzheitlich gedacht wird und alles auf den Tisch kommt. Daher ist CCS immer eine Option und Ergänzung zur Emissionsreduktion sonst könnten wir ruhigen Gewissens gleich den Regenwald platt machen.

Wurde vor 15 Jahren heiß diskutiert im Zusammenhang mit Kohleverstromung. Von der Presse seinerzeit als Heilsbringer verschrien hat man dann doch irgendwann gemerkt das das ganze schweine teuer war, und den Kraftwerkswirkungsgrad und damit die Gewinne nach unten gerissen hätte. Ein paar Pilotanlagen nicht mehr.
Da würde ich nochmal härter googeln und zwar in Richtung USA, wo es Anlagen gibt, die seit langer Zeit CO2 speichern und laufen erweitert werden. Sie liegen vom Speichervolumen weit über dem der isländischen Anlage, welche in Kneipen-Kreisen zur weltgrößten gehört und häufig zitiert wird.
 
Eine Herausforderung bei diesem Thema ist, dass wir in Deutschland kaum mitbekommen, was so in anderen Ländern zu diesem Thema läuft.
Der Einstieg von ARAMCO, auf den ich weiter oben hingewiesen habe, ist ernst zu nehmen. Ein sehr enger Freund von mir beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema und hat die Green Mobility Future ins Leben gerufen. Um es gleich vorweg zu sagen, dort sitzen keine Nasenbohrer und auch keine Phantasten. Vielmehr geht es zunächst um ein Pilotprojekt, dass den Nürburgring und die Gemeinde Nürburg energiemäßig autark macht. Aus diesem Projekt soll dann ein Baukastensystem entwickelt werden, um an nahezu beliebiger Stelle eine autarke Energieversorgung aufbauen zu können, z.B. für ein Krankenhaus in Afrika. Das Konzept sieht alle Arten vom Strom über Wasserstoff bis hin zu eFuels vor.
Die Aramco plant eine riesige Anlage in der Wüste zur Erzeugung von eFuels. Das hat der Projektverantwortliche letzte Woche im Gespräch in Paris bestätigt. Sonne und Wind hat man ohne Ende, Platz ebenfalls. Von dort aus kann man dann auf herkömmlichen Wegen Wasserstoff oder eFuels dorthin liefern, wo es gebraucht wird. Der Preis für eFuel soll bei unter 2 € liegen.

In diesem Zusammenhang erinnere ich an die oftmals vorgetragene Idee, große PV-Anlagen in der Sahara zu installieren. Wenn man denn eine Möglichkeit hätte, den Strom nach Europa zu bekommen...

Es passiert sehr viel auf diesem Sektor, und das wird sich mit der Entscheidung der EU in Sachen Verbrenner/eFuels jetzt noch intensivieren.
Ergänzend zu dem was du geschrieben hast. Zur Saudi-Anlage gesellt sich eine eFuels Anlage in Spanien.

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Wenn wir dann die halbe Wüste mit PV zugepflastert haben gibt es wahrscheinlich die nächsten Aufschreie, weil auch das an der Umwelt nicht spurlos vorbei gehen kann.

Ich finde es keine Gute Idee, für Individualverkehr der breiten Masse, bei dem es eine sehr gute Alternative (BEV) gibt, die sechsfache Fläche für Energiegewinnung zu nutzen. Der einzelne Sportwagenfahrer darf gern damit unterwegs sein, aber der normale 0815-Autofahrer hängt wahrscheinlich weniger an den Emotionen seines 1,2ltr Motors. Diese Autos dürften gern durch BEV ersetzt werden ;)
Es geht um eine wirtschaftliche Herstellung von Wasserstoff und eFuels. Niemand hat gesagt, dass das ausschließlich für den Individualverkehr eingesetzt werden soll. Und zwischen einer Anlage in Saudi-Arabien und der "halben Wüste" ist nach meiner Ansicht noch ein beruhigender Unterschied.
 
Der einzelne Sportwagenfahrer darf gern damit unterwegs sein, aber der normale 0815-Autofahrer hängt wahrscheinlich weniger an den Emotionen seines 1,2ltr Motors. Diese Autos dürften gern durch BEV ersetzt werden ;)
schwierig wenn BEV das vielfache von 1,2l Motoren kosten
 
Ignoranz hilft leider nicht.

Sie ist nur ein Ausdruck alles möge doch irgendwie so weitergehen und ja nicht persönlich einen Anlass geben, nachzudenken.

Stimmt so nicht.
Die dt Wissenschaft ist mitnichten ignorant 🙂


Wenn man etwas verändern muss, braucht es helle Köpfe.
Um neue Antriebsstoffe für Verbrennermotoren zu entwickeln, benötigt man die, die ein Studium mit Abschluss beendet haben, braucht es Arbeiter ( Gesellen und Meister), die fachlich auf der Höhe der Zeit sind,
Menschen, die wissbegierig sind.

Keinen Pattex- Katastrophen- Club, der mit seiner Wortwahl sowie der Herangehensweise, einen Donut mit der Masken-Impf-Meinungsfreiheit Gilde bildet.
( Kannste beide in einen Sack stecken und ..........)
 
Es geht um eine wirtschaftliche Herstellung von Wasserstoff und eFuels. Niemand hat gesagt, dass das ausschließlich für den Individualverkehr eingesetzt werden soll. Und zwischen einer Anlage in Saudi-Arabien und der "halben Wüste" ist nach meiner Ansicht noch ein beruhigender Unterschied.

Nachbarort hat ein Solarfeld ( Strom für das Dorf), unter den Panelen grasen Schafe ( ist ne richtige Kräuterwiese)
Die finden das im Sommer auch klasse, wenn die Sonne im Zenith steht, da Schatten vorhanden, oder aber bei """" .... die ganzen Bio-Määäher geschützt 🙂
( Das Gelände ist zweifach eingezäunt = Hunde, Wölfe etc)
 
Solange man Kriese mit e schreibt, würde ich da nicht viel zu sagen ;) :D
Hehe wer bei mir Rechtschreibfehler sucht ist ein reicher Man, das ist mir wohl bewusst, da steh ich dazu 🤪🤞

@3.0ti
Ich beende das hier von meiner Seite mal. Es gibt mir nichts hier mit dir Ping ping zu spielen, auch weil ich mich nicht im Kreis drehen muss. Die Aussagen dieser Lobby Verbände taugen nichts. Wie hier analysiert wurde, hatten wir natürlich auch schon...

Ich lass mir nur nicht unterstellen zu reden wie eine Grüne Denkfabrik. Wenn du nicht anerkennst was CCS ist bzw. den Unterschied zu einer DAC Anlage erstrecht in der Wirkung...wegen mir. Für den "Erfolg" von CCS brauch ich nichtmal nen wissenschaftlichen Bericht zitieren da reicht sogar Wikipedia... Aber kann jeder selber.

Ich lass jedem den Spaß daran zu glauben woran er mag. Ich bin da halt von berufswegen sehr nüchtern und versuche das Ganze objektiv anhand von Zahlen Verhältnisen und der mir bekannten Wirkungsweisen in der Energiewirtschaft zu beurteilen.
Dabei bin ich weder pro noch contra. Einzig was ich wirklich sehr einseitig, schmalspurig und schlicht sehr offensichtlich dumm finde ist, wenn jemand aus Prinzip das eine oder andere (E-Fuels oder BEV) ablehnt ohne sich ernsthaft damit zu befassen weil es einem nicht ins Weltbild passt.

Machen wir es doch wie bereits vorgeschlagen schauen wir doch einfach mal wo wir in 10-15 Jahren so stehen...
(Es wäre nebenbei recht bewusst einseitig zu ignorieren, das andere Alternative Technologien sich derweil auch weiterentwickeln anhand der Anzahl an Patentanmeldungen sollte man zumindest stark davon ausgeben...).

Ein subjektives orakeln trau ich mir dann doch zu: Ich bin mir ziemlich sicher wir werden weder ne ernsthafte Relevanz von E Fuels im Individualverkehr noch den politisch gewünschten Anteil an BEV auf Deutschlands Straßen haben.
 
32.245.000 t Dieselkraftstoff
1 t Diesel = 1190,47 l Diesel
-> 38.386.705.150 l Dieselkraftstoff

15.810.000 t Ottokraftstoff
1 t Benzin = 1.333,33 l Benzin
-> 21.079.947.300 l Ottokraftstoff

In Summe 59.466.652.450 l Kraftstoff. Das sind 59.467 Mio l Kraftstoff.

In Chile soll die Produktion auf bis zu 550 Mio l steigen. Das sind leider weniger als 1 %.

@3.0ti Während ich dies so schreibe, kann ich nur vermuten, dass du ein amerikanisches Tausenderkomma verwendest und nicht einen deutschen Tausenderpunkt. 38,386.00 Mio Liter (amerikanisch) = 38.386,00 Mio Liter (deutsch)
 
Es gibt ja schon sehr große CCS-Anlagen, die das leisten. Allerdings ist es kein lukratives Geschäftsmodell.
Da wäre vielleicht der politische Ansatz, wer CO2 freisetzt, muss dafür sorgen, dass mindestens gleichviel gebunden wird. Unabhängig von der Technologie.
Aber das schaffen wir ja nicht mal mit "normalen" Produkten, in Asien wird der Elektronikschrott produziert, der nach ein paar Jahren in Europa meistens auf Steuerkosten entsorgt werden muss.
 
Stimmt so nicht.
Die dt Wissenschaft ist mitnichten ignorant 🙂


Wenn man etwas verändern muss, braucht es helle Köpfe.
Um neue Antriebsstoffe für Verbrennermotoren zu entwickeln, benötigt man die, die ein Studium mit Abschluss beendet haben, braucht es Arbeiter ( Gesellen und Meister), die fachlich auf der Höhe der Zeit sind,
Menschen, die wissbegierig sind.

Keinen Pattex- Katastrophen- Club, der mit seiner Wortwahl sowie der Herangehensweise, einen Donut mit der Masken-Impf-Meinungsfreiheit Gilde bildet.
( Kannste beide in einen Sack stecken und ..........)
Ich war ja in der Forschung tätig. Anfangs LEDs im Labormaßstab d.h. ganz kleine Felder 2mmx2mm, ab ca. 1977 Solarzellen (gestartet mit der sog. MIS-Inversionsschichtsolarzelle, damals noch auf einkristallinem Silizium, Prof. Hezel war mein "Chef"). Da haben damals auch alle gelacht. Heute ist beides Massenware und vom Markt nicht mehr wegzudenken. Ich hoffe es geht mit den alternativen Treibstoffen auch mal so und wir lachen über die Sorgen von heute. Gut ich werde das wohl nicht mehr erleben, aber meine Enkelkinder.
 
32.245.000 t Dieselkraftstoff
1 t Diesel = 1190,47 l Diesel
-> 38.386.705.150 l Dieselkraftstoff

15.810.000 t Ottokraftstoff
1 t Benzin = 1.333,33 l Benzin
-> 21.079.947.300 l Ottokraftstoff

In Summe 59.466.652.450 l Kraftstoff. Das sind 59.467 Mio l Kraftstoff.

In Chile soll die Produktion auf bis zu 550 Mio l steigen. Das sind leider weniger als 1 %.

@3.0ti Während ich dies so schreibe, kann ich nur vermuten, dass du ein amerikanisches Tausenderkomma verwendest und nicht einen deutschen Tausenderpunkt. 38,386.00 Mio Liter (amerikanisch) = 38.386,00 Mio Liter (deutsch)
Meine Rechnung in Post #80 bezieht sich auf Ottokraftstoff, weil in Chile kein Diesel hergestellt wird. Gut an solchen Anlagen ist, dass sie mehrere Produkte herstellen können...

- grünen Strom
- grünen Wasserstoff
- grünes Methanol
- grünen Flüssigkraftstoff

Der Fokus ist hier zu sehr auf Chile, es geht eher ums Prinzip und die Skalierung unter den neuen EU-Rahmenbedingungen. Im Grunde sind die meisten Großkonzerne aus dem Bereich in einen oder mehrere Prozesse zur Herstellung der vier genannten Produkte involviert. Ein neues H2-Projekt in Rotterdam

Hehe wer bei mir Rechtschreibfehler sucht ist ein reicher Man, das ist mir wohl bewusst, da steh ich dazu 🤪🤞

@3.0ti
Ich beende das hier von meiner Seite mal. Es gibt mir nichts hier mit dir Ping ping zu spielen, auch weil ich mich nicht im Kreis drehen muss. Die Aussagen dieser Lobby Verbände taugen nichts. Wie hier analysiert wurde, hatten wir natürlich auch schon...

Ich lass mir nur nicht unterstellen zu reden wie eine Grüne Denkfabrik. Wenn du nicht anerkennst was CCS ist bzw. den Unterschied zu einer DAC Anlage erstrecht in der Wirkung...wegen mir. Für den "Erfolg" von CCS brauch ich nichtmal nen wissenschaftlichen Bericht zitieren da reicht sogar Wikipedia... Aber kann jeder selber.

Ich lass jedem den Spaß daran zu glauben woran er mag. Ich bin da halt von berufswegen sehr nüchtern und versuche das Ganze objektiv anhand von Zahlen Verhältnisen und der mir bekannten Wirkungsweisen in der Energiewirtschaft zu beurteilen.
Dabei bin ich weder pro noch contra. Einzig was ich wirklich sehr einseitig, schmalspurig und schlicht sehr offensichtlich dumm finde ist, wenn jemand aus Prinzip das eine oder andere (E-Fuels oder BEV) ablehnt ohne sich ernsthaft damit zu befassen weil es einem nicht ins Weltbild passt.

Machen wir es doch wie bereits vorgeschlagen schauen wir doch einfach mal wo wir in 10-15 Jahren so stehen...
(Es wäre nebenbei recht bewusst einseitig zu ignorieren, das andere Alternative Technologien sich derweil auch weiterentwickeln anhand der Anzahl an Patentanmeldungen sollte man zumindest stark davon ausgeben...).

Ein subjektives orakeln trau ich mir dann doch zu: Ich bin mir ziemlich sicher wir werden weder ne ernsthafte Relevanz von E Fuels im Individualverkehr noch den politisch gewünschten Anteil an BEV auf Deutschlands Straßen haben.
Der von dir verlinkte Artikel ist erwartungsgemäß oberflächlich recherchiert, weil dem Autor kritisches Wissen fehlt. Er ist halt auf IT-Sicherheit und Kryptographie spezialisiert. Daher, auf Golem.de nach Wissen über eFuels zu suchen ist wie an einer Bushaltestelle zu stehen und darauf hoffen, dass ein Schiff vorbei kommt. Passiert halt nicht. Also, Kategorie Entertainment.

Ich wundere mich immer nur, dass ich noch nie einen dieser Presseleute an irgendwelchen Tagungen, Kongressen oder Symposien gesehen habe. Sie hätten freien Eintritt und Informationen aus erster Hand.
 
Denkt denn auch mal einer an die ganzen schon produzierten Verbrenner… Jeder hat doch bei der Produktion auch CO2 verursacht. Wenn die jetzt ohne Not geschrottet werden müssen, ist die Ökobilanz ja noch grauenhafter als eh schon. Wenn die nicht gezwungener Maßen entsorgt werden müssen und mit E Fuels weiter betrieben werden könnten, wäre das doch von Vorteil.
 
@Back-to-Z das sehe ich auch so, aber viele eben nicht, das liest man ja auch hier mindestens zwischen den Zeilen raus: „BEV or nothing!“
Scheinbar ist es seit einiger Zeit in D en Vogue, in Extremen zu denken, es gibt nur schwarz oder weiß. Klima retten, aber bitte soll nicht jeder seinen Footprint nur um 30% reduzieren (was man meines Erachtens erreichen könnte), sondern MAXIMAL! Genau so begeistert man die Leute für seine Ideologie - nicht.

Ich hoffe sehr, dass derartige Anlagen in Zukunft einen spürbaren Teil des Ganzen ausmachen werden. Dass wir in 15 Jahren mit 100% efuel herumfahren werden denkt ja wohl hoffentlich keiner. Aber was bedeutet denn z.B. eine 10 prozentige Beimischung? Da kommt doch ganz schön was zusammen…
 
Was immer wieder übersehen wird, ist die Tatsache, dass ein mögliches Verbrennerverbot nur die EU betreffen würde, und da auch nur Neufahrzeuge. Der existierende Fahrzeugbestand wird dann noch wie üblich zwischen 15 und 20 Jahren allein in der EU herumfahren, und das berücksichtigt noch nicht einmal den Rest der Welt, die über ein Verbrennerverbot noch nicht einmal nachdenkt. Große Hersteller wie BMW und Mercedes denken gerade über die Entwicklung neuer Verbrennergenerationen nach und kommunizieren das auch ganz offen.
Überlegt man dazu noch, wie viele Jahrzehnte LKW außerhalb der "westlichen Länder" genutzt werden, dann ist ein Kraftstoffbedarf für Verbrennermotoren absehbar, der sich nach Schätzungen über mindestens 5 bis 6 Jahrzehnte nach 2035 hinzieht.
Kann man vor dieser Situation von fossilen Brennstoffen zu eFuels übergehen, dann halte ich das für sinnvoll. Der Versuch, die Welt am deutschen (BEV-)Wesen genesen zu lassen, hat schon früher in anderen Zusammenhängen nicht funktioniert. Eine Signalwirkung werden weder der BEV-Bestand noch die Klimakleber haben, wenn man sich die Zielsetzungen in China, Indien oder afrikanischen Ländern ansieht, wo es in vielen Bereichen erst einmal darum geht, überhaupt vernünftige Lebensbedingungen zu schaffen.

Insofern halte ich diese typisch deutsche Diskussion wenig zielführend. Die Menschen werden nicht ohne Not die Freiheiten des Individualverkehrs aufgeben. Statt immer mehr Verboten sollten stärkere Anreize zur Forschung gegeben werden. Die Menschen werden folgen, wenn eine bessere Lösung die bisherige ersetzen kann, sonst nicht. An die Vernunft der Menschen zu appellieren, wird das Problem nicht lösen.

Dabei denke ich aber trotzdem, dass das Prinzip des Verbrenners weitgehend überholt ist. Sein wesentlicher Vorteil ist das schnelle Auftanken. Ansonsten ist seit über 100 Jahren bekannt, dass ein E-Motor wesentlich effizienter arbeitet (keine Notwendigkeit der Umwandlung einer oszillatorischen Bewegung in eine rotatorische, kein großer Bedarf für Getriebe, volles Drehmoment ab der ersten Umdrehung). Lediglich die Versorgung mit Strom hat den Siegeszug des E-Motors bisher verhindert, der ansonsten in fast allen anderen Bereichen außerhalb des Verkehrswesens längst stattgefunden hat. Oder kann sich jemand einen Industrieroboter mit einem Dieselmotor vorstellen?

Es bleibt also spannend, solange wir genug corn haben.
 
Die ganzen Elektrowanzen mögen ja noch so effizient sein, aber ein echter Reihensechszylinder-Sound lässt sich halt nicht synthetisch herstellen :D

Aber zurück zum Thema: eFuels werden kommen und das in großem Maßstab und das ist auch gut so. Aber jeder Wandel braucht Zeit und Maßnahmen mit der Brechstange durchsetzen zu wollen, ist wenig sinnvoll.
 
Der von dir verlinkte Artikel ist erwartungsgemäß oberflächlich recherchiert, weil dem Autor kritisches Wissen fehlt. Er ist halt auf IT-Sicherheit und Kryptographie spezialisiert. Daher, auf Golem.de nach Wissen über eFuels zu suchen ist wie an einer Bushaltestelle zu stehen und darauf hoffen, dass ein Schiff vorbei kommt. Passiert halt nicht. Also, Kategorie Entertainment.
Hast du den Artikel denn auch gelesen? Ich würde behaupten er ist sehr kritisch, objektiv und dabei durchzogen von neutralen Quellen. Fragt sogar nach, stellt also nicht einfach Gegenbehauptungen auf sondern gibt denen die Thesen aufstellen sogar Möglichkeiten sich dazu zu erklären. Wobei diese sich verstricken und Aussagen, sogar ganze Quellen auf deren Homepages zurücknehmen...oberflächliche Recherche sieht anders aus.
Ich unterstelle hingen E-Fuels Alliance, E-Fuel today, efuels.de und den ganzen anderen die ausschließlich von Automobilen Interessensgemeinschaften und Mineralölkonzernen gleitet und unterstützt werden keine wissenschaftliche Objektivität. Denn deren Hauptaufgabe ist uns das Gefühl zu geben: "Ruhig Brauner, der EFuell ist ganz bald verfügbar, mach dir mal keine Sorgen, du braucht dir niemals so ne blöde E-Karre kaufen, wir machen das schon" Die freuen sich über jeden der sich nicht aus "Panik" gegen sein inneres Ich doch mal mit nem anderen Gedanken beschäftigt. So kann man wunderbar weiter das Schwarze Gold und die zugehörigen Verbraucher vertreiben. Das ist die Definition klassischer Lobbyarbeit. Apropos Lobbyarbeit da war doch noch was :whistle:

Um sich auch mal eines Gleichnis zu bemühen: Sich um bei solchen Verbänden und Interessensgemeinschaften zu Informieren ist wie bei Fast Food Ketten zu fragen ob deren Essen gesund ist, kann man machen, aber kann man sich aber auch sparen.
Denkt denn auch mal einer an die ganzen schon produzierten Verbrenner… Jeder hat doch bei der Produktion auch CO2 verursacht. Wenn die jetzt ohne Not geschrottet werden müssen, ist die Ökobilanz ja noch grauenhafter als eh schon. Wenn die nicht gezwungener Maßen entsorgt werden müssen und mit E Fuels weiter betrieben werden könnten, wäre das doch von Vorteil.
klar.
Nur denkt denn auch mal einer an die ganzen noch nicht produzierten Windräder und Solarzellen Infrastruktur und Anlagentechnik die von irgendwem gebaut und installiert werden müssen wenn wir und viele andere Staaten gleichzeitig möglichst 100% EE bzw günstigen Strom, eine Wärmewende, und dann im gesamten Primärenergiebedarf klimaneutral werden wollen, und dann noch...?
Bei Primärenergie aus Erneuerbare stehen selbst wir in Deutschland gerade mal bei ~17%, 100% wird absolut utopisch als es eh schon ist, wenn der Primärenergieverbrauchs nicht grundlegend durch Effizientere Technik reduziert wird. Egal wie wir es drehen müssen wir uns dafür aber trotzdem in einigen Bereichen den Luxus wie Wasserstoff und E-Fuels gönnen, obwohl durch deren Erzeugung bei der Substitution von Fossilen der Primärenergieverbrauch natürlich insgesamt sogar noch kräftig steigt (=deutlich mehr Erneuerbare Erzeuger on Top um das Ziel zu erreichen). Und nein - das könnte man auch allein technisch nicht mit Atomkraftwerken lösen, die kann man weder schnell hochziehen (ich sag nur Flamanville) noch reicht das Uran, wirtschaftlichkeit neuer Anlagen mal außen vor das machts noch schlechter. Fussion soll es seit 60 Jahren in spätestens 20 Jahren geben, wer sich mit den jüngsten "Durchbrüchen" dort beschäftigt hat weiß das diese weit von einer Umsetzbarkeit geschweige denn Skalierbarkeit entfernt sind...
Richtig spannend wird es hier dann ab 2045 bis dahin wollen alle großen Parteien wirklich komplett klimaneutral sein. (China übrigens 2060...)
Ab dann dürfte es also per Definition auch keinen fossilen Sprit mehr für die Bestandsflotte geben, es müsste die Industrie und die Luft-/Schiffahrt bis dahin komplett und vollständig auf Wasserstoff und E-Fuels umgestellt und damit versorgt sein. Und dazu natürlich übrige E Fuels zum Spaß für unsere lieb gewordenen Alteisen geben. DAS wird spannend. Ich wäre wohl bereit den Preis zu zahlen, allein mir fehlt der Glaube...vielleicht sehen wir dann die ersten "E-Fuel Kleber" 🤣

Man sollte merken das ich kein Idiologisch verblendeter Grüner bin und ich das die ganze Herangehensweise durchaus sehr kritisch sehe, oder um auf deine unbeantwortete Frage zurück zu kommen
Wer träumt denn hier? (...)
Ich jedenfalls nicht. Weder vom Austauschen des Fuhrparks durch E Autos, noch von einer schnell umsetzbaren Wärmewende, noch davon die Industrie mal eben zu dekarbonisieren, aber ganz sicher nicht davon "nebenbei" nochmal mehr zusätzliche Primärenergie on Top auf der Welt bereitzustellen um genügend E Fuels, und ganz bestimmt nicht für den Otto zu erzeugen, leider nichtmal da da wo wir sie wirklich bräuchen.
Denn alleine für die E-Fuels dieser genannten no-Regret Anwendungen spricht man von 5.000 GW zusätzlicher Kapazität an Erneuerbaren. Wohlgemerkt stand heute, also man davon ausgeht das bspw. nicht auf einmal mehr Menschen auf der Welt auf den Gedanken kommen zu Fliegen usw....natürlich wie gesagt alles on Top zu den Kapazitäten die wir eh brauchen werden um den Strom für heutige und berechnete zukünftige Verbraucher erstmal Erneuerbar zu erzeugen- eh klar. Auf der ganzen Welt haben wir letztes Jahr gerade einmal 295 GW installiert, (60% davon übrigens in China). Und stehen aktuell bei der Primärenergie stand heute Weltweit bei ~14% Erneuerbarem Anteil (der Bärenanteil davon allerdings Biomasse).
Viele monieren die Energiewende für Strom, Wärme etc. in dieser Zeit sei absolut unrealistisch und am ende unsozial. Aber parallel die großvolumige Herstellung von E-Fuels die noch nichtmal aus dem Pilotstadium raus sind, da solls dann auf einmal schnell klappen, da müsste man es "doch nur machen" - da muss die Idiologie groß und die Brechstange schon nen sehr langen Hebel haben... Auch wenn sich das jetzt zugegebenermaßen ziemlich eingebildet liest, wer daran glaubt hat sich damit nie ernsthaft beschäftigt (beschäftigen müssen), für den kommt Strom aus der Steckdose und Benzin aus der Zapfsäule. So jetzt aber wirklich letztes Wort zum "Sonntag" von mir, ich träum jetzt weiter von anderen Dingen ;)
 
Hast du den Artikel denn auch gelesen? Ich würde behaupten er ist sehr kritisch, objektiv und dabei durchzogen von neutralen Quellen. Fragt sogar nach, stellt also nicht einfach Gegenbehauptungen auf sondern gibt denen die Thesen aufstellen sogar Möglichkeiten sich dazu zu erklären. Wobei diese sich verstricken und Aussagen, sogar ganze Quellen auf deren Homepages zurücknehmen...oberflächliche Recherche sieht anders aus.
Ich unterstelle hingen E-Fuels Alliance, E-Fuel today, efuels.de und den ganzen anderen die ausschließlich von Automobilen Interessensgemeinschaften und Mineralölkonzernen gleitet und unterstützt werden keine wissenschaftliche Objektivität. Denn deren Hauptaufgabe ist uns das Gefühl zu geben: "Ruhig Brauner, der EFuell ist ganz bald verfügbar, mach dir mal keine Sorgen, du braucht dir niemals so ne blöde E-Karre kaufen, wir machen das schon" Die freuen sich über jeden der sich nicht aus "Panik" gegen sein inneres Ich doch mal mit nem anderen Gedanken beschäftigt. So kann man wunderbar weiter das Schwarze Gold und die zugehörigen Verbraucher vertreiben. Das ist die Definition klassischer Lobbyarbeit. Apropos Lobbyarbeit da war doch noch was :whistle:
In den Artikel ging sicher einige Zeit für die Recherche drauf aber es liegt in der Natur, dass ein IT'ler Lücken z.B. im Methanol-to-Gasoline-Prozess hat oder bei einer Zündkerze zunächst an Silvester denkt.

Lobbyismus ist völlig normal und ich sehe in dem Verhalten von Blume überhaupt nichts skandalöses. Er klebt sich immerhin nicht auf die Straße oder klettert auf Bäume sondern liefert konstruktiv und mehrgleisig (ICE, BEV, Hybrid) ab. Skandalös ist wenn Leitmedien mit der Taschenlampe nur den Teil des Raumes ausleuchten, der für sie vorteilhaftes zeigt und den Rest im Dunkeln lässt. Auf den efuel-Seiten gibt es FAQs, die sich durchaus mit den Gegenargumenten beschäftigen. Gleiche Selbstkritik hört man auf Fachveranstaltungen.

Diese Art von Auseinandersetzung sehe ich im linksgrünen Brüssel nicht sonst wäre ein E-Auto nicht emissionsfrei aber auch das wird bald (Thema LCA,...);)

Kleiner Tipp: Die Mineralölkonzerne würden auch ohne Verbrenner wunderbare Geschäfte machen...Guck dich in deinem Haushalt um, guck in den Spiegel. Ohne böse Mineralölkonzerne keine Panzer und erst recht keine E-Autos.
 
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