Auf dem Holzweg??

co-driver

Fahrer
Registriert
5 Oktober 2008
Ort
Dresden
Wagen
BMW Z4 e85 roadster 2,5i
Liebe Foristi :)

Mich bewegt seit geraumer Zeit eine Sache, bei der ich nicht weiß ob ich auf dem Holzweg bin.
Folgendes Szenario:

Bei eurem Auto steht der Service an und ihr bringt es zum Fachhändler. Da der Winter vor der Tür steht und es im letzten Jahr bei kalten Temperaturen schon schlecht angesprungen ist lasst ihr gleich mal die Glühkerzen mit wechseln. Öl und Glühkerzen wurden gestellt und im Kofferraum mit abgegeben.
Einen Tag bevor ihr das Auto wieder abholen könnt bekommt ihr einen Anruf- vom Autohaus. "Beim Einbau der neuen Glühkerzen ist eine abgebrochen. Wir schaffen den Wagen in eine Spezialwerkstatt. Die schneiden das abgebrochene Teil wieder raus." (Anm.: Irgendwie können die das wohl.)
Folglich konnte das Autohaus/ Fachhändler nicht rechtzeitig leisten. Also musste ein Mietwagen her mit dem man auch ins Ausland kann (beruflich im Ausland wohnend).
Eine Woche später, wieder in Deutschland, wieder in der Stadt wo man seinen Wagen dem Fachhändler überlassen hat, kann man den reparierten Wagen abholen. Eine Generierung der Rechnung ist nicht möglich. Zum einen weil die Rechnung der Spezialwerkstatt noch nicht da ist und es gerade eben Verbindungsprobleme zum Zentralserver gibt. Heißt, den Wagen wieder in Empfang genommen, aber noch nicht bezahlt.

Jetzt der O-Ton des Händlers:

Es wäre nicht die Schuld des Händlers das die Kerze beim Einbau abgebrochen. Man werde, weil man so kulant ist, die Hälfte der Kosten der Spezialwerkstatt übernehmen. Gleichzeitig soll das kein Schuldeingeständnis sein.

Für die Kosten des Service (logisch), die Hälfte der Kosten der Spezialwerkstatt, die Verbringung des Fahrzeugs zur Spezialwerkstatt und den Mietwagen solle man selber aufkommen.

Eine Rechnung habe ich bis heute nicht. Dennoch beschäftigt es mich sehr.

Der Händler meint: Beim Ausbau wäre angeblich das Gewinde im Zylinderkopf beschädigt worden. Deshalb die neue Kerze abgebrochen. Gleichzeitig wurden die alten Kerzen aber auch nicht aufgehoben. Der Händler argumentiert man hätte bei der Auftragsannahme "das Aufheben der Altteile" nicht mit angekreuzt. Vielleicht wäre es für so einen eklatanten Fall dennoch gut gewesen wenn der Händler die Altteile aufhebt, wenn er behauptet beim Ausbau wäre etwas beschädigt worden.

Mir stellt sich die Frage: Warum bringe ich den Wagen extra in eine Fachwerkstatt und nicht zu Ali/ Dieter auf den Hinterhof drei Straßenkreuzungen weiter, wenn die das Autohaus die fachgerechte Reparatur nicht gewährleisten kann und sich dann auch noch so quer stellt? Ich hafte doch nicht für deren verursachte Schäden, oder sehe ich dass falsch?


Was ist eure Meinung? Was würdet ihr machen, wenn dann mal die Rechung da ist (Anm.: Klar, erstmal Widerspruch einlegen.)?

Zum Schluss: Es hat seine Gründe warum ich Euch frage und nicht z.B. in einem anderen, betreffenden Markenforum. ;)


Schon einmal vielen Dank für Kommentare :)


Robert
 
also ich sage mal so...
Hättest du den wagen abgegeben und BMW hätte eigene teile verwendet wären die auch für alle entstandenen schäden aufgekommen... natürlich ist es ihre schlud, dass beim einbau etwas kaputt geht... also müssen sie auch dafür aufkommen.
Bei selbst mitgebrachten materialien werden die manchmal störrisch...
Aber in meinen augen müsste die werkstatt dafür aufkommen.
Das nennt man dann service. ;)

Mfg
Morten
 
Versteh ich das richtig? Du schreibst beim Ausbau wäre etwas beschädigt worden. Das hat dann ja sowieso nichts mit deinen mitgebrachten Teilen zu tun, oder?! &:
Im Moment sehe ich überhaupt keine Grundlage, warum du dafür zur Kasse gebeten werden solltest!
LG
Didi
 
Hi Bob,

zuerst einmal stelle ich mir die Frage, warum du den Wagen nicht an deinem Arbeitsort zum Händler bringst ?
Kostengründe ?
Weiter stellt sich die Frage, warum du Kerzen und Öl nicht von der Werkstatt besorgen lässt ?
Kostengründe ?
Natürlich ist dies alles legitim!

Für den Fall eines Defektes, durch selbst angeliefertes Material, vermute (!) ist, dass eventuelle Schäden auf eigene Gefahr sind !
Im Klartext: Pech gehabt.
Die Kosten des Mietwagens sind m.E. auch von dir zu tragen.

Inwiefern dich das Autohaus, beim aufgetretenen Schaden, erst hätte informieren müssen, vermag ich nicht zu beurteilen.

Generell würde ich schätzen, dass es eher schlecht für dich aussieht....

beste Grüße
 
Ich habe alle Aussagen des Händlers mitgeschrieben und eben nochmal fix nachgeblättert.


Die erste Aussage beim Besuch des Händlers nach dem Anrufs war: Es sein ein Fehler am Zylinderkopf. (Wurde einfach mal pauschal von dem Herrn in den Raum gestellt.) --> lächerlich.

Die zweite Aussage mit dem Werkstattmeister bei Abholung: Beim Ausbau wäre das Gewinde beschädigt worden und man könne nichts dafür dass dann beim Einbau die neue Kerze abgebrochen ist --> lächerlich.

Ist bei dem Ausbau etwas beschädigt worden, dann sehe ich dass doch und schraube nicht die neue Kerze rein.
Fraglich ist also die Einhaltung der anerkannten Regeln der Technik und die Einhaltung der Sorgfaltspflicht gewahrt wurden?!

Des Weiteren habe ich mir die Reparaturbedingungen des AH besorgt. In denen ist in keinster Weise der Haftungsausschluss auf mitgebrachte Teile geregelt.

Und zum Thema Service. Das Auto wurde vor knapp über einem Jahr in dem AH gekauft, gebraucht, wenig Kilometer...noch Fragen zum Service :rolleyes:
Wenn die Thematik durch ist sehen die mich nie wieder...
 
zuerst einmal stelle ich mir die Frage, warum du den Wagen nicht an deinem Arbeitsort zum Händler bringst ?

Stell dir vor du hast die Wahl zwischen Polen, wo du beruflich bist, und einem Ort in Deutschland, wo du jedes Wochenende bist.
Wo würdest du dein Auto hinbringen? Man beachte, du bist der polnischen Sprache nicht mächtig, da an deinem Arbeitsplatz nur Englisch gesprochen wird.
Auch warst du schon einmal bei dem Händler vor Ort weil du ein Blinkerglas für den Außenspiegel wolltest und hast dies versucht auf Englisch zu bestellen. Es hat auch geklappt, frage aber nicht wie...
 
Okay, überzeugt ;)
Hätte auch "sportliches" Geldverdienen in der Schweiz und "günstiges" Wohnen in Deutschland sein können. :M

Es stellt sich mir aber weiterhin die Frage, ob der Haftungsausschluss auf mitgebrachte Teile nicht geregelt, oder erst gar nicht explizit erwähnt ist.
Könnte vielleicht durchaus ein Unterschied sein.
 
Hast Du bei der Auftragsvergabe den Kostenrahmen festgelegt?
Wurde dieser Kostenrahmen im Anruf klar und deutlich "erweitert", Du weißt also welche Kosten auf Dich max. zukommen können? (+/- ca. 10%)

Ist die Rechnung erstmal da, sind genau diese Dinge wichtig, denn Du hast dem Verbringen zur Spezialwerkstatt zugestimmt und Du wurdst über die Arbeiten informiert.

Ist bei dem Ausbau etwas beschädigt worden, dann sehe ich dass doch und schraube nicht die neue Kerze rein.

... ich gebe Dir recht, jedoch muss dazu auch gesehen werden können ob ein Defekt vorliegt. Da die Glühkerzen sehr tief sitzen halte ich es für schwer möglich einen Schaden zu erkennen.

Allerdings schraubt man neue Glühkerzen nicht bis zum Brechen rein ... und hier wird's interessant ... was hat der getan???

Die Sache klingt als ob sich das länger hinziehen wird, es macht bestimmt Sinn, wenn Du den Fall mit einer anderen Werkstatt aml durchgehst um Sachverständnis rund um diese Teile und den Umgang damit zu bekommen. (nicht negativ gemeint!)
 

... deshalb baut der Dieter (heißt übrigens wirklich so) vom Hinterhof nur Teile in meinen Zetti ein, die auch von ihm sind und nicht aus dubiosen Tiefen des Internets.
Er sagt, er müsse auf die eingebauten Teile und seine Arbeit schließlich Garantie geben!
In der Regel betragen die Kosten trotzdem nur 50% einer sogenannten BMW-Fachwerkstatt.
Abgebrochen hat er mir noch nichts, aber den Sch..., den BMW fabriziert hat, mehrfach wieder gerichtet.
Und daher wird mich auch kein BMW-Autohaus jemals wieder freiwillig sehen!
 
Jetzt mal "bei dem Ausbau..." ignorierend (da würde er sich später, falls es ernst wird, wohl nicht mehr daran erinnern können).
Sieht es nicht einfach so aus das wenn der Händler deine mitgebrachten Teile zum Einbau akzeptiert, der Auftrag behandelt wird als wenn es seine Teile wären? Also er auch für evtl. unnötige Zusatzkosten selbst aufkommen muss?

Also das:
... Er sagt, er müsse auf die eingebauten Teile und seine Arbeit schließlich Garantie geben! ...

Sollten Sie es aber doch weiterhin zugeben das beim Ausbau das Gewinde beschädigt wurde, dann sehe ich nicht den geringsten Grund warum Du nur einen Cent zahlen solltest. Ich bin aber auch kein Jurist...

Die neuen Glühkerzen waren vermutlich die Originalen, einfach nur günstiger aus dem Netz, oder?
Und/Oder waren schon vorher Glühkerzen von einem Fremdhersteller eingebaut? (und dadurch brachen diese leichter und das Gewinde wurde beschädigt) Das liesse alles gleich in einem anderen Licht erscheinen.

Es kann natürlich auch darauf hinauslaufen, falls man sich nicht einig wird, das aufwändig die Schuldfrage geklärt werden muss.

Hui, blöde Sache!
 
Hast Du bei der Auftragsvergabe den Kostenrahmen festgelegt?

Natürlich. Im Auftrag wurden ca. 500 Euro vereinbart. Diese werden +10% auch eingehalten, da dies nur den Service (Ölwechsel, etc.) enthalten.

Das Verbringen und die Spezialwerkstatt sind Extrarechnungen, da das AH dies nicht selber ausgeführt hat.

Allerdings schraubt man neue Glühkerzen nicht bis zum Brechen rein ... und hier wird's interessant ... was hat der getan???

Richtig. Wer sagt mir, ob die Kerze mit dem richtigen Drehmoment reingeschraubt wurde? Oder ob er die Kerze nicht eventuell schief angesetzt hat und sie deshalb abgebrochen ist?

Um sicher zu gehen dass die Arbeiten korrekt ausgeführt werden bin ich extra in die Fachwerkstatt gefahren- und eben nicht zu Ali oder Dieter --> nichts gegen Ali`s oder Dieter`s...

Die Sache klingt als ob sich das länger hinziehen wird, es macht bestimmt Sinn, wenn Du den Fall mit einer anderen Werkstatt aml durchgehst um Sachverständnis rund um diese Teile und den Umgang damit zu bekommen. (nicht negativ gemeint!)

Habe ich natürlich auch schon gemacht. Dessen Werkstattmeister schaute mich nur mit großen Augen an und schüttelte mit dem Kopf.
Sein O-Ton: Wenn die das Abbrechen ist es der ihr Bier...
 
Jetzt mal "bei dem Ausbau..." ignorierend (da würde er sich später, falls es ernst wird, wohl nicht mehr daran erinnern können).
Sieht es nicht einfach so aus das wenn der Händler deine mitgebrachten Teile zum Einbau akzeptiert, der Auftrag behandelt wird als wenn es seine Teile wären? Also er auch für evtl. unnötige Zusatzkosten selbst aufkommen muss?

Natürlich hat er die akzeptiert. Jedoch ist in keinster Weise ein Haftungsausschluss vorhanden. Wenn, dann hätte ich mir das natürlich anders überlegt.

Die neuen Glühkerzen waren vermutlich die Originalen, einfach nur günstiger aus dem Netz, oder?

Richtig! Für den Motor gibt es wohl nur zwei Freigaben von Glühkerzen. Einmal XY und einmal von Bosch. Ich habe natürlich die von Bosch genommen. Die folglich bestimmt auch das AH eingebaut hätte- weil es gibt ja keine anderen.

Und/Oder waren schon vorher Glühkerzen von einem Fremdhersteller eingebaut?

Ich habe den Wagen, einen 2.5 TDI, mit 80T KM abgegeben. In meiner Historie und in der des AH ist kein Glühkerzentausch vorhanden. Das AH hat den Wagen ursprünglich auch neu verkauft und er wurde immer in dem AH gewartet, folglich ist das Serviceheft auch lückenlos.
Ich gehe also davon aus, dass die originalen Glühkerzen ab Auslieferung verbaut waren. Ein Glühkerzenwechsel bei 80T KM ist an sich recht früh, oder?
 
Zu welcher Zeit (Jahreszeit, Monat) wurden die Arbeiten durchgeführt? Kann es ein Zeitraum sein, wo evtl. Azubis den Job gemacht haben könnten? Denn das mit dem Gewinde beschädigen und/oder ZüKe abbrechen schaffen doch eher Neulinge als gestandene Gesellen.
So zur Gedankenanregung.
 
Super Gedanke Fanti :D
Danke! Kommt gleich ins Protokoll.

Die Arbeit wurde Anfang November (03.11.2011) durchgeführt. Möglich wäre es. Im Servicebericht stand auch der Name des ausführenden MA.
Fraglich ob dieser bloß proforma in dem Bericht stand?

Auf jeden Fall eine weitere super Argumentationsbasis :)
 
Dann sollte das AH nur noch behaupten können, dass sie alles richtig gemacht haben (Meister/Geselle war´s bzw. hat dem Azubi über die Schulter geschaut) und die Kerze halt einfach abgebrochen ist und dies jedem Anderen auch hätte passieren können bzw. passiert wäre. Nach dem Motto "Shit happens".

Aufgrund dessen jede Schuld von sich weisen und dir die Folgekosten aufbrummen, weil sie ja (s.o.) auch nix dafür können und sich das OK für die Reparatur von dir geholt haben.

Nur als Hinweis auf deren mögliche Argumentation. Ist halt eine besch...eidene Situation.
 
Dessen Werkstattmeister schaute mich nur mit großen Augen an und schüttelte mit dem Kopf.
Sein O-Ton: Wenn die das Abbrechen ist es der ihr Bier...

War auch mein erster Gedanke ... dank Deiner weiteren Infos bleibt der Gedanke.

Solange es keine Noname-Glühkerzen waren, brechen die nicht beim Einschraubmoment ... und wenn die höher belastet werden, ist klar, dass die kaputt gehen. Ich würde alles daran setzen, dass die Folgekosten von der Werkstatt übernommen werden.
 
War auch mein erster Gedanke ... dank Deiner weiteren Infos bleibt der Gedanke.

Solange es keine Noname-Glühkerzen waren, brechen die nicht beim Einschraubmoment ... und wenn die höher belastet werden, ist klar, dass die kaputt gehen. Ich würde alles daran setzen, dass die Folgekosten von der Werkstatt übernommen werden.

Dito, so sehe ich dass auch.
Waren definitiv Bosch Glühkerzen. Die Rechnung dafür ist vorhanden.

Nach den bisherigen Kommentaren bin ich also nicht auf dem Holzweg. Danke :t

Mal schauen wie es weiter geht. Zur Not kann ich immernoch die Deutschlandvertretung des AH darauf ansetzen und die Schlichtungsstelle der KFZ-Innung anrufen.
 
Bosch? ... prima, nimm die Rechnung mit wenn dort Kontaktdaten drauf stehen. Bitte um eine direkte Klärung zwischen Bosch udn der Werkstatt und gib einfach an, dass Du nicht zwischen den Stühlen sitzen willst udn zwischen Material- und Einbaufehler Pingpong spielen möchtest.

(nur eine Idee von mir wie ich mich aus dem Konflikt und aus den Kosten rausziehen würde, da ich mit beidem nix zu tun haben wollen würde)
 
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