Autokartell VW, Audi, Daimler, Porsche, BMW seit den 90er Jahren?

Da sieht man mal wie Presse funktioniert. SO "enthüllt" ein Kartell,lediglich auf Grund dieses Berichtes wird in den USA geklagt und diese Klage ist dann wiederum Anlass für einen erneuten Bericht. Dabei ist substanziell gar nichts Neues dazu gekommen an relevanten Infos.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/au...utschen-herstellern-klagewelle-a-1160063.html

SO hat etwas enthüllt, jemand klagt, darüber wird berichtet. Ok - und was ist jetzt an der Berichterstattung schlimm?
 
Z.B. dass in dem verlinkten Bericht in kleinster Weise erwähnt wird,dass sich Argumente der Kläger lediglich auf die SO Berichterstattung beziehen,es also keinerlei neue Infos zu dem Fall gibt. Statt dessen wird so getan als würde sich die Lage für die betroffenen Unternehmen dramatisch verschlechtern und es wird nicht auf die Substanzlosigkeit der Klage hingewiesen. Im Gegenteil,es wird der Eindruck impliziert,dass die Klage die eigenen Anschuldigungen noch untermauert.
Ich finde so etwas voll :poop: ,aber andere,die ansonsten gerne den allgemeinen Verfall der Sitten regelmäßig anprangern,scheinen dies gerne zu akzeptieren,Hauptsache passt ins Weltbild.
 
StA darf beschlagnahmte Unterlagen zur Abgasaffäre nicht auswerten.

Die Staatsanwaltschaft München II darf die Unterlagen, die sie bei der von VW mit internen Ermittlungen beauftragten Kanzlei Jones Day beschlagnahmt hat, vorerst nicht auswerten. Das Material wird für maximal sechs Monate hinterlegt.
Anlässlich eines in den USA geführten strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens wegen Abgasmanipulationen an Dieselfahrzeugen beauftragte die Volkswagen AG die Rechtsanwaltskanzlei Jones Day im September 2015 mit internen Ermittlungen, rechtlicher Beratung und der Vertretung gegenüber den US-amerikanischen Strafverfolgungsbehörden.
Die Anwälte der internationalen Kanzlei, unter ihnen auch solche aus dem Münchner Büro, sichteten innerhalb des VW-Konzerns eine Vielzahl von Dokumenten und führten konzernintern über 700 Befragungen von Mitarbeitern durch. Am 15. März 2017 wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft (StA) München, die wegen Betrugs und strafbarer Werbung im Kontext der 3-Liter-Motoren der VW-Tochter Audi AG bislang gegen Unbekannt ermittelt, die Räume der Kanzlei untersucht und zahlreiche Unterlagen sowie Daten beschlagnahmt.
Diese dürfen vorläufig nicht ausgewertet werden, entschied nun das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) im Eilverfahren auf die Anträge der Volkswagen AG, der Rechtsanwaltskanzlei Jones Day sowie der sachbearbeitenden Rechtsanwälte aus dem Münchener Büro der Law Firm (Beschl. v. 25.07.2017, Az. 2 BvR 1287/17, 2 BvR 1405/17, 2 BvR 1562/17, 2 BvR 1583/17). Dürfte die Staatsanwaltschaft die Unterlagen und Daten erst einmal auswerten, entstünde ein irreparabler Schaden, so die Karlsruher Richter.
Quelle: Legal Tribune Online
 
Z.B. dass in dem verlinkten Bericht in kleinster Weise erwähnt wird,dass sich Argumente der Kläger lediglich auf die SO Berichterstattung beziehen,es also keinerlei neue Infos zu dem Fall gibt.

"Bis zu dieser Veröffentlichung hätten die US-Kunden deutscher Hersteller keine Mittel gehabt, deren "Verbindung und Verschwörung zu entdecken", heißt es in der Klageschrift." (davon ausgehend, dass Du in 'keiner Weise" schreiben wolltest).

Statt dessen wird so getan als würde sich die Lage für die betroffenen Unternehmen dramatisch verschlechtern und es wird nicht auf die Substanzlosigkeit der Klage hingewiesen. Im Gegenteil,es wird der Eindruck impliziert,dass die Klage die eigenen Anschuldigungen noch untermauert.

Nun, sollten die Absprachen rechtswidrig sein, würde ich sich die Lage der Unternehmen tatsächlich dramatisch verschlechtern. Insbesondere auch, weil die gegenwärtige US-Administration dann ihren Vorwurf, die Deutschen verhalten sich nicht fair, bestätigt sehen könnte. Interessantes Futter übrigens für Verschwörungsclowns: Der "linke" Spiegel spielt Trump in die Karten, was ist da nur los :y

Ich finde so etwas voll :poop: ,aber andere,die ansonsten gerne den allgemeinen Verfall der Sitten regelmäßig anprangern,scheinen dies gerne zu akzeptieren,Hauptsache passt ins Weltbild.

Mit Verlaub, aber Deine Reaktion auf das gesamte Thema ist sehr von "Weltbild" geprägt. Es passt Dir einfach nicht, was der Spiegel berichtet und vor allem, dass es der Spiegel ist, der berichtet, und was Du dahinter vermutest.

Was erwartest Du eigentlich statt dessen? Eine Presse, die sich allein aus "nationaler Verantwortung" und zum Schutze der Unternehmen zurückhält? Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich fände es auch besser, wenn sich hinterher herausstellt, alles gar nicht so schlimm, ist ein Grenzfall, aber alles noch im grünen Bereich. Aber es ist eben Aufgabe der Presse als sog. "Vierte Gewalt" an der Aufklärung möglicher Wirtschafts- und/oder Politikskandale mitzuwirken, nötigenfalls dies auch anzustoßen (was hier - nochmal - auch gar nicht der Fall war, Stichwort "Selbstanzeigen").

Und ich hoffe über die Antwort hierüber besteht Einigkeit: Sollte es jemals dazu kommen, dass am Ende Arbeitsplätze abgebaut werden müssen, weil die Hersteller Kartellstrafen hier und dort zahlen müssen - wer war dann Schuld? Etwa der Spiegel?
 
Danke, "Surprize", für die Richtigstellungen. :t Ich hatte es mir - aus der Historie des Freds wohl nachvollziehbar - verkniffen, ergänze nun aber noch das Folgende:

Z.B. dass in dem verlinkten Bericht in kleinster Weise erwähnt wird,dass sich Argumente der Kläger lediglich auf die SO Berichterstattung beziehen, ...
Es wird nicht erwähnt, weil es ja auch nicht so ist. Es ist (d)ein geradezu absurdes Fehlverständnis wenn man annehmen möchte, dass ein kleiner Artikel eines ausländischen Nachrichtenmagazins die einzige Substanz für eine Klage vor einem US-Gericht sei. Der oben von "Surprize" zitierte Satz ist einfach nur ein Satz aus der Klageschrift, aber doch nicht deren Fundament oder gar einzige Inhalt. :rolleyes4

... Statt dessen wird so getan als würde sich die Lage für die betroffenen Unternehmen dramatisch verschlechtern ...
Ob in dem SPON-Artikel - gar absichtlich - "... so getan ..." wird, darf man wohl herzlich anzweifeln. Jedenfalls wäre die Implikation korrekt, weil derartige US-Klagen durchaus erheblich geeignet sind, die "... Lage für die betroffenen Unternehmen ..." signifikant zu verschlechtern. Die hiesigen Automobilkonzerne unterhalten ganze (Rechts-) Abteilungen, die nichts anderes tun, als das im Rahmen der Geschäftstätigkeit entstehende "US-Risk" zu evaluieren und möglichst zu verringern. Man weiß dort sehr genau, wie gefährlich Gerichtsverfahren in den USA sein können.

... und es wird nicht auf die Substanzlosigkeit der Klage hingewiesen. ...
Die Annahme einer "... Substanzlosigkeit ..." der Klage(-n) ist nun wirklich eklatant bedenklich. Wird hier womöglich doch etwa allen Ernstes (!) vermutet, in den USA sei eine Klage eingereicht, deren einziger Inhalt die Bezugnahme auf den SPON-Artikel sei???

Dazu fällt mir dann wirklich nichts mehr ein ... außer vielleicht: :end:
 
Vielleicht nochmal von einer anderen Seite:

Wenn man über die letzten Seiten hinweg einige "Beiträge" betrachtet, dann vertieft sich zunehmend der Eindruck, dass sich der eine oder andere hier in seiner Solidarität mit den hiesigen Automobilkonzernen zu jeglichen zweckdienlichen Äußerungen hinreißen lässt, egal wie unsinnig sie auch sein mögen. :eek: :o

Warum eigentlich? Hier im Forum dürfte doch ohnehin (auch bei mir) eine recht große Sympathie mit den hiesigen Automobilbauern bestehen (mal abgesehen von Kleinigkeiten wie z. B. dem Umstand, dass hier vielleicht BMW beliebter sein mag als Audi). Jedenfalls sehe ich hier keine bösen Worte gegen unsere Autobauer, sondern einfach nur eine kritische Diskussion des Themas - und eine gewisse Sorge um die Zukunft dieser für uns alle wichtigen Industrie. :cautious:

Mithin muss man unsere Automobilindustrie hier doch gar nicht verteidigen - und schon gar keine Angst vor kritischer Presseberichterstattung haben. Wer den weiter oben verlinkten Artikel gelesen (und auch verstanden) hat, der weiß, dass solche Berichte schnell wieder in Vergessenheit geraten. Auch wurde hier erläutert, dass im Rahmen der (natürlich noch andauernden) kartellrechtlichen Ermittlungen und/oder des formalen Kartellverfahrens weitreichende Möglichkeiten bestehen - und zwar in jede Richtung.

Unter dieser Prämisse darf man m. E. ruhig ein gewisses Vertrauen haben sowohl in unserer Regierung, als auch in die EU, dass sie bei der Lösung des Themas ein ausreichendes Augenmaß werden walten lassen. Denn schließlich brächte ein Niedergang unserer deutschen Automobilindustrie der EU viel mehr Nachteile, denn einzelnen Mitgliedsstaaten Vorteile.
 
Es wird nicht erwähnt, weil es ja auch nicht so ist. Es ist (d)ein geradezu absurdes Fehlverständnis wenn man annehmen möchte, dass ein kleiner Artikel eines ausländischen Nachrichtenmagazins die einzige Substanz für eine Klage vor einem US-Gericht sei. Der oben von "Surprize" zitierte Satz ist einfach nur ein Satz aus der Klageschrift, aber doch nicht deren Fundament oder gar einzige Inhalt. :rolleyes4



Die Annahme einer "... Substanzlosigkeit ..." der Klage(-n) ist nun wirklich eklatant bedenklich. Wird hier womöglich doch etwa allen Ernstes (!) vermutet, in den USA sei eine Klage eingereicht, deren einziger Inhalt die Bezugnahme auf den SPON-Artikel sei???
Soviel zum absurden Fehlverständnis
https://www.welt.de/wirtschaft/arti...ordern-die-deutsche-Autoindustrie-heraus.html
 
Mit Verlaub, aber Deine Reaktion auf das gesamte Thema ist sehr von "Weltbild" geprägt. Es passt Dir einfach nicht, was der Spiegel berichtet und vor allem, dass es der Spiegel ist, der berichtet, und was Du dahinter vermutest.
Wie schön,dass du mein "Weltbild" kennst. :M
Es ist mir,mit Verlaub,völlig egal von wem der Bericht stammt. Ich habe lediglich etwas dagegen Artikel zu bringen bei denen ohne konkreten Tatvorwurf Aktienwerte vernichtet und Energien gebunden werden,die Grundlage für Sammelklagen werden und die vorherrschende Automobil- und Technikfeindlichkeit weiter vertiefen.
 
Und? Ein wenig mehr intellektuelle Leistung als das Verlinken eines Beitrags wäre schon hilfreich... :whistle:

Falls ich helfen darf: Du glaubst hoffentlich nicht ernstlich, aus dem Satz

... Die Informationen für die Klage stammen erkennbar aus dem Artikel des „Spiegel“, der das mutmaßliche Kartell enthüllt hatte. „Das ist erkennbar mit heißer Nadel gestrickt“, sagt ein auf Sammelklagen spezialisierter Jurist. ..."

herleiten zu können, dass die - übrigens laut dem Artikel "... 69-seitige Klageschrift ..." - nichts anderes beinhalte, als eine Wiedergabe des SPON-Artikels? :cautious:

Mir ist es letztlich egal, wenn du die Dinge so platt sehen möchtest - eine andauernde Richtigstellung ist wohl die Zeit nicht wert. Wer jedoch etwas weiter blicken möchte, der kann sich aus den hier verlinkten Artikeln und den Erläuterungen m E. recht einfach herleiten, dass in den USA offenbar ein erhebliches Interesse an einer schnellen Klageeinreichung bestand. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Klage völlig "... substanzlos ..." ist, sondern allenfalls, dass der/die Kläger später mit einiger Wahrscheinlichkeit die Klage weiter substantiieren werden (müssen).

So etwas - also die Einreichung einer Klage auf Basis nur weniger Tatsachen bzw. Behauptungen - ist übrigens auch hierzulande nicht unüblich, und eben auch unproblematisch, solange man im Prozessverlauf noch Tatsachen, Beweise etc. nachreichen kann.

Alles in allem ist es also neben der Sache, auf einer (vermeintlichen) "... Substanzlosigkeit ..." der Klage herumreiten zu wollen. Vielmehr stellen solche Klagen - leider - bereits in diesem Stadium in aller Regel eine erhebliche Bedrohung für den Beklagten dar. :confused:

Das konstatiert ja letztlich auch der Autor des o.a. Artikels: "... Sollte die Sammelklage zugelassen werden, bringt das die Autobauer dennoch weiter unter Druck. In der Regeln enden solche Verfahren in meist sehr teuren Vergleichen. ..."

 
Zuletzt bearbeitet:
... Artikel zu bringen bei denen ohne konkreten Tatvorwurf ...

Dann sei doch entspannt, denn Artikel ohne konkreten Tatvorwurf sind überhaupt nicht Gegenstand der Diskussion in diesem Fred. :whistle:

An Deiner Antwort zeigt sich mir, wie falsch Du liegst und dass Du offenbar etwas nicht verstehen willst: Dich stört das "Vernichten von Geld" aufgrund des Artikels. Das scheint Dein ganz konkreter Vorwurf gegen den Spiegel oder andere Medien zu sein. Das meinst Du ernsthaft angesichts der Tatsache, dass der Spiegel in seinem Artikel vom 22.07. - den Du immer noch nicht gelesen hast - auf Selbstanzeigen samt Schriftsätzen und Protokollen in diesen Verfahren hingewiesen hat, die von den Automobilherstellern selbst kommen?
 
Ohne die 69-seitige Klageschrift zu kennen - oder vielleicht gerade deshalb - (wie auch) stellt sich mir die Frage, wie ein Kartellvorwurf in den USA gegen deutsche Autobauer begründet wird. Ein Kartell hat für mich etwas mit Erlangung von Marktbeherrschung zu tun bzw mit der Ausnutzung seiner marktbeherrschenden Stellung. Davon kann man in den USA in Bezug auf deutsche Autobauer mMn gerade nicht sprechen. Der Marktanteil liegt doch, selbst wenn man VW BMW und Daimler zusammen nimmt, bei unter 10%. Und selbst wenn man sich auf das Luxussegment beschränkt, wie in dem Spiegelartikel dargelegt, liegen die Prozentsätze immer noch nur knapp an der Grenze für marktbeherrschende Stellung (Edit: bzw sogar erheblich darunter, wenn man von den genannten 40% ausgeht). Zumal es doch anderen Automobilherstellern weiterhin frei steht, Verdecks zu bauen, die bis 60 km/h schließen oder größere AdBlue-Tanks einzubauen, um mal bei den plakativen Beispielen zu bleiben.
 
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Ohne die 69-seitige Klageschrift zu kennen - oder vielleicht gerade deshalb - (wie auch) stellt sich mir die Frage, wie ein Kartellvorwurf in den USA gegen deutsche Autobauer begründet wird. ...
Der oben verlinkte Artikel liest sich ja stark danach, als ob es sich um eine Schadensersatzklage handelt. Offenbar behaupten die Kläger(-innen), sie hätten aufgrund des Kartells für ihre Autos überhöhte Preise bezahlt.

Tatsächlich kann ein Kartellrechtsverstoß ja - auch das wurde hier schon erläutert - für Verbraucher zu höheren Produktpreisen führen. Dazu muss - stark vereinfacht gesagt - der Kartellverstoß nicht zwingend in den USA passiert sein, sondern es wird (mutmaßlich) ausreichen, wenn sich dort die Auswirkung des höheren Kaufpreises manifestiert.

Das ist, wie gesagt, eine starke Vereinfachung, in Details auch reine Vermutung und vor allem wird sich erst mit der Zeit zeigen, ob die Klage überhaupt zugelassen wird und ob sie sich so "stichfest" begründen lässt, dass sie Aussicht auf Erfolg (oder eher: auf eine gewinnbringende gütliche Einigung) hat.
 
Vllt sollte man darauf hinweisen,dass die sogenannten "Dokumente",die auf eine führende Rolle von BMW deuten,eine interne Email im VAG Konzern und die Aussage eines "Audi Managers" ist.
Es ist mir ehrlich gesagt völlig schnuppe ob BMW,Audi,VW oder Benz am Pranger stehen,allerdings sehe ich durch den Frontalangriff auf die deutsche Autoindustrie deren Zukunft als ungewiss an. In Zeiten,in denen man sich mit aller Energie der Mobilität der Zukunft widmen müsste werden Kräfte durch Verfahren um städtische Einfahrverbote und durch "Kartellanschuldigungen" gebunden.
Deutschland schafft sich selber ab und die Konkurrenz freut es.
Warum machen die deutschen Hersteller auch ein Kartell für Urinbehälter in Kfz ? Die sollen sich lieber mal auf einen Einheitsreihensechszylinder (3 Liter Sauger) einigen, damit die Karren wieder bezahlbar werden ! :D Die Formel 1 machts vor ! :13wink3z:
 
Warum machen die deutschen Hersteller auch ein Kartell für Urinbehälter in Kfz ? Die sollen sich lieber mal auf einen Einheitsreihensechszylinder (3 Liter Sauger) einigen, damit die Karren wieder bezahlbar werden ! :D Die Formel 1 machts vor ! :13wink3z:
....nenene... ich find den 3l-R6sauger von BMW :rolleyes: tiptop, da soll kein anderer reinpfuschen, und den will ich so lange fahren wie es geht :D
 
Kleiner Satz zum Nachdenken - man ist bei der gesamtheitlichen Diskussion aller Beteiligten (vorzugsweise auch Medien) nahe an Rufmord, solange es kein Ergebnis der Untersuchungen gibt. Mehr als die Glaskugel mit Fragmenten hat niemand ausser, vielleicht ein Tisch mit "20 Personen" die niemand kennt.
 
Kleiner Satz zum Nachdenken ...
... man könnte, bevor man ein Thema "... zum Nachdenken ..." in den Raum wirft, erst einmal schauen, ob es im Fred bereits angesprochen wurde. :whistle:

In der Sache bleibt es denn wohl auch beim Alten: Der Vorwurf ist m. E. weit hergeholt, jedenfalls nach aktuellem Stand der Dinge nicht haltbar: Sowohl ist die hiesige Diskussion (abseits der persönlichen Befindlichkeiten) in der Sache ganz überwiegend kritisch aber konstruktiv, als auch ist die bisherige Presseberichterstattung - jedenfalls soweit hier aus den redaktionell ernstnehmbaren Webseiten verlinkt - nach aktuellem Sachstand nicht zu beanstanden. Würde man hier schon eine unzulässige Beeinträchtigung der Autobauer sehen wollen, dann dürfte man ja gar nix mehr sagen, bis in ein paar Jahren das Kartellverfahren vielleicht mal abgeschlossen ist.

Dass öffentliche Diskussionen und Presse unangenehm sein können, ist ja nichts Neues. Das sind nun einmal, leider, Ausprägungen der Grundrechte auf Meinungs- und Pressefreiheit. Wo dort die Grenzen liegen, könnte man sich vielleicht erst einmal ansehen, bevor man Diskussionen oder Presse als "... Rufmord ..." etc. herabwürdigen möchte. Letztlich ist nämlich genau das eine Unterstellung ins Blaue. Denn sie könnte nur dann valide sein, wenn z. B. SPON all diese Behauptungen aufstellen würde, ohne echte Anhaltspunkte zu haben. Danach sieht es aber (leider) überhaupt nicht aus.

Immerhin bringt die Reichweite der o.a. Grundrechte ja auch Vorteile, kann doch in solchen Diskussionen eben - leider - jeder seine Meinung sagen, egal wie mehr oder minder fundiert sie sein sollte. So ist es eben mit Diskussionen und Presse, und genau das macht letztlich die Qualität unserer Bundesrepublik aus. :) :-)
 
Die deutsche Autoindustrie kann machen, was sie will. Es ist wie bei den Banken: Ist man erst mal „too big to fail“, dann sind die Gesetze egal, und die Politik hat ganz viel Verständnis – sogar die Grünen.
Es gibt eine Definition der Justiz- und Innenminister der Länder, wie man den Begriff der organisierten Kriminalität zu verstehen hat: „Organisierte Kriminalität ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte auf längere oder unbestimmte Dauer arbeitsteilig … unter Einflussnahme auf Politik, Medien, öffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft zusammenwirken.“
Vermutlich ist der Umfang der dauernden, geradezu systemischen Gesetzesverstöße in der deutschen Autoindustrie so groß, dass die Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit einstellen müssten, wenn sie beschlössen, sich vom einen auf den anderen Tag zu legalisieren. Immerhin, die Werbeabteilungen der Konzerne müssen sich keine neuen Slogans ausdenken: „Freude am Fahren“ kann man auch mit einem Auto haben, das eigentlich nicht zulassungsfähig ist. Und „Vorsprung durch Technik“ stimmte insoweit, als offenbar alle technischen Mittel zum gewerbsmäßigen Betrug zum Einsatz kamen.
Die Skandale der deutschen Autoindustrie sind das Versagen der deutschen Politik. Kein Wunder: Die Autoindustrie ist schon personell eine Außenstelle der Bundesregierung – vielleicht ist auch die Bundesregierung eine Außenstelle der Autoindustrie.
Jedenfalls beschäftigt Daimler den früheren Staatsminister der Kanzlerin als Cheflobbyisten. Bei VW arbeitet ein ehemaliger Vizesprecher der Bundesregierung und außerdem Merkels früherer Bürochef. Der Automobilverband wird von einem ehemaligen Bundesverkehrsminister geleitet. Und sein Nachfolger im Amt, der CSU-Politiker Dobrindt, verhält sich ganz so, als strebe auch er später eine glänzende Karriere in der Industrie an.
Quelle: Rudolf Augstein auf SPON
 
Kleiner Satz zum Nachdenken - man ist bei der gesamtheitlichen Diskussion aller Beteiligten (vorzugsweise auch Medien) nahe an Rufmord, solange es kein Ergebnis der Untersuchungen gibt. Mehr als die Glaskugel mit Fragmenten hat niemand ausser, vielleicht ein Tisch mit "20 Personen" die niemand kennt.

:t
 
... man könnte, bevor man ein Thema "... zum Nachdenken ..." in den Raum wirft, erst einmal schauen, ob es im Fred bereits angesprochen wurde. :whistle:


Sind ja auch nur rund 200 Beiträge!
Klar wurde das angesprochen und von Dir als Lautsprecher des Forums ja auch bereits entsprechend klar und umfangreich beantwortet,
Beantwortet in einer Form, dass man Deine Aussagen hier besser nicht wiederholt!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Immerhin bringt die Reichweite der o.a. Grundrechte ja auch Vorteile, kann doch in solchen Diskussionen eben - leider - jeder seine Meinung sagen, egal wie mehr oder minder fundiert sie sein sollte.

Gut, dass Du diese Grundrechte nicht ändern kannst und Deine Meinung immer fundiert ist!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Und der Dieselgipfel hat das erwartete Ergebnis zugunsten der Automobilindustrie gebracht.

Hoffentlich zeigen Kartelldelikte ein gerechtes Ergebnis.

Leider sind weiterhin Recht und gerecht zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Das wird möglicherweise sogar die Wahlen im Herbst beeinflussen.

Bin gespannt :)
 
Und der Dieselgipfel hat das erwartete Ergebnis zugunsten der Automobilindustrie gebracht.

Hoffentlich zeigen Kartelldelikte ein gerechtes Ergebnis.

Leider sind weiterhin Recht und gerecht zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Das wird möglicherweise sogar die Wahlen im Herbst beeinflussen.

Bin gespannt :)

Welche Partei darf sich denn dank dieses Riesendurchbruchs beim Dieselgipfel eines "möglicherweise die Wahl beeinflussenden" Zulaufs erfreuen?
 
Kleiner Satz zum Nachdenken - man ist bei der gesamtheitlichen Diskussion aller Beteiligten (vorzugsweise auch Medien) nahe an Rufmord, solange es kein Ergebnis der Untersuchungen gibt. Mehr als die Glaskugel mit Fragmenten hat niemand ausser, vielleicht ein Tisch mit "20 Personen" die niemand kennt.
Ich habe den Eindruck, daß die Geschichte mit Nox eh völlig konstruiert ist, damit die Deutschen endlich neue Autos kaufen. Bis vor wenigen Monaten spielte die Nox Emission bei Pkw außer in den Universitätsinstituten keine Rolle und nun "plötzlich" ist ein ppm zuviel schon der Weltuntergang. Wenn man Nox reduzieren will, sollte man dann nicht besser die Hauptursache (90%) von Nox in der Atmossphäre bekämpfen? Das sind übrigens stinknormale Blitze.(1)

(1) http://www.berliner-zeitung.de/gewi...ckoxide-blitze-machen-den-""""-sauer-16520402
 
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