Batteriefrage

rapidozzzz

Der Weissbier- Sommelier unter den "Dreien"
Registriert
2 Januar 2007
Ort
kleines Ostallgäu- Kuhdorf
Wagen
BMW Z4 e85 roadster 2,2i
Wg. Winterauto hatte ich den Zetti letztes Jahr Anfang November abgestellt und bin kurz vor Weihnachten zum TÜV- Termin gefahren. Ist sofort angesprungen und ich bin ca. 60 km vor dem Termin noch rumgefahren, Radio ausgelassen.

Die üblichen Prüfungen und beim Lichttest hat mir der freundliche TÜV- Mensch noch einen Scheinwerfer eingestellt.
Danach ging nichts mehr, nicht angesprungen. Starthilfe und ab nach Hause, neue Batterie eingebaut.

Die alte Batterie ist ca. 10 Jahre alt und ich lade sie jetzt alle 4- 5 Wochen auf.
Wenn ich sie an´s Ladegerät anschließe, leuchten noch zwei von vier Lämpchen und nach knapp zwei Stunden ist sie wieder voll aufgeladen.

Also ist sie doch noch vollkommen ok, oder?
 
Glaube ich nicht (bin aber kein Fachmann). Wenn Du sie alle 4-5 Wochen aufladen kannst, ohne dass Leistung abgefordert wurde (verstehe ich jdfs. so, weil Du in den Z4 einen neuen Akku eingebaut hast), dann ist sie defekt. Ein intakter Akku hält viel längere Zeiträume die volle Ladung.
 
Also ist sie doch noch vollkommen ok, oder?

Nein, ist sie definitiv nicht ! Die Batterie hat das Ende Ihrer Lebensdauer erreicht und sollte schnellstens erneuert werden.
Bleiakkus können bei regelmäßiger Pflege eine recht hohe Lebensdauer von mehreren Jahren erreichen. Während preiswerte und meist minderqualitative Akkumulatoren als Starterbatterie oft nur 2 bis 4 Jahre einsetzbar sind, können hochwertige Ausführungen bis zu 10 Jahre halten. Generell altern Akkumulatoren und zählen als Verschleißteil. Das liegt bei Bleiakkumulatoren in erster Linie an der inneren Korrosion der Bleigerüste der Elektroden, an der Entstehung von feinen Kurzschlüssen und an der Sulfatierung des Bleis, die bewirkt, dass sich die PbSO4-Kristalle zu immer größeren Verbünden zusammenschließen. So verringert sich die elektrochemisch aktive Oberfläche des PbSO4. Durch diese kleinere Oberfläche löst sich das PbSO4 immer schlechter. So dauert es sehr lange, bis eine hinreichend hohe Konzentration an Pb2+vorliegt. Außerdem ist die elektrische Leitfähigkeit des Sulfats geringer als diejenige von Blei. Der dadurch erhöhte Innenwiderstand der Zelle führt bei Belastung zu einem stärkeren Spannungsabfall.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, ist sie definitiv nicht ! Die Batterie hat das Ende Ihrer Lebensdauer erreicht und sollte schnellstens erneuert werden.
Bleiakkus können bei regelmäßiger Pflege eine recht hohe Lebensdauer von mehreren Jahren erreichen. Während preiswerte und meist minderqualitative Akkumulatoren als Starterbatterie oft nur 2 bis 4 Jahre einsetzbar sind, können hochwertige Ausführungen bis zu 10 Jahre halten. Generell altern Akkumulatoren und zählen als Verschleißteil. Das liegt bei Bleiakkumulatoren in erster Linie an der inneren Korrosion der Bleigerüste der Elektroden, an der Entstehung von feinen Kurzschlüssen und an der Sulfatierung des Bleis, die bewirkt, dass sich die PbSO4-Kristalle zu immer größeren Verbünden zusammenschließen. So verringert sich die elektrochemisch aktive Oberfläche des PbSO4. Durch diese kleinere Oberfläche löst sich das PbSO4 immer schlechter. So dauert es sehr lange, bis eine hinreichend hohe Konzentration an Pb2+vorliegt. Außerdem ist die elektrische Leitfähigkeit des Sulfats geringer als diejenige von Blei. Der dadurch erhöhte Innenwiderstand der Zelle führt bei Belastung zu einem stärkeren Spannungsabfall.

Ok, danke für die Antwort. :t
Ich trinke jetzt erstmal ein Gläschen Rotwein.
Vielleicht verstehe ich dann mehr, als nur Bahnhof.
 
Dann versuche ich mal, die Ausführungen von Zetti-Rolf zu übersetzen:

Je älter die Batterie ist, um so weniger Ladung kann sie speichern, d. h. die echte Kapazität beträgt nur noch einen Bruchteil der ursprünglich mal 70 Ah (oder so ähnlich). Sie ist dann zunehmend schneller leer und auch wieder voll. "Voll" heißt hier aber nur noch: die mickrige Restkapazität ist dann aufgefüllt.

Da Deine Batterie 10 Jahre alt ist, ist davon auszugehen, dass diese Alterungseffekte sehr ausgeprägt sind. Also: Entsorgen und eine neue anschaffen.

Klar geworden? :) :-)
 
Ja, jetzt ist´s klar.
Aber ich kenne mich damit wirklich nicht aus, danke euch.:t

Ich habe ja schon eine neue in den Zettie eingebaut, nur gehofft, die alte noch für den Winter- Oldie benutzen zu können.
 
Ja, jetzt ist´s klar.
Aber ich kenne mich damit wirklich nicht aus, danke euch.:t

Ich habe ja schon eine neue in den Zettie eingebaut, nur gehofft, die alte noch für den Winter- Oldie benutzen zu können.

Dafür ist das Forum ja da.
Ich würde die alte auch nicht mehr im Winter-Oldie verwenden, weil das Risiko zu groß ist, plötzlich einfach liegenzubleiben.
 
Ok, danke für die Antwort. :t
Ich trinke jetzt erstmal ein Gläschen Rotwein.
Vielleicht verstehe ich dann mehr, als nur Bahnhof.

Zum einfachen Verständnis eine Weisheit der Dakota Indianer:
"Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, dann steig ab"
 
Für den Oldie kauf die besser die billigste neue Batterie und gebe die alte zur Verwertung. Die Kapazität einer Batterie wird von ihrer schwächsten Zelle begrenzt, Wenn ein leerer Akku schon nach ein oder zwei Stunden keine Ladung mehr annimmt, ist wahrscheinliche eine Zelle defekt. Diese diese Zelle ist dann bereits in der Gasung, während die anderen nur gering geladen sind. Bei konventionellen Säurebatterien mit Wartungsbedarf konnte man das gut an der unterschiedlichen Säuredichte feststellen. Bei Großbatterien (z.B. auf Ubooten) werden defekte Zellen daher aus dem Verbund genommen, eine geringere Gesamtspannung ist das kleinere Übel.
 
Verstanden hab ich das soweit schon, aber eine- vielleicht blöde Frage- habe ich trotzdem noch.
Wenn die Batterie so platt war, warum ist der Wagen nach gut 7 Wochen Standzeit trotzdem sofort angesprungen?
 
Sieh es anders herum. Das Auto ist in einem so gutem Zustand, dass es sofort angesprungen ist. Hätte es zum "längeren Orgeln" auch gereicht?
Ich habe im Winter eine Batterie gewechselt, weil die ab und an beim Starten völlig zusammengebrochen war, nach kurzer Erholungszeit reichte es dann gerade für die notwendigen Anlasserumdrehungen. Die war erst vier Jahre alt.
 
.... aber da ich ein Dickopf bin, baue ich die Batterie in den Winter- Oldie ein und schaue einfach mal, was passiert.
Nutze ihn eh nur auf dem Arbeitsweg und Starthilfekabel nehme ich halt immer mit.:p :P
 
.... aber da ich ein Dickopf bin, baue ich die Batterie in den Winter- Oldie ein und schaue einfach mal, was passiert.
Nutze ihn eh nur auf dem Arbeitsweg und Starthilfekabel nehme ich halt immer mit.:p :P
Oh Mann ! :rolleyes: Glaub mir...10 Jahre sind echt gut für eine Batterie ! Du solltest sie in Rente schicken, bevor noch was passiert. Sie könnte vermehrt ätzende Substanzen ausgasen oder Deinen Oldie einen Schwefelsäure-Dusche spendieren.:X
 
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