BAYERN - NEIN zur Studiengebühr

Bitte vergleiche das Meister Bafög nicht mit Uni-Semestern welche man für LAU bekommt.

ich hab hier mit keinem wort nen vergleich getätigt. mir ging es nur um deine aussage bezüglich der nicht vorhandenen hilfe für techniker die somit ja nicht stimmen würde.

naja und ein unisemester für lau würd ich das jetzt auch nicht nennen. wenn ich daran denke, was so ne schönfeldersammlung über die zeit kostet, oder sonstige fachliteratur die zum studieren benötigt wird. da kommen pro semester auch gleich mal paar hundert euro zusammen (schwankt aufgrund der unterschiedlichen anforderungen wohl auch von studiengang zu studiengang).
klar, auch techniker müssen sich noch selbst bücher kaufen, aber wenn ich da an meine e-techniker zeit denke, wären das in der summe über die beiden jahre vielleicht 80 euro gewesen (hat bei mir ja der staat bezahlt ^^ )

ich bin auch gegen die studiengebühren. ich kenne so einige aus bayern, die in thüringen studiert haben weil sie sich das studium in bayern nicht hätten leisten können (studiengebühr, höhere lebenshaltungskosten usw.).
dann fand ichs auch immer nie so ganz schlüssig, warum alle anderen bundesländer keine gebühren verlangten - überhaupt, die verschiedenen "bildungssysteme" der länder, ist doch irgendwie mumpitz &:

das argument, dass ein "studierter" später ja ein vielfaches von nem facharbeiter verdient und so locker nen studienkredit zurückzahlen kann, würd ich jetzt auch nicht unterschreiben.
ärzte und juristen mal ausgenommen, liegen die echten gehälter der akademiker auch nicht so hoch über nem guten handwerker, facharbeiter oder schichtarbeiter, der nur angelernt wurde.

dass man jetzt die "langzeitstudierenden ohne lust auf arbeit" unterstützt glaub ich auch nicht unbedingt und selbst wenn, kann man die auf andere art und weise von ihren irrwegen abhalten.

alles meine meinung, die niemand unterstützen muss :x3:

ach ja, ich habe die vorangegangene diskussion nicht wirklich verfolgt - somit stehen meine ausführungen völlig frei, ohne bezug auf vorangegangene aussagen (ausser meine antwort auf das zitat natürlich).
 
...Mein Lehrbub ... wird auch nie eine Uni in Anspruch nehmen. Aber mit seinen Steuern finanziert er sie. Er
finanziert die Ausbildung von Leuten, die wesentlich später als er anfangen zu arbeiten. Also auch wesentlich später anfangen
Steuern zu bezahlen. Ist das gerecht????
...

:t :t :t

Der Vergleich mit den Lehrberufen ist wie schon gesagt ein Guter: Ein Azubi bringt vom ersten Tag seiner Ausbildung an seine Arbeitskraft in das Unternehmen ein. Hierfür erhält er die Ausbildung und ein kleines Entgelt - beides wohlgemerkt von dem ausbildenden Unternehmen, und nicht von der öffentlichen Hand.

Das ist jedenfalls dem Grunde nach für alle Beteiligten ein fairer Deal: Das Unternehmen erhält zusätzliche Arbeitskraft und die spätere Chance auf einen guten neuen Mitarbeiter, der Azubi erhält eine fundierte Ausbildung in Theorie und Praxis. Nicht vergessen sollte man dabei, dass sowohl Unternehmen als auch Azubi erheblich belastet werden. Gewinner ist die öffentliche Hand, für die dieses Konzept nur geringe Kosten bringt.

Betrachten wir dagegen den Studenten, so ist die Feststellung trivial, dass dieser seinem Ausbilder - der Universität - während seines Studiums keinerlei Arbeitskraft zur Verfügung stellt, jedoch eine erheblich teure und qualitativ hochwertige Ausbildungs-Infrastruktur in Anspruch nimmt.

Viele Studenten nehmen diese Infrastruktur mit einer Selbstverständlichkeit in Anspruch, die schlichtweg inakzeptabel ist. Man sollte eigentlich erwarten - und fordern - können, dass Studierende die Bereitstellung der Infrastruktur wenigstens mit einem ganz erheblichen Engagement vergelten, damit der jeweilige Studienplatz möglichst bald wieder zur Verfügung steht, mithin die wertvolle Infrastruktur effizient genutzt wird und möglichst vielen Menschen zugute kommt.

Die Realität sieht bekanntermaßen vielfach anders aus. Dafür ist das "Engagement" dann umso größer, wenn die Studierenden einen kleinen monetären Beitrag leisten sollen. :s
 
Mein Lehrbub hat nicht das Zeug zum Studieren. Aber er arbeitet, macht demnächst seine Gesellenprüfung, danach werde ich
ihn weiter beschäftigen. Er hat, und wird auch nie eine Uni in Anspruch nehmen. Aber mit seinen Steuern finanziert er sie. Er
finanziert die Ausbildung von Leuten, die wesentlich später als er anfangen zu arbeiten. Also auch wesentlich später anfangen
Steuern zu bezahlen. Ist das gerecht????

Und falls mein Lehrbub in 1 Jahr einen Geistesblitz bekommen sollte, und sich weiterbilden will. Dann sei froh, dass du
ein Kind auf der Uni hast. Denn die 500EUR pro Semester sind ein Witz gegen dass was eine Weiterbildung im Handwerk
kostet.

Ihr Jammert alle auf ganz ganz hohem Niveau!

Du kannst doch nicht wissen, ob Dein Lehrbub nicht eventuell das Fachabi nachholen und dann eine Fachhochschule besuchen wird, oder ist er nach Deinen Aussagen so unterbelichtet, dass er eine Weiterbildung im 2. Weg niemals packen würde? Ich gehe mal davon aus, dass Du jemanden ausbildest, den Du als potentielle zukünftige ökonomische Wertschöpfung für Deinen Betrieb siehst ;) (ne Hilfskraft braucht nicht unbedingt einen Gesellenbrief)

Auch kann er seine Meisterschule so hinbiegen, dass er nicht tagsüber in der Schule hockt, sondern das ganze nach Feierabend erledigt (wenn er denn mal den Ehrgeiz hat auf Weiterbildung)

Das ganze so hinzustellen, als dass ein Azubi mit seinen Steuern Studenten mitfinanziert,die ja wesentlich später zu arbeiten anfangen halte ich für gewagt. Die meisten Studenten (heute noch) halten sich mit Jobs über Wasser, und durch diese werden nun mal auch Steuern abgeführt ;)

Wenn nun ein Akademiker im Berufsleben mehr verdienen würde als ein Facharbeiter, so zahlt dieser dann auch später mehr Steuern (eben temporär verschoben), was ja auch wieder der Allgemeinheit zu Gute kommt.

Im Übrigen jammert hier doch keiner, wir haben nur unterschiedliche Meinungen und Auffassungen zum Thema.
 
OK, die haben jetzt ihre nötigen 10%!

Es ist eh eine Schande das wegen sowas eh Steuergelder verschwendet werden.
[...]
Oja, es ist eine Schande, dass wir in einem demokratisch geprägten Land leben, gell?
Wahlen sind immer mit Kosten verbunden. Und ein Bürgerbegehren ist eben ein demokratisches Instrument der Mitbestimmung. Dieses in Anspruch zu nehmen, kann in den Augen eines Demokraten wohl nur schwerlich als Schande bezeichnet werden. Denk mal darüber nach, zetti454.

Auf den Rest deines Postings gehe ich besser nicht ein, denn er spiegelt die allgemeine Anschauung vieler Betriebsleiter wider.
Da jammert ihr groß herum, weil euch doch die Fachkräfte für eure Betriebe fehlen und möchtet sie billig aus dem Ausland importiert haben, denn in Ausbildung von Fachkräften wollt ihr ja nicht investieren. Kostet ja alles nur Geld. Das passt doch alles von vorne bis hinten nicht zusammen.

Wenn es nach Leuten, wie einigen hier ginge, würde schnell die Schulpflicht abgeschafft und Schulgeld wieder eingeführt werden, denn "Was nichts kostet, ist auch nichts wert."

Bei den Statements einiger Forumsmitglieder gefriert mir das Blut. Soviel soziale Kälte ist in ihnen enthalten. Ihnen ist wohl nicht klar, das eine Gemeinschaft, in der einer für den anderen einsteht, stets mehr erreicht als ein loses Gemenge von Einzelkämpfern.

Dieses Posting ist bewusst sehr allgemein gehalten. Ich gehe bewusst nicht näher auf die einzelnen Diskussionsbeiträge ein, weil schon genügend Gegenargumente von anderen aufgeführt worden sind und ich durch einige Postings mit zweifelhaftem Inhalt emotional aufgewühlt bin, dass ich mich um Kopf und Kragen schreiben würde.

Mit diesem Posting verabschiede ich mich aus dieser Diskussion.
 
...Auf den Rest deines Postings gehe ich besser nicht ein, denn er spiegelt die allgemeine Anschauung vieler Betriebsleiter wider.
Da jammert ihr groß herum, weil euch doch die Fachkräfte für eure Betriebe fehlen und möchtet sie billig aus dem Ausland importiert haben, denn in Ausbildung von Fachkräften wollt ihr ja nicht investieren. Kostet ja alles nur Geld. Das passt doch alles von vorne bis hinten nicht zusammen.

Es passt deshalb nicht zusammen, weil du die Situation erheblich verzerrt darstellst. Wenn du dich besser informierst, passt es auch. ;) Ohnehin ist der Fachkräftemangel ein anderes Thema, der mit Studiengebühren eher wenig zu tun hat. :w

... Wenn es nach Leuten, wie einigen hier ginge, würde schnell die Schulpflicht abgeschafft und Schulgeld wieder eingeführt werden, denn "Was nichts kostet, ist auch nichts wert." ...

Wie kommst du denn zu solch einer Unterstellung? Würdest du dich objektiv mit den hiesigen Argumenten beschäftigen, würde dir sicherlich auffallen, wie erheblich dein Vorwurf neben der Sache ist. Vielleicht merkst du es ja, wenn deine Emotionen wieder etwas abgeklungen sind. ;)

In jedem Fall solltest du nicht die Schulpflicht in einen Topf werfen mit einem Studium. Die Schulpflicht ist ein unverzichtbarer und vor allem alternativenloser Bestandteil unserer Bildungsgesellschaft. Niemand hier hat vertreten oder wird ernstlich vertreten wollen, dass man hieran etwas ändern solle.

... Bei den Statements einiger Forumsmitglieder gefriert mir das Blut. Soviel soziale Kälte ist in ihnen enthalten. Ihnen ist wohl nicht klar, das eine Gemeinschaft, in der einer für den anderen einsteht, stets mehr erreicht als ein loses Gemenge von Einzelkämpfern. ...

Auch dieser Vorwurf befremdet erheblich. Du bemühst hier den Gemeinschaftsgedanken an gänzlich falscher Stelle. Die Argumentation pro Studiengebühren ist keineswegs gegen die Gemeinschaft, sondern im Gegenteil ein Ansatz, der dazu beitragen soll, dass die Gemeinschaft auch in den kommenden Jahren eine hervorragende Universitäts-Infrastruktur nutzen kann.

Was hat es für dich mit der Gemeinschaft zu tun, wenn insbesondere Langzeitstudenten und "Gemütlich-Studenten" zur Kasse gebeten werden? Was hat es mit der Gemeinschaft zu tun, wenn Regelungen eingeführt werden, damit die universitären Ressourcen effizient und ernstlich genutzt werden? Hier wurden auch schon einige gute Ansätze genannt (beispielsweise Stipendien oder weitergehende Darlehen), mit welchen sichergestellt werden kann, dass auch einkommensschwache Menschen studieren können. Genau das ist der Punkt, wo die Gemeinschaft - sinnvoll ud zweckgerichtet - für einander einstehen sollte. Mit "sozialer Kälte" hat all das nichts zu tun.

... Ich gehe bewusst nicht näher auf die einzelnen Diskussionsbeiträge ein, weil schon genügend Gegenargumente von anderen aufgeführt worden sind und ich durch einige Postings mit zweifelhaftem Inhalt emotional aufgewühlt bin, dass ich mich um Kopf und Kragen schreiben würde.

Mit diesem Posting verabschiede ich mich aus dieser Diskussion.

Das ist schade, weil etwas weniger Emotion und etwas mehr Sachlichkeit dem Thema gut zu Gesicht stünden. ;)
 
Ich persönlich bin auch eher für, als gegen die Studiengebühren.

Ich kann beide Seiten verstehen, alle Pro- und Contraargumente.

Es ist ein schwieriges Thema. Ich kann jeden Studenten verstehen, der sagt, er muss so viel lernen, dass er kaum zum jobben kommt. Aber ist das denn wirklich der Großteil? Ich kenne und kannte einige Studenten und mein Freund hat ebenfalls studiert. Und wenn ich darüber nachdenke, dass er mir erzählt hat, wie oft er in der Woche feiern war und am nächsten Tag völlig verstrahlt in der Uni gesessen hat (und so einige andere übrigens auch), da muss ich unweigerlich an mich selber denken. Auf diese Idee wäre ich nicht gekommen.

Ich habe eine Ausbildung gemacht. Habe jeden Tag 8-10 auf der Arbeit verbracht, musste dazu noch nach der Arbeit für Klausuren lernen (ja Azubis müssen auch Schule machen und abends zu hause lernen ;)) Wenn dann mal ein paar Stunden in der Berufsschule ausgefallen sind, durfte ich nicht nach Hause. Ich musste danach arbeiten gehen, weil ich sonst nicht auf die mindestens 7 Stunden gekommen bin. Dann noch ein Berichtsheft führen. Alles machbar und im Bereich des Zumutbaren. Aber ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass ich dann abends noch feiern gegangen bin. Abgesehen davon, dass ich dafür viel zu fertig war, hätte mein Chef mir wohl ein paar Takte erzählt, wenn ich am nächsten morgen völlig fertig auf der Arbeit erschienen wäre. Denn auch, wenn ich ein wenig Geld bekomme, statt bezahle. Mein Chef zahlt meine Ausbildung und ihm fehlt eine Arbeitskraft, wenn man nicht fit ist.

Ob Du nun in der Uni sitzt und fit bist, wie ein Turnschuh oder eben mal nen Tag gar nicht hingehst, interessiert doch eigentlich keinen. Wenn Du nicht zuhörst, auch nicht. Packste das Semester eben nicht, man kann ja hinten dran hängen.

Es gibt sicher viele, die wirklich im Leben was erreichen wollen und deshalb studieren, damit sie sich nicht für nen Hungerlohn totackern müssen. Und es gibt auch sicher Studiengänge, von denen man weiß, dass in diesen Berufen keiner reich wird. Aber wie soll man das differenzieren?

Student 1 hat nen Studiengang, da wird er wohl später mehr als 50.000€ im Jahr verdienen, da kassieren wir mal Gebühr. Und Student 2 verdient wohl eher unter 50.000€, da kassieren wir keine. Student 1 ist aber ganz schon fleissig und hat schnell studiert, sollen wir da vielleicht die Gebühr dann doch nicht verlangen? Student 2 ist aber ganz schön faul, vielleicht sollte der dann doch zahlen?!

Jeder sucht sich seinen Studiengang selber aus. Man sollte sich vorher darüber informieren, wie gut der Arbeitsmarkt in dem Bereich später ist, bzw. was man wohl verdient. Es ist also wahrlich nicht mein Problem, wenn einer 10 Semester studiert, um dann festzustellen, dass er von 25.000€ Bruttojahreseinkommen leben muss.

Im Übrigen habe ich in der Ausbildung zu Hause gewohnt, denn von 350€ netto lebt es sich nicht alleine. Im Gegensatz zu den Studenten habe ich kein Bafög oder Ähnliches bekommen. Meine Eltern haben sich eingehend erkundigt. Obwohl sie nur Normalverdiener sind, galten sie schon als zu reich, als dass man für mich noch einen Euro mehr rausrückt. Hab ich also letztenendes wirklich mehr zur Verfügung, als der Student? Soweit ich weiß, darf während Ausbildungen kein weiterer Nebenjob ausgeübt werden. (War zumindest zu meiner Zeit so, bzw. wenn man es doch gedurft hat, muss es auch erstmal der Chef erlauben.)

Ich habe bis heute nicht mal Abi, habe den Staat keinen Cent Geld gekostet und verdiene, nachdem ich eine zweite Ausbildung gemacht habe, fast so viel, wie mein studierter Freund. Das habe ich mir alles selber erarbeitet ohne staatliche Hilfe in welcher Form auch immer. Und so manches mal habe ich bei Wasser und Brot gelebt, um meine Eltern nicht nach Geld anbetteln zu müssen! Das war ne scheiss harte Zeit. Da hätte ich nicht mal feiern gehen können, wenn ich Lust und Kraft dafür gehabt hätte. Glaubt ihr echt, die Studies sind die Einzigen, die es schwer haben?
 
mit Sicherheit sind nicht die Studenten die Einzigen, die es schwer haben. Allerdings behandelt das Threadthema nun mal Studiengebühren (in Bayern).

Man sollte nicht, nur da man eigene harte Zeiten hinter sich hat, das auf andere transferieren.
Harte Zeiten - so wie hier interpretiert - habe ich auch hinter mir, nur sehe ich das eher als Chance etwas daraus zu machen.

Zu dem "was wird gesucht", also studiere ich das, kann ich nur sagen, dass sich innerhalb so mancher Studienzeit der Markt recht ordentlich verschieben kann.

Im Übrigen kenne ich auch sehr viele Ex-Azubis, die auch ordentlich feiern waren und müde zur Arbeit kamen ;) das liegt am Menschen und die sind Gott sei Dank individuell gestrickt.

Ob einige meiner Freunde nun mehr oder weniger verdienen als ich, ist mir gelinde gesagt schnuppe. Ich gucke immer in mein eigenes Portemonnai.
 
Ich will mich hier auch nicht als armen Azubi aufspielen! Ich will damit nur sagen, dass es nicht nur die Studenten sind, die es schwer haben. Ich brauch auch kein Mitleid, ich habs ja trotzdem irgendwie zu was gebracht und es hat sich gelohnt. Warum darf ich meine harten Zeiten nicht auf andere transferieren? Die Studies beschweren sich doch auch über ihre harten Zeiten! Warum ist das für diese gerechtfertigt? Das Leben ist kein Ponyhof! Weder für den Azubi, noch für den Studenten.

Mir ist es auch schnuppe, wer mehr oder weniger verdient. Es weiß weder jemand, was oder wie viel ich habe, noch weiß ich das von guten Freunden. Ich glaube, Du hast mich nicht so ganz verstanden! Ich finde es nur nicht gerechtfertigt, dass die armen Studies es nicht so schwer haben sollen, weil die ja später auch mehr an den Firkus abdrücken. Man muss eben nicht immer studiert haben, um es im Leben zu was zu bringen.Das war das Einzige, was ich damit sagen wollte. Ein Studium ist kein Garant für ein dickes Portemonnaie und ohne Studium ist man nicht automatisch ein armer Schlucker. Fleissig sein und hart arbeiten müssen sie eben beide! Dann muss man sich eben die Nacht in der Disko statt als Gast eben als Tresenkraft um die Ohren schlagen. Wer nachts feiern kann, kann nachts auch arbeiten. (Das gilt im Übrigen auch für Azubis, den ihr Geld zu wenig ist, doch die dürfen eben leider oft keiner zusätzlichen Arbeit während der Ausbildung nachgehen)

Und da nützt es auch herzlich wenig, dass Du Dich hier auf "es ist ein Studiengebührenthread" versteifst. Es gibt nicht nur Studenten. Und wenn die alle nach mehr Hilfe und weniger Forderungen schreien, sollen sie nicht nur mit dem Finger auf sich selber zeigen.

Klar kann sich der Arbeitsmarkt innerhalb der Jahre verändern. Aber kann das dem Standardazubi nicht auch passieren?

Hier in Niedersachsen haben wir übrigens ebenfalls Studiengebühren, wenn diese auch aufgrund der rot-grünen Mehrheit vermutlich bald abgeschafft werden. Mir soll es letztendlich egal sein. Ich zahle deswegen nicht mehr Steuern. Solange alle schön fleissig sind und was für ihr Leben tun, finanziere ich das gerne mit. Aber sich über zu wenig Zeit beschweren, das lasse ich einfach nicht gelten.
 
Du kannst doch nicht wissen, ob Dein Lehrbub nicht eventuell das Fachabi nachholen und dann eine Fachhochschule besuchen wird, oder ist er nach Deinen Aussagen so unterbelichtet, dass er eine Weiterbildung im 2. Weg niemals packen würde? Ich gehe mal davon aus, dass Du jemanden ausbildest, den Du als potentielle zukünftige ökonomische Wertschöpfung für Deinen Betrieb siehst ;) (ne Hilfskraft braucht nicht unbedingt einen Gesellenbrief)

Auch kann er seine Meisterschule so hinbiegen, dass er nicht tagsüber in der Schule hockt, sondern das ganze nach Feierabend erledigt (wenn er denn mal den Ehrgeiz hat auf Weiterbildung)

Das ganze so hinzustellen, als dass ein Azubi mit seinen Steuern Studenten mitfinanziert,die ja wesentlich später zu arbeiten anfangen halte ich für gewagt. Die meisten Studenten (heute noch) halten sich mit Jobs über Wasser, und durch diese werden nun mal auch Steuern abgeführt ;)

Wenn nun ein Akademiker im Berufsleben mehr verdienen würde als ein Facharbeiter, so zahlt dieser dann auch später mehr Steuern (eben temporär verschoben), was ja auch wieder der Allgemeinheit zu Gute kommt.

Im Übrigen jammert hier doch keiner, wir haben nur unterschiedliche Meinungen und Auffassungen zum Thema.

Warum denn das Abi nachmachen? Eine abgeschlossene Berufsausbildung berechtig doch auch zum (Fach-)Studium.
 
...ich würde dies etwas differenzierter betrachten:

Ja, Bildung ist das "wichtigste Gut" der Gesellschaft und wird noch viel zu wenig gefördert!

Aber es führt derzeit auch zu vielen Ungereimtheiten und Ungerechtigkeit.

Es kann nicht angehen, dass jemand mit mittlerem Schulabschluss und Ausbildungsberuf deutlich weniger gefördert wird, wie jemand mit Abitur und Studium!

Ebenso halte ich es aber ebenfalls für falsch, jemanden mit geringem finanziellen Background ein erstes (!) Studium zu erschweren, oder fast unmöglich zu machen.

Wenn aber schon Studiengebühren, dann in einer vernünftigen Höhe (also nicht überzogen hoch und dem Studienfach angepasst) und nur dann, wenn dies für alle (Bundesländer) gilt. In diesem Fall könnte für Meisterschule und Technikerschule alles so bleiben.

Wenn aber die Studiengebühren komplett wegfallen, ist es nicht gerecht, angehende Meister und Techniker in voller Höhe zu belasten...

Meiner Meinung nach müsste für alle Schularten bis zum Abitur inklusive der ersten Berufsausbildung + Hochqualifizierung (also Meister- & Technikerschule, denn das ist qualitativ dann mit einem Studium vergleichbar) frei sein. Wer dies nicht komplett nutzt, darf sich nicht beschweren. Wer ein zweites Studium oder z.B. eine Doktorarbeit, oder nach dem Meister/Techniker doch noch studiert, oder wer deutlich die Regelstudienzeit überschreitet (ich würde da 1 "Kulanzsemester" einbeziehen), sollte dann auch richtig "zur Kasse" gebeten werden...

Das würde den Staatshaushalt zwar deutlich höher belasten, aber diese Mehrausgaben wären langfristig gut angelegt und so wäre es für alle gerecht und chancengleich geregelt.
 
Vielleicht wäre es gut Studiengebühren zu verlangen...ich bin dafür .
Man könnte aber ein Bonus -Sytem einführen .
Jedes Jahr, was in der regelzeit absolviert wird..damit belohnen das die Gebühren niedriger werden.

Wer das Studium in der regelzeit schafft muss dann nur noch die Hälfte des Bafög zurück zahlen...und der Student ohne Bafög kriegt die Hälfte zurück .

Oder sowas ähnliches ...anstatt zu bestrafen mit den Gebühren , ein bisschen Fleiß Anreize schaffen.

Ist nur meine persönliche Meinung , es soll sich keiner angegriffen fühlen .

Einfach so eine Idee ..einen Mittelweg zu finden
 
Andererseits wundern mich solche Diskussionen schon etwas, weil es meinem Gefühl (rein subjektiv) nach anscheinend eh nur noch Studierende gibt. Also subjektiv jeder Zweite ein Studium absolviert. Das Chaos (Überfüllung) an den Unis könnte es fast schon beweisen.
 
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