Betriebstemperatur erst nach 20 Minuten!!!???

Ich denke, man muss sich einfach klar machen, dass Drehzahl und Verbrennungsdruck zwei unabhängige Größen sind, die auch ihre jeweilige Wirkung haben. Beim Warmfahren sollte man daher beide Einflüsse klein halten, d.h. niedrige Drehzahlen und auch wenig Last (=wenig Drehmoment) anfordern mit dem Pedal. Je moderner der Motor, desto kritischer wird das Thema Last in dem Verhältnis, da die Spitzendrücke höher sind. Das gilt um so mehr bei Turbomotoren. Ein paar Daten zu den N5x Motoren im E89:

N54B30 max. Druck: 110bar (und das schon bei niedriger Drehzahl! -> Drehmomentplateau)
N52B30 max. Druck: 80bar

Insofern ist "vom Fleck kommen" gerade der kritische Punkt bei kaltem Motor! Ich kann bei mir zumindest feststellen, dass ich mit dem DKG die 3000rpm so gut wie nie erreiche. Im Stadtverkehr schaltet das Getriebe im Normalmodus in der Regel nicht über 1700rpm schon in den nächsten Gang. Um das dazu zu bewegen, bis 3000rpm zu gehen, muss man schon ziemlich ordentlich auf das Gaspedal treten und dann ist man schon sehr sehr flott unterwegs. Insofern muss ich gestehen, dass ich das mit dem "unter 3000rpm nicht vom Fleck kommen" nicht bestätigen kann. Das DKG hält bei normal fließendem Verkehr mit rd. 60km/h die Drehzahl immer so bei etwa 1200-1300rpm im sechsten Gang.
 
Wer eine Garage oder einen Stellplatz mit Steckdose hat, ist besser und preiswerter mit einem Motorheizer von DEFA bedient, incl. Einbau ca. 300/350 Euro, das Kühlwasser hat ca. 40° C nach 90 min und die Batterie im Wagen wird nicht belastet.

Vor dem Losfahren nicht vergessen, das Ladekabel zu entfernen !

nafob


....so einen elektrischen "Defa-Tauchsieder" (vertrieben über Fa. Waeco) kann auch ich empfehlen, ich hatte ihn nachgerüstet bei meinem Mercedes Viano MarcoPolo (CDI 2,2L/163PS, Bj.2011). 90Min brauchte er allerdings nie, ich hatte ihn max. 60Min mit Zeituhr an der Steckdose. Vielleicht haben sich die Geräte in den letzten 2/3 Jahren verbessert? Es lohnt sich vor allem bei frostigen Nächten. Von Anfang an warme Heizung und einen Motorlauf eines warmen Motors, z.B. ohne Funktion der Startautomatik, das sparte merklich Sprit. Die Kosten sind, wie nafob beschrieb, relativ günstig, aber ohne Steckdose in Reichweite des Autos ist es ein Betrieb nicht möglich. Trotzdem muß man damit das Öl erst warmfahren, aber es geht bei schon vorgewärmtem Wasser erheblich schneller. Ich fand´s gut damals, diese günstige Lösung.... VG Runwalt (dessen MarcoPolo ja der Vorgänger des jetzigen "Z4 mit Wohnwagen" war)
 
Jepp, so ein Tauchsieder war in meinem alten Diesel auf verbaut.
Herrlich frühs mit ruhigem Motor und leicht angwärmter Luft bei minus 15 Grad loszufahren....
Die Stromkonsten sind wohl zu vernachlässigen, wenn man bedenkt wieviel schonenden und Spritsparender man losfährt.
 
So einen elektrischen Zuheizer hat heute jeder moderne Diesel, auch der 2,2L von Daimler hat den. Nur da damals die Wasserpumpen noch nicht unabhängig ansteuerbar waren, lief der natürlich auch nicht wenn der Motor stand. Aber generell ist das drin und mit den immer mehr kommenden El. WaPu ließe sich das mit der "Standheizung" theoretisch von Hause aus machen, sofern genug Energie zur Verfügung steht. Diesel haben halt deutlich weniger Wärmeeintrag in das Wasser, so dass die ohne den Zuheizer zu lange bräuchten, um dem Fahrer die Heizleistung für den Innenraum zur Verfügung zu stellen.
 
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