Blitzerabzocke

Gegen die Verkehrsüberwachung an sich hab ich nix. Hat ja oft ihren Sinn. Nur ein Zugepflaster mit den Dingern ist hinsichtlich der Verkehrssicherheit eher kontraproduktiv, da die Überwachung nur noch unterschwellig wahrgenommen wird. Sinnhafter sind Überwachungen an Stellen, die auch als Überwachungsbedürftig angenommen werden (30 auf einer BAB bringt zwar einen geilen Überwachungserfolg, aber der wird für keinen nachvollziehbar sein, während es vor einer Kita oder Schule passt).

In diesen Zeiten der allgemeinen Datensammelwut und permanenten Überwachung durch gefühlt beinahe jede zweite Regierungsinstitution der Welt, kommt es auf die ein bis zweitausend zusätzlichen Überwachungsgeräte auch nicht mehr an.
Erst recht nicht, wenn man sich jetzt sogar schon die Blackboxen freiwillig ins Auto baut, um ein paar mickrige % zu sparen, und sich selbst damit kasteit, nicht mehr Nachts oder in der Stadt oder aufm Land zu fahrn, weils dort gefährlich ist.

Wenn allerdings die Freizeitsherriffs anfangen, Hightech zu nutzen kann man schnell in Erklärungsnöte kommen, warum der Tacho 30 zeigt und die Messung 50. Ich hatte mal den Spaß zu beobachten, wie jene Herren die Bedienungsanleitung studierten und versuchten das mobile Teil in Gang zu bekommen. Verstehen Sie Spaß at its best....
 
7,9 Mio Euro waren es 2012 in Sachen Blitzerbussgeld in Stuttgart
... hier die anderen Städte:
http://www.huffingtonpost.de/2013/1...4414555.html?utm_hp_ref=germany#slide=3203365

Wird auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar gerade diskutiert, hier, bitte:
http://www.focus.de/auto/news/gastk...zer-marathon-ist-pure-abzocke_id_3582375.html

Solange veritables Geldverdienen dahinter steckt und manche Zeitgenossen (sogar hier!) es auch noch richtig gut finden, wird sich daran leider nicht viel ändern. Der Staat bereichert sich mit "mindestens fragwürdigen" Methoden und vollends falschen Argumenten. Denn 30-50% aller Bußgeldbescheide sind objektiv falsch. Aber 90% zahlen sofort. Also für mich ist das Betrug! Und wenn's um "Menschenleben retten" geht, gibt es deutlich effektivere Möglichkeiten!!! Aber wir haben das ja schon ein paar Mal diskutiert, zuletzt hier:

http://www.zroadster.com/forum/inde...std-blitzermarathon.98555/page-6#post-1854770

Grüße, Herbert
 
Freiburg auf dem 4. Platz - so geil, mit den paar tausend Einwohnern. Vor allem nachdem auch die mobilen Blitzer immer an den gleichen, völlig harmlosen Stellen entlang der B31 und bei den Möbelhäusern jenseits der Wohnbebauung stehen, also nur dem Abfangen der Auswärtigen dienen und nicht etwa der Erhöhung der Verkehrssicherheit. Und nachts gilt sogar auf den beiden kreuzenden, vierspurigen Bundesstraßen wegen "Lärmschutz" Tempo 30 (das ist für die meisten Auswärtigen ziemlich überraschend, nur so als freundliche Erinnerung, wenn mal jemand nachts durch Freiburg muss).

Ich empfehle die Apps von Blitzer.de, auch wenn nu wieder die Beschwerden wegen § 23 Abs.1b StVO kommen.

Gruß

Mick
 
Freiburg auf dem 4. Platz - so geil, mit den paar tausend Einwohnern. Vor allem nachdem auch die mobilen Blitzer immer an den gleichen, völlig harmlosen Stellen entlang der B31 und bei den Möbelhäusern jenseits der Wohnbebauung stehen, also nur dem Abfangen der Auswärtigen dienen und nicht etwa der Erhöhung der Verkehrssicherheit. Und nachts gilt sogar auf den beiden kreuzenden, vierspurigen Bundesstraßen wegen "Lärmschutz" Tempo 30 (das ist für die meisten Auswärtigen ziemlich überraschend, nur so als freundliche Erinnerung, wenn mal jemand nachts durch Freiburg muss).

Ich empfehle die Apps von Blitzer.de, auch wenn nu wieder die Beschwerden wegen § 23 Abs.1b StVO kommen.

Gruß

Mick

Diese Apps können wohl völlig legal verwendet werden, wenn der Beifahrer das Smartphone in Händen hält (Achtung: Höhrensagen)


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... Solange veritables Geldverdienen dahinter steckt und manche Zeitgenossen (sogar hier!) es auch noch richtig gut finden, wird sich daran leider nicht viel ändern. Der Staat bereichert sich mit "mindestens fragwürdigen" Methoden und vollends falschen Argumenten. Denn 30-50% aller Bußgeldbescheide sind objektiv falsch. Aber 90% zahlen sofort. Also für mich ist das Betrug! Und wenn's um "Menschenleben retten" geht, gibt es deutlich effektivere Möglichkeiten!!! ...

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Diese Apps können wohl völlig legal verwendet werden, wenn der Beifahrer das Smartphone in Händen hält (Achtung: Höhrensagen)
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... nein, das ist kein Hörensagen! Das ist tatsächlich so! Im Gesetz steht, dass "der Fahrer" das Gerät nicht in der Hand halten oder "solche" Apps benutzen darf. Der Beifahrer darf es!!! Bis heute gibt es keinen gegenteiligen Fall oder gar ein Urteil.

Grüße, Herbert
 
Danke Herbert :) :-)

Das erhöht jetzt aber ganz schön den Spritverbrauch, wenn immer ein Beifahe(in) mit muss :whistle:
 
Ich musste auch schon mal Laufen...... Schuld war:

DER PUNTO MEINER MUTTER!!!!!!
Das Hochleistungs-Renn-Fahrzeug aus italien! :D
Schande auf mein Haupt! ;)
 
Wenn es um Verkehrssicherheit gehen würde: Es kann sich ja jeder selbst mal z.B. die Frage stellen, wie oft er in eine Geschwindigkeitskontrolle kommt und wie oft er kontrolliert wird, ob er Alkohol getrunken hat - und dann mal überprüfen, ob dieses Verhältnis mit dem der Verkehrstoten aufgrund erhöhter Geschwindigkeit bzw. Alkohol am Steuer korreliert.
 
na ja, das mit dem Schwachsinn war wohl etwas übertrieben, sorry, ändert aber nichts daran, dass ich solche Aussagen wie oben zum ......... finde.
Offensichtlich sind aber hier viele zu 100 % regelkonform unterwegs und machen auch nie irgendwelche Fehler.

Ich habe seit über 20 Jahren keinen Punkt mehr bekommen, aber es ist mir bewusst, dass dies jeden Tag passieren kann, da ich leider nicht perfekt bin.


Und ich habe nach nahezu 2 Jahren Fahrerlaubnisentzug (u.a. Punktekonto) in 2007 den Führerschein wiedererlangt. Insofern habe ich bewusst etwas geschrieben, das in meinen Augen und nach meinem heutigem Verständnis nicht "zum Kotzen" sein kann. Insofern kotzen mich mit den Jahren die "ollen" Stammtischsprüche/-parolen "Abzocke" in Verbindung mit Blitzerstandorten an.
Warum müssen Blitzer eigentlich nur an Unfallschwerpunkten sein? Schon mal auf die Idee gekommen, da sich kaum noch jemand an Verkehrsschilder hält und machen wie sie lustig sind, dass es eher um reine Erziehungsmaßnahmen (versuchen Verkehrsgesetze in Erinnerung der Delingquenten zu wecken/zu rufen) handelt, weil grundsätzlich überall viel zu schnell gefahren wird.... mit dem nützlichen Nebeneffekt der "Abzocke"?

Das Gros hat ein Rechtverständnis, dass in meinen Augen unfassbar ist. Regelgerecht Anarchie, weil man sich nichts vorschreiben lassen möchte.
 
Der Staat bereichert sich mit "mindestens fragwürdigen" Methoden und vollends falschen Argumenten. Denn 30-50% aller Bußgeldbescheide sind objektiv falsch. Aber 90% zahlen sofort. Also für mich ist das Betrug!
Grüße, Herbert

Also damit hast Du selbstverständlich absolut recht. Das ist der hauptsächliche Grund, das man dann ruhig von "Abzocke" reden dürfte.
 
...los, nun lass' Dir nicht alles aus der Nase ziehen! :b Was ist passiert? Biste in der Spielstraße 30 gefahren? :d

Du wirst es mir niemals glauben.....aber der Grund war: Zu wenig Abstand auf der Autobahn. 130 km/h GENAU gefahren (laut Messprotokoll), 130 war auch erlaubt, aber nur 11m Abstand! :D
Und nun der Unglaubliche Teil: Ich bin hinter einem Porsche gefahren! Ich muss mal schauen ob ich das Bild noch finde! Da sieht man noch das Heck des Porschis! :D
Ist aber schon fast 10 Jahre her.... das war aber ne Gaudi! Die von der Bußgeldstelle hatten bestimmt auch Spaß! :D
Meine damaligen Studentenkollegen haben sich kaputt gelacht! ;)
Die Strafe hatte ich mir aber auch sowas von verdient!
 
Du wirst es mir niemals glauben.....aber der Grund war: Zu wenig Abstand auf der Autobahn. 130 km/h GENAU gefahren (laut Messprotokoll), 130 war auch erlaubt, aber nur 11m Abstand! :D

Das war bei mir 2005 auch so ähnlich. Es waren 120 km/h erlaubt. Der Abstand war 3x gemessen worden. Schwankte zwischen 13m und 8m (selbstverständlich Rush-Hour.... Fahrzeug an Fahrzeug) Mich hatten sie eben auserwählt gehabt, weil ein kurzes Stück zuvor frei war und ich zügig aufschloss... aus ihrem Blickwinkle mochte das wie "angeflogen" gewirkt haben, war aber dennoch innerhalb der Höchstgeschwindigkeit. Die hatten mich sage und schreibe 40km lang auf der Autobahn verfolgt.... krass. Das Blöde daran.... ich hatte 2 Jahre zuvor schon einmal ein Fahrverbot. Deshalb wurde ich den Lappen gleich vor Ort los :speechless:
 
... Warum müssen Blitzer eigentlich nur an Unfallschwerpunkten sein? ...
Das Gros hat ein Rechtverständnis, dass in meinen Augen unfassbar ist. Regelgerecht Anarchie, weil man sich nichts vorschreiben lassen möchte.

Wo du schon das "Rechtsverständnis" ansprichst: Es hat schon seine Gründe, dass es gesetzliche Regelungen und gerichtliche Entscheidungen gibt zu der Frage, unter welchem Umständen wann und wo geblitzt werden darf - oder eben nicht. Derartige Themen gibt es in einem Rechtsstaat übrigens auch an anderen Stellen - beispielsweise bei der Frage, wie weit die Polizei für präventive Kontrollen in die (Grund-)Rechte der Bürger eingreifen darf.

Hier gibt es also auch und insbesondere für dich die Gelegenheit, dein Rechtsverständnis zu vervollständigen. ;)
 
Wo du schon das "Rechtsverständnis" ansprichst: Es hat schon seine Gründe, dass es gesetzliche Regelungen und gerichtliche Entscheidungen gibt zu der Frage, unter welchem Umständen wann und wo geblitzt werden darf - oder eben nicht. Derartige Themen gibt es in einem Rechtsstaat übrigens auch an anderen Stellen - beispielsweise bei der Frage, wie weit die Polizei für präventive Kontrollen in die (Grund-)Rechte der Bürger eingreifen darf.

Hier gibt es also auch und insbesondere für dich die Gelegenheit, dein Rechtsverständnis zu vervollständigen. ;)

für meinen Teil brauche ich das nicht wirklich. Ich habe schon lange die Ruhe weg und brauche mich um Blitzer nicht sorgen. ;)
 
für meinen Teil brauche ich das nicht wirklich. Ich habe schon lange die Ruhe weg und brauche mich um Blitzer nicht sorgen. ;)

Es ging mir um den Umstand, dass du hier dem "Gros" ein "unfassbares" Rechtsverständnis unterstellst, weil es nicht der Auffassung zuneigt, dass Stadt, Land, Kommune und deren Dienstleister munter nach eigenem Gusto Radarkontrollen durchführen können. Für diese kritische Haltung gibt (teilweise wohl: gab) es in Gesetz und Rechtsprechung eben gute Gründe.
 
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Ich würde gerne mal den Aufschrei der politisch Korrekten hören, würde man die Technik- und Manpower zur Verfolgung automobiler Straftaten auch für andere Verkehrsteilnehmer einsetzen:

"§ 2 StVO. Fußwege sind tabu, es sei denn, sie sind durch das Zusatzschild "Radfahrer frei" freigegeben. In dem Fall gilt jedoch Schrittgeschwindigkeit und besondere Vor- und Rücksicht gegenüber Fußgängern. Wenn nötig, muss der Radfahrer absteigen."
"(...)Das OLG Celle urteilte im Jahr 2000, dass auch ein (Fahrad-)Lenker oder andere Fahrradteile nicht in den Gehweg hineinragen dürfen (...).
"Das Landgericht Berlin urteilte 1995, dass Radfahrer einen so großen Abstand von parkenden Autos halten müssen, dass sie eine unachtsam geöffnete Autotür nicht gefährdet."
"Radfahrer müssen einzeln hintereinander fahren (§ 2 Abs. 4 StVO)."
"Ebenfalls § 2 Abs. 4 der StVO regelt die Benutzungspflicht von Radwegen. (...) Linke Radwege dürfen nicht benutzt werden, außer sie sind entsprechend beschildert. Die Beschilderung kann entweder mit einem Radwegschild erfolgen, dann besteht eine Benutzungspflicht."
"(...) Beim Überqueren einer Fahrbahn, also an jeder Kreuzung und jeder Einmündung, müssen Kinder absteigen und schieben.(...)"
"Gibt es keine spezielle Ampel für Radfahrer, müssen sich Radfahrer nach der Ampel für den Fahrverkehr richten (§ 37 Abs. 2 Satz 6 StVO)."

Undsoweiterundsoweiter... Da geht doch einiges...
Ich finde ein gewisses Augenmaß bei der Durchsetzung von Regeln (deren Ursprung nicht durch Menschenverstand beeinträchtigt sein muss...) tatsächlich sinnvoll.
Aber wenn Augenmaß durch vorgetäuschtes Sicherheitsbewußtsein ausser Kraft gesetzt wird - nur um das Stadtsäckel zu füllen - wird mir anders. Und Texte wie "Wer sich an die Regeln hält (egal wie sinnentleert diese sind), der hat nichts zu befürchten" klingen fatal nach 1984. Das Buch, nicht das Jahr...

LG,
Ralf
 
... Und Texte wie "Wer sich an die Regeln hält (egal wie sinnentleert diese sind), der hat nichts zu befürchten" klingen fatal nach 1984. Das Buch, nicht das Jahr...

Man könnte das natürlich auch ganz locker sehen: Personenkontrollen, behördliche Auskunftsanfragen, Video- und Datenüberwachung, Ablichtung von Personen, Überwachung der Privatwohnung, Erstellung von Bewegungsprofilen, Erfassung persönlicher Daten in Datenbanken zu Präventivzwecken...

... alles kein Problem. Wer sich an die Regeln hält, hat doch nichts zu befürchten. :) :-)
 
Mich würde wirklich mal interessieren, was der ADAC dazu sagt . . . .

Quatschmodus aus!

Jede(r) zahlt pünktlich und centgenau seine Steuern, hält sich an jedes Straßenschild und somit an JEDE Geschwindigkeitsbeschränkung: macht man/Frau das nicht, verstößt diese/r gegen das geltende Recht. Soweit die Theorie!

Das nun überall und jederzeit Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden dürfen - unter dem Deckmantel der Verkehrssicherheit - und gleichzeitig Gemeinden, Städte und Kreise die daraus zu erwartenden Mehreinnahmen schon im Vorfeld in den Haushaltsplan einstellen, ist .......(zensiert)........für mich Abzocke! Soweit die Realität!
 
Man könnte das natürlich auch ganz locker sehen: Personenkontrollen, behördliche Auskunftsanfragen, Video- und Datenüberwachung, Ablichtung von Personen, Überwachung der Privatwohnung, Erstellung von Bewegungsprofilen, Erfassung persönlicher Daten in Datenbanken zu Präventivzwecken...

... alles kein Problem. Wer sich an die Regeln hält, hat doch nichts zu befürchten. :) :-)

Das erledigen doch inzwischen die Spielekonsolen ;)
 
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