BMW Hybrid

Erdgas und Wasserstoff sind verschiedene Brennstoffe, da kann ma nicht fröhlich einen in das Netz des anderen einspeisen. Wasserstoff würde sich auch eher für die Kombination mit Brennstoffzellen eignen. Dafür ist wiederum ein Reinheitsgrad erforderlich, der weit über dem Standard von weitflächig erhältlichen Industriegasen liegt und damit erneut das Logistikthema auffwirft. Die Lagerung im Fahrzeug gehört auch dazu. Simple Ideen erweisen sich in der Umsetzung häufig sehr komplex.
 
Dieter?! Bist du es noch?

Ich frage einfach mal ganz provokant.

Ein "Wieviel Leistung braucht´s" Beitrag, gejagt von einer Lobeshymne auf Elektro/Hybrid.

Und das nach einer gefühlt langen Zeit mit nur wenigen Beiträgen. Hast du denn den Winter Blues oder ist dir einfach langweilig?
 
Dieter?! Bist du es noch?

Ich frage einfach mal ganz provokant.

Ein "Wieviel Leistung braucht´s" Beitrag, gejagt von einer Lobeshymne auf Elektro/Hybrid.

Und das nach einer gefühlt langen Zeit mit nur wenigen Beiträgen. Hast du denn den Winter Blues oder ist dir einfach langweilig?
hab gerade in den Spiegel geschaut: doch, ich bin's.

So groß ist die Lobeshymne auf den Hybrid nicht. Ich finde es aber mal ganz spannend, mit so etwas konfrontiert zu werden.

Eben bin ich kurz nach Bonn gefahren über die Autobahn, da bekommt man dann die andere Seite zu spüren:
Bei freier Bahn orgelt der kleine 4-Zylinder mit ordentlicher Lautstärke herum. Fahrleistung ist zwar akzeptabel, aber erst mit zugeschaltetem E-Motor geht es richtig vorwärts.
Im zähen Verkehr wird immer mal wieder ein bißchen die Batterie geladen, aber das ist kaum nennenswert. Schließlich fährt man ja auf der Autobahn, um vorwärts zu kommen.
Im Stadtbetrieb wird dann auf Elektro umgeschaltet, mit dem Erfolg, dass nach meiner Rückkehr noch 3 Restkilometer vorhanden waren.

Wäre der 7er ein typisches Kurzstreckenauto, dann ginge das ja vielleicht noch an, als Reiselimousine der Oberklasse aber nicht.
 
Ich habe nun meine Erfahrungen der letzten Tage noch einmal zusammengefasst, die Fotos kennt Ihr ja schon von weiter oben:

Hybride Erfahrungen, Teil 2

Nach ein paar Tagen mit dem 740e wird es doch wieder langsam Zeit für die Isetta. Ich finde es zwar spannend, dieses Auto mal für ein paar Tage fahren zu können, aber für mich wäre das derzeit nichts. Dabei ist der neue 7er ein geniales Auto, das mir wirklich gut gefällt. Ich bin auch noch jung genug, um genug Zeit zu haben, alle Funktionen des Autos zu lernen. Gut, 80% davon werde ich wohl nur einmal nutzen, aber sei's drum.

Solange Strom vorhanden ist, gibt es gegen das Fahrerlebnis nichts zu Meckern, im Gegenteil. Bei Kombination beider Antriebe schiebt das Auto mächtig an. Im Stadtbetrieb ganz ohne Verbrennungsmotor herumzufahren, ist ebenfalls nett. Auch da reicht die Leistung des E-Motors mehr als gut aus. Auf der Autobahn sieht es aber schnell anders aus. Die Kapazität der Batterie ist sehr schnell erschöpft, dann läuft nur noch das Motörchen mit etwas E-Unterstützung. Drehzahlmesser gibt es wohl bei diesen Autos nicht mehr, es wird eine Skala von 0 bis 100 angezeigt, was immer die auch aussagen mag. Fährt man normal auf der Autobahn, jubelt das Motörchen oft deutlich hörbar im 60 bis 90%-Bereich. Dabei werden durch Gaspedalbewegungen so viele Gangwechsel ausgelöst, dass man nach 10 Sekunden mit dem Zählen nicht mehr nachkommt. Souveränes 7er-Fahren geht anders, immerhin handelt es sich hier um eine große Reiselimousine. Trotzdem ist die Leistung da ausreichend. Ein Aufladen erfolgt nur im Schubbetrieb oder beim Bremsen. Bei einigermaßen freier Strecke kommt das aber nicht vor, und damit kann man der Entladung der Batterie zuschauen.

Das Aufladen mit Kabel ist lästig. Sorry, ist so. Ständig muss man dran denken, das Auto in jeder freien Minute an eine Steckdose zu hängen. Er muss geschützt stehen, da ich das Auto mit intakter Ladeklappe zurückgeben will. Auch muss ich darauf achten, wo das Kabel herumliegt. Der erste Blödmann ist schon drüber gestolpert. Das war natürlich ich. Wer denkt schon an Kabel, wenn man die Arme voll mit Einkäufen hat. Wenn was herumliegen darf, dann höchstens Stroh.

Ich hab ihn mal voll aufgeladen, da wurden mir 44 Restkilometer für Strombetrieb angezeigt. Ich habe dann mal im iDrive herumgesucht, welche anderen Einstellungen zum Fahrbetrieb es gibt. Als ich fertig war, waren es nur noch 42 km. Das hängt natürlich damit zusammen, dass das Auto mit gefühlten 37 Innenleuchten, Einstiegsleuchten, rundumlaufenden Lichtleisten und einem Computer mit einer Leistung ausgerüstet ist, für die man in den Neunzigern noch Morde begangen hätte. Da wäre es schon nett, bestimmte Dinge erst dann einzuschalten, wenn das Motörchen läuft.

Ach ja, das Motörchen. Ein 4-Zylinder mit 2 Liter Hubraum. Ich habe ihn dann tatsächlich auch im Motorraum gefunden (siehe Foto), unter dem riesigen Luftsammler, der für einen 12-Zylinder ausreichen würde. Das erinnert mich stark an die Autos meiner Jugend, da war im Motorraum auch immer noch so viel Platz, dass man zum Schrauben mit hineinsteigen konnte.
Nichts gegen den Motor, 258 PS aus 2 Litern ist wirklich gut. Zum 7er passt das aber nicht, genausowenig wie der pubertierende Dreizylinder in den i8 gehört. Da würde ich einen reinen Elektroantrieb vorziehen.

Schönes Auto, aber ungeeignet, um damit den Umwelthelden zu spielen. Allerdings weiß ja nicht jeder Zuschauer, dass man kurz hinter der nächsten Ecke das Motörchen anwerfen muss, wenn man mit Grandezza und lautlos vor der Oper losfährt. Würde vielleicht zu Claudia Roth passen.

Anfang der Woche geht er wieder zurück zu BMW. Mein nächstes Familienauto wird noch einmal ein Diesel (er hat Jehova geschrieen...). Und die Isetta sollte ich auch wieder fertigmachen.
 
Oberklasse und BMW passt nicht. Nichts entschleunigt besser wie eine S Klasse mit 12 Zylindern.
Oberklasse und Gehhilfe (sorry, alles unter 6 Zylinder) passt sowieso nicht und wird nie passen.



Es mag sein das sich die "Kernkompetenzen" der Marken Mercedes und BMW inzwischen angeglichen haben. Früher war ein M3 ein M3 und der hatte ein feines Renntriebwerk, ein umgängliches Fahrwerk und den ersten Ganz unten links. Da hatte keiner was entgegenzusetzen. Auch die normalen 3er waren zumindest im Geiste Sportwagen. Ein Mercedes war das nie, wollte das auch nie sein.
BMW baute notgedrungen auch mal einen 7er und ich finde der war, genau so wie der Phätooon" gar nicht übel. Aber wer eine Oberklasse kauft will bequem und vom Pöpel unbehelligt reisen. Der Fahrer will sich um nichts kümmern und wenn die Straße mal schlecht ist darf nichts beim Chauffeur ankommen. Und vor allem - wenn ein Geschwindigkeitswunsch im Kopf entsteht ist dieser unbemerkt und möglichst "flauschig" umzusetzen.
Ohne das ich das Auto je gefahren bin und auch wenn ich deinen Bericht nicht gelesen hätte würde ich niemals den Wunsch verspüren mehr Geld für eine Sinnlose Technik herzugeben.

PS: Volvo baut nur noch 4 Zylinder, selbst in den großen SUV und die meisten merken das noch nicht mal. Aber hey, - wir hier sind nicht "die meisten", oder?!
 
Ich habe gerade einen Test gemacht:
Batterie voll aufgeladen, Restanzeige 43 km.
2,8 km gefahren am Abend, mit Beleuchtung etc, inkl. Ampelwartezeiten.
Restanzeige 24 km. ...
:O


:d :d :d

Nun ohne Häme und im Ernst: Hätte ich für so ein Auto (viel) Geld ausgegeben, dann würde ich mich ganz deftig veräppelt fühlen.
 
Oberklasse und BMW passt nicht. Nichts entschleunigt besser wie eine S Klasse mit 12 Zylindern.
Oberklasse und Gehhilfe (sorry, alles unter 6 Zylinder) passt sowieso nicht und wird nie passen.

Es mag sein das sich die "Kernkompetenzen" der Marken Mercedes und BMW inzwischen angeglichen haben. Früher war ein M3 ein M3 und der hatte ein feines Renntriebwerk, ein umgängliches Fahrwerk und den ersten Ganz unten links. Da hatte keiner was entgegenzusetzen. Auch die normalen 3er waren zumindest im Geiste Sportwagen. Ein Mercedes war das nie, wollte das auch nie sein.
BMW baute notgedrungen auch mal einen 7er und ich finde der war, genau so wie der Phätooon" gar nicht übel. Aber wer eine Oberklasse kauft will bequem und vom Pöpel unbehelligt reisen. Der Fahrer will sich um nichts kümmern und wenn die Straße mal schlecht ist darf nichts beim Chauffeur ankommen. Und vor allem - wenn ein Geschwindigkeitswunsch im Kopf entsteht ist dieser unbemerkt und möglichst "flauschig" umzusetzen.
Ohne das ich das Auto je gefahren bin und auch wenn ich deinen Bericht nicht gelesen hätte würde ich niemals den Wunsch verspüren mehr Geld für eine Sinnlose Technik herzugeben.

PS: Volvo baut nur noch 4 Zylinder, selbst in den großen SUV und die meisten merken das noch nicht mal. Aber hey, - wir hier sind nicht "die meisten", oder?!
Ich sehe die Kompetenz bei BMW doch etwas anders. Allerdings bin ich 2 E38 und einen E66 als Firmenwagen gefahren. Öfter als einmal habe ich mich auch in die jeweilige S-Klasse gesetzt zum Vergleich. Mir hat bei BMW einfach gefallen, dass man das Auto beim Fahren gespürt hat. Klar ist das nie ein sportliches Auto gewesen, aber man wußte, wo man dran war. In den S-Klassen war das immer ein von der Straße losgelöstes Segeln, was mir unangenehm war.

Wenn Du die Gelegenheit hast, fahr mal einen neuen 7er mit konventionellem Motor. Da finde ich nichts, was nicht zur Oberklasse passen würde.
 
Ich bin noch nicht im S oder 7 er alter um das beurteilen zu können. Ich bin gerade wieder vom X5 auf eine C Klasse umgestiegen weil mir das Konzept X5 nicht zusagt.

Ich bin aber ganz bei dir wenn du sagst das ein neuer 7er auch sehr angenehm zu fahren ist. Und ja, ich persönlich mag es gar nicht wenn ich über die Lenkung keine Informationen erhalte. Auch ein Grund kontra X5.

Alles Geschmacksache , und ich hoffe ich bin mit 80 noch so fit das ich spaß am Autofahren habe. So wie mein Papa. (der sich jetzt einen AMG und einen (keinen) Tesla kaufen will) (aber nur weil er den Strom kostenlos hat)
 
Ich bin noch nicht im S oder 7 er alter um das beurteilen zu können. Ich bin gerade wieder vom X5 auf eine C Klasse umgestiegen weil mir das Konzept X5 nicht zusagt.

Ich bin aber ganz bei dir wenn du sagst das ein neuer 7er auch sehr angenehm zu fahren ist. Und ja, ich persönlich mag es gar nicht wenn ich über die Lenkung keine Informationen erhalte. Auch ein Grund kontra X5.

Alles Geschmacksache , und ich hoffe ich bin mit 80 noch so fit das ich spaß am Autofahren habe. So wie mein Papa. (der sich jetzt einen AMG und einen (keinen) Tesla kaufen will) (aber nur weil er den Strom kostenlos hat)
Hängt auch sehr vom Einsatzzweck des Autos ab. Ich habe die E38 geliebt, und den ersten habe ich gefahren, da war ich noch gut unter 40.
 
Wir müssen uns wohl doch langsam von der Vorstellung verabschieden, dass BMW Autos vorwiegend für den deutschen Markt baut und da insbesondere für eine kleiner werdende Minderheit von Fahrern, die das Potenzial schneller Autos auch tatsächlich ausnutzt. Es ist zumindest mein Eindruck, dass die Richtgeschwindigkeit auf der AB zunehmend bei der Geschwindigkeitswahl berücksichtigt wird und oft kann man froh sein, wenn die Verkehrslage diese überhaupt erlaubt. Für das Gleiten auf den Highways und "Schnellstraßen" der Welt scheint das Motörchen auszureichen, für das Herumstehen im chinesischen Stau allemal. Für die unter Smog leidenden Großstädte wird die wenigstens theoretische Möglichkeit des elektischen Fahrens angesichts schärferer Bestimmungen für den Betrieb von Fahrgzeugen mehr und mehr zur Eintrittskarte.
Immerhin wird das, wenn ich die Fahrberichte richtig interpretiere, insgesamt doch gut gelungene Auto einige Zeit auch noch mit Motoren lieferbar sein, die uns konservativeren Automobilisten eher entgegenkommen.
 
Keine Frage, das ist so.

Bezogen auf dieses Auto wäre mir - wie bei jedem Elektriker - eine größere eReichweite wichtig, damit das Konzept wirklich alltagstauglich wird und auch einen Sinn macht.
Allerdings löst das nicht die Probleme auf der Stromerzeugungs- und -lieferungsseite.
 
Also mehr als bei deinem V8[emoji23]
Bleiben wir doch bei den Fakten, Frank. Nein, der V8 schafft deutlich mehr als 350Km.

Nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch
Die 500Km sind nach NEFZ. Da sehen viele eAutos gut aus. Aber:
„Mit mindestens 25 Prozent mehr Reichweite als der beste Mitbewerber revolutioniert der Opel Ampera-e die Elektromobilität“, heißt es in der Pressemitteilung.
Allerdings weicht die tatsächliche Reichweite im Alltag von den NEFZ-Werten ab. In der Praxis beeinflussen zum Beispiel Streckenbeschaffenheit, Wetterbedingungen, der Fahrstil oder die Zuladung die Reichweite. Doch auch dann schaffe der Ampera-e bei durchschnittlichen Bedingungen mehr als 300 Kilometer am Stück, verspricht Opel.

Ist ja auch kein schlechter Wert - ich finde den Ampera gut, nicht falsch verstehen.

hat hier jemand Geburtstag.Herzlichen Glückwunsch. :) :-)
Danke! ;)

Tim
 
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