BMW - schäm Dich!

Finde es schon lustig das sich gerade über BMW aufgeregt wird. Ich finde das eine Bezahlung von 12€ für die Hostessen usw. die das meistens sogar Nebenbei zum Studium machen vollkommen in Ordnung. Das sind üblicherweise ungelernte Kräfte und da braucht sich eigentlich niemand beschweren.
 
Reguliert sich schon alles von alleine

Das war auch immer der Lieblingsslogan von Helmut Kohl bei Einführung des EURO. Bei unseren Nachbarländern wurden die Preise eingefroren, damit kein Missbrauch stattfindet, nur bei uns nicht. Und was wurde in den Restaurants usw gemacht? Richtig, einfach DM-Zeichen durch EUR-Zeichen ersetzt. "Reguliert sich schon alles von alleine" :D
 
Das war auch immer der Lieblingsslogan von Helmut Kohl bei Einführung des EURO. Bei unseren Nachbarländern wurden die Preise eingefroren, damit kein Missbrauch stattfindet, nur bei uns nicht. Und was wurde in den Restaurants usw gemacht? Richtig, einfach DM-Zeichen durch EUR-Zeichen ersetzt. "Reguliert sich schon alles von alleine" :D

Ja klar hast du von der Seite recht... Aber komischerweise ist der Konsum gestiegen... Die Gewinne der Unternehmen so hoch wie noch nie ... Die Kaufkraft ist auch nicht übel...
So schlecht ist das €- Zeichen auch nicht.
Und die Restaurants sind komischerweise meistens gut gefüllt....
 
Ja klar hast du von der Seite recht... Aber komischerweise ist der Konsum gestiegen... Die Gewinne der Unternehmen so hoch wie noch nie ... Die Kaufkraft ist auch nicht übel...
So schlecht ist das €- Zeichen auch nicht.
Und die Restaurants sind komischerweise meistens gut gefüllt....

Dann hast Du aber schnell vergessen. Die ersten Jahre trifft das nicht zu!
 
...bevor es hier zu eine reinen Pro-/Contra Diskussion Euro wird, nochmal was zu BMW.

Während unserer BMW Führung im Werk Regensburg im letzten Jahr habe ich nach dem Verhältnis BMW Mitarbeiter zu Leiharbeitskräften bzw. Werksverträge gefragt. Mir wurde freundlich aber bestimmt gesagt, daß man seitens BMW hierzu im Rahmen der Führung keine Aussage abgibt.
 
Finde es schon lustig das sich gerade über BMW aufgeregt wird. Ich finde das eine Bezahlung von 12€ für die Hostessen usw. die das meistens sogar Nebenbei zum Studium machen vollkommen in Ordnung. Das sind üblicherweise ungelernte Kräfte und da braucht sich eigentlich niemand beschweren.
Und das ist für eine Ungelernte Kraft viel zu viel. Dann schau mal im Handwerk, was die Kollegen da bekommen. 40 Jahre alt und 14€ pro Stunde..., und der Chef will einen noch drücken..., könnte kotzen, wenn ich lese der Mindestlohn soll angehoben werden...
Um schön auszusehen reicht der Mindestlohn von 8,50€ vollkommen.
 
... Um schön auszusehen reicht der Mindestlohn von 8,50€ vollkommen.
:d :t

Noch etwas Ernstes zu dem Thema: Wer Leiharbeit und/oder zu geringe (Mindest-) Löhne kritisieren möchte, sollte dazu allerdings wenigstens wirtschaftliches Grundwissen mitbringen und gewisse Zusammenhänge verstehen, andernfalls die Kritik schnell fehl geht. Sehr einfach gesagt steht jedes Unternehmen nun einmal in Konkurrent zu anderen Unternehmen, und das häufig nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch international. Spätestens in anderen Staaten gibt es aber andere Spielregeln, arbeiten Menschen zu ganz anderen (wirtschaftlichen und rechtlichen) Konditionen, als hier.

Für deutsche Unternehmen bedeutet das, dass sie (auch) im internationalen Wettbewerb mithalten müssen, andernfalls sie untergehen werden und es dann vielen Menschen hierzuland erheblich schlechter gehen wird. Dass Deutschland eine Exportnation ist, dürfte keine neue Erkenntnis sein, mithin das Risiko unserer Republik im internationalen Wettbewerb erheblich ist.

Unter diesen Prämisse stellt sich die ausgesprochen wichtige, häufig existenzielle Frage, zu welchen Konditionen ein Unternehmen Arbeitnehmer einsetzen kann und darf. Personalkosten sind in den meisten Unternehmen der erheblichste Kostenfaktor, weshalb gesetzliche Konstrukte wie Mindestlöhne, Gewerkschaften, Regulierung der Arbeitnehmerüberlassung und Tarifbindungen nicht nur ein Segen für die betroffenen Arbeitnehmer sind, sondern gleichzeitig auch Fluch und Risiko für die Unternehmen.

Das alles schreibe ich in erster Linie um aufzuzeigen, dass alle diejenigen, die nach höheren Löhnen schreien, die Hand in Hand mit ihren Gewerkschaftskollegen poltern oder streiken, sich vielleicht herzlich gut überlegen sollten, ob ihnen das Geforderte wirklich zusteht und ob es auch in einem größeren Kontext fair ist, oder ob es einfach nur um den eigenen Vorteil "um jeden Preis" geht.

Man kann es auch einfacher formulieren: In vielen anderen Ländern arbeiten unzählige Menschen für erheblich weniger Geld, und das häufig sehr viel härter und länger als hier, aber nicht immer schlechter. Je schwieriger unter dieser Prämisse der Wettbewerb wird, umso mehr wird sich unsere Wirtschaft in das Ausland verlagern. Und umso mehr Menschen werden hierzulande ohne Arbeit herumsitzen. Nicht nur die hiesige Automobilindustrie lässt immer mehr Autos im Ausland herstellen oder montieren.


Unter alledem sollte man sich gut überlegen, ob die Leiharbeitsmodelle wirklich immer so unerträglich sind, wie es häufig dargestellt wird. Meine höchstpersönliche Auffassung:

Den Wert der eigenen Arbeit steigert man nicht durch Betriebsräte, nicht durch Gewerkschaften, nicht durch Mindestlöhne oder andere rechtliche Konstrukte. Sondern durch eigene Leistung!
 
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...aber Löhne mit "aller Gewalt drücken" und trotzdem die vermeintlichen "Premium"-Produktpreise permanent nach oben "korrigieren" ist in KEINER Branche ein erstrebenswerter Zug des Managements (sicherlich sehen das die Aktionäre anders, da geht es ausschließlich um die Dividende). Der Schuss kann irgendwann auch mal heftig nach hinten losgehen, ...
Das alleinige Streben nach der "... Dividende ..." wird den Aktionären ja oft unterstellt, vielleicht könnte man es aber doch ein wenig differenzierter betrachten: Den meisten Aktionären geht es weniger um die Dividende, als eher um die langfristige Wertsteigerung des Unternehmens - und damit ihrer Beteiligung. Daher kümmern und sorgen sich verantwortungsbewusste Aktionäre durchaus auch um die Personalsituation. Nur ist ihre Sichtweise dabei, naturgemäß, nicht auf das Wohl des einzelnen Arbeitnehmers gerichtet, sondern auf das Wohl des Unternehmens als Ganzes.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das alleine Streben nach der "... Dividende ..." wird den Aktionären ja oft unterstellt, vielleicht könnte man es aber doch ein wenig differenzierter betrachten: Den meisten Aktionären geht es weniger um die Dividende, als um die langfristige Wertsteigerung des Unternehmens - und damit ihrer Beteiligung. Daher kümmern und sorgen sich verantwortungsbewusste Aktionäre durchaus auch um die Personalsituation. Nur ist ihre Sichtweise dabei, naturgemäß, nicht auf das Wohl des einzelnen Arbeitnehmers gerichtet, sondern auf das Wohl des Unternehmens als Ganzes.

...das ist mir durchaus bewusst - was aber das sogenannte, moderne und globale Management völlig ignoriert, ist die Tatsache dass eines der wertvollsten "Güter" eines erfolgreichen Unternehmens seine (loyalen) Mitarbeiter sind - denn neben den Patenten und Entwicklung-/Produktionsgeheimnissen(Kenntnissen) ist das Know-How der Mitarbeiter das höchste Gut einer Firma. Leider ist dies weitgehend in Vergessenheit geraten und der Mitarbeiter wird ausschließlich auf seine Kosten reduziert...
 
... was aber das sogenannte, moderne und globale Management völlig ignoriert, ist die Tatsache dass eines der wertvollsten "Güter" eines erfolgreichen Unternehmens seine (loyalen) Mitarbeiter sind - denn neben ... ist das Know-How der Mitarbeiter das höchste Gut einer Firma. Leider ist dies weitgehend in Vergessenheit geraten und der Mitarbeiter wird ausschließlich auf seine Kosten reduziert...
Ich denke, und das aufgrund reichlicher beruflicher Erfahrung mit diesen Themen, dass du dich da gewaltig irrst, Rainer. Was du hier schreibst, ist jedem Management bewusst. Nur müssen in jedem Unternehmen, sehr vereinfacht gesagt, noch eine Vielzahl weiterer - und häufig entgegenstehender - Aspekte berücksichtigt werden, als nur das Wohl der Mitarbeiter.

Noch einfacher gesagt: Das Wohl der Mitarbeiter kostet das Unternehmen häufig sehr viel Geld - das nicht immer vorhanden ist. Nochmals: Wir reden dabei nicht so sehr von Gewinnmaximierung, sondern häufig von der Frage der langfristigen Existenz des Unternehmens.
 
Ich denke, und das aufgrund reichlicher beruflicher Erfahrung mit diesen Themen, dass du dich da gewaltig irrst, Rainer. Was du hier schreibst, ist jedem Management bewusst. Nur müssen in jedem Unternehmen, sehr vereinfacht gesagt, noch eine Vielzahl weiterer - und häufig entgegenstehender - Aspekte berücksichtigt werden, als nur das Wohl der Mitarbeiter.

Noch einfacher gesagt: Das Wohl der Mitarbeiter kostet das Unternehmen häufig sehr viel Geld - das nicht immer vorhanden ist. Nochmals: Wir reden dabei nicht so sehr von Gewinnmaximierung, sondern häufig von der Frage der langfristigen Existenz des Unternehmens.

Jan, das würde mich echt freuen, wenn dem so wäre/oder ist. Leider zeigt mir meine reichhaltige Erfahrung mit Geschäftsführern und Vorständen bei Gesprächen/Verhandlungen/Projektmanagement ein bis auf sehr wenige Ausnahmen, deutlich differenzierteres Bild. Das meist übliche Weltbild ist den Mitarbeiter als reine Ressource zu betrachten...
 
Wir haben beide, trotz reichlicher Erfahrungen, wohl nur eine punktuelle Betrachtung, die zudem zu einem gewissen Teil branchenspezifisch ist. ;)

Trotz allem würde ich aber nicht außer acht lassen, Rainer, dass manche Dinge im Management doch deutlich komplizierter sind, als sie sich dir als Gesprächspartner des Managements darstellen. Ich kenne solche deine Vorwürfe als Berater des Managements sehr gut und kann jedenfalls sagen, dass sie häufig ungerechtfertigt sind.

So oder so gibt es aber jedenfalls auch Missstände, da bin ich wiederum ganz bei dir.
 
Den Wert der eigenen Arbeit steigert man nicht durch Betriebsräte, nicht durch Gewerkschaften, nicht durch Mindestlöhne oder andere rechtliche Konstrukte. Sondern durch eigene Leistung!
Interessant eigentlich, daß dieses wichtige Prinzip nicht bei der Rechtsanwaltsvergütung gilt. Hier spielt die Leistung des Rechtsanwalts keine Rolle für die Vergütung, denn der staatlich festgesetze RVG-Mindestlohn wird nach dem Streitwert bemessen. Egal was der Anwalt macht, vergütet wird er immer. Man stelle sich vor, wenn die Handwerker das gleiche Recht für sich beanspruchen würden.
 
Interessant eigentlich, daß dieses wichtige Prinzip nicht bei der Rechtsanwaltsvergütung gilt. Hier spielt die Leistung des Rechtsanwalts keine Rolle für die Vergütung, denn der staatlich festgesetze RVG-Mindestlohn wird nach dem Streitwert bemessen. ...
Doch, genau dort gilt es ebenfalls, weil die meisten fähigen Rechtsanwälte eine höhere Vergütung beanspruchen, als diejenige nach dem RVG. Übrigens ist die RA-Vergütung nach RVG kein Lohn.

Aber woher sollst du all das auch wissen, wo du doch den ganzen Tag mit dusseligen Verschwörungstheorien beschäftigt bist...? :M
 
Geld ist nicht alles :)
Wichtiger sind die Rahmenbedingungen, unter denen man arbeitet. Was nutzt das beste Gehalt, wenn man 50 oder mehr Wochenstunden leisten muss, kaum Zeit hat, auf Urlaub zu gehen, oder wenn man unzufrieden mit der Tätigkeit ist, das Umfeld sonst nicht passt...
Nur mit Geld macht man niemand zufrieden.
 
manches und vieles ist eine persönliche Auslegung.
Bei mir hört der Spaß bei Groben UVV-Verletzungen auf, deshalb habe ich vor fast einen Jahr den Arbeitgeber gewechselt. Ging um Absturzsicherung und Leitern auf einer Baustelle und 2 Jahre davor bin ich bei dem gleichen Arbeitgeber mit einer Leiter abgerutscht... Tragen von Sicherheitskleidung von Vorgesetzten und Mitarbeitern...
 
manches und vieles ist eine persönliche Auslegung.
Bei mir hört der Spaß bei Groben UVV-Verletzungen auf, deshalb habe ich vor fast einen Jahr den Arbeitgeber gewechselt. Ging um Absturzsicherung und Leitern auf einer Baustelle und 2 Jahre davor bin ich bei dem gleichen Arbeitgeber mit einer Leiter abgerutscht... Tragen von Sicherheitskleidung von Vorgesetzten und Mitarbeitern...

.... was hat das jetzt mit dem von Dir akzeptierten Vielem zu tun?
Es gibt Dinge die sind gesetzlich gar nicht zulässig und daher überhaupt nicht akzeptabel. Arbeitgeber und -nehmer sind gesetzlich verpflichtet die Arbeitsschutzbestimmungen einzuhalten. Wird dagegen verstoßen macht sich die jeweilige Seite strafbar.
 
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