Codierung im 1er BMW BJ 01 2011

Bummler

Wer braucht schon Lack
Registriert
25 Dezember 2007
Ort
Schlumpfhausen
Wagen
BMW Z4 e85 roadster 3,0i
Hallo Jungs,

eine Freundin von mir hat sich in ihren 118i eine Anlage inkl. Endstufe einbauen lassen. Seitdem sind die Warntöne (Tanken, Temperatur, Anschnallen etc.) 10x lauter als vorher. Der "Profi" sagt damit muss man leben.... .

Kann man das umcodieren? Wenn ja, gibt es hier einen Codierer zwischen Karlsruhe und Heidelberg der bereit wäre das zu machen (gegen entsprechende Vergütung versteht sich)?

Vielen Dank
Sven
 
Ist es nicht so, dass die Töne laut/leiser gedreht werden können, in dem Moment wo sie "tönen". (Radio laut/leiser Knopf)
Genauso wie die Navistimme?
 
Da fragst du mich aber was... . Stelle mir das aber sehr spannend vor bei den sehr kurzen Tönen. Einen Versuch wäre es wohl wert.
 
Naja, das System ist im dem Moment ja aktiv wenns einmal gepiept hat. Am einfachsten ist das bei nicht anschallen möglich, der piept doch permanent. Da soll sie dann mal am Drehregler drehen.
Kostet nix und ist schnell getestet.
Und beim Navi ist die Ansage manchmal auch sehr kurz, da klappts aber auch.
 
Das Verhalten ist - zumindest - eigentümlich.

Ich vermute einfach mal, dass die Eingangsempfindlichkeit der Endstufe (i.d.R. so ein kleines Poti irgendwo an der Endstufe) schon auf dem niedrigstmöglichen Wert steht - dann kenne ich das Problem und auch die Lösung ziemlich gut:

Ich hatte in meinem alten Z4 23i auch das vorhandene Standard-Audio (nur Radio prof.) aufrüsten lassen mit einem Prozessor, einer Endstufe und anderen Lautsprechern. Auch hier waren dann plötzlich Gong und die anderen Systemtöne brutal laut und sogar das normale Nutzsignal war ziemlich verzerrt, auch bei niedrigstmöglicher Einstellung der Empfindlichkeit am Eingang von Prozessor und Endstufe. Der Profi meinte, das wäre dann wohl nicht zu ändern und würde sicher am BWM Werksradio liegen. Er würde daher einen Austausch der Headunit und den Verzicht auf die Systemtöne empfehlen.

Das konnte ich nicht glauben und habe selbst mit einem Oszi (Multimeter mit AC-Einstellung und Dauersinus als Tonquelle hätte auch genügt) nachgemessen. Da das Radio nur einen Lautsprecherausgang hat, mein Prozessor aber nicht über einen Hochpegel-Eingang verfügt, war natürlich vor dem Prozessor ein "Hi-Lo-Adapter" für die Wandlung des hohen Pegels vom Lautsprecherausgang des Radios zum Prozessor eingebaut. Man würde also erwarten, dass der Pegel nach dem Wandler niedriger ist als vor dem Wandler. Bei meiner Messung stellte sich aber heraus, dass nach dem Wandler tatsächlich sogar ein noch viel höherer Pegel anstand als vor dem Wandler, schon der Prozessor wurde logischerweise hoffnungslos übersteuert! Der Hi-Lo-Wandler war also ganz einfach intern falsch beschaltet bzw. außen falsch beschriftet: Der Wandler ist nämlich nichts anderes als eine Art galvanisch getrennter "Transformator" mit einer größeren und einer kleineren Wicklung, der die Eingangsspannung im Verhältnis der Wicklungszahlen teilt oder eben heraufsetzt. Durch "umgedrehtes" Anschließen des Wandlers war konsequenterweise das Problem behoben, der Prozessor bekam nur noch den herabgesetzten Pegel, die Verzerrung im Nutzsignal war weg und die Systemtöne kamen mit gewöhnlicher Lautstärke an.

Wenn schon jetzt an der Endstufe die niedrigste mögliche Empfindlichkeit eingestellt ist, vermute ich daher hier auch die folgenden Ursachen:
  • Der Hi-Lo-Wandler wurde einfach vergessen
  • Falls der Hi-Lo-Wandler in der Endstufe selbst integriert ist, wurde die entsprechende Option nicht eingeschaltet oder der falsche Eingang an der Endstufe ausgewählt
  • Falls ein externer Hi-Lo-Wandler eingebaut wurde, sind Eingang und Ausgang wie bei meinem Gerät falsch beschriftet oder vom Profi versehentlich verkehrt herum angeschlossen worden.
Gruß

Mick

Edit: Hatte im Forum auch schon dazu berichtet: http://bit.ly/IMMkEt
 
Zuletzt bearbeitet:
Deswegen gefällts mir hier so gut. Gelegentlich kommen doch mal schöne, qualifizierte Beiträge von Leuten die nicht nur das nachplappern was vermeintliche Profis ihnen erzählen.
Genial.
 
Deswegen gefällts mir hier so gut. Gelegentlich kommen doch mal schöne, qualifizierte Beiträge von Leuten die nicht nur das nachplappern was vermeintliche Profis ihnen erzählen.
Genial.
Vielen Dank :) :-).

Nur ausgerechnet den TE scheint's nicht mehr zu interessieren. Vielleicht hat die besagte Freundin ja auch kein Interesse mehr an "Cheffe" ;)...

Gruß

Mick
 
Ich hoffe doch sehr dass das Interesse der Dame nicht all zu groß ist, schließlich bin ich verheiratet.

Zum Thema: im Handbuch steht gar nichts dazu, an der Lautstärke drehen während des Gong ändert nichts und es ist auch kein high low verbaut sondern eine Endstufe mit hochpegeleibgängen. Wenn man die Endstufe leiser regelt wird natürlich auch der Gong leiser aber das ist ja nicht Sinn und Zweck des ganzen. Irgendwo muss da der wurm drin stecken... . Theoretisch sollte bei gleicher musiklautstärke wie vor dem Umbau auch der Gong gleich laut sein. Kann mir jemand sagen auf welchen Kanal das Signal mit drauf gelegt wird? Auf das Frontsignal? Das Verhältnis zwischen Musik und Gong wird doch durch die Bordtechnik vorgegeben... mhhh...
 
Wenn über die LS die Systemtöne normal kommen und am gleichen Ausgang über den Amp viel zu laut, dann wird das Signal im Amp immer noch zu sehr verstärkt (wenn der Amp überhaupt weiß, dass er mit hohem Pegel beschickt wird, s.o. Post #5). Ich würde halt immer noch prüfen, ob der Amp-Eingang richtig auf Hochpegel eingestellt ist und ggf. noch die Empfindlichkeit (viel) weiter runter regeln bis der Gong Normalniveau erreicht - das wird dann halt über die Lautstärkeregelung am Radio ausgeglichen.

Und genau das ist Sinn des Reglers für die Eingangsempfindlichkeit des Amp - es muss eine Balance zwischen erreichbarer Maximallautstärke und Ruherauschen gefunden werden.
 
Um die lauten Töne anzupassen muss der Fahrzeugauftrag angepasst werden. Es gibt hierfür ein bestimmtes Servicetag für. Dann das ganze System neu programmieren, geht zum teil aber nur übers Icom am Mostbus.

Gruss Utze
 
Sorry, aber warum sollte denn eine Codierung nötig sein, wenn der Lautstärkeabstand zwischen Nutzsignal und Systemtönen bei angeschlossenen Lautsprechern stimmt? Wenn genau dieses Signal an den Eingang des Amp gelegt wird (und so habe ich den TE verstanden), kann es nur auf die richtige Wandlung des Signalpegels vor bzw. im Amp ankommen, um diesen Lautstärkeabstand auch nach dem Amp zu bewahren (mal abgesehen davon, dass auch nur in diesem Fall der Rauschabstand, der Klirrfaktor, der Dynamikumfang und die Spreizung des Lautstärkereglers am Radio näherungsweise optimiert sind).

Aber was red ich mir da den Mund fusslig - meine Hinweise scheinen ja ohnehin nicht so recht beim TE anzukommen :rolleyes:

Gruß

Mick
 
Warum??? Weil es so ist. Stichwort ist hier Hifisystem. Beim E87 kann z.B. auch das Werksseitige Alpinesoundsystem nachger7stet werden samt Amp. Habe ich ebenfalls schon verbaut und da fliegen dir bei der Frostwarnung oder Anschnallmeldung die Ohren weg. Die Programmierung bewirkt eine Pegelanpassung an den Ausgängen.

Gruss Utze
 
Ich hab keinen dauerhaften direkten Zugang zum Fahrzeug sonst hätte ich schon mehr getestet. Irgend etwas wurde von dem hifimensch am Fahrzeug umprogrammiert, was kann ich allerdings nicht sagen.
 
Warum??? Weil es so ist. Stichwort ist hier Hifisystem.

Das halte ich doch für eine arg dünne Begründung... Die bestehenden, rein elektrischen Zwangsläufigkeiten der Autohifi-Technik sind dir vertraut? Da kommt man auch mal völlig ohne Most-, Can- und hoffentlich auch Omnibus aus :) :-).

Natürlich kann man jede BMW-Headunit so umprogrammieren, dass statt des hohen Lautsprecherpegels ein Niederpegel (dann Konfiguration als "hifi-System") ausgegeben wird. Das war aber hier nicht der Weg, da offenbar bereits ein in den Amp integrierter Hi-Lo-Adapter (bzw. "Hochpegeleingang") zum Einsatz kommt und zudem auch noch die richtige - abgeschirmte - Verkabelung für ein Niederpegelsignal vom Radio zum Amp fehlen dürfte.

Lass doch erst mal mal den TE gucken, ob wirklich der Hochpegeleingang des Amp verwendet wurde und was passiert, wenn man die Eingangsempfindlichkeit des Amp weiter runterregelt - Codieren halte ich bei der vorgegebenen Ausgangskonfiguration (wenn richtig verkabelt, beschaltet und eingepegelt) jedenfalls für ziemlich unnötig.

Bleibt nur noch abzuwarten, was der Hifimensch "umprogrammiert" hat. Nachdem ihm ein funktionsfähiges Endprodukt nicht gelungen ist, neige ich ja fast zur Vermutung, dass es eben doch keinen Hochpegeleingang am Amp gibt und er beim Codieren auf Niederpegel auch nicht erfolgreich war.

Gruß

Mick
 
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