Das Verhalten ist - zumindest - eigentümlich.
Ich vermute einfach mal, dass die Eingangsempfindlichkeit der Endstufe (i.d.R. so ein kleines Poti irgendwo an der Endstufe) schon auf dem niedrigstmöglichen Wert steht - dann kenne ich das Problem und auch die Lösung ziemlich gut:
Ich hatte in meinem alten Z4 23i auch das vorhandene Standard-Audio (nur Radio prof.) aufrüsten lassen mit einem Prozessor, einer Endstufe und anderen Lautsprechern. Auch hier waren dann plötzlich Gong und die anderen Systemtöne brutal laut und sogar das normale Nutzsignal war ziemlich verzerrt, auch bei niedrigstmöglicher Einstellung der Empfindlichkeit am Eingang von Prozessor und Endstufe. Der Profi meinte, das wäre dann wohl nicht zu ändern und würde sicher am BWM Werksradio liegen. Er würde daher einen Austausch der Headunit und den Verzicht auf die Systemtöne empfehlen.
Das konnte ich nicht glauben und habe selbst mit einem Oszi (Multimeter mit AC-Einstellung und Dauersinus als Tonquelle hätte auch genügt) nachgemessen. Da das Radio nur einen Lautsprecherausgang hat, mein Prozessor aber nicht über einen Hochpegel-Eingang verfügt, war natürlich vor dem Prozessor ein "Hi-Lo-Adapter" für die Wandlung des hohen Pegels vom Lautsprecherausgang des Radios zum Prozessor eingebaut. Man würde also erwarten, dass der Pegel nach dem Wandler niedriger ist als vor dem Wandler. Bei meiner Messung stellte sich aber heraus, dass nach dem Wandler tatsächlich sogar ein noch viel höherer Pegel anstand als vor dem Wandler, schon der Prozessor wurde logischerweise hoffnungslos übersteuert! Der Hi-Lo-Wandler war also ganz einfach intern falsch beschaltet bzw. außen falsch beschriftet: Der Wandler ist nämlich nichts anderes als eine Art galvanisch getrennter "Transformator" mit einer größeren und einer kleineren Wicklung, der die Eingangsspannung im Verhältnis der Wicklungszahlen teilt oder eben heraufsetzt. Durch "umgedrehtes" Anschließen des Wandlers war konsequenterweise das Problem behoben, der Prozessor bekam nur noch den herabgesetzten Pegel, die Verzerrung im Nutzsignal war weg und die Systemtöne kamen mit gewöhnlicher Lautstärke an.
Wenn schon jetzt an der Endstufe die niedrigste mögliche Empfindlichkeit eingestellt ist, vermute ich daher hier auch die folgenden Ursachen:
- Der Hi-Lo-Wandler wurde einfach vergessen
- Falls der Hi-Lo-Wandler in der Endstufe selbst integriert ist, wurde die entsprechende Option nicht eingeschaltet oder der falsche Eingang an der Endstufe ausgewählt
- Falls ein externer Hi-Lo-Wandler eingebaut wurde, sind Eingang und Ausgang wie bei meinem Gerät falsch beschriftet oder vom Profi versehentlich verkehrt herum angeschlossen worden.
Gruß
Mick
Edit: Hatte im Forum auch schon dazu berichtet:
http://bit.ly/IMMkEt