Design des neuen BMW 3er (F30)

Ich bin ebenfalls davon überzeugt, dass sich der neue 3er sehr gut verkaufen wird und auch, dass BMW damit Geld verdienen wird.
Geld verdienen pro verkauftem Fahrzeug funktioniert m.E. beim 3er so: das Basismodell wird möglichst kostengünstig produziert, was man dann zB in der Haptik spürt, und preislich dennoch am oberen Spektrum der vergleichbaren Fahrzeugklasse positioniert. Der potentielle Käufer, v.a. der markenfremde, der zB von Opel oder Mazda kommt, akzeptiert dies, nimmt ein paar Scheine mehr in die Hand , kann in Zukunft ja BMW fahren ( Image und Fahrgefühl).
Der Markentreue dagegen nimmt noch mehr Scheine in die Hand und "individualisert" seinen BMW, bis er ihm gefällt. Damit verdient BMW nun richtig Geld. Dies gilt natürlich nicht nur für BMW sondern natürlich für alle "Premiummarken".
Ist per se auch nicht verwerflich.
Habe in den letzten Jahren im Bekanntenkreis folgendes Phänomen oft beobachtet: Es wird lieber ein Fahrzeug eine Klasse tiefer ( 3er statt 5er, C statt E-Klasse etc.) gewählt und dieses dann entsprechend konfiguriert.
Man stelle sich selbst die Frage was einem besser gefällt: Ein top ausgestatteter 3er mit tollem 6-Zylinder, schicken Felgen, Leder etc. oder ein einfacher 5er mit 4-Zylinder, Basis-Felgen, Stoff etc.
BMW wird bei ersterem mehr pro Fahrzeug verdienen und weiss das auch.
 
Ist der neue 3er zeitgemäss?
Die Realität: abnehmender Verkehrsraum (Innenstädte,Parkhäuser..), abnehmende soziale Akzeptanz grosser Fahrzeuge, rigide Verkehrsüberwachung, kleinere Nutzergruppen ( singles, DINKs, max 1 Wunschkind, Geschäftsleute, Zweitfahrzeug für den berufstätigen Partner...),,explodierende Energiepreise, politische Vorgaben für die Hersteller (Flottenverbrauch..) etc.
Die Kosten: Fahrzeugneupreis, Unterhalt, Spritkosten für den Nutzer, Herstellung und v.a. Marketing für den Hersteller.
Die schiere Grösse: Man parke einen neuen 1er mal neben einem E30 oder stelle beide auf die Waage.
Sicherheitsbedürfnis: Insassenschutz, Fussgängerschutz, Crashverhalten, aktive und passive Sicherheitssysteme .., nix gegen "Klassiker", aber hier muss jeder selbst wissen, was er tut.
Komfortbedürfnis: alles elektrisch, multimedial und vernetzt.
Der Markt: globale Ansprüche müssen befriedigt werden, gesetzliche Bestimmungen, Designempfinden, Kaufkraft etc.

Es liessen sich noch viele Dinge anführen, für mich ist ein Fahrzeug wie der F30 zeitgemäss. Es ist ein BMW, sieht so aus und transportiert das gewollte Image, ist gross genug für die meisten, ist sparsam und dynamisch genug, preislich noch im Rahmen, sicher und komfortabel. Dass er polarisiert macht ihn umso interessanter. Absolut konkurrenzfähig.

Warum ich mir trotzdem keinen kaufen werde?
Hab nen Z4 E89 und auf die Gefahr hin, dass das schon mal hier im Forum erwähnt wurde: der schönste BMW seit langem.
 
1.Die Kosten: Fahrzeugneupreis, Unterhalt, Spritkosten für den Nutzer,
2.Sicherheitsbedürfnis: Insassenschutz, Fussgängerschutz, Crashverhalten, aktive und passive Sicherheitssysteme .., nix gegen "Klassiker", aber hier muss jeder selbst wissen, was er tut.
3.Komfortbedürfnis: alles elektrisch, multimedial und vernetzt.
Auch wenn du im Grunde Recht hast,so möcht ich doch einige Anmerkungen machen.
1. Bei den Kosten ist man mit einem Klassiker ziemlich vorne.Auch wenn Fahrwerksmässig mal das Eine oder Andere überholt werden muss,so viel wie man für die Anschaffung eines neuen 3ers ausgibt und dann an Wertverlust hat kann man gar nicht ausgeben.Ausserdem ist grade ein E30 ein sehr robustes Fahrzeug und im Reperaturfall noch einfach zu beschrauben.Das kann jede freie Werkstatt und ich bin nicht auf die Mondpreise von z.B.BMW Essen angewiesen(wo dann noch nicht mal perfekte Arbeit abgeliefert wird).
Verbrauch ist bei meinem ca.9-10l und dann hab ich wirklich nicht auf den Verbrauch geachtet sondern bin einfach nur gefahren wie ich Lust hatte.Selbst bei Dauervollgas kriegt man die Kiste nicht über 10l,bei den Gaschwindigkeiten verbraucht selbst der Touran TDI meiner Frau(wir haben 3 Kinder)9l.Es gibt User,im E30 Forum,die den E30 mit M40B18 Motor mit 7l fahren,das muss ich mir aber(noch)nicht antun.Beim 320/325 sieht das natürlich anders aus,aber Verbrauchsfortschritte seh ich bei den neuen Modellen nur wenn man entsprechend das Gaspedal streichelt.Sobald man Gas gibt ist schlucken die genau so.
2. Bei der Sicherheit hast du natürlich Recht,die neuen Modelle sind definitiv sicherer.Mein E30 hat noch nicht eimal einen Airbag(allerdings schon ABS),da ich vorher allerdings 30 Jahre Motorrad gefahren bin ist bei mir eine gewisse Abhärtung vorhanden.Ausserdem bin ich der Meinung,dass grade dieses Sicherheitsgefühl auch eine Gefahr darstellt.Dadurch fährt man nämlich auch bei widrigen Strassenverhältnissen deutlich schneller mit den dementsprechenden Folgen.Ich bin der festen
Überzeugung,dass diese ganzen """"/Nebelmassenunfälle zu grossen Teilen auf dieses "entkoppelte" Fahrgefühl zurückzuführen sind.
3. Das brauche ich nun wirklich nicht,mehr Elektronik heisst für mich erst mal primär mehr Ärger,zumal das ganze Entertainment/MultiMedia Gedönse garantiert nicht der Sicherheit dient.
Kleine Anekdote am Rande: In Abu Dhabi sind letztens für 3 Tage die Mobilfunknetze ausgefallen,die Unfallhäufigkeit nahm in dieser Zeit um 40(in Worten vierzig)% ab.Noch Fragen?
 
Aus aktuellem Anlass: BMW hat seinen Gewinn im 3. Quatal 2011 im Vergleich zum Vorjahresquatal um 25% gesteigert.
Hätte natürlich nicht geklappt wenn sie noch den E30 anbieten würden.
 
Naja, warten wir mal ab, wie der F30 im Frühjahr so einschlägt.
Ich bin schon mehr als gespannt auf den Luftpumpen-Motor im 328i.
 
....Habe in den letzten Jahren im Bekanntenkreis folgendes Phänomen oft beobachtet: Es wird lieber ein Fahrzeug eine Klasse tiefer ( 3er statt 5er, C statt E-Klasse etc.) gewählt und dieses dann entsprechend konfiguriert....

Und deshalb steigen die Preise der Kleinen in Regionen, die früher der Oberklasse vorbehalten waren. Preislich halte ich den 1er schon nicht mehr im Rahmen, wenn es nun gelingt einen Kleinwagen wie den 3er (der er vom Nutzraum aus betrachtet ist) zu so ambitionierten Preisen an den Mann zu bringen ist das gutes Marketing. Wer sich das antut ist aber selbst dran schuld. Ein 3er kann einem 5er bzgl. Fahrkomfort nicht das Wasser reichen ebenso wie es einer C-Klasse im Vergleich zu einem E geht. Wer etwas anderes behauptet biegt sich etwas zurecht oder hat den Vergleich nicht gemacht. Wer damit glaubt der Preisspirale zu entkommen feuert sie eigentlich an.
 
Aus aktuellem Anlass: BMW hat seinen Gewinn im 3. Quatal 2011 im Vergleich zum Vorjahresquatal um 25% gesteigert.
Hätte natürlich nicht geklappt wenn sie noch den E30 anbieten würden.

Wenn ich mich so im Bekanntenkreis umhöre, dann hätten da wohl doch mehrere auch noch einen
E30 gekauft. Mit diesen Fahrzeugen wurden noch Millionen von Test-Kilometern absolviert, bevor diese in den Verkauf kamen, heute ist der Kunde Testfahrer :(.
Die haben übrigens allesamt Probleme mit ihren neuen BMW und vom BMW-Kundendienst die Schnauze sowas von gestrichen voll...
Genauso unzufrieden sind die übrigens auch mit ihrem japanischen Einheitsbrei.

Ich habe wohl die richtige Entscheidung getroffen (außer der Vertrags-Werkstatt):
Golf 6 Variant!
Ich hätte jeden für total bescheuert erklärt, der mir noch vor einem Jahr erzählt hätte, dass ich mal keinen BMW kaufen und ausgerechnet Golf fahren würde.
Aber man ist ja auch im gesetzteren Alter :);) noch lernfähig!
 
Der (Irr-)Glaube, dass früher vor Markteinführung so viel mehr getest wurde als heute, hält sich hartnäckig. Als BMW mit der "Neuen Klasse" auf den Markt kam, gab es erheblichen Nachbesserungsbedarf bei den Kundenfahrzeugen, der fast in einem Imagedesaster geendet hätte. Das gibt es eben bis heute und die modernen Kommunkationsmöglichkleiten tragen ihren Teil dazu bei, aus Einzelfällen einen allgemein bekannten Qualitätsmangel zu machen. Richtig ist doch eher, dass die kürzeren Modellzyklen dem Vergessen von Anfangsproblemen einer Modellreihe entgegenwirken, während in den früher üblichen langen Laufzeiten viel Gras über das anfängliche Ungemach wachsen konnte.
 
Was soll all die ganze Diskussion?

Wir hier sind BMW-Enthusiasten!

Aber von UNS, kann BMW nicht leben. BMW muss Autos für die breite Masse bauen.
Die müssen versuchen neue Kunden zu gewinnen. Die BMW-Freaks werden zwar
enttäuscht sein, aber trotzdem wieder einen BMW bestellen. Zumindest fast alle.

Das Design war auch in der Vergangenheit immer ähnlich. Ich meine das jetzt Baureihen
übergreifend!

Guckt euch doch einfach mal den E28, E23 und E24 an! Von Vorne total gleiches Design.
Auch der E30 war mit dem E34 und E32 verwandt!

Damals hätte man auch sagen können, dass sie alle zu beliebig sind. Waren sie aber nicht.
Und heute sind sie es auch nicht.

Mir ist da BMW lieber als Audi, denn bei denen tu ich mich mit den Baureihen echt schwer diese
auseinander zu halten.

Dann noch all die Franzosen, wo du nimmer weißt, ob es ein Renault oder ein Citroen ist. Am Ende
isses sogar ein Opel!!!! Alles der gleiche Brei!!!

Oder auch die Italiener! Neuerdings steht auf dem Chrysler Jeep FIAT drauf!!!! Ja wunderbar!!!
Wollte schon immer mal nen Geländewagen aus Italien. Aber ich träumte von nem Lamborghini!
Und Lamborghini ist ja eh auch jetzt schon VW, wie Audi, und leider auch Porsche!

Also was soll man in Zukunft kaufen????? Ich meine jetzt als Kunde, der ein Auto sucht, welches
nicht aus der Retorte eines Großkonzernes kommt!

Ich war vor Jahren mal kurz davor mir einen Maserati Spyder zu kaufen. Aber als ich die Fiat Hebel
am Alfa Lenkrad gesehen habe, war das Auto für mich gestorben.

Da lobe ich mir BMW!

Und wenn BMW mal auch so einen Weg einschlägt wie der VW und Fiat Konzern, bleibt für mich nimmer viel übrig!

Alternativen wären dann Königsegg oder KTM!
 
Also ich finden den neuen 3er ja gar nicht sooo übel (von aussen). Innen wird er mir etwas zu "japanisch", auch wenn ich das asymmetrische gut finde. Ich finde das Interieur nicht mehr so harmonisch wie im aktuellen Z4.

Aber alles in allem merkt man bei BMW schon, dass Chris Bangle nicht mehr an Bord ist. Leider, denn ich mochte sein Design. BMW ar mit ihm lange Vorreiter in Sachen Design!
 
Gerade in der AutoBild gelesen, ich zitiere mal einige Sätze:

Sind Sie BMW-Fan?
Oder wenigstens Autoliebhaber?
Lassen Sie uns das Haupt senken, die Hände falten und leise Abschied nehmen.
Vom wunderbaren Reihen-Sechszylinder-Saugmotor, den es aus München bald nicht mehr geben wird.
Von einer Marke, deren DNA einmal der Bau kultiviert-sportlicher Autos für Enthusiasten war. Mit einem so wertvollen Erbgut geht man sehr behutsam um.
Gerade in Zeiten, die tiefgreifende Veränderungen und mutige Weichenstellungen erfordern.
Denn deren Erfolg ist ungewiss.Das maximale Auspressen der Marke (gemeint war Mini, passt aber auch für BMW!) bringt überteuerte Zwerge und aufgedungene Kartoffeln hervor.
Man muss sich die Frage gefallen lassen, ob BMW lieber Produkte für Autoliebhaber oder für Aufschneider bauen will?
...

Danke Herr Moetsch, besser hätte man es meiner Meinung nach, nicht sagen können.
 
Gerade in der AutoBild gelesen, ich zitiere mal einige Sätze:

Sind Sie BMW-Fan?
Oder wenigstens Autoliebhaber?
Lassen Sie uns das Haupt senken, die Hände falten und leise Abschied nehmen.
Vom wunderbaren Reihen-Sechszylinder-Saugmotor, den es aus München bald nicht mehr geben wird.
Von einer Marke, deren DNA einmal der Bau kultiviert-sportlicher Autos für Enthusiasten war. Mit einem so wertvollen Erbgut geht man sehr behutsam um.
Gerade in Zeiten, die tiefgreifende Veränderungen und mutige Weichenstellungen erfordern.
Denn deren Erfolg ist ungewiss.Das maximale Auspressen der Marke (gemeint war Mini, passt aber auch für BMW!) bringt überteuerte Zwerge und aufgedungene Kartoffeln hervor.
Man muss sich die Frage gefallen lassen, ob BMW lieber Produkte für Autoliebhaber oder für Aufschneider bauen will?
...

Danke Herr Moetsch, besser hätte man es meiner Meinung nach, nicht sagen können.

Hab ich auch meiner Freundin vorgelesen - aber und sie sagte: "Einerseits stimmt es ja. Aber - ach was, es werden genug andere da sein, die sich nicht so mit BMW auskennen und dann eben den Vierzylinder kaufen. Da bist Du und Deine Bekannten eher eine Minderheit, auf die BMW keine große Rücksicht nehmen kann/nimmt."

Ihr war es vorher auch egal, ob der Zetti vier oder 6 Zylinder hat - und nun ist sie froh über die Wahl des 2.5ers.
 
Hab ich auch meiner Freundin vorgelesen - aber und sie sagte: "Einerseits stimmt es ja. Aber - ach was, es werden genug andere da sein, die sich nicht so mit BMW auskennen und dann eben den Vierzylinder kaufen. Da bist Du und Deine Bekannten eher eine Minderheit, auf die BMW keine große Rücksicht nehmen kann/nimmt."

gestern habe ich mich kurz mit einem BMW-verkäufer unterhalten, der wie ich auch ein "fan" des verabschiedeten R6-saugers ist. er gab mir deutlich zu verstehen, dass es 99 % der kundschaft völlig egal ist, wieviele zylinder sich im motorraum tummeln.

früher war die kundschaft auch am technischen innenleben eines BMW interessiert. heutzutage öffnet er bei interessenten so gut wie nie die motorhaube, weil es die heutige kundschaft im regelfall einfach nicht interessiert. für BMW ist es betriebswirtschaftlich kompletter unsinn, für die langsam aussterbende spezies der traditionalisten motoren/konzepte beizubehalten, die sich nicht rechnen.

mein mächstes auto wird voraussichtlich kein BMW mehr werden. aber das interessiert die bayern nicht, weil in der zwischenzeit dafür wieder zwei neue kunden für einen X1 oder 3er gewonnen werden.

viele grüße
rolf
 
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