Deutschland schaltet AKW ab - und importiert Atomstrom

AW: Deutschland schaltet AKW ab - und importiert Atomstrom

Das der in Deutschland produzierte Strom - ohne KKW - völlig ausreichend ist, um den Bedarf zu decken ist seit längerem erwiesen.
Das wäre neu wenn dem so ist. Evtl. solltest du die Rahmenbedingungen dazu sagen. Sprich Kohle + Gaskraftwerke müssten als Alternative gebaut werden.

Jokin schrieb:
Demnach beziehen wir nur 22% der Energie aus Kernkraft, das sind also nur schlanke 100 PJ
Und dafür brauchen wir nur noch 1/4 der Krenkraftwerke.
So ähnlich habe ich auch mehrfach gelesen. Man spricht von ca. 1/3 der KKWs um die Grundlast zu decken. Den Rest müsste man zukaufen oder mit anderen Kraftwerken/alternativen Energien erbringen. Wir sind also beim aktuellen Stand der Dinge nicht weit von diesem Szenario entfernt.
 
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Mir is grad langweilig ...

Die 17 aktiven KKWs in D erzeugen eine Nettoleistung von ca. 1.700 MW.

(sofern ich mich nicht verrechnet habe)

Hallo Frank,
hier hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen.
Ein KKW Block erzeugt ( im Durchschnitt über die 17 Blöcke ) ungefähr 1.000 MW. Also 17.000 MW.
:-) Einfach nur den Punkt eine Stelle nach rechts setzen und eine Null nach dem Punkt ergänzen.
Oder auch so - 1 KKW Block versorgt circa 1 Millionen Menschen mit dem täglichen Strombedarf ( 24 Stunden / 7 Tage / 365 Tage zu jeder Tageszeit-bei allen Witterungsverhältnissen ).

Deine nachfolgende Berechnung ist gut getroffen.
DE hat ~ 80 Mill. Einwohner. Die KKWs liefern den Bedarf für ~17 Mill. Einwohner. Gerundet 20% (1/5) des Bedarfs.

Mittlerweile ist es einem grossem deutschen Elektrokonzern möglich einen KKW Block mit einer Leistung von 1900 MW ( Bedarf von fast 2 Millionen Menschen ) zu Verfügung zu stellen.
 
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Es gibt durchaus seriöse Artikel, die zu dem Schluss kommen, dass AKWs ungeeignet sind, die Grundlast bei stark schwankenden Anteilen des Beitrags von Erneuerbaren abzudecken. Es gibt schon heute Tage, an denen der Beitrag der Erneuerbaren größer als die abgenommene Strommenge ist. Ein nicht unter Vollast laufendes AKW ist aber unwirtschaftlich und das Hoch- und Herunterfahren eines Reaktors dauert auch länger als erfordert. Wenn man den Anteil von Erneuerbaren steigern will, sind AKWs eher eine Bremse. Also muss man sich entscheiden, ob man mehr Erneuerbare möchte oder das Konzept mit den AKWs aufrecht erhält (und Erneuerbare konsequenterweiser wieder abbaut). Wenn AKWs über einen längeren Zeitraum eine Rolle spielen sollten, bräuchte man Investitionen in Neubauten bzw. Aufrüsten von alten Meilern und einen massiven Einstieg in die Wiederaufbereitungstechnologie (Uran wird auch knapp werden). Dafür wird es keinen gesellschaftlichen Konsens geben.
 
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Der Reaktor wird nicht hoch und runter gefahren !
Er läuft und läuft und läuft zur Bedarfsversorgung der Grundlast !
Hierbei werden keine schwankenden Verbräuche abgefangen !!!!!!! dazu dienen die "anderen" Kraftwerke !!!!!!!!
 
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Hmm, ich kenne es aber eher so, dass Kernkraftwerke nicht immer bei 100% gefahren werden müssen, sondern locker zwischen weniger als 20% und mehr als 90% der Leistung gefahren werden können.

Lediglich das "Abschalten" ist nicht so einfach wie das Abschalten eines Kohlekraftwerks, da die Nachzerfallswärme nicht vernachlässigbar ist.
 
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Das wäre neu wenn dem so ist. Evtl. solltest du die Rahmenbedingungen dazu sagen. Sprich Kohle + Gaskraftwerke müssten als Alternative gebaut werden.

Du scheinst zu vergessen, das wir einen nicht unerheblichen Stromüberschuss haben, den WIR nicht benötigen (sondern nur die Energiekonzerne um den Gewinn zu maximieren)

mal auf die Schnelle:
http://frontal21.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/23/0,1872,7245527,00/thread2239210.php

hier sind Zahlen genannt: (max. Verbrauch zur Spitzenzeit 82 GW, tatsächlich produzierte Leistung 139 GW)
http://www.shortnews.de/id/882168/D...Probleme-auf-sieben-AKWs-verzichten?offset=26

und noch ein Häppchen:
http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/stromexportweltmeister-deutschland/
 
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Zuerst mal der Hinweis: Wir produzieren nicht real 139 GW, sondern haben lediglich die Kapazität dafür. Im Schnitt produzierne wir ca. 50 GW - das läßt sich mit den Angaben im TAZ-Link ausrechnen.

2008 wurden ca. 20 TWh exportiert. Rechnet man das 1. Quartal 2010 hoch (nach den Angaben der TAZ), dürften 2010 vielleicht um die 30 TWh. Dabei komme ich auf eine durchschnittliche Exportleistung von 2300 bzw. 3400 MW. Wir haben also deutlich weniger Überschuß, als unsere KKW erzeugen können. Im übrigen mag es zwar sein, daß wir (in Deutschland) den überschüssigen Strom nicht brauchen, aber woanders besteht anscheinend schon Bedarf. Würden wir unsere Exporte einstellen, dann würde halt jemand anderes den Strom erzeugen und dazu sicherlich auch KKW einsetzen.
Die Kapazitäten um unsere KKW abzuschalten wären zwar global betrachtet zwar vorhanden, ob die Netzinfrastruktur das jedoch leisten könnte, weiß ich nicht. Zuverlässige Informationen dazu sind fallen einem nicht gerade in die Hände.

BTW: Grundsätzlich bin ich für eine Abschaffung von KKW. Eine sofortige Stilllegung (speziell, wenn es nur in Deutschland passiert) halte ich jedoch nicht für sinnvoll.
 
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Der Reaktor wird nicht hoch und runter gefahren !
Er läuft und läuft und läuft zur Bedarfsversorgung der Grundlast !
Hierbei werden keine schwankenden Verbräuche abgefangen !!!!!!! dazu dienen die "anderen" Kraftwerke !!!!!!!!

Trotz der vielen Ausrufezeichen irrst Du Dich. ENBW schreibt selbst, sie könnten wunderbar regeln:

http://www.enbw.com/content/de/der_...sionid=5B47175226BEECE6DF638927122308C7.nbw05


Die Regelbarkeit ist auch nötig, weil auch der Bedarf innerhalb der Grundlast stark schwankt, und zwar umso mehr, je grö0er der Anteil der Erneuerbaren ist. Bei einem AKW geschieht die Regelung z.B. durch das Einschieben der Steuerstäbe. Es bleibt aber der Beitrag der Restzerfallswärme, der erheblich ist, wie wir in Japan sehen. Also geht ein AKW logischerweise nicht so schnell in der Leistung herunter, wie es benötigt würde. Und daher wirderspricht das BMU auch dem Artikel von ENBW (s. insbes. S. 7):

http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/studie_hindernis_atomkraft.pdf
 
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Du scheinst zu vergessen, das wir einen nicht unerheblichen Stromüberschuss haben, den WIR nicht benötigen (sondern nur die Energiekonzerne um den Gewinn zu maximieren)
Du scheinst nicht zu beachten, der aktuelle Überschuss ist nicht so groß, dass alle KKWs sofort abgeschaltet werden können. Jedenfalls nicht ohne entsprechende Aufrüstung an anderer Stelle. Ich bezog mich auf deine Aussage :
Tscharlie schrieb:
Das der in Deutschland produzierte Strom - ohne KKW - völlig ausreichend ist, um den Bedarf zu decken ist seit längerem erwiesen.
Und dies ist so gesagt falsch. Würden wir sofort alle KKWs vom Netz nehmen, wird es beim aktuellen Ausbau dunkel in Deutschland.
 
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Du scheinst nicht zu beachten, der aktuelle Überschuss ist nicht so groß, dass alle KKWs sofort abgeschaltet werden können. Jedenfalls nicht ohne entsprechende Aufrüstung an anderer Stelle. Ich bezog mich auf deine Aussage :

Und dies ist so gesagt falsch. Würden wir sofort alle KKWs vom Netz nehmen, wird es beim aktuellen Ausbau dunkel in Deutschland.

ich lese immer alle &:

abgesehen davon, ich finde man könnte den Strom doch prima rationieren ;)
wir täten der Umwelt etwas gutes und würden dabei noch Geld sparen :M
meine Wenigkeit liegt momentan bei 1300 kw/h p.a. und ich könnte sicher mit 1000 kw/h auskommen - wobei sich in meinem Kleiderschrank weder Ringelstrickpullis, noch Jesuslatschen befinden, ich weder von Hand wasche noch spüle, nicht an einer Feuerstelle koche, Lebensmittel und Getränke nicht in Salzwasser kühle, nicht im dunklen sitze und mir nachts von einer Stromschleuder den A... wärmen lasse %::X
 
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ich lese immer alle &:
Klar, weil du von einem Deutschland ohne KKWs gesprochen hast. Ohne heißt alle abschalten. ;)

abgesehen davon, ich finde man könnte den Strom doch prima rationieren ;)
wir täten der Umwelt etwas gutes und würden dabei noch Geld sparen :M
Diesbezüglich liegen wir ja nicht auseinander. Auch ich verbrauche recht wenig Strom. Aber dies war ja nicht das Thema. :M
 
Was ich denke: vielleicht ist eine große Überkapazität da, auch global gesehen, vielleicht sogar größer, als die KKW's produzieren. Weswegen man theoretisch abschalten könnte.

ABER: warum gibts diese Überkapazität auch über einen Export hinaus? Das wird ja sicherlich einen Grund haben. Es wird wohl ein worst-Case-Szenario geben, in dem diese Überkapazität gebraucht wird.

Vielleicht sieht das so aus: Machtpoker für ein paar Stunden mit Russland (die klemmen mal eben die Gasleitungen ab, haben sie mit der Urkaine ja schonmal gemacht), zusätzlich fällt auf Grund eines Sturmes eine Hochspannungstrasse aus und deswegen gehen 2 Kohle-KW's vom Netz, und es ist grade 11 Uhr und die Industrie läuft auf Hochtouren.

Kein Konzern der Welt würde Kapazitäten bereithalten, die niemals benötigt werden. Sprich: schalten wir die Überkapazitäten in Form von KKW's ab, brauchen wir trotzdem wieder andere Kraftwerke, um diese Überkapazitäten zu gewährleisten. Es ist also gehopst wie gesprungen, ob unsere Grundlast auch ohne KKW's gedeckt werden kann - abgeschaltete Kraftwerke müssen ersetzt werden, ob hier oder woanders in der EU.
 
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Man muss auch berücksichtigen, dass immer einige Krtaftwerke gerade wegen Revisionen vom Netz sind ... auch Kohle und Gas-Kraftwerke müssen regelmäßig überholt werden, die Kessel der Kohlekraftwerke bestimmt einmal pro Jahr.

Bei den Windkraftanlagen sind die Angaben meist auch in der Maximalkapazität, die erst bei Windgeschwindigkeiten von 12-15 m/s (43-54 km/h, also schon deutlicher Wind) erreicht wird.
Bei Wind- und Solarstrom wird sehr vieles sehr schöngerechnet und sehr oft mit der Maximalmenge argumentiert, die realistisch selten erreicht wird.

Heutige Windanlagen haben Leistungen von ca. 1.5-2.5 MW, einige wenige gehen bis 3 MW und sie haben derzeit laut einer Wiki-Seite eine Auslastung im Bereich von 18% der maximal möglichen Menge. Das liegt zum einen zwar auch daran, dass sie weggeschaltet werden wenn Überkapazitäten da sind, zum anderen aber auch, dass der Wind selten ausreicht um sie unter Volllast zu betreiben. Ein weitere Ursache liegt, wie ich vor kurzem von jemanden gehört habe, wohl auch an der Wartungsanfälligkeit der Anlagen insbesondere im Hinblick auf die Lagerung der der Getriebe und der Rotoren.

Auch darf man nicht die über ein Jahr aufintergrierten Energiemengen miteinander vergleichen. Die Kraftwerksleistung muss zu jedem Zeitpunkt den Bedarf ausreichend decken können. Wenn ich Kraftwerksleistungen zu Zeiten mit deutlichen Überschuss dazu verwende um Wasser in Pumpspeicherkraftwerken hochzupumpen, darf ich diese nicht mit rechnen usw.

Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
 
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