AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch
@Gerry
Mir gefällt Dein letzter Beitrag gut. Nur beim Thema China tue ich mich schwer. Es ist, glaube ich, ein Fehler zu meinen, die bleiben im Billigbereich. China wird Marken aufbauen und kaufen, so wie es die Japaner gemacht haben und machen. Sehe auch kein Problem darin, man muss sich nur darauf einstellen (das ist genau der Grund, warum die deutsche Volkswirtschaft und das Sozialstaatswesen unbedingt Reformen brauchen, viele deutschen Unternehmen haben sich längst erfolgreich darauf eingestellt).
Führt zum nächsten Punkt:
@CH Z4
Du hast recht, BMW entwickelt für den Weltmarkt, der neue 7er ist der erfolgreichste, der je gebaut wurde. (Mir gefällt er mit dem Bangle-Design und dem i-Drive nicht, aber ich bin nicht der Weltmarkt)
Wichtig ist, dass BMW vor allem auch finanziell erfolgreich ist. Man sollte sich keinen Illlusionen hingeben: wenn die Quandt-Familie als Hauptaktionär nicht auf den Aktien "sitzen" würde, wäre BMW längst von einem Grossen an der Börse weggekauft worden. Je weniger Erfolg, umso günstiger an der Börse zu haben.
@ChrisK
Richtig, vieles, was BMW einkauft und der Kunde im Fahrzeug nicht sieht oder fühlt, kommt von den gleichen oder gar denselben Anbietern wie im Massensegment. Wäre dies nicht so, dann ginge es BMW weit schlechter (und s. o.). Wichtiger in der Beurteilung ist, dass BMW im Vergleich zu Mercedes durchschnittlich eine um 10% höhere Produktivität aufweist (dies trotz des deutschen Lohn- und Lohnnebenkostenniveaus). Und vor allem: strategisch entscheidet, in welchen Bereichen man Kernkompetenzen hat und behalten oder aufbauen möchte (zB Motor, Fahrwerkstechnik, leichte Verbundwerkstoffe und -produktionstechnik, Entwicklung usw.). Da hat mE im Premiumbereich keiner soviel Kompetenz wie BMW (Mercedes aber auch Toyota und in einigen Bereichen Honda sind bereits auf den Fersen, auch wenn ich weiss, dass deren Stärken bislang im Massenherstellerbereich waren).