Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

taissel

Tschüüüüsss Z4
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1 September 2005
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Ich hab graad mal ein bisschen im Configurator rumgespielt und ich versteh die Welt nicht mehr.

Ich hab naemlich folgende Wagen verglichen.

130i und Z4 QP

Ich hab beide mit den gleichen Optionen ausgestatet, das heisst mit allem was mich interessiert und reinpasst.

Resultat:

130i: 51330 Euro
Z4 QP: 52980 Euro

Das sind meiner Meinung nach nur 1550 Euro unterschied!!!!!!

Ich glaub der 1er ist leicht ueberteuert :j
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

Andy S. schrieb:
:s
und nun schau mal, was ein 3er kostet :w

japp ist ein wenig *bitter* ... ich mein einen opel astra opc (nur um in der klasse zu bleiben) bekommt man für um die 30 ...
was mich interessieren würde, ob beim 130 ein grosser wertverlust zu erwarten ist &:
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

ich finds nichtmal so krass dass die Teile so teuer sind....daran hat man sich ja schon laenger gewoehnt, aber der geringe Preisunterschied zwischen dem kleinen Schuhkarton und nem Sportwagen. Ich denk in den Z4 Kofferraum passt nicht unbedingt viel weniger als in den 1er und beim 1er will hinten eh keiner sitzen muessen :O

Ich denke dass der 1er im Vergleich zum Z4 einfach unverhaeltnismaessig hoch angesetzt ist
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

Stimmt schon, ein vergleichbarer Golf R32 fährt leistungsmäßig in derselben Lige, ist aber 10.000 Euro günstiger - das ist nunmal der BMW-Bonus ...

Beim Z4QP kann man den BMW-Bonus nicht verlangen, da man ja im Cayman-Segment bleiben muss.

Also kommt man zu dem Schluss, dass die Welt in ordnung ist, aber Porsche die Preise versaut mit ihren Dumpingangeboten :d
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

Der Clou ist halt, dass kein halbwegs normaler Autokäufer einen Z4 und einen 1er vergleicht.

Der Meistverkaufteste 1er ist der 116i der 130 mit Vollausstattung ist wohl für die, die es nicht lassen können und den Besten 1er haben wollen (und bezahlen können).

Eine Anmerkung hab ich noch:

Bedenke, dass die meisten BMWs doch geleast und finanziert werden. Da richtet sich die Anzahlung dann nach dem Wagenwert.

Also:

20% bei 40Teuro sind 8.000 Euro + 175 Euro im Monat (36 Monate lang) => Gesamtsumme 14.125 Euro

dagegen:

20% bei 50Teuro sind 10.000 Euro + 215 Euro im Monat (36 Monate lang)
=> Gesamtsumme 17.525 Euro

Naja da rechnen sich höhere Listenpreise...
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

Die Welt will betrogen werden. Am "günstigsten" sind noch immer die nackten Einstiegsmodelle ...

Und am Leasing-/Finanzgeschäft wird besonders gut verdient, siehe Gewinnbeitrag des Finanzgeschäfts in den Bilanzen der Autoleute ....
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

Jupp, und die Einstiegsmodelle verlieren auch weniger an Wert, das rechnet sich für den Kunden.

Einen 130i vollausgestattet wieder zu verkaufen dürfte abenteuerlich werden. Die Zielgruppe dürfte sich auf ein paar Vertreter minimieren, denen der M3 zu teuer und das Z4QP zu auffällig ist.
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

taissel schrieb:
ich finds nichtmal so krass dass die Teile so teuer sind....daran hat man sich ja schon laenger gewoehnt, aber der geringe Preisunterschied zwischen dem kleinen Schuhkarton und nem Sportwagen.

Nun...es wäre interessant zu wissen wieso denn ein Z4 überhaupt teurer sein soll.

Ganz nüchtern und emotionsfrei betrachtet:

Motor 1:1 derselbe
Geringere Matreialkosten beim Z4 (weniger Blech, weniger Kunststoff, weniger Kabel, nur zwei Türen etc, etc.)
Mutmasslich kürzere Produktionszeit
Günstigerer Produktions-Standort

Ich weiss, man muss auch Aspekte wie geringere Stückzahl etc. berücksichtigen, aber wenn man sich oben genanntes durch den Kopf gehen lässt, müsste ein 130i teurer sein als ein Z4, oder ein Z4 günstiger als ein 130i, je nach dem wie man's betrachtet;)
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

Gar nicht unrealistisch, was Du rechnest, Massimo. Für den Z4 wird zwar mehr im Dollarraum eingekauft, dafür werden die Motoren und Getriebe über den Teich geschippert. Die Standortkosten (insbesondere die Lohnkosten) sind in USA weit niedriger. Würde der Z4 dreischichtig in Vollauslastung produziert, wäre er mit ziemlicher Sicherheit billiger in der Herstellung als ein 1er.

Da aber die hohen Entwicklungs- und Marketingaufwendungen des jeweiligen Modells auf die Gesamtproduktionszahl umgelegt werden müssen, könnte der Z4 hier deutlich ungünstiger aussehen.
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

bummsbass schrieb:
(insbesondere die Lohnkosten) sind in USA weit niedriger.
Hm... aber nicht in jeder Branche... da ich öfters drüben war und viele Leute kenne und weiß was die Verdienen, kann ich dem nicht ganz zustimmen... Zu DM Zeiten hatten die das in Dollar was wir in DM hatten...
Ergo verdienen da einige doch etwas mehr wie hier, und nicht nur höhere, auch die am Fliesband...
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

1 kg BMW kostet immer gleich viel... :w :t (nicht von mir, sondern von meinem Verkäufer... :b )
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

Dream69de schrieb:
Hm... aber nicht in jeder Branche... da ich öfters drüben war und viele Leute kenne und weiß was die Verdienen, kann ich dem nicht ganz zustimmen... Zu DM Zeiten hatten die das in Dollar was wir in DM hatten...
Ergo verdienen da einige doch etwas mehr wie hier, und nicht nur höhere, auch die am Fliesband...

Du hast für bestimmte Branchen nicht unrecht, mehrheitlich sind die Löhne aber niedriger. Viel gravierender:

1. die enorm hohen Lohnnebenkosten und Steuern in Deutschland
2. die weit höhere Kaufkraft des US-Dollar, insbesondere bei Wohnen und Auto

Ergo haben viele Amis vergleichbar viel oder mehr, obwohl die Lohn- und Lohnnebenkosten in Deutschland weit höher sind.
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

Der Autoabsatz und folglich der Preis unterliegt auch den Marktgesetzen.

Wenn die ABsatzzahlen stagnieren oder einbrechen, dann kann ein Sportwagen für den Konsumenten günstiger sein als ein Kleinwagen.
Ech sehe das hier von der reinen Kostenseite, also nicht vom nominalen Anschaffungspreis, sondern was der Wagen effektiv in einer gewissen Zeitspanne kostet.

Versicherungstechnisch lachen wir Zettifahrer jeden Golfer aus, Steuer ist vernachlässigbar, beim Saufen sind kleine auch nicht besser (schon gar nicht wenn sie den gleichen Motor haben) und in Kulanz/Wartung sind so manche Kleinwagen richtige Vielfraße.
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

... das was BMW einem da an Preisen auf den Tisch zaubert ist für mich eh längst nicht mehr nachvollziehbar. Trotz effizienterer Produktion, günstigeren Materialien usw. werden die Autos immer nur noch teurer.

... und warum man für ein Navi das Doppelte hinlegt wie für einen guten Markenlaptop ist mir auch nicht ersichtlich.

... sorry BMW, das QP werde ich wahrscheinlich für immer behalten (wenn ich kann), aber nen Neuwagen kaufe ich bestimmt nicht, und selbst gebraucht möchte ich sowas wie Z4 oder E90 nicht wirklich haben. Hin oder her, aber nen 350Z bekommt man nach 2 Jahren für roundabout 20k !

... und solange es BMW nicht schafft sich dort entscheidend qualitativ abzusetzen (und nen 3.0si Motor allein überzeugt da auch nicht unbedingt) oder Dinge zu tun, die den Preis rechtfertigen (und wenn es nur Design ist), tendiere ich persönlich in Zukunft zu einem günstigeren Auto mit etwas überdurchschnittlicher Leistung und akzeptabler Qualität und akzeptablen Eigenschaften.
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

IQ-Man schrieb:
Tjo.. und dafür kriegste dann auch noch ne halbe Tonne mehr Stahl... wahrscheinlich Baustahl :d
... glaubst Du wirklich daran, dass BMW daran gelegen ist, Dir das tollste Auto zu verkaufen, was am besten konstruiert und gefertigt wird ?
... würden sie sicher, wenn die Konstrukteure mehr zu sagen hätten, als die Kostenrechner.
... da das sicherlich immer so sein wird, verkauft Dir BMW auch nur das, was möglichst billig gerade so die Anforderungen des Marktes erfüllt.

... und selbst wenn das Teil mehr Gewicht hat. Es kostet 1/3 oder noch mehr weniger als ein Z4 bei gleicher Ausstattung und Fahrleistungen.
By the way, gibt es auch dort noch Teile die Du bei Deinem Z4 nicht mal gegen gute Worte bekommst (S-Diff) außer beim M.

... und jetzt bitte nicht falsch verstehen.... ich halte persönlich jetzt nicht unbedingt besonders viel von den meisten Japanern etc und habe auch noch nie einen besessen (probegefahren jedoch mehrere).
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

Nun, die Verkaufszahlen sprechen eine deutliche Sprache:

Trotz hohen Preisen verkaufen sich Fahrzeuge von BMW prächtig. Wieso sollten die Herren aus München also etwas an der Preispolitik ändern? Entweder man will BMW fahren, oder nicht. Aus was für Gründen auch immer. Auch wenn ein Japaner ein Z4-ähnliches Auto bauen würde, welches die Hälfte kosten würde, ich würd's nicht kaufen. Autokauf ist bei mir IMMER eine Bauchentscheidung. Was nützt mir ein Auto was zwar günstig ist, welches aber null Emotionen in mir weckt?
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

IQ-Man schrieb:
Natürlich spart man auch bei BMW, wo es geht. Dennoch ist der Z4 bei höherer Steifigkeit ne ganze Ecke leichter. Und das haben wir nicht den Kaufläuten bei BMW zu verdanken. Für ein sportliches Auto sicherlich kein zweitrangiges Argument.

Aber es hat wenig Sinn, sich gegenseitig das Wunschauto auszureden. Kauf du dir nen Z350... und ich bleib bei meinem Z4. Alle Glücklich? ;)

... darum geht es mir persönlich eigentlich garnicht.
... die Frage ist doch, ob es angebracht ist, diese durch 95% aller Fahrer nichtmal wahrnehmbaren Kriterien am Fahrzeug, die den Z4 von anderen Fahrzeugen abheben sich durch so einen hohen Preis entlohnen zu lassen.

... wenn Du die Frage für Dich mit Ja beantwortest, hast Du die richtige Entscheidung getroffen.
... wenn Du aber mal ehrlich bist, ist es aber oft einzig und allein das Image, was den Ausschlag zum BMW gibt.

... in wie weit der Z4 wirklich besser oder schlechter ist, als Konkurrenzprodukte muss man halt anhand seiner persönlichen Prioritäten abwägen. Eine objektive technische Begründung wirst Du in den meisten Fällen nicht finden (und jegliche Tests auch meistens nicht - viel blabla, aber wirkliche Gründe die objektiv gegen den Kauf anderer Automobile sprechen werden meist nicht aufgezeigt).



PS: @CH Z4 ... na ja, und gerade die Verkaufszahlen beim Z4 sind ja wirklich nicht so berauschend, dass man da noch von einem Erfolg sprechen könnte.
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

ChrisK schrieb:
PS: @CH Z4 ... na ja, und gerade die Verkaufszahlen beim Z4 sind ja wirklich nicht so berauschend, dass man da noch von einem Erfolg sprechen könnte.

Da geb ich Dir recht. Das hat aber einen ganz einfachen Grund: Der Z4 ist einer der Kompromisslosesten Roadster auf dem Markt (ok,ok..lassen wir mal Exoten wie TVR,Morgan & Co. mal aussen vor). Stoffverdeck (may god save it), sportlich-straffes Fahrwerk, reduziertes Design (v.a. im Innenraum) etc.

Da ist es natürlich klar, dass solch ein Auto nicht von allen geliebt wird. Gerade die komfortverwöhnte Gesellschaft wird da lieber zum SLK greifen (da entsetzt sich z.B niemand wegen den hohen Preisen...), weil man da ein "Sorglospaket" mit auf den Weg bekommt, aber leider keinen Roadster.

Zum Thema Gesellschafts-Cabrio/Roadster ist übrigens in der aktuellen AMS ein himmlischer Kommentar verfasst worden, der den Nagel genau auf den Kopf trifft....
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

ChrisK schrieb:
... darum geht es mir persönlich eigentlich garnicht.
... die Frage ist doch, ob es angebracht ist, diese durch 95% aller Fahrer nichtmal wahrnehmbaren Kriterien am Fahrzeug, die den Z4 von anderen Fahrzeugen abheben sich durch so einen hohen Preis entlohnen zu lassen.

... wenn Du die Frage für Dich mit Ja beantwortest, hast Du die richtige Entscheidung getroffen.
... wenn Du aber mal ehrlich bist, ist es aber oft einzig und allein das Image, was den Ausschlag zum BMW gibt.

... in wie weit der Z4 wirklich besser oder schlechter ist, als Konkurrenzprodukte muss man halt anhand seiner persönlichen Prioritäten abwägen. Eine objektive technische Begründung wirst Du in den meisten Fällen nicht finden (und jegliche Tests auch meistens nicht - viel blabla, aber wirkliche Gründe die objektiv gegen den Kauf anderer Automobile sprechen werden meist nicht aufgezeigt).



PS: @CH Z4 ... na ja, und gerade die Verkaufszahlen beim Z4 sind ja wirklich nicht so berauschend, dass man da noch von einem Erfolg sprechen könnte.

Jau, ich vermute mal du bist ein Techniker.

Geh mal bitte in die City und schau mal nach ein paar Jeans. Nein ich meine nicht beim C&A, sondern in einem Modegeschäft. Wenn ich meinem Vater erzähle, das eine Jeans (die sogar noch mutwillig kaputt und dreckig gemacht wird) derzeit zwischen 150 und 350 Euro kostet und das fast jedes junge Mädel und fast jeder gepimpte Kerl mit solch einem Teil rumläuft, dann würde ich sein Weltbild völlig beerdigen.

BMW ist eine Marke. Die Marke ist der Inbegriff aller Meinungen und Vorstellungen die über ein Produkt beim konsumenten bestehen (Image).

BMW zählt im Automobilsektor zu den Premiummarken und hat ein bestimmtes Image. Diesem müssen und wollen sie gerecht werden. Also "sportlich", "Fahrfreude", "Exclusivität",... für einen Golf ist VW da und für andere Marktsegmente Hersteller wie Renault und Co.

Einfacher versteht man es, wenn man andere Produkte heran zieht. Bleiben wir beim Auto: Was ist mit Benzin? Da gibt es die Premiummarken wie Shell, Aral, OMV. Dann die im Mittelsegment wie JET, AGIP, ESSO. Und am Ende die ganzen freien Tankstellen. Wie ist das Kaufverhalten? Obwohl Kraftstoffe ein relativ homogenes Produkt sind, welches eigentlich ausschließlich über den Preis verkauft wird, Tanken genügend Fahrer bei den Premiummarken, obwohl sie wissen das es 500m weiter billiger ist. Das ist alles Präferenzbildung, anders gesagt die Hersteller bemühen sich in unterschiedlicher Stärke und mit unterschiedlichem Erfolg darum, dass du bei ihnen tankst und das du von deren Produkten überzeugt bist.

Da gibt es die Fanatiker die auf V-Power schwören, andere denen gefällt das Gelb-Rot bei Shell, wieder welche die wollen die Prämien usw.

Und da gibt es welche die verstehen diese Preispolitik nicht und tanken nur bei freien Tankstellen.

Eines muss natürlich ganz klar sein. Deutschland hat nur eine Zukunft, wenn es mehr solche Firmen wie BMW, Porsche und Co. gibt. Top Technik, Exklusive Produkte, Hoher Standard und hohes Ansehen bei der Käuferschaft.

Leider regiert in diesem Land der Rotstift und die Zukunftsangst :#, aber eines ist klar. Billigsachen ohne Profil können die in China besser als wir.
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

... Deine Vermutung ist richtig ;-)

Generell habe ich aber eine etwas andere Meinung. Die Beispiele der Jeans finde ich nicht repräsentativ. Generell denke ich, dass der Markt beim Vergleich von Produkten immer zum jeweils für den Konsumenten günstigsten tendiert, so lange es die Hochpreismarken nicht schaffen, sich genügend zu den günstigen zu differenzieren.

... und gerade da sehe ich BMW nicht unbedingt im Vorteil. BMW ist noch die Premium Marke die sie gerne wäre. Sie hat noch das Image. Aber gerade nach Einstieg in den Kleinwagensektor und besonders der stark aufholenden Konkurrenz in Sachen "Fahrfreude" bleibt abzuwarten, was sich da tut. Beim 7er beispielsweise, wo die Modellreihe lange Jahre die "Fahrerlimo" war, ist es heute der A8, der diese Position einnimmt. Die S-Klasse besetzt die absolute Komfortecke. Genauso wie beim M. Früher gab es den M und dann kam lange nix. Heute gibt es M, AMG, RS und solche Dinge wie R, OPC, ST (im kleineren Sektor). Ergänzend dazu ist der Service, der zumindest in den 10-15 Werkstätten die ich erlebt habe (Norden und Westen Deutschlands) sehr weit vom Premium Anspruch entfernt

Klar sind hier viele Kenner und Fahrkönner im Forum. Aber der Durchschnittsfahrer kann Dir beim BMW 3er zu nem A4 oder nem C nicht wirkliche Differenzierungsgründe mehr nennen. Und wenn es so weiter geht, fällt es als nächstes beim Ford Mondeo und Opel Vectra auch schwer. Die Unterschiede sind nunmal nicht mehr so gewaltig. Die Masse kauft unter 200 PS. Wen interessieren da Autos x30 x35 - das sind heutzutage nicht die Autos wo das Geld mit verdient wird. Es ist vll. noch die Optik und das Image was jeder unterscheiden kann. Aber auch ein Image kann schnell verloren gehen. Denk' an den 7er. Wer denkt da heute noch an die sportliche Limo. Keiner mehr, es ist einfach der fette Wagen im Ami Look, der irgendwo im Niemansland zwischen S und A8 rangiert.


... wie gesagt, alles nur meine bescheidene Meinung.
... und meiner Meinung nach gibt es diese Differenzierungsgründe wie früher bei BMW und Mercedes zu anderen Marken hin eben nicht mehr. Die Zulieferer sind oft gleich, und ein 1er oder 3er (mit denen sicher die Masse der Kohle gemacht wird) bietet keine Merkmale oder Ausstattungen mehr (ausser vll. einen Radar Abstands Tempomaten) die nicht auch in nahezu allen anderen neueren Autos erhältlich sind, die sich zudem nicht unbedingt unsportlicher fahren (vgl. 130i - Astra OPC u.a.).
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

ChrisK schrieb:
Klar sind hier viele Kenner und Fahrkönner im Forum. Aber der Durchschnittsfahrer kann Dir beim BMW 3er zu nem A4 oder nem C nicht wirkliche Differenzierungsgründe mehr nennen. Und wenn es so weiter geht, fällt es als nächstes beim Ford Mondeo und Opel Vectra auch schwer. Die Unterschiede sind nunmal nicht mehr so gewaltig. Die Masse kauft unter 200 PS. Wen interessieren da Autos x30 x35 - das sind heutzutage nicht die Autos wo das Geld mit verdient wird. Es ist vll. noch die Optik und das Image was jeder unterscheiden kann. Aber auch ein Image kann schnell verloren gehen. Denk' an den 7er. Wer denkt da heute noch an die sportliche Limo. Keiner mehr, es ist einfach der fette Wagen im Ami Look, der irgendwo im Niemansland zwischen S und A8 rangiert.

Zwei Punkte darf man nicht ausser Acht lassen: Gerade diese Austauschbarkeit der Auto's drängt doch genau den Durchschnitts-Autofahrer zu BMW & Co., wenn er oder sie es sich leisten kann: Man möchte sich ja etwas besonderes gönnen. Nicht einen Mazda,nicht einen Nissan. Nein einen BMW. Egal ob für das eigene Ego, oder um den Nachbarn zu zeigen das man wer ist. Hört euch mal bei nicht-Autokennern um: viele sind ja nichtmal in der Lage einen 3er von einem 5er zu untescheiden. Aber BMW kennt man. Und man assoziert damit einen gewissen Wohlstand, wenn man so will.Das ist nicht von der Hand zu weisen.

Bezüglich dem 7er darf man den Markt nicht auf Europa reduzieren: In den USA und in Asien ist der Münchner Bomber ein Hit. Die Leute lieben ihn. Heute muss ein Unternehmer wie BMW globaler denken, und nicht nur den Geschmack des Durchschnittseuropäer treffen. Auch ich finde den 7er nichts schönes, würde persönlich auch den A8 vorziehen. Aber frag mal einen Araber oder Amerikaner....;)
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

@Gerry

Mir gefällt Dein letzter Beitrag gut. Nur beim Thema China tue ich mich schwer. Es ist, glaube ich, ein Fehler zu meinen, die bleiben im Billigbereich. China wird Marken aufbauen und kaufen, so wie es die Japaner gemacht haben und machen. Sehe auch kein Problem darin, man muss sich nur darauf einstellen (das ist genau der Grund, warum die deutsche Volkswirtschaft und das Sozialstaatswesen unbedingt Reformen brauchen, viele deutschen Unternehmen haben sich längst erfolgreich darauf eingestellt).

Führt zum nächsten Punkt:

@CH Z4

Du hast recht, BMW entwickelt für den Weltmarkt, der neue 7er ist der erfolgreichste, der je gebaut wurde. (Mir gefällt er mit dem Bangle-Design und dem i-Drive nicht, aber ich bin nicht der Weltmarkt)

Wichtig ist, dass BMW vor allem auch finanziell erfolgreich ist. Man sollte sich keinen Illlusionen hingeben: wenn die Quandt-Familie als Hauptaktionär nicht auf den Aktien "sitzen" würde, wäre BMW längst von einem Grossen an der Börse weggekauft worden. Je weniger Erfolg, umso günstiger an der Börse zu haben.

@ChrisK

Richtig, vieles, was BMW einkauft und der Kunde im Fahrzeug nicht sieht oder fühlt, kommt von den gleichen oder gar denselben Anbietern wie im Massensegment. Wäre dies nicht so, dann ginge es BMW weit schlechter (und s. o.). Wichtiger in der Beurteilung ist, dass BMW im Vergleich zu Mercedes durchschnittlich eine um 10% höhere Produktivität aufweist (dies trotz des deutschen Lohn- und Lohnnebenkostenniveaus). Und vor allem: strategisch entscheidet, in welchen Bereichen man Kernkompetenzen hat und behalten oder aufbauen möchte (zB Motor, Fahrwerkstechnik, leichte Verbundwerkstoffe und -produktionstechnik, Entwicklung usw.). Da hat mE im Premiumbereich keiner soviel Kompetenz wie BMW (Mercedes aber auch Toyota und in einigen Bereichen Honda sind bereits auf den Fersen, auch wenn ich weiss, dass deren Stärken bislang im Massenherstellerbereich waren).
 
AW: Die BMW Preispolitik ist doch irgendwie unlogisch

Damit keiner sagt, ich hätte Porsche (oder auch Ferrari) vergessen. Die haben eine andere Philosophie mit anderen Stückzahlen und sind kaum vergleichbar. Porsche z.B. konzentriert sich ganz auf Motoren und Fahrwerkstechnik, alles andere wird genauso konsequent eingekauft bis hin zur Fremdfertigung. Plus ein Thinktank in Weissach. Plus phantastische Markenpflege mit noch weit abgehobeneren Preisen als BMW ... aber das ist ein anderes Thema.
 
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