Einfahren

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Also meine Einfahrzeit ist schon etwas länger her, aber ich habe auch verscuht die Vorgaben von BMW einzuhalten, mit mehr oder weniger Erfolg. Wenn es gerade nicht anders ging habe ich auch während der Enfahzeit überholt und den Motor etwas höher drehen lassen. Ich glaube wenn man das ganze nicht übertreibt packen das die Motoren schon ohne Probleme.
Etwas vorischtiger dann klappt das schon.
 
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Nein ganz sicher nicht, das ist halt eine grobe Richtlinie. Über die Mechanismen beim Einfahren gibt es noch viel zu wenig Erkenntnisse, der Effekt ist jedoch da.

Gibt genug Erkenntnisse...Ich fahre meinen stets mit Tempomat warm und das dauert entsprechend bei 35°C Aussentemperatur gerne mal 15km Bundesstrasse, aber es ist eine sehr verschleissarme Art des Warmfahrens.

Dagegen kann die Fahrt mit Tempomat bei einem 0km-Auto (in München abholen und bis Flensburg mit Tempomat durch) schädlich sein.
 
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Gibt genug Erkenntnisse...Ich fahre meinen stets mit Tempomat warm und das dauert entsprechend bei 35°C Aussentemperatur gerne mal 15km Bundesstrasse, aber es ist eine sehr verschleissarme Art des Warmfahrens.

Das "Warmfahren" ist niemals verschleißarm. Es ist die Zeit bei der der größte Verschleiß auftritt. Daher ist es nicht sinnvoll das Auto unnötig lange in dieser Warmfahrphase zu halten.

Das heißt aber auch nicht, dass der Motor kalt getreten wird ... einfach das Auto ganz normal bewegen, keine Gaspedalstreicheleinheiten und keine Vollgasarien ...
 
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Das "Warmfahren" ist niemals verschleißarm. Es ist die Zeit bei der der größte Verschleiß auftritt. Daher ist es nicht sinnvoll das Auto unnötig lange in dieser Warmfahrphase zu halten.

Das heißt aber auch nicht, dass der Motor kalt getreten wird ... einfach das Auto ganz normal bewegen, keine Gaspedalstreicheleinheiten und keine Vollgasarien ...

Sehe ich nicht so... :)
 
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Das "Warmfahren" ist niemals verschleißarm. Es ist die Zeit bei der der größte Verschleiß auftritt. Daher ist es nicht sinnvoll das Auto unnötig lange in dieser Warmfahrphase zu halten.

Das heißt aber auch nicht, dass der Motor kalt getreten wird ... einfach das Auto ganz normal bewegen, keine Gaspedalstreicheleinheiten und keine Vollgasarien ...

Das ist mir soweit neu. Wie würdest Du das dann definieren? Alles in moderaten Drehzahlen und kein Vollgas ist ok? Kannst Du das begründen?
Ich fahre ehrlicherweise schon immer ziemlich "behutsam" warm, wäre also ganz froh wenn man das beschleunigen könnte.
 
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Hach ja ... *seufz*

Jedes Metallteil im Motor unterliegt der Wärmeausdehnung. Diese Wärmeausdehnung wird bei der Motorkonstruktion berücksichtigt. Das geht sogar soweit, dass die Kolben im N52-Motor im kalten Zustand nicht zylindrisch, sondern eher ballenförmig sind.

Alle Teile im Motor arbeiten perfekt miteinander, wenn sie ihre vordefinierte Größe bei der vordefinierten Wärmeausdehnung haben, das ist eben bei "Betriebstemperatur".

... warum also sollte die Warmlaufphase des Motors unnötig in die Länge gezogen werden?

Fahrt doch einfach ganz normal mit Euren Fahrzeugen wie es 99,9% aller anderen Autofahrer ebenfalls machen. Ihr tut Euren Autos dadurch keinen Gefallen.

Wenn ich mit kaltem Motor losfahre, fahre ich recht gemütlich bis meine Gasanlage umschaltet, das ist nach einem oder max. 2 km der Fall. Bis dahin ist die Kühlmitteltemperatur aus dem blauen Bereich herausgewandert.
Ab diesem Zeitpunkt bekommt der Motor auch mal Vollgas, wenn ich beschleunige. Ich vermeide lediglich hohe Drehzahlen ab 5.000 1/min solange die Kühlmittelanzeige noch nicht in der Mitte angekommen ist.

Und ab dann bekommt er bei Bedarf auch gern Dauervollgas. Das Märchen mit der Öltemperatur ist völliger Quatsch, denn das Öl kann gern noch seine 70 °C haben, wenn der Motor mit Drehzahlen > 5.000 1/min betrieben wird. Solange man nicht gerade ein 15W-40 drin hat, ist das soooowas von egal. :M
 
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Hihi, stimmt - ich pupse auch nur den lieben langen Tag in meinen Bürostuhl :s

... finde es aber wirklich spannend, wie manche Z4-Fahrer das Auto zum Heiligtum erklären, alles tun um dem Motor die best mögliche Lebensdauer zu geben, das Fahrzeug aber nach 2 Jahren und mit max. 40.000 km abgeben, die eigentlich Nutzungszeit mit Warmfahren anstatt von Spaßfahrten verbrachten :d :d

Und ich? naja ... die erste Fahrt in meinem Z4 ging von Hannover nach Frankfurt. Bei km-Stand "50" (oder weniger) gab's nach dem kurzen Warmfahren einen Endgeschwindigkeitstest. Ich spürte, dass noch nicht alles so passte wie es sich gehört, ab 200 deutlich träge Beschleunigung. Aber nach 200 km war der Motor soweit eingefahren, dass auch die Endgeschwindigkeit möglich war.

Und nu? Naja, der Motor hält schon 200.000 km. Seit der letzten Inspektion vor 4.000 km - vor 3 Wochen - hab ich kein Öl nachgekippt. Der Ölverbrauch ist also deutlich unter einen halben Liter je 1.000 km ... wieviel genau weiß ich gerade nicht. Mir auch egal.

... und naja, ich fahre den Motor nie warm, eigentlich tue ich auch sonst alles, was dem Motor schadet.

Mein Motor muss 400.000 km lang durchhalten, alles darunter wäre blöd und würde meine Erwartungen an dem Auto nicht entsprechen ... :M
 
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Hach ja ... *seufz*
Und ab dann bekommt er bei Bedarf auch gern Dauervollgas. Das Märchen mit der Öltemperatur ist völliger Quatsch, denn das Öl kann gern noch seine 70 °C haben, wenn der Motor mit Drehzahlen > 5.000 1/min betrieben wird. Solange man nicht gerade ein 15W-40 drin hat, ist das soooowas von egal. :M

Da bin ich bei Dir ... nur, dass ich bei 10W-60 etwas vorsichtiger bin und den Bereich zwischen 5 und 8' erst nutze, wenn das Öl wirklich auf 75° ist. BMW gibt volle Drehzahl bei 60° frei ... wenn man auf die Anzeige im DZM guckt.

Grüßle
Chris
 
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Hach ja ... *seufz*

Jedes Metallteil im Motor unterliegt der Wärmeausdehnung. Diese Wärmeausdehnung wird bei der Motorkonstruktion berücksichtigt. Das geht sogar soweit, dass die Kolben im N52-Motor im kalten Zustand nicht zylindrisch, sondern eher ballenförmig sind.

Alle Teile im Motor arbeiten perfekt miteinander, wenn sie ihre vordefinierte Größe bei der vordefinierten Wärmeausdehnung haben, das ist eben bei "Betriebstemperatur".

... warum also sollte die Warmlaufphase des Motors unnötig in die Länge gezogen werden?

schliesse ich daraus, dass ich die warmlaufphase dann so kurz wie möglich halten sollte, damit die bauteile inkl. öl so schnell wie möglich eine für den betrieb optimale umgebung vorfinden?:X

besser, du definierst mal die OPTIMALE LÄNGE der warmlaufphase.:s mich würde das mal brennend interessieren.

leider sind deine "empirischen" erfahrungen genauso aussagekräftig, wie die lustigen BMW-vorwarnfelder...
 
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schliesse ich daraus, dass ich die warmlaufphase dann so kurz wie möglich halten sollte, damit die bauteile inkl. öl so schnell wie möglich eine für den betrieb optimale umgebung vorfinden?:X
Nein, denn Vollgas bei eiskaltem Motor kostet Dich die Zylinderkopfdichtung.

besser, du definierst mal die OPTIMALE LÄNGE der warmlaufphase.:s mich würde das mal brennend interessieren.

Hab ich doch &:

Gib ruhig Vollgas sobald die Kühlmitteltemperatur aus dem blauen Bereich raus ist und nutze die Drehzahlen ab 5.000 1/min sobald die Kühlmittelanzeige in der Mitte steht. Dein Motor wird nicht vorzeitg verrecken.

... Raucher sterben auch nicht nennenswert früher als Nichtraucher
... Vegetarier auch nicht
... Antialkoholiker auch nicht
... diverse andere Menschen auch nicht

Aber Kettenraucher sterben früher
Aber fette Vielfraßschweine sterben früher
Aber Alkoliker sterben früher

Das soll heißen: Übertreibe es nie mit der Vorsicht, aber übertreibe es auch nciht mit der Nachlässigkeit. Finde Deinen eigenen Mittelweg und orientiere Dich an allen Menschen um Dich herum, denn für diejenigen werden die Motoren konstruiert, die Motoren von heute sind ziemlich "idiotensicher", die gehen nicht so schnell drauf.
 
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ich habe zwar keine ahnung vom n52, dafür aber noch eine klassische öltemperaturanzeige. vollgas, sobald der wassertemperaturzeiger in der mitte steht, würde ich vermeiden, das öl krazt da gerade mal an der 50° markierung (20°C starttemperatur), allerdings fahre ich das tws 10w60, da bin ich auch etwas vorsichtiger und habe warscheinlich bei 70°C die gleiche viskosität wie ihr mit 5w40 o.ä. bei 50°.

ich mache es wie folgt (kaltstart):
- motor ca. 10-15s im leerlauf lassen
- den 1km (ausfahrt bis zur bundesstraße) praktisch ohne last und knapp + über 1.000u/min fahren
- bis das wasser bei der mitte ist (nach ca. 2-3km) nicht über 3.000 u/min drehen, dafür aber die last erhöhen
- hat das öl nicht mindestens den ersten teilstrich nach 50°C erreicht (dürfte 70°C entsprechen), wird der motor nicht über 4.000 u/min gedreht
- sobald es über 70°C bis zur betriebstemperatur geht, volle last, aber nicht mehr als 6.000 u/min
(- maximaldrehzahl (auch drehzahlen über 5.000 kommen sehr selten vor) nutze ich so gut wie nie, aber wenn nur bei betriebstemperatur von 100°C öl)

mir ist eine grundregel bekannt: last geht ins wasser, drehzahl ins öl.
bilde mir zudem ein, dem motor damit nicht zu schaden und die kaltlaufphase so schnell wie möglich und so schönend wie nötig zu überwinden. ist allerdings eine ziemliche glaubensfrage, siehe franks motor. :)

Gruß
Phil
 
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Bei manchen Einwänden habe ich den Eindruck, wir würden noch mit Motorentechnologie der Fünfziger hier herumfahren, als man noch Livio in die Motoren kippte. :rolleyes:

Die Materialien sind heute ganz andere, die Fertigungstoleranzen sind um Welten besser, die Erfahrungen ebenfalls, die Öle sind nicht mehr vergleichbar.
Motor einschalten, sofort losfahren ohne große Last (auch untertouriges Fahren mit hoher Last ist schädlich), locker laufen lassen, bis der Motor zumindest vom Kühlwasser her die Betriebstemperatur erreicht hat. Ab dann wird gefahren.

Noch ein Tipp für alle, die so viel Wert auf ihre Temperaturanzeigen legen: ALLE Anzeigen sind heute stark gedämpft um die Mittellage herum, damit der besorgte Fahrer nicht laufend beim :) herumhängt, weil die Temperaturen so schwanken. Deshalb kann man die Anzeigen heute auch weglassen, weil sie sowieso keinen rechten Zweck mehr erfüllen. Da reicht eine Warnlampe aus.

In den Rennautos läuft der Motor im Stand nur kurz an, dann geht es raus auf die Strecke, eine gemächliche Runde GP-Strecke reicht zum Anwärmen aus. Ab dann gibt es Vollgas. So extrem muß man es ja nicht machen, aber wir achten dabei sehr genau auf die Temperaturen und Drücke, da Rennmotoren nun mal erheblich empfindlicher sind als normale Motoren.
 
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Bei manchen Einwänden habe ich den Eindruck, wir würden noch mit Motorentechnologie der Fünfziger hier herumfahren, als man noch Livio in die Motoren kippte. :rolleyes:

Die Materialien sind heute ganz andere, die Fertigungstoleranzen sind um Welten besser, die Erfahrungen ebenfalls, die Öle sind nicht mehr vergleichbar.
Motor einschalten, sofort losfahren ohne große Last (auch untertouriges Fahren mit hoher Last ist schädlich), locker laufen lassen, bis der Motor zumindest vom Kühlwasser her die Betriebstemperatur erreicht hat. Ab dann wird gefahren.

Dieter, die Anforderungen an Motoren sind seit den 50ern auch ein "wenig" gewachsen, nicht nur die Technik. Was damit gemeint ist, wird man bei den Downsizing-Motoren der 1l-Klasse schon noch sehen. Der Aftermarket wird sich freuen.

In den Rennautos läuft der Motor im Stand nur kurz an, dann geht es raus auf die Strecke, eine gemächliche Runde GP-Strecke reicht zum Anwärmen aus. Ab dann gibt es Vollgas. So extrem muß man es ja nicht machen, aber wir achten dabei sehr genau auf die Temperaturen und Drücke, da Rennmotoren nun mal erheblich empfindlicher sind als normale Motoren.

Rennmotoren und Strassenmotoren sind von der Konstruktion und Anwendung ewig weit entfernt.
 
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Nein, denn Vollgas bei eiskaltem Motor kostet Dich die Zylinderkopfdichtung.

Aha, und warum? (Diese vermeintlich dumme Frage führt hoffentlich zum Ziel bzw. Sinn des Warmfahrens)

Das soll heißen: Übertreibe es nie mit der Vorsicht, aber übertreibe es auch nciht mit der Nachlässigkeit. Finde Deinen eigenen Mittelweg und orientiere Dich an allen Menschen um Dich herum, denn für diejenigen werden die Motoren konstruiert, die Motoren von heute sind ziemlich "idiotensicher", die gehen nicht so schnell drauf.

Klingt bisschen nach Buddhismus. Ein S54 ist keinesfalls idiotensicher, sondern wie jeder Serienmotor an der Grenze der Belastbarkeit konstruiert, gewürzt mit einer Prise Kostendruck bzw. evtl. Politik bei der Ölfreigabe.
 
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ich mache es wie folgt (kaltstart):
- motor ca. 10-15s im leerlauf lassen
- den 1km (ausfahrt bis zur bundesstraße) praktisch ohne last und knapp + über 1.000u/min fahren
- bis das wasser bei der mitte ist (nach ca. 2-3km) nicht über 3.000 u/min drehen, dafür aber die last erhöhen
- hat das öl nicht mindestens den ersten teilstrich nach 50°C erreicht (dürfte 70°C entsprechen), wird der motor nicht über 4.000 u/min gedreht
- sobald es über 70°C bis zur betriebstemperatur geht, volle last, aber nicht mehr als 6.000 u/min
(- maximaldrehzahl (auch drehzahlen über 5.000 kommen sehr selten vor) nutze ich so gut wie nie, aber wenn nur bei betriebstemperatur von 100°C öl)
Das ist ja eine richtige Wissenschaft! :O
Man kanns auch übertreiben...
 
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Was ist jetzt mit der Leistungssteigerung beim Einfahren! Ist das ein Märchen oder ist es so?
Wenn ja, stimmt das mit 10% und kann man das bei der Entgeschwindigkeit (2,3er) sehen?
 
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Dieter, die Anforderungen an Motoren sind seit den 50ern auch ein "wenig" gewachsen, nicht nur die Technik. Was damit gemeint ist, wird man bei den Downsizing-Motoren der 1l-Klasse schon noch sehen. Der Aftermarket wird sich freuen.
Die Smartmotörchen sind gar nicht mal so schlecht.

Und sobald die Hersteller die Turbolader aus dem Status des "schwächsten Gliedes in der Kette" herausgeholt haben, wird's auch besser. Natürlich haben heutige Motoren mehr Fehlerquellen als ein alter Saugdiesel.

Rennmotoren und Strassenmotoren sind von der Konstruktion und Anwendung ewig weit entfernt.

Dieter fährt in der VLN (www.vln.de) mit einem der beiden Fahrzeuge in der Serienwagenklasse. Auch zwei weitere Fahrzeuge des Rennteams sind Serienwagen. Die Motoren sind so wie sie von BMW in die Autos gebaut wurden, da darf nichts verändert werden.
Sie sind enorm standfest.

Dieter fährt aber auch in einer Special-Klasse, dort dürfen andere Motoren mit anderen Komponenten gefahren werden. Diese Fahrzeuge haben in meinen Augen puren "Prototypenstatus", die an ihren Belastungsgrenzen gefahren werden und leider immer mal wieder Defekte aufweisen, die bei Serienmotoren nicht vorhanden sind.

Aha, und warum? (Diese vermeintlich dumme Frage führt hoffentlich zum Ziel bzw. Sinn des Warmfahrens)

Steht schon weiter oben ... Motorblock und Zylinderkopf erwärmen sich unterschiedlich schnell. Die Zylinderkopfdichtung muss das ausgleichen und über ihre Fähigkeiten beansprucht.

Klingt bisschen nach Buddhismus. Ein S54 ist keinesfalls idiotensicher, sondern wie jeder Serienmotor an der Grenze der Belastbarkeit konstruiert, gewürzt mit einer Prise Kostendruck bzw. evtl. Politik bei der Ölfreigabe.

Wir reden hier aber nicht über den S54, sondern über Brot-und-Butter-Motoren wie dem N52, der im E89 zum Einsatz kommt und beim E85 im Einsatz war. Drei dieser Motoren werden in den Rennteams Schmickler Performance und z-racing-team von denselben Mechanikern betreut und bisher hatten die Motoren absolut keine verschleißbedingten Ausfälle.

Es ist nicht jeder Serienmotor an der Grenze der Belastbarkeit konstruiert worden! Im Gegenteil. Die Belastungsgrenze der Motoren ist noch ein gutes Stück weit weg. Jeder neu entwickelte Motor wird einem 4-wöchigen Dauervolllasttest im Leistungsmaximum betrieben. Der bekommt zwischendurch Öl und ein paar Verschleißmessungen. Danach wird er komplett zerlegt.
Welcher Laufleistung das nach 4 Wochen bei über 6.000 1/min entspricht, kannst Du Dir ja mal ausrechnen :w
 
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Dieter, die Anforderungen an Motoren sind seit den 50ern auch ein "wenig" gewachsen, nicht nur die Technik. Was damit gemeint ist, wird man bei den Downsizing-Motoren der 1l-Klasse schon noch sehen. Der Aftermarket wird sich freuen.
Aber doch nicht in Bezug aufs Warmfahren. Wir reden hier über einen Vorgang, der heute erheblich kürzer dauert als früher, da die Konstruktionen auf frühes Erreichen der Betriebstemperaturen ausgelegt sind.

Rennmotoren und Strassenmotoren sind von der Konstruktion und Anwendung ewig weit entfernt.
Wie Frank schrieb, setzen wir in 3 Autos absolute Serienmotoren ein, die z.B. beim 24h-Rennen 24 Stunden Volllastbetrieb aushalten und danach natürlich auch den Rest der Saison funktionieren müssen.
Der Motor des großen Z4 basiert ebenfalls auf einem Serienmotor, dem S50B30 aus dem M3. Aber selbst da entspricht der Block und der Kurbeltrieb bis auf die Kolben der Serie. Der Motor muss genau so auf Betriebstemperatur gebracht werden wie alle anderen auch.
 
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ich mache es wie folgt (kaltstart):
- motor ca. 10-15s im leerlauf lassen
- den 1km (ausfahrt bis zur bundesstraße) praktisch ohne last und knapp + über 1.000u/min fahren
- bis das wasser bei der mitte ist (nach ca. 2-3km) nicht über 3.000 u/min drehen, dafür aber die last erhöhen
- hat das öl nicht mindestens den ersten teilstrich nach 50°C erreicht (dürfte 70°C entsprechen), wird der motor nicht über 4.000 u/min gedreht
- sobald es über 70°C bis zur betriebstemperatur geht, volle last, aber nicht mehr als 6.000 u/min
(- maximaldrehzahl (auch drehzahlen über 5.000 kommen sehr selten vor) nutze ich so gut wie nie, aber wenn nur bei betriebstemperatur von 100°C öl)

Hi Phil, wie sagst du so schön: "Du kennst deine Grenzen, es ist Zeit sie zu überwinden" :b
 
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Da fällt mir ein Witz von vor 40 Jahren ein:

Fährt der Graf samt Chaffeur mit 20 km/h über die Landstrasse.
Sagt der Graf: "Egon, fahren Sie bitte 21, ich habe heute den Drang, der Gefahr ins Auge zu blicken..."
:rolleyes:
 
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ey, das ist ein automatisierter vorgang, schaue hin und wieder auf den drehzahlmesser sowie auf wasser- und öltemperatur. klingt komplizierter als es ist. :D
außerdem: jedem jeck dat singe. :)

@ dieter (dwz8): die öltemp.-anzeige ist von vdo. ist diese ebenfalls "manipuliert"?

Gruß
Phil
 
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ey, das ist ein automatisierter vorgang, schaue hin und wieder auf den drehzahlmesser sowie auf wasser- und öltemperatur. klingt komplizierter als es ist. :D
außerdem: jedem jeck dat singe. :)

@ dieter (dwz8): die öltemp.-anzeige ist von vdo. ist diese ebenfalls "manipuliert"?

Gruß
Phil

Alle Temperaturanzeigen sind um die Normallage herum stark gedämpft. Im Z8 z.B. wird die Nadel für die Wassertemperatur über 15 oder 20° in Mittellage gehalten. Geht sie dann einmal darüber hinaus, geht es auch gleich an den roten Bereich.
Der Hersteller ist meistens VDO. Nur bei Nachrüstanzeigen kann man von einer genaueren Anzeige ausgehen, und natürlich im Motorsport, wo wir den CAN-Bus direkt auslesen.
 
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Die Kühlmittelanzeige des E85/E86 bleibt im Bereich von 75 °C bis 113 °C in der Mittellage stehen.

Der Bereich vor dem roten Feld deckt Temperaturen von 114 °C bis ca. 120 °C ab.

Bei 125 °C taucht der Zeiger mit einem aufdringlichen Piepton in den roten (dann leuchtenden) Bereich ein.

Der Vollständigkeit halber: Ab ca. 35 °C ist die Kühlmittelanzeige aus dem blauen Bereich raus.
 
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