Elektroautos - ein weiterer Schritt in diese Richtung?

Hier schreien alle Batterie Batterie! [emoji4]

Mit Sicherheit, nicht nur wegen Autos, siehe Handy und Laptop Wahn, ist das Thema Rohstoffe für Batterien ein Großes, keine Frage. Nur ob wir die Technologie auch noch in 20 Jahren haben? Derzeit gibt es nix besseres. Und ich denke wir sind alle im Konsens aus den 1,x Prozent Marktanteil werden in 10 Jahren keine 50, oder gar mehr. Oder wir müssen irgendwann ALLE elektrisch fahren [emoji2] Wir nicht mehr, sicher.
 
Dann wird vorgeschrieben wann wer Laden darf.
Nur so kann es funktionieren zusammen mit den fluktuativen regenerativen Energien. Ist auch erstmal nicht schlecht, die Standzeiten geben das allemal her, sofern nicht gerade an so einer Klecker Schukodose hängt. Ich sehe da das Problem eher in der Germanangst, gerade wenn da dann noch das Thema Datenschutz dazu kommt. Da kann der Betreiber ja wo möglich noch sehen wann ich Zuhause bin, UNDENKBAR!! Ist ja nicht so, als könnte er das ohnehin in naher Zukunft in Zeiten von Smart Metering.

Dass E-Autos einen größeren CO2 Footprint, gesehen auf einen Lebenszyklus, als Verbrenner haben ist übrigens auch so ein Ammenmärchen der deutschen Autoindustrie. Bei den Vergleichen werden dann gerne Dinge wie Wartungen, Transport des Treibstoffs usw unterschlagen. Klar kann man das so schön zu gunsten der Verbrenner rechnen, die Realität ist aber kein Wunschkonzert, da fallen für den Transport eines Gutes vom Punkt X nach Punkt Y nun mal Emissionen vom Betrag Z an.
Sicherlich ist auch die Infrastruktur momentan weit davon entfernt E-Autos im großen Stil aufzunehmen, aber das ist ja nicht die Schuld dieser Technologie. Das ist nichts anderes als beim Straßennetz, Investitionsstau ohne Ende, alles nur damit die schwarze, äh jetzt rote, Null steht. ;)
Mit einem Smart Grid im großen Stile, könnte man schon jetzt viel Netzlast lokal bedienen, anstatt die großen Stromtrassen damit zu belasten. Stichwort Prosumer, aber dieses Thema wird wird von der Politik und den EVU momentan ja nur mit der langen Kneifzange angepackt, weil es Dinge ja komplizierter als unbedingt nötig macht. Frewillig verlässt da keiner seine Komfortzone. Sicherlicher wird trotzdem kein Weg an neuen Trassen vorbei führen, aber das wird es auch ohne E-Mobilität nicht.

Leider werde ich in absehbarer Zeit nicht in den Genuss der E-Mobilität kommen, weil ich nicht über ausreichend Spielgeld verfüge um mir den enormen Wertverlust eines Neuwagens zu leisten. Aber irgendwann kommen sicher auch die attraktiven Modelle in meine finanzielle Reichweite.
 
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Das glaubt ihr jetzt nicht wirklich, oder? Wie oft tankt ihr denn? Wir hängen im Schnitt 2h/Woche an der eigenen Ladedose. Schaut mal nach Oslo, die bekamen nach erreichen von 50% E-Autos das Problem der freien öffentlichen Dosen, aber nicht weil der Strom rar wurde.
 
Was meinst du? Die 2h/Woche denken sich ziemlich gut mit den Werten für den durchschnittlichen Fahrer an einer 3x32A Dose die ich für eine Fall Studie vor 1-2 Jahren ermittelt habe. Dabei ging es um das Thema Vehicle to grid, also die Möglichkeit aus den Akkus der E-Autos auch wieder zurück ins Netz zu speisen, eben weil sie einfach >90% der Zeit rum stehen.
 
Warum wird Wasserstoff als Ziel Technologie nicht fokussiert und über das E Auto gestellt. Ich wage zu behaupten, dass die dortigen Herausforderungen der Technologie der gegenüber reinen E Autos Ziel führender und 'leichter' zu lösen wären, von den mehreren Vorteilen ganz zu schweigen.
 
Haben BMW, Mercedes und auch Opel die letzten Jahre intensiv erforscht. Die Ergebnisse sagten was anderes.
 
...wenn man dem Artikel in meinem ersten Post glauben schenken darf, dann sind weder die seltene Erden (Silizium für die Anode / Schwefel für die Kathode) noch die Ladezeit (12 Minuten gegenüber mehrere Stunden beim Lithium Ionen Akku) die zu lösenden Probleme...
...vielmehr sehe ich schon die Problematik der Infrastruktur, in 12 Minuten dieselbe Energie in einen Akku zu pumpen, was sonst Stunden dauert kann nur mit immensen Strömen oder um einiges an höherer Spannung funktionieren, beides wohl nicht für die private Steckdose geeignet, wohl aber für die "Tanke"...

Gruß Hannes
 
...wenn man dem Artikel in meinem ersten Post glauben schenken darf, dann sind weder die seltene Erden (Silizium für die Anode / Schwefel für die Kathode) noch die Ladezeit (12 Minuten gegenüber mehrere Stunden beim Lithium Ionen Akku) die zu lösenden Probleme...
...vielmehr sehe ich schon die Problematik der Infrastruktur, in 12 Minuten dieselbe Energie in einen Akku zu pumpen, was sonst Stunden dauert kann nur mit immensen Strömen oder um einiges an höherer Spannung funktionieren, beides wohl nicht für die private Steckdose geeignet, wohl aber für die "Tanke"...

Gruß Hannes

Ich lade sogar langsamer als meine Wallbox und das Auto könnten. Es hetzt mich keiner, wenn mein Tesla irgendwann kommt könnten wir uns auch arrangieren, selbst mit unseren Nachbarn. Die Box dokumentiert die Abrechnung. Geht alles.
 
Eben, die Leute sind einfach viel zu sehr fixiert auf diese Ladezeit, weil sie es vom Verbrenner gewohnt sind unterwegs tanken zu müssen. Das ist beim Elektroauto aber in den allermeisten Fällen (Langstreckenfahrer vorerst ausgenommen) aber gar nicht nötig, weil man quasi immer mit vollem Akku starten kann, wenn man will. Aber auch das ist nicht nötig. Mutti die nur mal einkaufen oder zum Friseur fährt reicht es vermutlich oftmals den E-Smart oder was auch immer einmal die Woche oder so ans Netz zu hängen.

Lieber drei schwache Lader an denen drei Autos dauerhaft verbunden sein können, als einen starken. Würde ich zumindest aus Komfortgründen argumentieren. Würde einer vehicle to grid Technologie auch besser passen.
 
Optimal finde ich ein Wechselakkusystem. Ist der Akku leer wird er an der Tanke einfach gegen einen vollen getauscht. Grundvoraussetzung dafür wäre natürlich ein weltweit einheitlicher Standart.
 
Wie gesagt, die Anzahl der Fahrten für die eine Akkuladung nicht ausreicht ist verschwindend gering. Daran zu glauben, dass sich die Industrie auf einen Einheitsakku einigt, halte ich für hochgradig naiv. So zumindest meine Erfahrung wenn es darum geht, dass sich die Industrie auf etwas einigen muss. Meine Erfahrung geht da in Richtung Bussysteme..
Daher gehe ich eher davon aus, dass irgendwann die Akkus einfach Reichweiten wie Verbrenner packen und gut ist. Man sollte immer auch mal bedenken in welchem Stadium die E-Mobilität schon ist, verglichen mit der Entwicklung des Verbrenners damals. Dagegen leben E-Autofahrer schon heute wie Gott in Frankreich. Soll heißen, man ist vergleichweise schon extrem weit, aber irgendwo muss man der Sache dann doch auch etwas Zeit zugestehen.

Edit: Weil es mir gerade wieder mal auffällt, ich beobachte beim Smartphone eine recht passende Entwicklung bei mir. Ich lade mein iPhone 7 eigentlich gar nicht mehr über Nacht, weil der Akku groß genug ist, dass es für mich reicht, wenn ich den immer nur mal kurz nachlade, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Bei mir ist das in erster Linie im Auto und dort teile ich das Ladekabel auch noch mit einem iPad, das beruflich recht stark belastet wird. Früher beim iPhone 4 hat der Akku selten 24h gehalten und so habe ich immer über Nacht geladen. Ich denke so wird sich das auch beim E-Auto entwickeln.

Edit2: iPad passt wohl noch besser, weil das lade ich tatsächlich meist über Nacht, wenn der Akkustand sich dem Ende zuneigt.
 
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... Grundvoraussetzung dafür wäre natürlich ein weltweit einheitlicher Standart.
Sag' das mal einem Designer ;)
Und im SUV ist das Platzangebot für den Akku anders als in der Reiselimousine und anders als im Sportwagen, und anders als ... :rolleyes: ;)

Nachtrag. ja, im ersten Augenblick ist die Idee bestechend.
Aber zumindest heute nutzen die Batterien jeden Winkel des Fahrzeugs, sind also kein kompakter Block.
 
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Optimal finde ich ein Wechselakkusystem. Ist der Akku leer wird er an der Tanke einfach gegen einen vollen getauscht. Grundvoraussetzung dafür wäre natürlich ein weltweit einheitlicher Standart.

...gute Idee, aaaber...

Sag' das mal einem Designer ;)
Und im SUV ist das Platzangebot für den Akku anders als in der Reiselimousine und anders als im Sportwagen, und anders als ... :rolleyes: ;)

Nachtrag. ja, im ersten Augenblick ist die Idee bestechend.
Aber zumindest heute nutzen die Batterien jeden Winkel des Fahrzeugs, sind also kein kompakter Block.

...und man will es kaum glauben, ein weiteres sehr wichtiges Argument ist die Akzeptanz des Kunden (sagt eine Studie eines namhaften Automobilherstellers) - da kauft einer ein neues Auto mit niegelnagelneuem Akku, fährt 300km (wenn überhaupt) und muss dann SEINEN tollen Akku gegen irgendeinen "gebauchten" tauschen... :w

Der Konsument ist da wohl im Kopf noch nicht soweit.... ;)

Gruß Hannes
 
Das wäre mir egal, die Batterie ist eh nur gemietet. Bestes Modell, Kapazitätsgarantie, Pannengarantie und der break even liegt Kostenseitig irgendwo bei 8-9 Jahren, da würde man sie eh tauschen oder als Speicher in die Garage werden, da macht sie es dann noch eine Weile. In Verbindung mit Solarpanels eine gute Variante.
 
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