Felgen Styling 294

Buckelpors

Fahrer
Registriert
15 Februar 2011
Wagen
BMW Z4 e89 sDrive30i
Hallo zusammen, mal eine kurze Frage, kann man auf den 294 Felgen auch rundherum 225 er fahren? Es geht um zukünftige Winterreifen.....

Gruß

aus Wuppertal
 
Wenn du 4 mal 8 J nimmst, JA. Ob man die 8.5 mit 225er fahren kann, weiß ich allerdings nicht. Wirst aber bestimmt bald ne befriedigende Antwort bekommen.;)
 
Super, du hast mir sehr geholfen, die Tabelle ist klasse!

Wie sieht das denn dann mit dem Querschnitt aus, muss da auch eine Regel eingehalten werden?

Normal sind vorne 40er und hinte 35er querschnitt, kann da komplett in 40er gefahren werden?

Gruß
 
Wie sieht das denn dann mit dem Querschnitt aus, muss da auch eine Regel eingehalten werden?

Ja, ich hol mal etwas aus :11smartz: Liebäugelst du etwa mit einer Reifengröße die etwas günstiger ist :w

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1) Reifenquerschnitt berechnen

Der Querschnitt in % ergibt die Schulterhöhe des Reifens. Also der Teil zwischen Lauffläche und Felge.

Beispiel: 225/45 R17

Reifenbreite in cm * Querschnitt in % = Schulterhöhe
22,5cm * 45% = 10,125cm Schulterhöhe

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2) Raddurchmesser berechnen

(Felgendurchmesser in Zoll * 2,54) + (2* Schulterhöhe in cm) = Raddurchmesser in cm

(17 Zoll * 2,54) + (2* 10,125cm) = 63,43cm Raddurchmesser

Dieser Wert ist allerdings nur theoretisch da sich Reifen und Felge überlappen. Dazu gibt es keine (genaue) Berechnung, aber man kann einen Reifenreifenrechner nutzen. Hier liegt der Durchmesser für den 225/45 R17 bei = 61,6 cm
Den größten originalen Durchmesser für den e89 hat der 225/35 R19 mit theoretischen 64,01 cm

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3) Der Raddurchmesser gegenüber der Serie sollte 1,5% nicht über/unterschreiten.

Der Durchmesser des Rades sollte möglichst gleichbleibend sein zu dem Original vom Hersteller, weil der Tacho und die Regelsysteme (z.B. ABS ESP) darauf eingestellt sind. Wird das Rad bzw. der Reifen im Durchmesser größer zeigt der Tacho weniger Km/h an als tatsächlich gefahren werden. Das darf (eigentlich) nicht sein. Umgekehrt ist es weniger kritisch wenn der Tacho mehr anzeigt als tatsächlich gefahren wird. Jeder kennt das: GPS zeigt 100 Km/h an und auf dem Tacho sind es 108 Km/h. Schuld daran ist der Tachovorlaf bzw. die Tolleranz (um die 4%) und deswegen kann man bis zu einem gewissen Maße auch größere Durchmesser fahren als das Original. Der TÜV gibt eine Grenze von ca. 1,5% vor, bei dem das Rad größer oder kleiner gegenüber dem Original sein darf. Weicht man davon ab braucht man ein Gutachten das bestätigt das der Tachovorlauf noch ausreichend ist.
 
Da es hier um rundum 225er und nicht um eine maximale Reifenbreite geht, ist die Antwort auf die Frage nach dem Querschnitt doch auch ohne wissenschaftliche Grundlagenarbeit zu beantworten. Es wird hinten das gleiche Reifenformat aufgezogen wie vorn, dann sind die Durchmesser auch gleich (ein minimaler Unterschied durch die etwas größere Spreizung der Reifenflanken auf der breiteren Felge ist zu vernachlässigen). Außer in der Maulweite unterscheiden sich die Felgen aber auch in der Einpresstiefe, so dass ein 225er Reifen auf der 8,5" Felge im Radkasten etwas verloren wirken kann. Da haben aber bestimmt die Spurplattenspezialisten eine Lösung parat.
 
auf meinem E92 hatte ich im Winter auch 225/40/18 rundum auf dem originalen 216ner Felgen in 8 und 8,5"

Der Reifen wird etwas mehr gezogen,fällt aber nicht sehr auf

Die 225/40 müssen hinten aber per Einzelabnahme vom Tüv abgenommen und in die Zulassungsbescheinigung eingetragen werden

Der Abrollumfang ändert sich nicht durch die etwas andere "Spreizung" der Flanken.Wie soll das denn gehen?

So sah es aus:

s3gfb2.jpg
 
Es wird hinten das gleiche Reifenformat aufgezogen wie vorn, dann sind die Durchmesser auch gleich.

Ups, ich bin davon ausgegangen das es bereits klar ist. Man möge mir verzeihen. Ok dann noch schnell für das Verständnis wozu die Querschnitte bei der Reifenbezeichnung überhaupt da sind. Der Durchmesser vom Rad soll möglichst gleich bleiben. Wird die Felge größer oder der Reifen breiter muß der Reifenquerschnitt geringer werden um es auszugleichen. Bleibt die Reifenbreite und die Felgengröße gleich wie in unserem Fall oben verändert sich der benötigte Querschnitt auch nicht.

Der Abrollumfang ändert sich nicht durch die etwas andere "Spreizung" der Flanken. Wie soll das denn gehen?

dreieck_pythagoras.jpg


Auch wenn es vernachlässigbar sein dürfte, 6inline hat recht. Je breiter die Felge mit einem gleichbleibend breiten Reifen ist desto flacher werden die Reifenflanken (Strecke c) und damit verkleinert sich der Durchmesser des Rades. Wäre der Winkel zwischen Reifenflanke (Strecke c) und Felgenbett (Strecke b) bei null würden wir auf der blanken Felge fahren. :rolleyes2
 
Nö....

Auf dem gesamten Umfang des Reifens sind doch Stahllagen eingearbeitet.Sollen sich diese zusammenziehen? Der Umfang kann nicht kleiner werden

Wenn der Umfang sich ändern würde müssten die Stahleinlagen gestaucht werden,das geht nicht..Zieh mal bei einem nicht aufgezogenen Reifen die Flanken nach außen,der Umfang ändert sich nicht.Wo soll das überschüssige Material vom kleiner werdenden Umfang denn hin?

Vermutlich ist der Reifen auf einer schmaleren Felge etwas runder nach außen und auf der breiteren zieht es sich weiter gerade
 
tappi kann ich auch nicht sagen wo das material hin geht. Ich finde die erklaerung von steve aber einleuchtend und ich habe das schon manches mal so gehoert. Das ist ja auch kein stahlring, sondern ein geflecht, vielleicht geht das auch in die breite, wie der reifen selbst. Genau weiss ich es nicht...

3L
 
Hmmmm, viel Technik, aber interessant, was meine Frage betrifft ist sie soweit beantwortet, ich kann also auf der 18 Zoll Felge rundherum 225 - 40 - 18 fahren, die dann hinten per Sonderfreigabe Eingetragen werden müssen. Da hier sich viel Experten tummeln die sich mit Reifen auskennen, noch eine neue Frage, wenn ich nun Winterreifen bestelle, wie sieht das mit der Bezeichnung 91W aus, die meisten Anbieter haben ein V im Angebot stehen, das das etwas mit Radlasten und Höchstgeschwindigkeiten zu tun hat, habe ich soweit verstanden, aber was darf ich fahren?
 
Mit dem Wagen solltest du eine Konformitätsbescheinigung (CoC) erhalten haben, in der die werksseitig freigegebenen Reifenformate aufgeführt sind (in der Zulassungsbescheinigung ist nur die kleinste Sommerreifengröße aufgeführt). Die 91 steht in deinem Beispiel für die Tragzahl, das W für den Geschwindigkeitsindex. Bei Winterreifen darfst du einen niedrigeren Geschwindigkeitsindex verwenden, dafür ist ein Warnhinweis (Aufkleber) im Sichtfeld des Fahrers anzubringen. Die Zubehörwinterreifen von BMW werden zB. als H (bis 210km/h) oder V-Reifen (bis 240 km/h angeboten).
Detaillierter kannst du das hier
http://www.kfz-tech.de
oder auf den Websites der bekannten Reifenhersteller nachlesen. Ein seriöser Reifenhändler wird dich auch ordentlich beraten. Ich gehe davon aus, dass z.Z. noch die RunFlatTires aufgezogen sind. Bestellungen im Internet sind nur dann günstig, wenn du einen Montagebetrieb an der Hand hast, der ausgebildetes Personal und das Werkzeug hat, um RFT zu (de-)montieren. Beim Dorfschmied ist die Gefahr der Felgenbeschädigung groß. S. im obigen Link unter "Reifen-Notlauf 2".
 
Hallo, noch einmal eine Frage zu diesen Felgen 294, optisch sehen die Teile ja aus als währen diese zweiteilig, weiß jemand ob das auch so ist?

Mich würde interessieren die Felgen Kunststoffbeschichten zu lassen, dazu müssten sie aber auseinander genommen werden, vielleicht hat da ja jemand Erfahrung mit den Felgen?

Gruß
 
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