Für die anderen Teilnehmer, und das dürfte "womöglich" die überwiegende Mehrheit sein, kann es eigentlich nur attraktiv sein, falls es in ein paar Jahren vielleicht, innerhalb der geänderten Produktstrategie, auch mal einen "kleineren" und damit eher erschwinglichen Ferrari geben sollte. Sollte es den nicht geben, dann steht Ferrari für diese Teilnehmer auch nicht schlechter da, als vorher: Nämlich in "unerschwinglicher Ferne". Wozu dann aber die Sorgen?
Sehe ich teils anders. Ferrari stand bisher noch für eine Marke, die den "reinen Sportwagen" und "Grantourismo" bauen als gefühlte Spitze in diesen Segmenten. Der Zugang zum Messestand am Genfer Auto-Salon oder ein SightSeeing-Event (Stichwort Calvacade) war einigen wenigen vorbehalten. Es sind vielleicht nicht die "schnellsten" Fahrzeuge beim Sportauto-Supertest, dafür aber mit Ihrem ganz eigenen und unverwechselbaren Charme. Und das ist/war gut so. Mit dem FF kam das erste "alltagstaugliche" Fahrzeug in die Modellpalette, den man wirklich bei allen Witterungsverhältnissen souverän bewegen könnte. Auch diese Entscheidung finde ich als "Fanboy" toll, denn der FF vereint Ingenieurskunst und Design in selten genialer Ausprägung.
Ich persönlich fände es schade, wenn man sich von dieser Modellpolitik entfernt, auch wenn ich noch keinen selber gekauft habe, gefahren bin ich aber schon einige
Andererseits hat es die Marke Alfa Romeo "verdient", wieder mehr Aufmerksamkeit auf die Entwicklung und Produktion "günstiger" Sportwagen zu bekommen. Es müssen keine zickigen Diven sein, aber die Richtung 4C oder andere Projekte zum Thema "nicht ganz perfekte Alltagssportwagen mit Flair" sind perfekt geeignet, um etwas KnowHow von Ferrari profitabel im Konzern abzugeben, statt diese Lösungen & Innovationen ungenutzt einzumotten. Bleibt dem Kleinserienhertseller mehr Budget für Ihre Kernkompentenzen und diese ganzen Sünden der letzten 15 Jahren bei Alfa Romeo gehören dann vielleicht auch wieder der Vergangenheit an ... das wäre der perfekte Hersteller für "Boxster-Fans", welchen einen italienischen Sportwagen vorziehen würden, aber halt nur bis 100TEUR mitziehen können
Maserati hat schon angefangen, Ihre Modellpalette zu verbreitern, nun steht noch ein "4200er"-Nachfolger kurz vor der Markteinführung, ein SUV wird demnächst ebenfalls erscheinen. Ebenfalls perfekt geeignet zum Transfer von den "Profis" bei Ferrari. Motoren wurden/werden in Zusammenarbeit mit Maranello konstruiert/gebaut, der Diesel hat ebenfalls seinen Weg gefunden. Reicht vollkommen.
Lassen wir uns überraschen, wie sich diese Marken entwickeln werden ...