Funk-Alarmanlage für's Haus - Erfahrungen?

mick70

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14 Juni 2009
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Hallo zusammen,

nachdem auch bei uns in der Gegend die Zahl der Einbrüche und anderer Straftaten exponentiell zuzunehmen scheint, trage ich mich mit dem Gedanken, unser Haus mit einer Alarmanlage auszurüsten. Kein Nachbar hat bisher eine sichtbare Anlage, also stehen die Chancen ganz gut, dass Einbrecher um unser Haus dann einen Bogen machen werden - selbst wenn die Anlage nicht ganz perfekt wäre :D.

Da natürlich keine Kabel liegen und Leerrohre an den entscheidenden Stellen Mangelware sind, schwebt mir eine Anlage mit kabellosen Komponenten vor (Sensoren, Alarmgeber, Anlagenbedienung). Die Nachteile liegen zwar auf der Hand (zumindest die einfacheren Geräte sind theoretisch leichter mit Störsendern manipulierbar, Batterien müssen irgendwann gewechselt werden, evtl. Reichweitenprobleme). Trotzdem kommt eine kabelgebundene Anlage für uns nicht in Betracht.

Im Überblick habe ich mir folgende Systeme näher angesehen:
Die Erfahrungsberichte für solche Geräte im Netz sind ja doch eher dünn gesät, auch wenn man in Länder schaut, in denen traditionell viel mehr Alarmanlagen verbaut werden (CH, F, UK).

Vielleicht gibt es ja hier im Forum jemand, der von einer dieser Anlagen berichten kann? Oder der einen besseren Vorschlag hat? Mich würde vor allem erstmal interessieren:
  • Zuverlässigkeit der Sensoren und Funkverbindung (Fehlalarme, Nichtalarme, Batterielaufzeit, Reichweite)
  • Einfache Bedienbarkeit mit Fernbedienung, Bedienpanel und RFID-Badges, ggf. auch für Senioren
  • Tauglichkeit der externen Anbindung (Steuerung, Statusabfrage und Alarmmeldung über Telefon, Internet, evtl. GSM)
Ich freu mich auf eure Antworten - notfalls natürlich auch per PN, wenn jemand nicht so zufrieden ist und die Schwachstellen seiner Heimsicherung nicht öffentlich publizieren will ;).

Viele Grüße

Mick
 
Wie groß ist Dein Budget?

... ich stelle mir die Frage wie sehr mir der Alarm auf's Handy hilft, wenn ich sowieso nicht zu Hause bin. Was kann ich aus der Ferne ausrichten?

Die Lösung wäre natürlich eine funktionierende Nachbarschaftshilfe - wenn der Alarm also nicht auf mein Handy kommt, sondern ich mit meinen Nachbarn so gut vernetzt bin, dass ich die Alarmmeldung an die jeweiligen direkten nachbarn sende (und im Gegenzug auch von denen dann empfange).

Und somit würde es ein "Abmelden" bei denen tun und meine Fritzbox - da ist eine Raumüberwachung integriert, die ich auch als Babyfon nutzen kann - die auch zuverlässig das Öffnen der Tür mit einem Telefonanruf bei meinem Nachbarn "quittiert" oder das Einschmeißen von Scheiben.

Eventuell tut's auch schon ein Schild an den Zuwegen zu den Häusern, welches Einbrecher auf einen Nachbarschaftsschutz hinweist.

... eben "unkonventionelle" Maßnahmen, die gar nicht viel Geld kosten?
 
Ich kann dir nur von Fake-Anlagen berichten.
Das hatte unser Chef und SeniorChef mit Familie an ihren Grundstücken aufgebaut.

Kameras, Bewegungsmelder, die rote Alarmleuchte mit Signalhorn etc.
Alles mittels Strom angeschlossen, die Kameras schwenkten sich, hatte LEDs drinnen die unregelmäßig kurz blinkten etc.
Da die äußeren Komponenten der echten Teile verbaut wurden, konnte man nicht unterscheiden ob das was Echtes drinnen ist, oder halt nicht.
Selbst in der Kamera war vorne eine Linse, so sah das wirklich echt aus.

Der Grund für ein Fake war der, dass viel Grünszeugs ums Grundstück war, dementsprechend auch viele Tiere nachts unterwegs waren. Da hätte es wohl oft den "Park" hell erleuchtet, wenn der Bewegungsmelder für die Flutlichtanlage echt gewesen wäre. Die Bewegungsmelder an den "richtigen" Wegen am Grundstück wurden natürlich mit echten Bewegungsmelder ausgestattet, der Weg sollte ja rund ums Haus hell sein. Auch schon eine Abschreckung für Einbrecher wenn es direkt am Haus hell ist.
Und wenn wirklich keiner Zuhause war, käme es dementsprechend oft zu Fehlalarmen (wenn man die Außenanlage mit überwachen will) wenn echte Bewegungsmelder im "Park" gewesen wären.
Im Haus wurden einfach ein paar Zeitschaltuhren mit Lichtquellen geschaltet, die Rollos gingen abends und früh elektrisch hoch und runter....

Die letzten 30 Jahre ist an den Grundstücken/Häusern nix passiert.
Im Haus selbst waren einfache Bewegungsmelder in den oberen Ecken verbaut. Die Alarmanlage wurde über die Türschlösser aktiviert oder deaktiviert.
Also kein extra Schaltpanel, wo man erst scharf / unscharf schalten musste. Auch war die Anlage nicht mit der Polizei oder Wachdienst verbunden, nur ein Signalhorn und einige Lampen wurden angesteuert.

Wenn du was Echtes einbauen willst, dann musst du immer mit Fehlalarmen rechnen, das könnte mit der Zeit nerven und du schaltest die Anlage gar nicht mehr scharf. Dann hast du von der Optik das genau von mir oben beschriebene, nur 10mal so teuer ;) und die Kamera bewegst sich nicht, keine LED blinkt. Für einen Einbrecher ein Zeichen, dass die Anlage aus ist.


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Zuletzt bearbeitet:
Die rote Alarmleuchte sollte vollkommen reichen, warum sollten sich die Jungs oder Mädels damit rumschlagen wenn die Nachbarn keine haben.

Hab selbst eine "scharfe" Anlage, die bisher so gut wie nie scharf war. Hab die Anlage mit dem Haus gekauft.
 
Bevor ich es vergessen.
Bei den Fake-Anlagen muss man natürlich selber kontrollieren ob noch alles so funktioniert wie es soll.
Also nicht einfach einbauen und vergessen, nein, eine regelmäßige Kontrolle ist sehr wichtig. Auch eine LED in der Kamera geht mal kaputt, oder der Schrittmotor für den Kameraschwenk....
Bei einer Echten Anlage wird dir die Fehlfunktion angezeigt.


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Katzen sind auch eine wunderbare Alarmanlage :t

... ich hatte letzte Woche meinen Nachbarn beauftragt die Katzen zu füttern - somit war auch immer der Briefkasten leer und die Katzen satt.

Was auch hilft: Wenn vor dem Haus Stellplätze sind - vor der Garage oder sonst wo, dann einfach während der Urlaubszeit die Nachbarn dort parken lassen, dann wirkt das Haus nicht verlassen.
 
Wir hatten hier schon zweimal das Vergnügen und habe mich mit dem Thema beschäftigen müssen, man schläft ja nicht wirklich mehr. Bei uns waren sie im Januar diesen Jahres und zwar waren die Einbrecher in der Nacht da, als wir alle oben schliefen. Sie haben dann bei uns schnell abgelassen- es dauerte wohl zu lange, sind gestört worden und sie sind zum Nachbarn rüber, ich hatte mich morgens nur über das Werkzeug gewundert, was vor der Tür lag. Die kaputte Tür habe ich erst später gesehen.

Nachbarn
Das A und O ist die eigene Aufmerksamkeit und die enge Zusammenarbeit mit den Nachbarn.
Alles was nicht Geheuer ist wird beobachtet und notfalls angesprochen. So haben wir noch zufällig einen Autodieb von seinem Treiben abhalten können, er hat mir dann seine "Schlüssel" gegeben und ist stiften gegangen. Hier hat auch keiner mehr die Scheu, die Polizei zu rufen.

Wenn ich weggehe, macht der Nachbar die Postkästen leer und schaut nach dem Rechten, er läuft derzeit ohnehin Patrouille.

Licht
Licht -wie Harald schon geschrieben hat, per Zeitschaltuhr und einfach was anlassen. Ich habe draussen nun Scheinwerfer mit Bewegungsmeldern. Bei uns haben sie sich hinterm Gartenzaun versteckt und uns beobachtet, durch 5mm Löcher, die sie in dem hohen Zaun mittels Akkusbohrer gebohrt haben- jetzt steht da keiner mehr, ohne das man es merkt. Unserer Nachbarin waren diese Löcher bei ihr und uns aufgefallen, weil plötzlich die Sonne durch den Gartenzaun schien....

Alle Büsche und Bäume können nicht mehr als Versteck dienen, da überall strategisch platzierte Bewegungsmelder- man kann sie so einstellen, dass nicht jeder Igel erfaßt wird. Jedoch geht das nur über Strom, die in meiner Garage benötigen oft eine neue Batterie.

Also ringsum Bewegungsmelder mit Licht.....

Die Kripo meinte, Licht wirke abschreckend....

Mechanische Sicherungen
Dann mechanische Sicherungen. Wir haben alle Fenster und Türen mit Abus gesichert und zwar so, dass sie dicht sind. Mann muss schon eine Scheibe einschlagen und selbst dann kommt man nicht so schnell hinein...

Zeit .....die Täter möchten schnell rein und raus....und das möglichst leise.

Kameras

Dann haben wir Kameras, echte und Fake, Auch eine Abus Alarmanlage...
Die Leute können fake und echt nicht unterscheiden, selbst nicht die Kripo.

Wir hatten unsere Kamera auch schon, als sie das erste Mal kamen, nur wurde sie von den Einbrechern nicht wahrgenommen- also kleben nur an Fenstern und Türen und draussen am Gartenzaun

Warnhinweise,
kleine rote Abus Sticker und größere, je nachdem.

Dann haben wir noch akustische Warner an Fenster und Türen, die wir scharf schalten, wenn wir ins Bett oder raus gehen.

Das ist alles eine Umstellung, aber nachdem ich diese Maßnahmen getroffen hatte, kann ich wieder schlafen.

Unsere Kamera zeichnet draussen die Haustür und den Hof auf, die Festplatte ist oben sicher verstaut, kann nicht ohne weiteres mitgenommen werden, gleichzeitig ist das Bild jederzeit auf Handy oder laptop, ipad abrufbar.

Wir haben das eigentlich gemacht, wenn unsere Kleine zuhause ist und es klingelt, dass sie vorher gucken kann, wer da steht.

Unsere Kameras läuft über POE, TRENDnet Mod TV-ip672pi. Es gibt da sicherlich schon Nachfolgermodelle. Mir war wichtig, dass man auch aus dem Bett mal aufs iPhone oder ipad schauen kann, wenn es draussen rappelt.

Es kommt ja immer auf den Anwendungsbereich an und wie die Möglichkeiten, z.B. einer Stromversorgung vor Ort ist.

Ich hoffe, dass ist jetzt nicht zu wirr geschrieben. ;) Wir hatten hier auch die bekannten Gaunerzinken am Zaun, wir alle haben sie aber für Wachsmalstifte Malereien der Kinder hier gesehen, das Zeug war nicht mal mit Aceton zu entfernen. :eek: :o Nun achten wir alle vermehrt auf solche Zeichen...Es kommt ja der Vortrupp und dann später die Aufräumtruppe, die sich an den Zeichen orientiert....je nachdem welche Klientel gerade zu Besuch kommt.

Der Zettie wird sofort in die Garage gestellt...

Grüße Bianka
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hui, da ist ja schon einiges zusammen gekommen - vielen Dank! :) :-)
  • Budget würde ich sagen bis 2k, evtl. drüber, wenn entsprechender Zusatznutzen besteht.
  • Alarmmeldungen aufs Handy finde ich wichtig, damit man bei Nachbarn und Polizei (kommt aber eh zu spät) auch selbst Alarm schlagen kann. Für eine teure Aufschaltung zu einer Alarmzentrale fühle ich mich dann doch noch nicht ausreichend bedroht. Eine direkte Meldung auf Nachbars Handy finde ich zwar auch gut, aber der soll ja schon wegen der Sirene ans Fenster springen ;).
  • Nachbarschaftshilfe funktioniert bei uns durchaus, ist auch ein kleines Dorf wo jeder jeden kennt und Fremde misstrauisch beäugt werden. Im Urlaub kommt so auch die Post weg und ein Stellplatz wird belegt - ob man will oder nicht :laugh4:. Hilft aber nix, in anderen Orten im Landkreis ist es sogar trotz "Bürgerwehr" und einigen kritischen Berichten darüber in der örtlichen Zeitung immer wieder zu so vielen Einbrüchen gekommen, dass dort inzwischen bald jedes 2. Haus betroffen ist. Die kommen wohl manchmal auch tags, manchmal als Monteur getarnt, i.d.R. aber warten sie nachts einfach, bis überall alles dunkel und ruhig ist und kommen dann zu Fuß über die Felder und durch die Gärten und suchen sich eine schlecht einsehbare Terrassentür.
  • Licht ist einiges da (...).
  • Kamera ist da (...).

  • Eine Fake-Alarmanlage könnte eine echte Alternative sein (pun intended). Hauptsache Sirene und Blitzer sind gut sichtbar. Ist dann aber halt nur ein Abschreckung, ebenso wie die Alarmaufkleber. Und wecken die nicht sogar vielleicht erst Begehrlichkeiten ohne den versprochenen Schutz zu bieten?
  • Dann zumindest als Ergänzung eine Low-Cost-Anlage, die wenigstens ein bissle zusätzlichen Schutz bietet. Die Olympia hab ich auch mal angesehen, v.a. die nachgekauften Magnetkontakte und die optionale Außensirene scheinen da nicht wirklich zuverlässig zu funktionieren, außerdem gibts keine Rückmeldung für die Fernbedienung und die Zentrale mit Sirene und Bedieneinheit ist ein einzelnes Gerät, das ein Einbrecher auch einfach zertrümmern könnte. Daher vielleicht lieber Visonic, preislich immer noch im Mittelfeld, kann aber auch mehr?
  • Die Idee der Scharfschaltung über Blockschloss gefällt mir - man schließt ab und aktiviert damit direkt den Alarm. Abus hätte da was Passendes, bei den anderen kabellosen Anlagen klappts halt nicht ohne Bastelei.

  • @BB. habt Ihr eine Abus Secvest 2way? Seid ihr zufrieden? Wie ist es mit Zuverlässigkeit, Bedienbarkeit?

Vielleicht gibt es doch noch jemand, der eine der von mir genannten Alarmanlage verwendet und etwas berichten kann? V.a. zur Somfy Protexial würde ich mich über eine Bewertung freuen!

Gruß

Mick

Edit: Einige Details habe ich mal rausgenommen, die müssen ja nicht dauerhaft öffentlich stehenbleiben ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe die Daitem und auch von einer Fachfirma einbauen lassen.
Wenn ich diese Sicherheit haben will, dann richtig.
Du kaufst doch auch keine Wanli-Reifen für deine Autos, oder?
 
Den Einbau trau ich mir schon selbst zu. Ich kenne außerdem einen Einrichter, der macht das täglich - der hat aber kaum halb so viel Ahnung von der Elektronik dahinter wie ich selbst ;)

Von den von mir genannten Systemen halte ich übrigens keines für ein "Wanli"-Pendant. Ich habe in Frankreich inzwischen ein ganz gutes Forum und auch Bezugsmöglichkeiten gefunden, evtl. wird's doch eine Diagral - für Funk haben die ein technisch ziemlich elaboriertes Konzept, wie ich finde. Es scheint außerdem kaum so viel Schmu und Übertreibung in der Werbung zu geben wie bei Alarmanlagen...

Gruß

Mick
 
@mick70 : Du solltest ggf. mal bei den Jungs auf der Seite vorbeischauen: http://www.haverkamp.de/ Insbesondere Terassentüren stellen mit ihrem Sicherheitsglas ein sehr hohes Einbruchrisiko dar. Mit einer entsprechenden Folie kann man die Scheiben nachrüsten. Ich selbst war auf der Sicherheitsmesse und durfte mich an so einer Scheibe versuchen. Als Einbrecher kann man da sicher schnell die Lust verlieren. Außerdem bieten die auch zusätzliche Schließelemente etc. an. Es ist erschreckend zu sehen wie schnell ein Profi ein Fenster von außen öffnet. Erschütterungssensoren waren dort übrigens nicht hoch im Kurs. Entweder sie lösen zu schnell oder zu langsam aus... .
 
@mick70 : Du solltest ggf. mal bei den Jungs auf der Seite vorbeischauen: http://www.haverkamp.de/ Insbesondere Terassentüren stellen mit ihrem Sicherheitsglas ein sehr hohes Einbruchrisiko dar. Mit einer entsprechenden Folie kann man die Scheiben nachrüsten. Ich selbst war auf der Sicherheitsmesse und durfte mich an so einer Scheibe versuchen. Als Einbrecher kann man da sicher schnell die Lust verlieren. Außerdem bieten die auch zusätzliche Schließelemente etc. an. Es ist erschreckend zu sehen wie schnell ein Profi ein Fenster von außen öffnet. Erschütterungssensoren waren dort übrigens nicht hoch im Kurs. Entweder sie lösen zu schnell oder zu langsam aus... .
Hast völlig recht. Wir haben so brutal viele Türen, das wird so richtig ins Geld gehen. Noch viel schlimmer sind die läppischen Rollzapfen an einigen Stellen:13whipz: - da muss dann wohl die ganze Tür neu. Dafür kann ich mir dann wenigstens Einbruchschutz ab RC2/3 ab Werk überlegen.
 
Hast völlig recht. Wir haben so brutal viele Türen, das wird so richtig ins Geld gehen. Noch viel schlimmer sind die läppischen Rollzapfen an einigen Stellen:13whipz: - da muss dann wohl die ganze Tür neu. Dafür kann ich mir dann wenigstens Einbruchschutz ab RC2/3 ab Werk überlegen.
Also wenn man mal gesehen hat wie jemand mit nem Hammer aus dem Bus einfach durch eine Terassentür geht und danach das Wohnzimmer ausräumt dann muss man schon schmunzeln was Leute alles für Alarmanlagen ausgeben. Der Mann von Haverkamp meinte damals: Schaffen Sie Licht rings ums Haus. Am besten LED, das hält ewig und braucht kein Strom. Sorgen Sie dafür dass man schwer hinter das haus kommt und sichern Sie die Scheiben ab damit da keiner einfach durchlaufen kann. Auch die Scheiben in der Haustür denn gerne lässt man den Schlüssel von innen stecken. Viel wichtiger ist ein Bewegungsmelder im Inneren dass man nicht im Schlaf überrascht wird und da reicht die Olympia für ein paar Kröten völlig, den Job macht sie gut. Die Vorführung war damals sehr beeindruckend, Wie man mit nem Glasschneider aus dem Baumarkt und ner Dose Bauschaum die lästigen Sensoren austricksen kann usw. Wir haben uns echt gut amüsiert. Am besten war der Typ der mit ner Säge (Handsäge) in kürzester Zeit durch eine WK5-Tür durch war. Der hat einfach die Tür samt Rahmen aus der Wand gesägt (Ytong-Wand). Alarmanlagen helfen übrigens nur sehr bedingt wenn sie einen lauten Alarm abgeben meinte er. Viele Überwachungskameras zeigen dass die Täter dann schneller und entsprechend zerstörender vorgehen. Die wichtigstens Punkte erreichen sie aber innerhalb 3 Minuten und die Polizei war nie unter 10 da. Man sieht also, das Problem sollte man schon ganzheitlich betrachten.
 
@Cheffe123
Das sind natürlich spannende Überlegungen - allerdings teilweise vielleicht eher theoretisch:

Wir haben kein einziges Einscheiben-Sicherheitsglas im Haus, alles Normalglas (mehr oder minder moderne Isolierfenster), an einer Stelle immerhin VSG. Die Hammer- oder Zündkerzen-Methode ist daher eher unrealistisch, denn an zerbrochenem Echtglas will kaum ein Angreifer eine Verletzung riskieren (und Blutspuren hinterlassen). Außerdem ist so ein Normalglasbruch bei evakuierten Isolierfenstern wirklich brutal laut, wie ein Knall.

Das Aussägen des gesamten Tür-Ausschnitts ist natürlich immer eine Option, wenn man mit Karton äh Ytong o.ä. gebaut hat. Ein Freund in den Staaten hat sich in seinem EFH ganz stolz eine Sicherheitstür einbauen lassen, der hat sich gewundert, warum ich ihn dafür ausgelacht habe. Außenrum ist dort (hinter dem Blendklinker) halt alles aus Holz - einmal links und rechts mit der Handsäge oder noch viel schneller mit einer Akkusäbel- oder -stichsäge durch und weg ist die Tür. Das geht natürlich garantiert auch bei vielen modernen deutschen Häusern, gerade bei der beliebten Holzständerbauweise.

Empirisch gesehen werden in unserer Gegend aber ohnehin die allermeisten Einbrüche (lt. einem Freund bei der Kripo "sicher >90%") über die Terrassentüren (Aufhebeln mit großem Schraubenzieher) oder die Haustür (Aufhebeln mit Kuhfuß bzw. Abdrehen des Schließzylinders) durchgeführt. Fenster ist wohl allgemein zu umbequem, Glasbruch zu gefährlich und laut, Wegsägen der ganzen Tür zu stark abhängig von der Bauweise des Hauses.

Bewegungsmelder im Innenraum kommen bei uns nicht in Betracht, wenn wir zuhause sind (Haustiere). Deshalb will ich halt 2 Alarmzonen: Eine äußere Zone mit Magnetkontakten rundum, die bei Öffnen immer warnt (vor allem auch dann, wenn wir zuhause sind), und zusätzlich eine innere Zone mit Bewegungsmeldern, die bei Abwesenheit auch dann warnt, wenn die Magnetkontakte nicht ansprechen, weil der Einbrecher vielleicht doch mal direkt durch die Scheibe kommt oder erfolgreich den Magnetkontakt sabotiert.
 
Nur mal so als "Low-Cost-Variante" (ich schildere das jetzt nur mal im Groben):
Ich hab‘ mir vor Jahren mal ein Schild „Geschäftsstelle - Bayerischer Pitbullverband e.V. - Bezirk Niederbayern“ machen lassen (so richtig mit Logo etc.), einen Briefkasten gekauft, das Schild auf dem Briefkasten befestigt und diesen an den Gartenzaun gehängt.
Die Klingel und ein paar Bewegungsmelder sind mit einer Sprachausgabeplatine gekoppelt. Jedesmal wenn es klingelt oder jemand das Grundstück betritt wird damit selbst aufgenommenes Hundegebell abgespielt.
Sogar 2 Polizisten blieben letztes Jahr am Hoftor stehen als sie mal wegen einer amtlichen Befragung etwas von uns wissen wollten – bei den anderen Nachbarn sind sie ausnahmslos ins Haus. ;-)))
Zusätzlich 2-3 kaputte (zerbissene) Fussbälle in den Garten legen => wirkt noch authentischer.
 
Moin Moin

Ich mach sowas ja beruflich.
Bei einer Funkalarmanlage sollte nicht das Preiswerteste gegauft werden.
Die Abus ist nicht schlecht,nur sehr umständlich zu programmieren.
Ich persönlich würde eine von Gira nehmen,sehr zuverlässig was Störungen betrifft und sehr einfache Programmierung.

Gruß
Karsten
 
Ich persönlich würde eine von Gira nehmen,sehr zuverlässig was Störungen betrifft und sehr einfache Programmierung.

Gira ist sicher auch eine gute Alternative. Bisher aber iwie die mit Abstand teuerste :confused:.

Was kann Gira denn mehr oder besser als z.B. Diagral oder Protexial?

Abus hätte ich jetzt auch wegen der komplizierten Einrichtung als 2. Wahl gesehen.
 
Bei der Terrassentür und Co haben wir dies hier verbaut.

http://www.abus.com/ger/Sicherheit-Zuhause/Fenstersicherheit/Stangenschloss/FOS550

Ich möchte trotz Schutz es noch irgendwie optisch nett haben. Reinkommen tut man immer irgendwie, darum geht es nicht. Ziel sollte sein, als unattraktives Ziel zu gelten und da man vorher ausspioniert wird, wissen wie die Leute auch ohne sichtbaren Schutz, ob etwas zu holen ist oder nicht. Man lockt da niemanden an, die gehen hier von Haus zu Haus....

Die Einbrecher sind ja heute schon mit einem Handy, Laptop oder einer Armbanduhr und 20 € zufrieden. Es wird da keine Risiko-Nutzen Bewertung aufgestellt.

Es gibt Stellen, die kostenlos beraten. Wir haben die Abus Anlage von einem hiesigen Fachbetrieb einbauen lassen, die kommen auch nach Hause und beraten vor Ort. Ich hätte ja in dem Moment alles gekauft, das ist und war aber nicht nötig, hier kommen derzeit keine Profis, sondern Junkies und seit diesem Jahr verstärkt Banden aus dem Osten, letztere waren auch bei uns.

Ich bin nicht ängstlich, aber so wie die Personen aussahen, die waren noch ein drittes Mal hier in der Gegend und sind beim Geldabheben videografiert worden, bin ich froh, dass ich sie nicht gesehen haben. Das waren heftige Kaliber.

Ich habe Opfergaben bei der Garderobe liegen, so dass sie möglich nicht nach oben kommen müssen. Und meist kommen sie hier durch die Türen, da sie die Beute abtransportieren müssen, hier nehmen sie meist dazu die Autoschlüssel und das Auto, welches vor der Tür oder in Garage steht.

Noch was, was mir aufgefallen ist, hier sind sie immer bei Vollmond gekommen, damit sie genügend Licht zum Arbeiten haben. Inklusive Versuche und geklauter Räder in der Nachbarschaft schon über sieben Mal.

Was Harald geschrieben hat, vergesse ich leider immer. Und zwar die Anlagen/Bauten auf Funktionalität zu kontrollieren. Unsere Nachbarn haben alle aufgerüstet, Minime meinte mal, hier sähe es nachts wegen der Beleuchtung aus, wie auf dem Frankfurter Flughafen.

Geld ist nach so einer Erfahrung relativ. Ich würde mir vor Ort die in Betracht kommenden Geräte angucken und sie mir erklären lassen, das hilft einem meist sehr schnell bei der Entscheidung. Und man sollte nicht den Waf Faktor aussen vor lassen. :w

Grüße Bibi
 
Gira ist sicher auch eine gute Alternative. Bisher aber iwie die mit Abstand teuerste :confused:.

Was kann Gira denn mehr oder besser als z.B. Diagral oder Protexial?

Abus hätte ich jetzt auch wegen der komplizierten Einrichtung als 2. Wahl gesehen.

Gira ist natürlich top, haben wir sonst hier im Haus, zwar richtig teuer, aber gut. Allein die Glas Steckdosen...aber man baut so ein Zeugs ja nicht jede Woche ein...haben wir aber auch machen lassen, wir sind allerdings auch nicht praktisch im Sinne eines Handwerkers veranlagt.
 
Gira ist sicher auch eine gute Alternative. Bisher aber iwie die mit Abstand teuerste :confused:.

Was kann Gira denn mehr oder besser als z.B. Diagral oder Protexial?

Abus hätte ich jetzt auch wegen der komplizierten Einrichtung als 2. Wahl gesehen.

Moin Moin
Für mich als Errichter ist der Support und der schnelle Ersatz sehr wichtig,desweiteren die geringe Störanfälligkeit und der logische Aufbau der Programmierung.
Für den Großteil der Kunden ist diese Anlage leicht zu bedienen bzw. selbst zu erweitern.

Noch ein Tipp,nimm keine Funkaußensirene immer drahtgebunden.
Nur wegen der Akkukosten,;) Funktion ist natürlich gegeben

Ein Teil dieser Art http://www.senotronic-sicherheitstechnik.de/details hatte ich auch mal bei einem Kunden installiert.
Ist ohne großen Aufwand zu installieren und funktioniert,ich war damals skeptisch.

gruß
Karsten
 
Ich denke auch gerade nach über eine Kombination aus Video-Überwachung und einer guten Alarmanlage.
Mechanische Sicherheitssysteme sind bereits vorhanden.

Was ist z.B. von dem Netgear Arlo System zu halten für die Bildübertragung?

http://arlo.com/de/

Das würde mir zumindest bei der Installation sehr Entgegenkommen.
Die Aufzeichnungen werden in der Cloud gespeichert.

Die Alarmanlage sollte möglichst auf Funkbasis sein was die Installation enorm vereinfacht.
Allerdings in guter Qualität und möglichst ohne ständige Fehlalarme.
Das Haus nachträglich zu verkabeln möchte ich nur ungern und stellt einen großen Aufwand da.

Was empfiehlt sich zur Zeit?
 
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