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Auch die Heizkörper müssten wahrscheinlich ausgetauscht werden und ein hydraulischer Abgleich gemacht werden.
Trotz Förderung finde ich den grob geschätzten Preis im Vergleich zu einer neuen Brennwertheizung uninteressant, ein Angebot über beide Heizungstypen soll ich in den nächsten Tagen erhalten.
Was jetzt ich denke du hast Fußbodenheizung?
Ein hydraulischer Abgleich muss immer gemacht werden wenn eine neue Heizung eingebaut wird - das ist Vorschrift.
Oft übersteigen die Investitionskosten die Ersparnisse. Eine Liste mit zertifizierten Wärmepumpen findest du hier:
Energie - Liste der Wärmepumpen mit Prüf- / Effizienznachweis
Ich würde nichts ohne Inverter nehmen. Das bedeutet, dass der Verdichter drehzahlgeregelt ist und sich an die benötigte Leistung anpasst.
In der Liste sind verschiedene COPs aufgeführt. Das bedeutet den Energiegewinn bei verschiedenen Außentemperaturen. Ein COP von 3,0 bei A-7 / W35 bedeutet, dass du bei einer Außentemperatur von -7 Grad und einer Vorlauftemperatur von 35 Grad aus 1 Kilowattstunde Strom 3 KW Heizleistung gewinnst.
D.h. das lohnt sich erst wenn die kWh Gas mehr als 3 x so teuer ist wie eine kWh Strom.
Ich würde mal nach Daikin Altherma oder Mitsubishi Electric schauen. Ist aber nur meine persönliche Meinung. Eine Anbindung an deine PV Anlage kann über eine Kommunikationsschnittstelle oder Smart Grid erfolgen. Evtl. kann die bestehende Gasheizung noch als Bivalenzgerät erhalten bleiben.
Aktuell zahlst du für die kWh Gas ~6-8ct, tendenz stark steigend (siehe unten)
Bei einer neuen (!) Wärmepumpe gehe ich von einer Jahresarbeitszahl von 4,0 aus, da Fördervorraussetzung (Nachweißpflicht durch Wärmemengenzähler
m.M.n. noch aktuell)
Du erzeugst also im Schnitt deiner erzeugten Heizmenge aus 1kWh Strom 4 kWh Wärme.
Demnach kostet dich die kWh Wärme aus Gas aktuell ca. 7ct und die Wärme aus Strom ca. 7,5 ct (bei 30 ct Strompreis), nur ist das zu kurz gedacht...
ABER 1:
Wenn Umstellung auf Wärmepumpe, dann (zumindest kurzfristig) komplett. (Bivalent lohnt nur dann, wenn die Abnahme/Heizlast entsprechend hoch ist.)
Denn dann Entfallen:
- Gas Grundgebühr: bei mir 85€ was schon relativ günstig ist.
- Schonsteinfegerkosten: 50-70€ (Kehren + Abgasmessung)
- Stromkosten für Gastherme (EFH): ca. 150-200 kWh = ~50€ im Jahr
- Wartungskosten: individuell bei mir waren es immer zwischen 200€-400€ im Jahr
Individuelle Wartungskosten für Wärmepumpen fallen zwar i.d.R. auch an, wenn man aber bspw. das Außengerät selber von Laub befreit...sind diese sehr überschauber.
ABER 2:
Auch eine Brennwertherme nutzt zwar den Brennwert und kann deswegen bezogen auf den Heizwert mit traumhaften Wirkungsgraden trumpfen, deswegen gehen aber immernoch bestenfalls ~8% deiner eingekauften kWh Gas zum Schonstein raus. Selbst eine Luft-Wärmepumpe hingegen kann in optimierten Altbau durchaus auch eine Jahresarbeitszahl von über 4, erreichen.
ABER 3:
Spätestens jetzt ist allen klar, dass Energie teurer wird, vor allem und insbesondere Gas. Zum einen wäre da der steigende CO2 Preis, sehr viel preistreibender aber die russische Abhängigkeit...Wer wie hier eine PV-Anlage hat, kann zumindest einen Teil seines Heizstromes selbst erzeugen (innerhalb des EEG zum Preis der entgangenen Vergütung).
Nochmal die obige Rechnung bewusst ohne Nebenkosten von "ABER 1", aber mit realistischer Glaskugel.
Gaspreis 13ct
Strompreis 40ct.
--> kWh Wärme aus Strom dann 10ct zu 13ct bei Gas. Mit PV nochmal so 6-X0% darunter je nach Anlagengröße, Förderung usw... Jetzt noch die Kosten aus ABER1 und die Verluste aus ABER2 einbezogen...
Klar kann man jetzt nochmal in ne Gasheizung investieren, einfach alles so lassen usw. Aber mittelfristig wird man was machen müssen/wollen, ob das hoffen auf bessere Preise, mehr Monteure, günstigere Umbaumaßnahmen, noch mehr Förderung, Luftschlösser wie ne lohnende Wasserstoffheizung usw... ne Gute Idee ist, darf jeder selber abwägen, die Amortistationszeiten eines Umbaus und Wärmepumpe wenn der nicht not tut sind gemessen an den vorherschenden Markpreisen ohne Eigenleistung tatsächlich lang, aber zumindest innerhalb der Lebensdauer. Wenn ein Invest eh ansteht und die Frage lautet "
A oder B" und nicht "
B oder alles weiter laufen lassen" sieht das Bild schon anders aus. Sprich die Amortistationszeit von Gas auf Gas ohne irgendwelche Anpassungen...nunja. Am Ende muss es jeder selber entscheiden viele Wege führen nach Rom. Und die individuelle Situation kann man nicht aus der Ferne betrachten. Und pauschalisieren schon gar nicht.
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Ich würde mal nach Daikin Altherma oder Mitsubishi Electric schauen. Ist aber nur meine persönliche Meinung. Eine Anbindung an deine PV Anlage kann über eine Kommunikationsschnittstelle oder Smart Grid erfolgen. Evtl. kann die bestehende Gasheizung noch als Bivalenzgerät erhalten bleiben.
Eine Anbindung an die PV ist bei ner gut eingestellten und ausgelegten Wärmepumpe angesichts des Aufwands/Invest eher "Spielerei", denn die sollte entsprechend klein gewählt werden, dass Sie nicht taktet, das machen auch zu große Invertergeräte irgendwann, sondern durchläuft. Da kannst du mit PV Kopplung nicht viel reißen. Eher noch ist es umso besser eine möglichst große PV zu haben um auch im Winter noch eine gewisse Grundlast an Solarstrom zu haben. Die ehrlichen Optimierungsmaßnahmen beschränken sich dahingehend darauf die Warmwasserbereitung auf die Zeit zu programmieren wenn Sonne ist (bspw. Mittags) und ggf. noch am Tag eine etwas höhere Temperatur zu fahren. (nicht zu verwechseln mit einer Nachtabsenkung unter der Behaglichkeitsgrenze, wie bei Feuerstätten üblich und sinnvoll).