Gasheizung Alternative?

ass wird bei PV mit einem Stromspeicher und bei einer WP mit einem Pufferspeicher realisiert!
dann mal viel glück im Winter mit der Stromerzeugung und zusätzlich noch Heizen mit der WP und den Puffer laden.....
im Frühjahr Sommer Herbst kein Problem aber im winter (Nov Dez jan Feb) da wird damit nichts und ich habe eine 14KW PV anlage..
ich heize damit aber auch nicht...
 
Der erste Schritt sollte eigentlich sein, die (Vorlauf)temperatur zu reduzieren. Das erreicht man mit guter Flächenheizung in Boden oder Wand. Dabei ist es wichtig die Schläuche möglichst eng zu verlegen. Dies ist die Voraussetzung, dass die Heizung, egal welche Type, möglichst wenig "arbeiten" muss.
Wenn man die benötigte Vorlauftemperatur kennt, kann man die Heizung dimensionieren.

Das mit dem Isolieren ist oft ein persönliches Thema, wird oft gelüftet, sind die Fenster immer gekippt, sollen die Räume eine homogene Temperatur haben, Wind ist der größte Feind, mehr als Kälte.

Das Lärmproblem bekommt man mit Schallschutzgehäuse relativ gut in Griff.

Oft werden auch zu hohe Einsparungsmöglichkeiten suggeriert, die praktisch nicht realisiert werden können.
Z.B. bei @foerster1 mit €4.000 für 180qm sehe ich vielleicht ein Einsparungspotential von €1.000/J bei viel Aufwand. Also rein wirtschaftlich nicht sinnvoll.
Da bringt es oft mehr einen Sweater statt einem T-Shirt anzuziehen, gegenüber einer neuen Heizungsanlage.

Eng wird es, falls die Politik beschließt Verbrennungsöfen zu verbieten (Verbesserung des Emissionsfaktors Hausbrand), aber das dürfte aktuell eher im Widerspruch zur angestrebten Energieautarkie sein.
 
Das meiste wurde schon gesagt.
Du bist hier kaum richtig aufgehoben, die Experten bzw. erfahrene Endanwender die dir Auskunft geben können tummeln sich bspw. im Forum des haustechnikdialog.de Hier würde ich mich einlesen.
Wenn du deine Vorlauftemperatur nicht runter bekommst wird jede Wärmepumpe irgendwann zur Stromheizung. CO2 Wärmepumpen sind zwar auch bei höheren VL-Temp etwas effizient, sind aber noch rar und teuer und die Physik verändert ein anderes Kältemittel nicht vollständig. Schau das du unter 40° kommst und probier das mit deiner Gasheizung. D.h. Heizkörper (sofern vorhanden) im durchfluss nicht begrenzen, wo sinnvoll Dämmen usw...
Dann wird die Frage nach dem Heizbedarf gestellt werden, das kann man rechnerisch ermitteln (besser) bspw. mit ubakus. Oder über den Gasverbrauch errechnen (schlechter, weil Momentaufnahme ohne sicherlich fällige Optimierungsmaßnahmen)
Luft-Wasserwärmepumpen sind günstig(er). Der Aufstellort sollte wohl überlegt sein. Ob Splittinggerät oder ggf. ein stück Nahwärmleitung usw... Zu den Schallemissionen gibt es Rechner vom Bundesverband Wärmpeumpe die dir Ärger mit den Nachbarn ersparen. Die höchsten Schallemissionen finden im Winter statt, da sitzten die Wenigsten draußen.
Wenn es passt dann bietet sich auch ein Ringgrabenkollektor an (auch hier für gibt es Auslegungstools allen vorran - trenchplaner), Flachkollektoren sind vergleichsweise überholt, die Fachexpertise bei Ringgrabenkollektoren ist noch vergleichsweise gering, dafür lassen sie sich theoretisch auch selber erstellen... Tiefenbohrungen sind i.d.R. im Vergleich teuer und amortisieren sich im aktuellen Vergleich nicht - außer es geht nicht anders. Rechne mit mittlerweile ~100€ pro Bohrmeter, und je nach Wärmebedarf und Boden bei nicht Jungen Bestandsgebäuden mit bis zu 200m gesamter Bohrtiefe (d.h. 2-3 Bohrungen im Abstand von 8m) - ohne Anlagentechnik.

Folgender kurz umsetzbarer Vorschlag aus der Ferne:
Du hast Klimaanlagen, du hast ne ~10 kWp PV Anlage. Damit solltest du in den Übergangszeiten gut heizen können. Halte Ausschau nach einer Brauchwasserwärmepumpe und prüfe ob eine Installation aufgrund der Gegebenheiten möglich ist. So kannst du deine Gasheizung von März bis späten Oktober vollständig ausschalten und auch an sonnigen Wintertagen entlasten, hast noch gute Solare Deckung und kannst die Kosten deutlich drücken, verbrauchst weniger Gas, verlängerst die Lebenszeit deiner Gastherme (weniger Taktungen in den Schwachlassphasen).

Zu den "erstmal abwarten und Tee trinken" geb ich zu bedenken, dass Flüssiggaslieferungen um ein vielfaches teurer sind, die Erdgaspreise die wir Endanwender heute zahlen basieren alle(!) auf bestehenden alten Lieferverträge, die aktuellen Gaspreise haben uns noch lange nicht erreicht, die Kommenden gleich gar nicht - Faktor 2 ist mehr als realistisch. Wenn der Plan ist sich von Russland unabhängig zu machen und/oder die Russen jetzt verärgert an der Preisschraube drehen gehe davon aus, dass der Gaspreis in den nächsten Jahren in Spähren kommt wo du dir gewünscht hättest nicht erst dann darüber nachzudenken.
Dazu mal ein Ausblick des ehemaligen E.ON Chefs (Minute 20:34 Interview auf Mission Money )...das ganze Interview ist ohnehin sehr sehenswert...

Noch eine kleine Story als Nachtrag zur "Ineffizienten" Wärmepumpe:
Ein guter Freund von mir hatte mich letztes Jahr gebeten für Ihn mal die Investition einer Selbstbau PV Anlage und die Kosten/Ersparnisse/Armotisation zu rechnen. Als ich mit der Flächenauswertung fertig war, hab ich gesagt ich bräuchte mal die letzten Stromrechnungen. Sein Haus ist gerade 10 Jahre alt, der Gute hat Jährlich zwischen 5.000 - 6.000 kWh NUR an Wärmepumpenstrom verbraucht, Haushaltsstrom noch on-Top. Mir sind die Augen fast raus gefallen. Habe seine Bauunterlagen gesichtet, Heizwärmebedarf seines KFW Hauses mit 8.600 kWh veranschlat...sprich er hatte Jahrelang eine 1A Stromheizung verbaut - seine Frau hat schon immer geschimpft "hätten wir damals ne Gastherme installiert"...mein Kumpel ist einfach zu weit Weg vom Thema, der Monteur hat bei seiner Jahreswartung nie was beanstandet, der Energieversorger hat sich über seinen Stromverbrauch gefreut aber auch die dortigen städtischen Energieberater nichts proaktiv unternommen (warum sollten Sie auch...).
Ich habe darauf hin einen Termin bei Ihm zusammen mit einem Energieberater veranlasst. Er hat die Heizkurve neu eingestellt und zusammen haben wir festgestellt, dass das 3-Wege Ventil hängt, insbesondere wegen der falschen Hydraulik (...) hat er fast den ganzen Winter nur mit seinem Heizstab geheizt, der außerdem bis dato schon bei -5° aktiviert war... Resumee er verbraucht seit dem DEUTLICH weniger Strom, seine Wärmepumpe macht nach 10 Jahren endlich was sie soll, das Haus ist genauso warm wie vorher. Besagter Freund ist nicht auf der Wurstsuppe dahergeschwommen sondern auch Techniker, aber es war seine Erste Wärmepumpe sein Erster Neubau, und Null Erfahrungen, Vergleichswerte oder Erwartungen auf dem Gebiet. Hängen geblieben ist nur besonders bei Außenstehenden und der Frau "also günstig Heizen mit Wärmepumpe, pfff mumpitz - aber sonst hätten wir damals den KFW Standard nicht bekommen also mussten wir ja...".
 
Zuletzt bearbeitet:
@Ucla - Danke für den Link.....👍
Sehr interessant....Stromerzeugungskosten werden sich also die nächsten 5-6 Jahr vervielfältigen..... Er spricht von heute ca 50 auf 200-300 Euro ..... Das wäre das 4-6 Fache zu heute.....🙄
Trotzdem satteln wir jetzt alles auf das gleiche Pferd.... Strom..... Das ist es was mir Sorgen macht....
Auto, E-Bike usw ...Strom...
Heizung, Warmwasser....Wärmepumpe...Strom....
Und dann habe ich ja nebenbei heute auch schon einen jährlichen Stromverbrauch von 6000kw....

Dann kommt immer sofort die PV Anlage auf das eigene Dach - ja - bin gerade dabei - Angebote für eine 8kwp Anlage liegen auf dem Tisch - mit Speicher wird mit da ein Autarkiegrad von 60-80 Prozent vorgerechnet....
D.h. damit ist der größte Teil der Kapa verbraucht - wie soll ich dann noch ein E-Auto "tanken" und eine Wärmepumpe betreiben....???
Meine Öl-Heizung ist auch über 20 Jahre alt... Aber ehrlich.... Ich hoffe dass ich die Entscheidung noch einige Zeit hinauszögern kann..... Die Wärmepumpen werden mir aktuell noch etwas zu optimistisch schöngerechnet.?🤔
Wenn die Strompreiserhöhung tatsächlich so kommt.....ob dann noch Wärmepumpen bei Altbauten mit schlechtem Wirkungsgrad tatsächlich noch erste Wahl sind.....?

Mein Kollege betreibt seit einigen Jahren eine Wärmepumpe in Neubau..... In dieser Zeit hast sich sein Strombezugspreis dafür verdreifacht.... Hat ihm vorher auch keiner so vorgerechnet....

Ich war die ganze Zeit gedanklich eher bei eine Pellet Lösung..... Das ist aber aktuell wieder ganz böse wegen Feinstaub.... Obwohl ich mir als Techniker nicht vorstellen kann warum das Problem der Filterung so schwierig sein soll...🤔

Ich hoffe ich muss mich die nächste Zeit noch nicht entscheiden..... Bis sich die Trends abzeichnen... Bis dahin hoffe ich meine Ölheizung an Leben halten zu können...
 
Wenn das alles so weiter geht…

Ich sehe mich schon wie seinerzeit mein Vater in größter Hitze Holz spalten…

Wir hatten früher auch noch einen Badeofen der mit Holz und Briketts befeuert wurde…
Mal gucken wo der ist…Aber ich glaube der fiel dem Kupferpreis zum Opfer…
 
@Ucla - Danke für den Link.....👍
Sehr interessant....Stromerzeugungskosten werden sich also die nächsten 5-6 Jahr vervielfältigen..... Er spricht von heute ca 50 auf 200-300 Euro ..... Das wäre das 4-6 Fache zu heute.....🙄
Trotzdem satteln wir jetzt alles auf das gleiche Pferd.... Strom..... Das ist es was mir Sorgen macht....
Auto, E-Bike usw ...Strom...
Heizung, Warmwasser....Wärmepumpe...Strom....

Puh das führt jetzt alles schon wieder viel zu weit...schau dir noch das gesamte Interview an. Ich habe bewusst dieses Interview gewählt weil es frei von politischen Meinungen ist und das ganze "nur" aus Sicht der Wirtschaft diskutiert. Die E.ON war und ist ganz bestimmt kein Grüner weltverbesserer Verein. Die Worte sprechen eine erfahrene Sprache aus der Energiewirtschaft.
Er antwortet nicht umsonst auf die Frage des künftigen Strompreises mit der Antwort das "Erdgas dauerhaft immer teurer werden" wird, zwischen den Zeilen antwortet er hier, dass dass eben nicht für den Strom gelten muss, denn hier spricht er von "ca. "5/6 Jahren massiv höeres Preisnievau" (Einwurf: Das hängt mit der derzeitigen Börsenpreiskalkulation zusammen, abhängig vom teuersten Energieträger sprich Erdgasspitzenlast das wir in der Stromerzeugung noch länger brauchen werden), wenn wir das machen was er im weiteren Verlauf diesem Land rät, dann kriegen wir die Strompreise aber in den Griff, nur eben nicht mit Prokrastination, was wir sicherlich niein den Griff kriegen sind Energieexporte fossiler Energieträger.

Und dann habe ich ja nebenbei heute auch schon einen jährlichen Stromverbrauch von 6000kw....

Dann kommt immer sofort die PV Anlage auf das eigene Dach - ja - bin gerade dabei - Angebote für eine 8kwp Anlage liegen auf dem Tisch - mit Speicher wird mit da ein Autarkiegrad von 60-80 Prozent vorgerechnet....
D.h. damit ist der größte Teil der Kapa verbraucht - wie soll ich dann noch ein E-Auto "tanken" und eine Wärmepumpe betreiben....???
Meine Öl-Heizung ist auch über 20 Jahre alt... Aber ehrlich.... Ich hoffe dass ich die Entscheidung noch einige Zeit hinauszögern kann..... Die Wärmepumpen werden mir aktuell noch etwas zu optimistisch schöngerechnet.?🤔
Wenn die Strompreiserhöhung tatsächlich so kommt.....ob dann noch Wärmepumpen bei Altbauten mit schlechtem Wirkungsgrad tatsächlich noch erste Wahl sind.....?
Zunächst mal würde ich mich fragen wie du auf 6.000 kWh Stromverbrauch kommst...
Das dazu passende Haus hat eine Dachfläche die etwas mehr hergeben sollte als 8kWp PV.

Schöngerechnet wird immer alles, wir leben im Kapitalismus, wenn du dich nicht selber damit und den Energieflüssen beschäftigst, dann wirst du diese auch kaum optimieren können (Siehe auch das Beispiel meines Freundes), zumindest nicht in dem Maße wie dir irgendejemand vorrechnet der dir was verkaufen will. Außerdem, wenn du eine richtig ausgelegte Wärmepumpe/Gesamtsystem hast, dann taut die auch ohne Einsatz des Heizstabs ab.

Ich erzeuge im Jahr ~20.000 kWh selbst, mein Erstwagen fährt seit knapp 10.000 km und August - stand heute - zu 71% rein aus PV Strom Jahresbilanz bis August kanns nur besser werden. Stromgestehungspreis ~5 ct/kWh (Anlagengesamtkosten+Betriesbgesamtkosten+Rücklagen / Erzeugte kWh). Von den 20.000 kWh speise ich nach privat und E-Auto Abzug immernoch ~13.500 kWh zu 10ct. ins Netz ein, einen Speicher habe ich nicht. Ich bereue diese Investition zu keiner Zeit, das man Versucht den eigenen günstigen Überschuss noch zusätzlich möglichst effizient zu verheizen liegt nahe. Am nächsten sollte zunächst liegen den Verbrauch und die Erzeugung weitmöglichst zu synchronisieren bevor man in noch teure Hausspeicher investiert.

Mein Kollege betreibt seit einigen Jahren eine Wärmepumpe in Neubau..... In dieser Zeit hast sich sein Strombezugspreis dafür verdreifacht.... Hat ihm vorher auch keiner so vorgerechnet....
Ich weiß nicht was du als Neubau bezeichnest, bzw. wie lange er die WP schon betreibt, der Strombezugspreis liegt aktuell bei rund 30ct. einen Bezugspreis von 10 ct. hatten wir in den 90ern.

Für einen echten Neubau (Flächenheizung) und Heizwärmebedarf von unter 40kWh pro/m² und einer Wohnfläche zwischen 150 und 200 m² landest du irgendwo um die 7000 kWh mit Warmwasser. Mal in die Zukunft gerechnet, bei einem neuen korrekt installierten Gerät verbrauchst du dann maximal 1.750 kWh an Heizstrom - eher weniger. Lass die im reinen Fremdbezug mal perspektivisch über 40ct/kWh kosten bist du bei Heizkosten von rund 800€. Bei reinem Fremdbezug von Gas und einem angenommenen Gaspreis Faktor 2 (~15ct) bist du mit Grundgebühr (die du beim Strom ja sowieso bezahlen musst) bei einem Brennwertgerät nach Abgasverlust (8%) bei rund 1.200€. Sprich solange der Strom in diesem Szenario unter 68ct/kWh kostet bist du günstiger. Bei Öl zahlst du heute schon ~10 ct, auch der wird kaum sinken, außer du findest Öl in deinem Garten... und ja da gehöre ich zu denen die mit "PV-Anlage" auf dem eigenen Dach kommen nicht wegen "oh wie toll für die Umwelt" sondern weil es sich - richtig ausgelegt und gebaut - einfach lohnt und es der einzige Weg ist sich zumindest etwas unabhängiger von der sicherlich stattfindenden Preisspirale zu machen.


Ich war die ganze Zeit gedanklich eher bei eine Pellet Lösung..... Das ist aber aktuell wieder ganz böse wegen Feinstaub.... Obwohl ich mir als Techniker nicht vorstellen kann warum das Problem der Filterung so schwierig sein soll...🤔

Ich hoffe ich muss mich die nächste Zeit noch nicht entscheiden..... Bis sich die Trends abzeichnen... Bis dahin hoffe ich meine Ölheizung an Leben halten zu können...
Pellets sind teuer und die Anlagen tendenziell störanfällig, und sie brauchen wie jede Zentralheizung Strom, nur leider relativ viel, typischer Wert für EFH zwischen 300 bis 700 kWh pro Jahr. Das sind schon wieder mindestens ~1.200 - 2.400 kWh die du mit einer Wärmepumpe in der richtigen Umgebung (!) heizen könntest.
Ich habe zusätzlich einen Stückholzofen und einen eigenen Wald, der meine Gas-Heizperiode in den letzen Jahren deutlich verkürzen konnte. Feinstaub hin oder her, ich verbrenne keine Abfälle und sollte ich nen Filter brauchen oder das Ding tatsächlich verboten werden verheize ich dann eben mehr PV in der Übergangszeit.
Es spricht m.M.n nichts dagegen eine Ölheizung weiter am Leben zu erhalten, aber man sollte die höher werdenden Preise dann halt einfach auch hinnehmen, wenn man das nicht will sollte man rechnen (lassen). Das Länder wie Dänemark bereits 2012 neue Feurstätten als Zentralheizung verboten haben kann man diskutieren. Der eine sagt Freiheitsbeschneidung, der ander sagt Schutz des Staates gegenüber seinen Bürgern, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen...
 
Noch ein Detail ist wichtig für den WP-Betrieb. Wir haben in den Neubauten 2 Stromzähler, einen für den Normalstrom und einen für den WP-Strom, der günstiger ist.
Hier ist aber Vorsicht angebracht, denn die Stromlieferanten stellen den günstigen Strom nur in bestimmten Zeitfenstern zur Verfügung. Bei uns wurde der billige Strom um 9 Uhr morgens abgestellt, so dass ab da normaler Strom genommen werden musste. Da morgens die Familien in der Regel duschten oder anderweitig warmes Wasser verbrauchten, fiel dann die Aufheizphase des Warmwassers ganz zufällig in den Bereich ohne günstigen Strom. Wenn sich dann noch ein Heizstab zuschaltet, dann macht das einen großen Unterschied.
Das war der Hauptgrund dafür, es komplett ohne zusätzlichen Heizstab zu versuchen. Wenn morgens geduscht wird, dann will um 10 Uhr nicht schon wieder jemand duschen, also kann die Temperatur auch langsam gesteigert werden.
 
Warmwasser und Heizung läuft bei mir mit auch mit Gas bei den Preisen habe ich mich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt. Zudem ist guter Freund von mir Heizungsbauer. Für mich lohnt es sich nicht ich lass wie es ist.
 
wir haben wieder eine ölheizung eingebaut. von öl zu öl brennwertheizung . ist doch in 15 jahren eh wieder alles veraltet. die alte war 30 jahre in betrieb. die neue wird nach aussage, keine 30 jahre halten . mal sehen was es dann so neues gibt.
 
Noch ein Detail ist wichtig für den WP-Betrieb. Wir haben in den Neubauten 2 Stromzähler, einen für den Normalstrom und einen für den WP-Strom, der günstiger ist.
Hier ist aber Vorsicht angebracht, denn die Stromlieferanten stellen den günstigen Strom nur in bestimmten Zeitfenstern zur Verfügung. Bei uns wurde der billige Strom um 9 Uhr morgens abgestellt, so dass ab da normaler Strom genommen werden musste. Da morgens die Familien in der Regel duschten oder anderweitig warmes Wasser verbrauchten, fiel dann die Aufheizphase des Warmwassers ganz zufällig in den Bereich ohne günstigen Strom. Wenn sich dann noch ein Heizstab zuschaltet, dann macht das einen großen Unterschied.
Das war der Hauptgrund dafür, es komplett ohne zusätzlichen Heizstab zu versuchen. Wenn morgens geduscht wird, dann will um 10 Uhr nicht schon wieder jemand duschen, also kann die Temperatur auch langsam gesteigert werden.
Muss man auch einzeln abwägen wann sich bei einer heutigen Umstellung noch die HT/NT Tariftrennung lohnt, denn die kostet Grundgebühr und Zählermiete. Bei kleinerem bzw. sparsamerem Gebäude und entsprechend niedrigem Heizstrombedarf (erstrecht mit PV) lohnt es i.d.R. mehr darauf zu verzichten und eine modulierende Wärmepumpe entsprechend gut auf die tatsächliche Heizlast des Gebäudes auszulegen, statt wie gerne üblich X Sicherheitsreserven einzubauen. Mit dem Ziel das die Wärmepumpe in der Heizperiode je nach Wärmebedarf regelnd (nicht taktend) durchläuft, das Haus so nie wirklich abkühlt d.h. keine Nachtabsenkung unter Wohlfühltemp, also keine unnötigen Temperaturhübe am Morgen die bei WP Effizienz Kosten. Bei zusätzlich PV ggf. etwas Temperaturerhöhung am Tag und die Warmwasserbereitung zeitlich in die sonnenreiche Mittagszeit gelegt und gut - KISS.
 
Wenn ich mich für eine Wärmepumpe entscheiden sollte, dann wird es wahrscheinlich auf eine Luftwärmepumpe hinauslaufen, weil mit Erdwärme zu aufwendig und wahrscheinlich auch hier gar nicht oder nur kaum realisierbar.
Da stellt sich die Frage wie effizient und leise die aktuellen Luftwärmepumpen inzwischen sind?
Und welche Hersteller sind empfehlenswert?
Mein örtlicher Heizi empfiehlt Vaillant und Viesmann.
 
Ich habe 155qm auf 3 Stockwerke zu heizen und Warmwasser mit einer Gastherme (Flüssiggas, Tank eingebuddelt), keine Fußbodenheizung.
Anlage läuft seit 2006 problemlos.
Ich werde demnächst mal diese "alte" Gastherme erneuern und Warmwasser (Brauchwasser) über die bald kommende PV-Anlage inkl. Stromspeicher aufheizen.
Aktuell zahle ich jeden Monat 140 Euro für Gas. Eine große Ersparnis rechne ich mir aktuell zwar nicht aus, aber später als Rentner will man es ja auch warm haben.
Und wenn ich mal verkaufe (altersbedingt) bekomme ich kein, oder sehr wenig Geld, wenn nicht irgendwas mit "Grüner" Energie vorhanden ist.

.
 
Moin,

welcher Energieträger in den nächsten 10 Jahren am preiswertesten ist (also am wenigsten teurer wurde) kann im Moment keiner sagen.

Ob in einem älteren Haus eine Wärmepumpe sinnvoll und ausreichend ist, werde ich vielleicht bis nächstes Jahr auf folgende Weise testen. Es gibt Multi-Split-Klimageräte die nicht nur kühlen sondern auch heizen (jede Split-Klima-Anlage ist im Grundprinzip eine Wärmepumpe, in dem Fall eine Luft-Luft-WP). Da ich eine offene Bauweise im Obergeschoß habe, würde ich im Schlafzimmer ein 1,5 kW Innengerät und im Wohnzimmer ein 2,5 kW Innengerät installieren. Der Kühlvorteil im Sommer nehme ich einfach mit. Besonders in der Übergangszeit sollte diese Lösung zu 100% meine Gasheizung ersetzen. Ob ich dann in den 3 Wintermonaten noch mit der Gasheizung über die Fußbodenheizung eine Grundwärme vorheizen muß, wird sich zeigen. Gute Moderne Split-Klima-Geräte in der Energieklsse A++ werden natürlich auch noch von der BAFA mit 35% bezuschußt. So ein System von Panasonic, Misubishi oder Daikin sollte mit Montage ca. 4k€ ohne Förderung kosten.

Das größte Problem ist die optische Akzeptanz dieser Lösung für mein Frau. Bei den Innengeräten gibt es halt die einfachen Wandgeräte, Einbaukassetten und Truhengeräte.

Gruß
Uwe
 
Wenn ich mich für eine Wärmepumpe entscheiden sollte, dann wird es wahrscheinlich auf eine Luftwärmepumpe hinauslaufen, weil mit Erdwärme zu aufwendig und wahrscheinlich auch hier gar nicht oder nur kaum realisierbar.
Da stellt sich die Frage wie effizient und leise die aktuellen Luftwärmepumpen inzwischen sind?
Und welche Hersteller sind empfehlenswert?
Mein örtlicher Heizi empfiehlt Vaillant und Viesmann.
Es gibt auch Wasser-Wasser-WP's. Dort müssen 2 Erdbohrungen mit bis zu 20m Bohrtiefe angelegt werden (Zulauf und Ablauf) und diese Geräte haben den Vorteil auch an kälteren Wintertagen/-perioden zuverlässig Wärme zu liefern. Es muss aber eine Anfrage an das Bauamt gemacht werden, ob der Bebauungsplan solche Anlagen zulässt.
 
Moin,

welcher Energieträger in den nächsten 10 Jahren am preiswertesten ist (also am wenigsten teurer wurde) kann im Moment keiner sagen.

Ob in einem älteren Haus eine Wärmepumpe sinnvoll und ausreichend ist, werde ich vielleicht bis nächstes Jahr auf folgende Weise testen. Es gibt Multi-Split-Klimageräte die nicht nur kühlen sondern auch heizen (jede Split-Klima-Anlage ist im Grundprinzip eine Wärmepumpe, in dem Fall eine Luft-Luft-WP). Da ich eine offene Bauweise im Obergeschoß habe, würde ich im Schlafzimmer ein 1,5 kW Innengerät und im Wohnzimmer ein 2,5 kW Innengerät installieren. Der Kühlvorteil im Sommer nehme ich einfach mit. Besonders in der Übergangszeit sollte diese Lösung zu 100% meine Gasheizung ersetzen. Ob ich dann in den 3 Wintermonaten noch mit der Gasheizung über die Fußbodenheizung eine Grundwärme vorheizen muß, wird sich zeigen. Gute Moderne Split-Klima-Geräte in der Energieklsse A++ werden natürlich auch noch von der BAFA mit 35% bezuschußt. So ein System von Panasonic, Misubishi oder Daikin sollte mit Montage ca. 4k€ ohne Förderung kosten.

Das größte Problem ist die optische Akzeptanz dieser Lösung für mein Frau. Bei den Innengeräten gibt es halt die einfachen Wandgeräte, Einbaukassetten und Truhengeräte.

Gruß
Uwe
Genau das hatte ich @CityCobra ja weiter oben vorgeschlagen er hat ja schon Klimageräte und PV. Damit kommt man schon relativ weit. Bzw. wäre es dann schade die Möglichkeiten nicht wenigstens versuchsweise auszureizen.
Dann noch ne BWWP für die effiziente Erzeugung von Warmwasser unter Nutzung seines PV Stroms im Sommer. Und die alte GasHeizung gegen die Wand gefahren und auch nur im Kernwinter arbeiten lassen oder dafür bewusst ne "junge" gebrauchte Gasheizung gekauft. EDIT: Und natürlich die Zeit nutzen das Haus und Wärmeverteilsystem zu ertüchtigen (Wand, Fußbodenheizung, Dämmung usw.) schauen das man auf niedrige Vorlauf Temperaturen kommt, das mit der Gasheizung unkritisch ausprobieren usw. Ernsthaft jetzt in ne neue Gas/Ölheizung investieren halte ich bei den Vorrausgesetungrn persönlich angesichts der Umstände für ne wirtschaftlich zweifelhafte Investition, aber deswegen ist der Komplettumstieg auf ne Wärmepumpe noch lange nicht automatisch immer golden Glänzende weg, sowiso nur wenn die Umstände passen oder passend gemacht werden.

Meine neue Daikin Split-Klimaanlage bzw. Luft/Luft Wärmepumpe hat mich ein Zentel deines genannten Preises gekostet (Insolvenzmasse), und etwas Schweißperlen auf der Stirn beim Verlegen von 10m Rohrleitung sowie gegenseitiges Händewaschen mit nem befreundeten Kältetechniker.

So richtig Viral ging der Ansatz Klima + PV zum Heizen seit dem Stefan Schmitz seine Umsetzung publiziert hat, hier sogar in der Variante ohne Kältetechniker:
 
Zuletzt bearbeitet:
Gerade war jemand von der Heizungsfirma bei mir zwecks Begutachtung der örtlichen Situation und Beratung -
Eine Luftwärmepumpe wäre zwar machbar aber nur mit einem großen baulichen Aufwand und es müssen auch Abstandsflächen zum Nachbar eingehalten werden etc.
Auch die Heizkörper müssten wahrscheinlich ausgetauscht werden und ein hydraulischer Abgleich gemacht werden.
Trotz Förderung finde ich den grob geschätzten Preis im Vergleich zu einer neuen Brennwertheizung uninteressant, ein Angebot über beide Heizungstypen soll ich in den nächsten Tagen erhalten.
 
Mein Haus wurde 1907 von meinem Urgroßvater gebaut. Roter Backstein, übliche Verzierungen… Nahezu keine Dämmung, da ich die Außenfassade und den ursprünglichen Charakter des Hauses erhalten möchte.

Wir heizen mit Gas und werden dabei bleiben. Aktuell sind das für 180 qm ca. 4.000 Euro im Jahr.

Außer dem Zuheizen mit einem schönen Kaminofen im Winter sehe ich für mich keine lohnenswerten Alternativen. Ich werde nicht alles auf den Kopf stellen. Bei so alten Häusern lernt man Kompromisse einzugehen bzw. Abstriche zu machen…

Gestern erst eine alte Bakelit-Verteilerdose im Keller geöffnet, weil ich eine neue LED-Kellerlampe anschließen wollte. Chaos pur. Neben den alten und neuen Aderfarben sind auch N und Schutzleiter zusammen verdrahtet. Bin kein Elektriker und damit erstmal ausgestiegen…😄
Ein Teil des Hauses bei uns auch. Allerdings haben wir eine Dreifachmauer mit Luftspalt dazwischen, war damals nicht unüblich. Zusätzlich haben wir schon extra Außendämmung nachgerüstet.

Man könnte den Luftspalt aber noch mit Dämmmaterial füllen. Etwas mehr Wärmedämmung würde schon noch gehen. Bei dir nicht auch? Wir sind immerhin schon bei 100kWh/qm was für 1895/1982 Bausubstanz nicht übel ist. Da war die extra Obergeschossdämmung und teils neue Fenster noch nichtmal mit drin.

Ein Teil ist auch schon FB-Heizung. Im Rest haben wir große Heizkörper. In der Mischung könnte eine Wärmepumpe da schon funktionieren m.E. ...wenn die alte Ölheizung mal rausmuss. Nachbarn haben wir auch keine. Erdbohrung wäre auch Platz. Mehr PV würde noch gehen. Hälfte des Daches hat schon eine. Speicher würde auch noch gehen.

Ohne einen unabhängigen Berater würde ich mir das aber auch kaum zutrauen das alles zu bewerten obwohl ich grundsätzlich vom Energiefach bin. Nur die ganzen aktuellen Regularien und Optionen durchblicke ich nicht.
 
Auch die Heizkörper müssten wahrscheinlich ausgetauscht werden und ein hydraulischer Abgleich gemacht werden.
Trotz Förderung finde ich den grob geschätzten Preis im Vergleich zu einer neuen Brennwertheizung uninteressant, ein Angebot über beide Heizungstypen soll ich in den nächsten Tagen erhalten.

Oft übersteigen die Investitionskosten die Ersparnisse. Eine Liste mit zertifizierten Wärmepumpen findest du hier: Energie - Liste der Wärmepumpen mit Prüf- / Effizienznachweis

Ich würde nichts ohne Inverter nehmen. Das bedeutet, dass der Verdichter drehzahlgeregelt ist und sich an die benötigte Leistung anpasst.

In der Liste sind verschiedene COPs aufgeführt. Das bedeutet den Energiegewinn bei verschiedenen Außentemperaturen. Ein COP von 3,0 bei A-7 / W35 bedeutet, dass du bei einer Außentemperatur von -7 Grad und einer Vorlauftemperatur von 35 Grad aus 1 Kilowattstunde Strom 3 KW Heizleistung gewinnst.

D.h. das lohnt sich erst wenn die kWh Gas mehr als 3 x so teuer ist wie eine kWh Strom.

Ich würde mal nach Daikin Altherma oder Mitsubishi Electric schauen. Ist aber nur meine persönliche Meinung. Eine Anbindung an deine PV Anlage kann über eine Kommunikationsschnittstelle oder Smart Grid erfolgen. Evtl. kann die bestehende Gasheizung noch als Bivalenzgerät erhalten bleiben.
 
(...)
Auch die Heizkörper müssten wahrscheinlich ausgetauscht werden und ein hydraulischer Abgleich gemacht werden.
Trotz Förderung finde ich den grob geschätzten Preis im Vergleich zu einer neuen Brennwertheizung uninteressant, ein Angebot über beide Heizungstypen soll ich in den nächsten Tagen erhalten.
Was jetzt ich denke du hast Fußbodenheizung?
Ein hydraulischer Abgleich muss immer gemacht werden wenn eine neue Heizung eingebaut wird - das ist Vorschrift.

Oft übersteigen die Investitionskosten die Ersparnisse. Eine Liste mit zertifizierten Wärmepumpen findest du hier: Energie - Liste der Wärmepumpen mit Prüf- / Effizienznachweis

Ich würde nichts ohne Inverter nehmen. Das bedeutet, dass der Verdichter drehzahlgeregelt ist und sich an die benötigte Leistung anpasst.

In der Liste sind verschiedene COPs aufgeführt. Das bedeutet den Energiegewinn bei verschiedenen Außentemperaturen. Ein COP von 3,0 bei A-7 / W35 bedeutet, dass du bei einer Außentemperatur von -7 Grad und einer Vorlauftemperatur von 35 Grad aus 1 Kilowattstunde Strom 3 KW Heizleistung gewinnst.

D.h. das lohnt sich erst wenn die kWh Gas mehr als 3 x so teuer ist wie eine kWh Strom.

Ich würde mal nach Daikin Altherma oder Mitsubishi Electric schauen. Ist aber nur meine persönliche Meinung. Eine Anbindung an deine PV Anlage kann über eine Kommunikationsschnittstelle oder Smart Grid erfolgen. Evtl. kann die bestehende Gasheizung noch als Bivalenzgerät erhalten bleiben.

Aktuell zahlst du für die kWh Gas ~6-8ct, tendenz stark steigend (siehe unten)
Bei einer neuen (!) Wärmepumpe gehe ich von einer Jahresarbeitszahl von 4,0 aus, da Fördervorraussetzung (Nachweißpflicht durch Wärmemengenzähler m.M.n. noch aktuell)
Du erzeugst also im Schnitt deiner erzeugten Heizmenge aus 1kWh Strom 4 kWh Wärme.
Demnach kostet dich die kWh Wärme aus Gas aktuell ca. 7ct und die Wärme aus Strom ca. 7,5 ct (bei 30 ct Strompreis), nur ist das zu kurz gedacht...

ABER 1:

Wenn Umstellung auf Wärmepumpe, dann (zumindest kurzfristig) komplett. (Bivalent lohnt nur dann, wenn die Abnahme/Heizlast entsprechend hoch ist.)
Denn dann Entfallen:
  • Gas Grundgebühr: bei mir 85€ was schon relativ günstig ist.
  • Schonsteinfegerkosten: 50-70€ (Kehren + Abgasmessung)
  • Stromkosten für Gastherme (EFH): ca. 150-200 kWh = ~50€ im Jahr
  • Wartungskosten: individuell bei mir waren es immer zwischen 200€-400€ im Jahr
Individuelle Wartungskosten für Wärmepumpen fallen zwar i.d.R. auch an, wenn man aber bspw. das Außengerät selber von Laub befreit...sind diese sehr überschauber.

ABER 2:
Auch eine Brennwertherme nutzt zwar den Brennwert und kann deswegen bezogen auf den Heizwert mit traumhaften Wirkungsgraden trumpfen, deswegen gehen aber immernoch bestenfalls ~8% deiner eingekauften kWh Gas zum Schonstein raus. Selbst eine Luft-Wärmepumpe hingegen kann in optimierten Altbau durchaus auch eine Jahresarbeitszahl von über 4, erreichen.

ABER 3:
Spätestens jetzt ist allen klar, dass Energie teurer wird, vor allem und insbesondere Gas. Zum einen wäre da der steigende CO2 Preis, sehr viel preistreibender aber die russische Abhängigkeit...Wer wie hier eine PV-Anlage hat, kann zumindest einen Teil seines Heizstromes selbst erzeugen (innerhalb des EEG zum Preis der entgangenen Vergütung).


Nochmal die obige Rechnung bewusst ohne Nebenkosten von "ABER 1", aber mit realistischer Glaskugel.
Gaspreis 13ct
Strompreis 40ct.
--> kWh Wärme aus Strom dann 10ct zu 13ct bei Gas. Mit PV nochmal so 6-X0% darunter je nach Anlagengröße, Förderung usw... Jetzt noch die Kosten aus ABER1 und die Verluste aus ABER2 einbezogen...

Klar kann man jetzt nochmal in ne Gasheizung investieren, einfach alles so lassen usw. Aber mittelfristig wird man was machen müssen/wollen, ob das hoffen auf bessere Preise, mehr Monteure, günstigere Umbaumaßnahmen, noch mehr Förderung, Luftschlösser wie ne lohnende Wasserstoffheizung usw... ne Gute Idee ist, darf jeder selber abwägen, die Amortistationszeiten eines Umbaus und Wärmepumpe wenn der nicht not tut sind gemessen an den vorherschenden Markpreisen ohne Eigenleistung tatsächlich lang, aber zumindest innerhalb der Lebensdauer. Wenn ein Invest eh ansteht und die Frage lautet "A oder B" und nicht "B oder alles weiter laufen lassen" sieht das Bild schon anders aus. Sprich die Amortistationszeit von Gas auf Gas ohne irgendwelche Anpassungen...nunja. Am Ende muss es jeder selber entscheiden viele Wege führen nach Rom. Und die individuelle Situation kann man nicht aus der Ferne betrachten. Und pauschalisieren schon gar nicht.

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Ich würde mal nach Daikin Altherma oder Mitsubishi Electric schauen. Ist aber nur meine persönliche Meinung. Eine Anbindung an deine PV Anlage kann über eine Kommunikationsschnittstelle oder Smart Grid erfolgen. Evtl. kann die bestehende Gasheizung noch als Bivalenzgerät erhalten bleiben.
Eine Anbindung an die PV ist bei ner gut eingestellten und ausgelegten Wärmepumpe angesichts des Aufwands/Invest eher "Spielerei", denn die sollte entsprechend klein gewählt werden, dass Sie nicht taktet, das machen auch zu große Invertergeräte irgendwann, sondern durchläuft. Da kannst du mit PV Kopplung nicht viel reißen. Eher noch ist es umso besser eine möglichst große PV zu haben um auch im Winter noch eine gewisse Grundlast an Solarstrom zu haben. Die ehrlichen Optimierungsmaßnahmen beschränken sich dahingehend darauf die Warmwasserbereitung auf die Zeit zu programmieren wenn Sonne ist (bspw. Mittags) und ggf. noch am Tag eine etwas höhere Temperatur zu fahren. (nicht zu verwechseln mit einer Nachtabsenkung unter der Behaglichkeitsgrenze, wie bei Feuerstätten üblich und sinnvoll).
 
Apropos, habt ihr schon mitbekommen, dass der energiepolitische Cheffplaner der Regierung den Rückbau des Gasverteilernetzes bis 2045 plant?:g

Das wird noch lustig die nächsten Jahre.😂
 
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