Gasheizung Alternative?

Spätestens im Oktober wird bei vielen Haushalten „der Baum brennen“…

In meiner Nachbarschaft gibt es einige Rentner mit ihren Häusern. Das schaffen die nicht…
Das Schlimme ist, dass unsere Regierung überhaupt nicht kapiert, dass das was sie vorschreiben wollen, meist technisch
gar nicht machbar ist.

Klar kann man Gasheizungen verbieten. Aber wenn man sich so manch Altbauten mit Gas-Etagen-Heizungen ansieht,
wie soll man bitte dort was anderes einbauen? Es gibt sogar noch viele Altbauten in denen in jeder Etage mit
sog. Küchenkesseln welche mit Öl betrieben werden.

Klar könnte man all diese Häuser umrüsten, z. B. auf eine Wärmepumpe oder Biomasse.

Aber das ist gerade in Großstädten oder Innenstädten mehr als unmöglich.

Um eine Wärmepumpe zu realisieren müssten neue, WP-geeignete Heizkörper
eingebaut werden. Von Flächenheizungen will ich erst gar nicht reden.
Dann müssten diese Häuser auch noch besser gedämmt werden.
Geht meist nicht, weil man eine alte Sandsteinfassade, oder Fachwerkfassade
nicht so einfach "einpacken" darf. Da hat der Denkmalschutz was dagegen.

Dazu kommt noch, dass viele Häuser weder über ausreichend Freifläche
verfügen um Ausseneinheiten von Wärmepumpen installieren zu können.
Von Bunkern für Biomasse möchte ich erst gar nicht reden.

Dann kommt jetzt, vor paar Tagen, Herr Habek daher und sagt er
will dass er einen Pflicht-Heizungs-Check einführen will.
Bei aller Liebe, wo lebt dieser Mensch?

Wer soll diese Heizungen checken????

Ich habe hier in meiner Firma ca. 300 Kundendienstverträge für Heizungsanlagen.
Davon haben wir letztes Jahr gerade mal 70% geschafft.


Wenn jetzt die Pflicht kommt, dann drehe ich durch. Werde schlicht mein Telefon
abschalten. Weil ich exakt weiß bei wem die alle anrufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hat jemand am Montag die WISO Reportage gesehen.... Droht uns ein Blackout.... Absolut empfehlenswert und sehr ernüchternd.....🙄
Vom gesamten Energiebedarf den wir in Deutschland benötigen würden wenn jetzt alle auf regenerativen Strom umstellen wurden - decken wir aktuell gerade Mal mit den vorhandenen Windkraft 3% und Solar 1,5% ab......😱
Allein wenn zb BASF morgen sein Werk in Leverkusen komplett auf regenerativen Strom umstellen würde... Dann würde sich der komplette Strombedarf für Deutschland auf einen Schlag verdoppeln!

Für mich absolut erschreckend was da gerade abgeht.... Jeder soll jetzt in Panik schnell schnell auf Wärmepumpen und regenerativen Strom umstellen.... Wenn aber genau das passieren würde - haben wir zwar viele für Ideen - aber noch lange nicht umgesetzt. Gleichzeitig bestehen wir aber auf die Abschaltung funktionierender Kraftwerke..

Wie hat das ein Professor für Energieversorgung (?) in der Reportage zusammengefasst.... Das ist wie Fallschirmspringen.... Wir springen jetzt aus dem Flugzeug und haben das Material für den Fallschirm dabei.... Und im Fallen überlegen wie uns wie wir daraus einen Fallschirm nähen können.... Und so lange wie fallen reden wir uns ein - ist doch alles gut wir haben ja einen Plan - und bisher ist ja noch nichts passiert...🙄

Absolut sehenswerte Reportage die einen zum Nachdenken bringt...

Ich jedenfalls werde jetzt erstmal nicht in Panik verfallen... Hoffe dass meine Ölheizung erstmal noch läuft... Tank ist randvoll für die nächsten 3 Winter.... Und in dieser Zeit mache ich mir Gedanken wie es weiter geht wenn meine PV läuft... Warmwasser über Brauchwasser Wärmepumpe und eigenen Strom erzeugen.... Kachelofen mit Stückholz und vielleicht die ein oder andere Split Klima zur Heizungsunterstützung wenn tatsächlich Überschuss in der PV übrig bleiben sollte in der Übergangszeit...
Eventuell noch ein Pellets Ofen?
Dann habe ich mich nicht nur von einer Energie abhängig gemacht und bin flexibel....
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Schlimme ist, dass unsere Regierung überhaupt nicht kapiert, dass das was sie vorschreiben wollen, meist technisch
gar nicht machbar ist.

Klar kann man Gasheizungen verbieten. Aber wenn man sich so manch Altbauten mit Gas-Etagen-Heizungen ansieht,
wie soll man bitte dort was anderes einbauen? Es gibt sogar noch viele Altbauten in denen in jeder Etage mit
sog. Küchenkesseln welche mit Öl betrieben werden.

Klar könnte man all diese Häuser umrüsten, z. B. auf eine Wärmepumpe oder Biomasse.

Aber das ist gerade in Großstädten oder Innenstädten mehr als unmöglich.

Um eine Wärmepumpe zu realisieren müssten neue, WP-geeignete Heizkörper
eingebaut werden. Von Flächenheizungen will ich erst gar nicht reden.
Dann müssten diese Häuser auch noch besser gedämmt werden.
Geht meist nicht, weil man eine alte Sandsteinfassade, oder Fachwerkfassade
nicht so einfach "einpacken" darf. Da hat der Denkmalschutz was dagegen.

Dazu kommt noch, dass viele Häuser weder über ausreichend Freifläche
verfügen um Ausseneinheiten von Wärmepumpen installieren zu können.
Von Bunkern für Biomasse möchte ich erst gar nicht reden.

Dann kommt jetzt, vor paar Tagen, Herr Habek daher und sagt er
will dass er einen Pflicht-Heizungs-Check einführen will.
Bei aller Liebe, wo lebt dieser Mensch?

Wer soll diese Heizungen checken????

Ich habe hier in meiner Firma ca. 300 Kundendienstverträge für Heizungsanlagen.
Davon haben wir letztes Jahr gerade mal 70% geschafft.


Wenn jetzt die Pflicht kommt, dann drehe ich durch. Werde schlicht mein Telefon
abschalten. Weil ich exakt weiß bei wem die alle anrufen.

Weißt du wie das aus handwerklicher Sicht bei den Kollegen in Dänemark läuft?
(Verbot von Öl- und Gasheizungen seit 2013)

Ich meine auch gelesen zu haben das es eine Ausnahme bei den neuen Vorschriften für Gasetagenheizungen und Denkmäler gibt?! Auch wenn die die min. 65% erneuerbare beim Kesseltausch in Verbindung mit den kommenden Gaspreisen quasi die Wirkung eines Verbots haben, noch wird ja nix verboten hier.

Den Heizungscheck fände ich vom Prinzip gut. Ich habe vor Jahren einen SHK Meister und Ausbilder und unabhängigen Energieberater ein paar mal bei seiner Arbeit in Kommunen und Firmen begleitet. Da erlebt man die tollsten Dinge, Ventile, Wärmetauscher, Pumpen falsch rum eingebaut, Rohre nicht gedämmt. Heizkurven Anpassung, Hydraulischer Abgleich usw. totale Fehlanzeige. Warmwassertemperatur an der entferntesten Zapfstelle >80°... Kurzschlüsse in Lüftungsanlagen... Lauter so Späße ist lange her bei mir, er hat so viel erzählt gezeigt und gemacht ich konnte das gar nicht alles aufnehmen. Und das war nur Technisch Nutzerverhalten brauchen wir gar nicht erst anfangen. Seine Arbeit finanziert(e?) sich alleine durch die Einsparung ohne dabei Komforteinbußen zu erzeugen immer in partnerschaftliche Arbeit mit den SHK Betrieben bei denen er hohen Respekt genoss. Deswegen sehe ich das genau wie du auch skeptisch, eigentlich müsste der Heizungscheck von (guten) Unabhängigen Fachenergieberatern durchgeführt werden.
...da sind wir wieder beim Haus gemachten Kernproblem: Es gibt keine Heizungsbauer, keine Energieberater, keine Solateure, keine Windanlagenbauer, keine Wärmepumpen, keine Wechselrichter...usw...das ist das Problem wenn man ewig prokrastiniert und dann Schlag auf Schlag meint alles zu müssen.
 
Ich finde da wurde ein wenig übertrieben in dieser Reportage. In D wird es ganz sicher keinen Blackout geben, niemand wird irgendwelche Kraftwerke mir nichts dir nichts mal abschalten und damit einen landesweiten Kollaps riskieren. Die Ziele der Ökos mögen ja grundsätzlich lobenswert sein, aber am Ende des Tages wird nur das umgesetzt, was auch machbar ist, ohne das hier alles den Bach runtergeht. Daher gehe ich davon aus, dass die Wandlung hin zu der regenerativen Energieerzeugung mindestens noch doppelt so lange dauern wird, wie geplant, vermutlich sogar noch länger. Aus Ökologischer Sicht wäre es sowieso sinnvoller, für die Übergangszeit (~100 Jahre) noch ein paar moderne AKWs zu bauen.
Was das eigentliche Thema hier betrifft: solange es noch erlaubt ist Holzheizungen zu installieren (vorzugsweise in Verbindung mit Solar für Warmwasser), würde ich dies jedem empfehlen, der gerade vor der Entscheidung steht was er nehmen soll. Da ich bisher jedes Jahr Glück gehabt habe und mein eigenes Holz für umme irgendwoher bekommen habe, liegen unsere jährlichen Heizkosten quasi bei 0 Euro (die Zeit das Holz ofenfertig und nach hier zu bekommen fällt bei mir unter Hobby). Ich freue mich fast jeden Tag, vor ca. 12 Jahren auf dieses Pferd gesetzt zu haben :thumbsup:
 
Zuletzt bearbeitet:

Für unseren kleinen Dachausbau 80m2 echt eine Überlegung.
Effizienz von Luft-Luftwärmepumpen bei guten Herstellern und Wahl von richtigen Aussengerät schon beachtlich. Heizen und Kühlen mit selber Investition.
 
Gas ist eigentlich der sauberste fossile Brennstoff (Kernenergie mal nicht diskutiert), daher sollten eigentlich vorher Kohle, Schweröl, Leichtöl, Diesel, etc. durch regenerative Energieträger ersetzt werden.
Leider ist Gas aktuell politisch missbraucht, aber ökologisch eigentlich das Beste vom Kohlenstoff. Während in Europa der Diesel gepuscht wurde, haben andere Länder auf LNG gesetzt.
Also eine WP die ein Kohlekraftwerk „benötigt“ ist eigentlich ein Rückschritt zu einer Gastherme.
 
Hat jemand am Montag die WISO Reportage gesehen.... Droht uns ein Blackout.... Absolut empfehlenswert und sehr ernüchternd.....🙄
Ich muss ein bischen lachen. Magazine wie WISO haben die letzten 10-15 Jahre uns versucht zu erklären dass wir kein Problem haben wenn wir Kraftwerke abschalten, nur noch auf Gas setzen und einfach bissl Eneuerbare ausbauen.

Ich hasse es mal wieder recht zu behalten aber es war einfach nen RIESEN Fehler unsere ehemals bestehende Energiediversifizierung VOR dem dem Vorhandensein von adäquaten Ersatz auf´s Spiel zu setzen. Wie fragil so ein Energiesystem ist erkennt man dann jetzt langsam dabei wurde das mantraartig Jahr für Jahr von Experten erzählt bis sie langsam verstummten...

Ersatz in Form von Erneuerbaren und Speichern muss man VOR dem Abschalten schaffen und nicht erst wenn man sich schon aus Kerntechnologien verabschiedet hat.....es ist zum heulen.

Noch bissl mehr zum Thema: Bin grad froh dass wir hier noch nen alten Ölkessel haben, bissl PV auf dem Dach und nen Holzscheitofen. Wenn der Strom auch noch ausfallen sollte hilft am Ende nur der Holzofen....
 
Gas ist eigentlich der sauberste fossile Brennstoff (Kernenergie mal nicht diskutiert), daher sollten eigentlich vorher Kohle, Schweröl, Leichtöl, Diesel, etc. durch regenerative Energieträger ersetzt werden.
Leider ist Gas aktuell politisch missbraucht, aber ökologisch eigentlich das Beste vom Kohlenstoff. Während in Europa der Diesel gepuscht wurde, haben andere Länder auf LNG gesetzt.
Also eine WP die ein Kohlekraftwerk „benötigt“ ist eigentlich ein Rückschritt zu einer Gastherme.
Als Beispiel bei uns : ein Multisplit Inverter mit 5,4 kW Kühlleistung und 7,0 kW Heizleistung hat eine Leistungsaufnahme von 1,32 kW für Kühlen und 1,4 KW für Heizen. Mit einer 10m2 PV Anlage ist der Strom dafür abgedeckt.
Bleibt nur der Lärm für Außengerät, da bin ich mir noch nicht so sicher. Die Innengeräte gibt es mit 21db, die sind kein Thema.
 
Gas ist eigentlich der sauberste fossile Brennstoff (Kernenergie mal nicht diskutiert), daher sollten eigentlich vorher Kohle, Schweröl, Leichtöl, Diesel, etc. durch regenerative Energieträger ersetzt werden.
Leider ist Gas aktuell politisch missbraucht, aber ökologisch eigentlich das Beste vom Kohlenstoff. Während in Europa der Diesel gepuscht wurde, haben andere Länder auf LNG gesetzt.
Also eine WP die ein Kohlekraftwerk „benötigt“ ist eigentlich ein Rückschritt zu einer Gastherme.
Bezogen auf Schwefel, Ruß usw. geb ich dir recht. Aber hier wird ja dann gerne argumentiert wie gut die neuen Abgasreinungstechniken sind, was in Prinzip auch richtig ist.
Also muss der CO2 Vergleich herhalten um deine Aussage zu bestätigen oder zu wiederlegen. Ich konnte mal wieder nicht wiederstehen zu rechnen "sorry". :D

Annahme: Durchschnittliches EFH, neue Gasbrennwertheizung:

  • Heizenergie/a = 20.000 kWh
  • CO2 pro m3 Erdgas = 2,0 kg. Also rund 200g/kWh Gas (eigentlich, Brennwert x Zustandszahl, aber 10kWh/m3 tuts hier)
  • Bleibende Abgasverluste = 8%
  • --> 216 gCO2 pro kWh = 4,32t CO2/a
  • Stromaufnahme Gasbrennwetgerät (typ. EFH Erhebung Heizspiegel) 155kWh/a
Annahme: Durchschnittliches EFH, neue Wärmepumpe
  • Heizenergie/a = 20.000 kWh
  • Förderfähig also COP/JAZ = >4,0
  • Stromverbrauch 5.000kWh

Kernfrage: Bei welchem CO2 Fusabdruck des Betriebsstroms ist die neue Gasheizung besser als die neue Wärmepumpe?
... nach ein bißchen Mathematik errechnet sich ein Grenzwert von 891,6 gCO2 oder mehr den eine Kilowattstunde Strom emitieren muss damit die neue Gasheizung umweltfreundlicher als die neue Wärmepumpe ist.

Strom aus reiner Braunkohle hat je nach Quelle hierzulande ca 1.000 gCO2/kWh (Wirkungsgrad Kette, Kraftwerkspark). Strom aus Reiner Steinkohle hat rund 800 g/kWh. Also hast du zunächst recht wenn man davon ausgehen würde es gäbe nur Braunkohle im Netz.
Viel wichtiger ist die Realität der offizielle Emissionsfaktor lag 2021 lt. Umweltbundesamt bei 411 g/kWh im Mittel.

Nächste Überlegebung
"Aber im Winter scheint ja weniger Sonne, Wind..." da haben wir mehr CO2 im Strom." Richtig, also exemplarisch die Emissionen der Stromerzeugung im Dezember 2021 dargestellt...
Screenshot_20220803-170836_QuickPic.jpg

Mit kurzzeitig mal um die 600 g/kWh ist die Wärmepumpe immer noch zu gut, im Vergleich zum oben berechneten Grenzwert bei dem Gas besser wird.

Ok nächste Überlegung:
Aber wenn es kalt ist funktionieren zudem Luftwärmepumpen schlechter (gibt ja auch Erdwärme...) Richtig. Temperatur im Dezember 2021 ca. 2-0 Grad im Schnitt. Laut ein paar exemplarischen Datenblättern bleibt der COP dabei immernoch über drei. Also sagen wir die tatsächliche Arbeitszahl ist 3,0. Heißt der vorher ausgerechnete Grenzwert von 891,6g CO2 für den Strom wird um 33,3% herabgesetzt, sprich 594,34 g/kWh.
...muss natürlich nur um 25% herabgesetzt werden. Als Grenzwert für den Strom-Emissionsfaktor über dem dem Gasheizungen im Winter einen Vorteil hätten ergibt sich 668,7 gCO2/kWh

Also langer Rede Du musst die aktuelle Stromversorgung sehr deutlich sehr viel schmutziger gestalten, und dabei mit extrem hohen Braunkohleanteil, dass du überhaupt mal zeitenweise in den Bereich kommst wo eine Wärmepumpe im 1:1 Vergleich tatsächlich ein Rückschritt wäre. In der mittleren Jahresbetrachtung fast unmöglich.

(sorry das mich solche Thesen immer Triggern was vorzurechnen, ich mach das weil es mich interessiert und vielleicht findet ja jemand auch einen Denkfehler...!)

Edit: Fehler: Die Reduktion der Arbeitszahl von 4 auf 3 im Winter entspricht natürlich nur einer Zunahme der spezifischen Emission vom 25%...
 
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Bezogen auf Schwefel, Ruß usw. geb ich dir recht. Aber hier wird ja dann gerne argumentiert wie gut die neuen Abgasreinungstechniken sind, was in Prinzip auch richtig ist.
Also muss der CO2 Vergleich herhalten um deine Aussage zu bestätigen oder zu wiederlegen. Ich konnte mal wieder nicht wiederstehen zu rechnen "sorry". :D

Annahme: Durchschnittliches EFH, neue Gasbrennwertheizung:

  • Heizenergie/a = 20.000 kWh
  • CO2 pro m3 Erdgas = 2,0 kg. Also rund 200g/kWh Gas (eigentlich, Brennwert x Zustandszahl, aber 10kWh/m3 tuts hier)
  • Bleibende Abgasverluste = 8%
  • --> 216 gCO2 pro kWh = 4,32t CO2/a
  • Stromaufnahme Gasbrennwetgerät (typ. EFH Erhebung Heizspiegel) 155kWh/a
Annahme: Durchschnittliches EFH, neue Wärmepumpe
  • Heizenergie/a = 20.000 kWh
  • Förderfähig also COP/JAZ = >4,0
  • Stromverbrauch 5.000kWh

Kernfrage: Bei welchem CO2 Fusabdruck des Betriebsstroms ist die neue Gasheizung besser als die neue Wärmepumpe?
... nach ein bißchen Mathematik errechnet sich ein Grenzwert von 891,6 gCO2 oder mehr den eine Kilowattstunde Strom emitieren muss damit die neue Gasheizung umweltfreundlicher als die neue Wärmepumpe ist.

Strom aus reiner Braunkohle hat je nach Quelle hierzulande ca 1.000 gCO2/kWh (Wirkungsgrad Kette, Kraftwerkspark). Strom aus Reiner Steinkohle hat rund 800 kWh. Also hast du zunächst recht wenn man davon ausgehen würde es gäbe nur Braunkohle im Netz.
Viel wichtiger ist die Realität der offizielle Emissionsfaktor lag 2021 lt. Umweltbundesamt bei 411kWh im Mittel.

Nächste Überlegebung
"Aber im Winter scheint ja weniger Sonne, Wind..." da haben wir mehr CO2 im Strom." Richtig, also exemplarisch die Emissionen der Stromerzeugung im Dezember 2021 dargestellt...
Anhang anzeigen 556330

Mit kurzzeitig mal um die 600 g/kWh ist die Wärmepumpe immer noch zu gut, im Vergleich zum oben berechneten Grenzwert bei dem Gas besser wird.

Ok nächste Überlegung:
Aber wenn es kalt ist funktionieren zudem Luftwärmepumpen schlechter (gibt ja auch Erdwärme...) Richtig. Temperatur im Dezember 2021 ca. 2-0 Grad im Schnitt. Laut ein paar exemplarischen Datenblättern bleibt der COP dabei immernoch über drei. Also sagen wir die tatsächliche Arbeitszahl ist 3,0. Heißt der vorher ausgerechnete Grenzwert von 891,6g CO2 für den Strom wird um 33,3% herabgesetzt, sprich 594,34 g/kWh.

Also langer Rede Du musst die aktuelle Stromversorgung sehr deutlich sehr viel schmutziger gestalten, und dabei mit extrem hohen Braunkohleanteil, dass du überhaupt mal zeitenweise in den Bereich kommst wo eine Wärmepumpe im 1:1 Vergleich tatsächlich ein Rückschritt wäre. In der mittleren Jahresbetrachtung fast unmöglich.

(sorry das mich solche Thesen immer Triggern was vorzurechnen, ich mach das weil es mich interessiert und vielleicht findet ja jemand auch einen Denkfehler...!)
Das mag für eine einzelne Berechnung bei den Annahmen stimmen, aber Ziel sollte es sein die Primärenergieversorgung sauberer zu machen, also desto schmutziger das KW, desto schneller außer Betrieb zu nehmen. Und wenn 100.000 Haushalte auf Strom umstellen, bleiben die KohleKW am Netz.
MM ist zuerst die Primärversorgung sicherzustellen, dann diese ökologisch zu verbessern und dann die Verbraucher umstellen. Was bringen BEVs, oder WPs, wenn tausende Tonnen Braunkohle oder gar Schweröl verheizt werden.
Ein altes Kraftwerk weniger bringt viel mehr als ein paar saubere Einfamilienhäuser mit WP statt Gastherme. Die großen CO2, NOX Verursacher müssen zuerst betrachtet werden.
 
Ich folge dann mal der Grünendoktrin in Hamburg, die jetzt, zur Sicherung der Fernwärme und Energie, ein Gaskraftwerk für 400 Millionen € bauen wollen, weil sie das modernste Kohlekraftwerk Europas nach nur 6 Jahren Betriebszeit stillgelegt haben und dieses selbstredend, auch unter den aktuellen Gegebenheiten, nicht wieder reaktivieren wollen.

Ich werde jetzt die Gasheizung in unserem Privathaus, durch einen neuen Gasheizkessel ersetzen, der ggfls auch mit einem Wasserstoff-Gasgemisch läuft. :b:b
Neben einer Luft/Luft WP, eines Kachelofens mit Anbindung an die Heizung, Solarthermie und PV die bereits installiert und in Betrieb sind, wird uns dann hoffentlich kein ideologischer Volkvertreter mehr ärgern.
 
Ich kann kein Gas liefern und Hamburgs Grüne werden ein neues Gaskraftwerk bauen, also ein Kraftwerk, das Gas verbraucht und CO2 ausstößt :roflmao:
Von allen fossilen Kraftwerken verursacht Strom aus einem neuen GuD Kraftwerk am wenigsten spezifischen CO2 Ausstoß, pro kWh Strom 447g bei einem Wirkungsgrad 55%. Bezogen auf Wärme, mit zusätzlicher Nutzung der Wärme (wie es in Hamburg natürlich angedacht ist) und Verstromung in Wärmepumpen landest du überschlagen bei 230% Wirkungsgrad...
Möchte mir aber jetzt nicht anmaßen über Sinn und Unsinn im Gesamtkontext zu urteilen. Immerhin wird das "alte" Kohlekraftwerke auf Verstromung überschüssigen Windstrom umgebaut, bei euch in der Gegend macht das Durchaus Sinn. Um mal auf die Meinige Regierung zu schimpfen, Windräder und Tassen sind ja auch böse. Dann schaut ihr mal lieber wie Ihr euren Strom da oben möglichst effizient einsetzt bevor ihr was abregelt...und wir Bayern können ruhig mal nen Denkzettel vertragen.

Das mag für eine einzelne Berechnung bei den Annahmen stimmen, aber Ziel sollte es sein die Primärenergieversorgung sauberer zu machen, also desto schmutziger das KW, desto schneller außer Betrieb zu nehmen. Und wenn 100.000 Haushalte auf Strom umstellen, bleiben die KohleKW am Netz.
MM ist zuerst die Primärversorgung sicherzustellen, dann diese ökologisch zu verbessern und dann die Verbraucher umstellen. Was bringen BEVs, oder WPs, wenn tausende Tonnen Braunkohle oder gar Schweröl verheizt werden.
MMn geht das nur Hand in Hand. Anders gibt es weder Akzeptanz noch Bewusstsein.
Du denkst besonders dann über ne (Brauchwasser-) Wärmepumpe, Klimaanlage(als Heizung) ein E-Auto usw. nach wenn du in die Eigenstromerzeugung gehst und genauso anders rum.
Ein altes Kraftwerk weniger bringt viel mehr als ein paar saubere Einfamilienhäuser mit WP statt Gastherme. Die großen CO2, NOX Verursacher müssen zuerst betrachtet werden.
Das ist ein Irrtum, Gesamtheitliche Effizenz und ersetzten von Primärenergieträgern wo sie ineffizient eingesetzt werden bringt im Endeffekt mehr (verstärkt durch obigen Zusammenhang), auch mir dem bestehenden Kraftwerkspark. Würdest du den gesamten Primärenergiebedarf von Erdöl, Gas, usw. verstromen und überall da die Effizenz signifikant verbessern wo möglich hast du insgesamt am meisten gewonnen, und sogar noch Gas und Öl über. Und ja das ist natürlich nur blanke Theorie und nicht umsetzbar, schon strukturell nicht, Geschweige vom Invest zu Lasten der Anwender. Aber bilanziell, das ist unumstritten, hat die Wärmewende den viel größeren Hebel als das ein oder andere Kohlekraftwerk still zu legen, erstrecht wenn das Kraftwerk ohnehin Nutzwärme auskoppelt.
 
Von allen fossilen Kraftwerken verursacht Strom aus einem neuen GuD Kraftwerk am wenigsten spezifischen CO2 Ausstoß, pro kWh Strom 447g bei einem Wirkungsgrad 55%. Bezogen auf Wärme, mit zusätzlicher Nutzung der Wärme (wie es in Hamburg natürlich angedacht ist) und Verstromung in Wärmepumpen landest du überschlagen bei 230% Wirkungsgrad...
Möchte mir aber jetzt nicht anmaßen über Sinn und Unsinn im Gesamtkontext zu urteilen. Immerhin wird das "alte" Kohlekraftwerke auf Verstromung überschüssigen Windstrom umgebaut, bei euch in der Gegend macht das Durchaus Sinn. Um mal auf die Meinige Regierung zu schimpfen, Windräder und Tassen sind ja auch böse. Dann schaut ihr mal lieber wie Ihr euren Strom da oben möglichst effizient einsetzt bevor ihr was abregelt...und wir Bayern können ruhig mal nen Denkzettel vertragen.


MMn geht das nur Hand in Hand. Anders gibt es weder Akzeptanz noch Bewusstsein.
Du denkst besonders dann über ne (Brauchwasser-) Wärmepumpe, Klimaanlage(als Heizung) ein E-Auto usw. nach wenn du in die Eigenstromerzeugung gehst und genauso anders rum.

Das ist ein Irrtum, Gesamtheitliche Effizenz und ersetzten von Primärenergieträgern wo sie ineffizient eingesetzt werden bringt im Endeffekt mehr (verstärkt durch obigen Zusammenhang), auch mir dem bestehenden Kraftwerkspark. Würdest du den gesamten Primärenergiebedarf von Erdöl, Gas, usw. verstromen und überall da die Effizenz signifikant verbessern wo möglich hast du insgesamt am meisten gewonnen, und sogar noch Gas und Öl über. Und ja das ist natürlich nur blanke Theorie und nicht umsetzbar, schon strukturell nicht, Geschweige vom Invest zu Lasten der Anwender. Aber bilanziell, das ist unumstritten, hat die Wärmewende den viel größeren Hebel als das ein oder andere Kohlekraftwerk still zu legen, erstrecht wenn das Kraftwerk ohnehin Nutzwärme auskoppeltWas ich meine, ist, dass Praktisch bringt die Stilllegung eines Kohlekraftwerks halt sofort einen enorme CO2 Reduktion
Das sagte ich ja die Primärenergie ist der Hebel. Kraft Wärme Kopplung ist sowieso ein alte Voraussetzung.
Was ich meine ist, dass die Stilllegung eines fossilen KW sofort enorme Wirkung hat. Die Umstellung der Verbraucher dauert Jahrzehnte.
 
Das sagte ich ja die Primärenergie ist der Hebel. Kraft Wärme Kopplung ist sowieso ein alte Voraussetzung.
Was ich meine ist, dass die Stilllegung eines fossilen KW sofort enorme Wirkung hat. Die Umstellung der Verbraucher dauert Jahrzehnte.
Und was ich meine (sorry, so hatte ich dich verstanden) dem Verbraucher zu suggerieren es wäre besser so lange bei der ineffizienten Technologie bleiben zu müssen, bis zu dem Zeitpunkt wo der Strom für die Alternative komplett grün ist macht weder Für die Umwelt Sinn, noch funktioniert das. Weil beides nur zusammen wachsen wird.🙂
 
Von allen fossilen Kraftwerken verursacht Strom aus einem neuen GuD Kraftwerk am wenigsten spezifischen CO2 Ausstoß, pro kWh Strom 447g bei einem Wirkungsgrad 55%. Bezogen auf Wärme, mit zusätzlicher Nutzung der Wärme (wie es in Hamburg natürlich angedacht ist) und Verstromung in Wärmepumpen landest du überschlagen bei 230% Wirkungsgrad...
Wenn dieses fossile Gaskraftwerk dann fertiggestellt ist, wird man sich erinnern, dass man zu diesem Zeitpunkt ja CO2-Neutral sein will und wird dann wohl auch dieses Kraftwerk direkt wieder abreißen? Genauso wie das modernste Kohlekraftwerk Europas Moorburg nach 6 Jahren Betriebszeit. Da spielt dann der spezifische CO2 Ausstoß sicherlich keine Rolle mehr.

Übrigens das Kohlekraftwerk Moorburg wurde von unseren Grünen Volksvertretern genehmigt, dann von Vattenfall gebaut und anschließend boykottiert indem man die Fernwärmeleitung nicht genehmigte. Dafür wurde dann allerdings die Betriebsgenehmigung der gut 50 Jahre (!) alten Kohle-Dreckschleuder in Wedel mit dem Fernwärmeanschluß um Jahre verlängert. Übrigens die Dreckschleuder in Wedel läuft immer noch lustig vor sich hin und soll jetzt auch noch modernisiert werden. Gab es da nicht ein modernes Kohlekraftwerlk in Moorburg, hätte sich unser Rot/Grüner Senat besser fragen sollen.

Das zukünftig alles besser werden soll und tolle Dinge geplant sind, steht auf einem anderen Blatt.
Nur die Reihenfolge der Umsetzung ist, wie bei unseren Grünen nicht unüblich, einfach chaotisch sowie im höchsten Maße umweltschädlich und kostet uns, die das Land mit Steuern am Leben halten, zusätzliche Milliarden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn dieses fossile Gaskraftwerk dann fertiggestellt ist, wird man sich erinnern, dass man zu diesem Zeitpunkt ja CO2-Neutral sein will und wird dann wohl auch dieses Kraftwerk direkt wieder abreißen? Genauso wie das modernste Kohlekraftwerk Europas Moorburg nach 6 Jahren Betriebszeit. Da spielt dann der spezifische CO2 Ausstoß sicherlich keine Rolle mehr.

Übrigens das Kohlekraftwerk Moorburg wurde von unseren Grünen Volksvertretern genehmigt, dann von Vattenfall gebaut und anschließend boykottiert indem man die Fernwärmeleitung nicht genehmigte. Dafür wurde dann allerdings die Betriebsgenehmigung der gut 50 Jahre (!) alten Kohle-Dreckschleuder in Wedel mit dem Fernwärmeanschluß um Jahre verlängert. Übrigens die Dreckschleuder in Wedel läuft immer noch lustig vor sich hin und soll jetzt auch noch modernisiert werden. Gab es da nicht ein modernes Kohlekraftwerlk in Moorburg, hätte sich unser Rot/Grüner Senat besser fragen sollen.

Das zukünftig alles besser werden soll und tolle Dinge geplant sind, steht auf einem anderen Blatt.
Nur die Reihenfolge der Umsetzung ist, wie bei unseren Grünen nicht unüblich, einfach chaotisch sowie im höchsten Maße umweltschädlich und kostet uns, die das Land mit Steuern am Leben halten, zusätzliche Milliarden.
Ja ich hab mitbekommen das dich das sehr triggert und kenn die Umstände nur aus der Ferne und auch nur aus Sicht der Energietechnik, weniger aus politischer, wie gesagt will ich da auch nicht urteilen. Es wird immer mehr mit rein spielen. Das man rückwirkend sagen könnte es war unsinnig - wer auch immer das entschieden hat - "das modernste Stein(!)kohlekraftwerk Europas" überhaupt zu bauen bei den damals schon zu erwartenden Gestehungspreisen ist auch ein Resumé. Das heute Gas unerwartet so viel teurer und "wertvoller" geworden ist, dass die technisch deutlich sinnvollere Alternative auch kritisch zu bewerten ist ein anderes Resumé.

Wenns dich beruhigt und mal im unsere Gegend verschlägt kann ich dich mit einer neuen eindrucksvollen Autobahn+ICE Brücke begeistern die 10 Jahre nicht genutzt aber ständig saniert wurde. Damals immer vorn dabei bei den größten Steuergräbern... Die Reihenfolge der Umsetzung war hier auch "im höchsten Maße chaotisch"
 
Ist hier zwar nicht das Thema, aber ähnlich.
Ich überlege gerade, den Gasherd, weil die Innentüre zersprungen ist, gegen einen Induktionsherd zu tauschen. Wir sind halt das Kochen mit dem einfachen Gasherd gewohnt. Und ob ein moderner Induktionsherd solange hält, weiß ich nicht.
 
Ich bleib erstmal beim Gas, ich mag keine Schnellschüsse. Diesen Winter bleibt die Gasheizung eben aus und wird vorwiegend mit Holz geheizt. Da komm ich nach wie vor günstig ran. Wintergarten bleibt kalt und Türen auf.
 
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