Gesellschaftliche Akzeptanz von Spaßautos - Wie ergeht es euch?

champlix

macht Rennlizenz
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13 März 2014
Ort
Speyer
Wagen
BMW Z4 e85 roadster 3,0si
Hi zusammen,

dachte mir ich muss das einfach mal loswerden, da ich mit der gesellschaftlichen Akzeptanz des Automobils und insbesondere des „Spaß-Automobils“ in den letzten 1-2 Jahrzehnten in zunehmendem Maße unzufrieden bzw. irritiert bin.

Autofahren und insbesondere Spaßauto fahren ist leider nicht mehr:
-En vogue
-Sexy
-Politisch korrekt
-Zeitgemäß
-Cool
-Unbeschwert
-Zukunftsträchtig
-Mehrheitsfähig
-...

Bei mir auf der Arbeit aber auch im privaten Umfeld überlege ich mir mittlerweile genau mit wem ich mich noch sinnvoll und eben z.B. unbeschwert über Sachen wie meinen 3.0 Si oder meine weiterführenden politisch unkorrekten Pläne und feuchten Träume (M3, F-Type, C7, etc.) unterhalten kann bzw. vielmehr auch „will“!

Das macht echt keinen Spaß mehr, wenn man im besten Fall Gleichgültigkeit zu erwarten hat, idR aber eher sowas wie:

-Unverständnis
-Belächelung
-Sarkasmus
-als Moralische Bedenken getarnter Neid
-oder irgendwelche Kommentare zu Kosten, Verbrauch und Nutzwert.

Geht das nur mir so?! Bitte macht mir Mut und berichtet wie es euch ergeht. 😊

Grüße
Felix
 
Ich bin ja 3 Jahre Polo gefahren und jetzt seit Januar meinen Zetti. Insgesamt würd ich schon sagen, dass man bei gleichem Fahrstil grundsätzlich böser angeschaut wird (da spielt vielleicht noch die Kombination mit meinem Alter mit rein und dass alle denken ich wäre Sponsored by Daddy), ich hab’s aber n Stück schlimmer erwartet.
Der Großteil meines Freundeskreises findet das Auto aber sehr cool und interessiert sich ernsthaft dafür. Bei den Maschinenbauern sowieso eigentlich alle.
Und dann gibts halt noch die Menschen komplett ohne Benzin im Blut, die interessiert das Auto einfach gar nicht, merken aber dass ich meinen Spaß dran hab und freuen sich für mich. 🤷🏻‍♂️

Insgesamt also eigentlich doch recht positiv :)
 
Mir ist doch sowas von scheißegal was sich die anderen über meinen Autowahn denken. Mein Leben, mein Spaß.

Ich werde ja auch nicht gefragt ob mir es passt was andere machen.
Von daher bin ich gerne politically incorrect, unsexy, ungebildet und laut.

*rülps und ende*
 
Da ich den Zetti für mich und ausschließlich für mich fahre, ist mir die gesellschaftliche Akzeptanz völlig egal, aber bisher ist mir nichts negatives aufgefallen.

Die Strassen sind voll mit riesigen SUVs und da fällt der kleine überhaupt nicht negativ auf!

Ich werde mit meinem T6 im Winter da schon öfter angesprochen wenn ich im Stand den Motor laufen lasse um in meiner Kantine/Büro/Werkstattwagen es etwas warm zu haben!
 
... Bei mir auf der Arbeit aber auch im privaten Umfeld überlege ich mir mittlerweile genau mit wem ich mich noch sinnvoll und eben z.B. unbeschwert über Sachen wie meinen 3.0 Si ... unterhalten kann ...
Ohne Provokation gefragt: Warum muss oder möchte man sich denn über solche Themen austauschen mit Menschen, die damit nichts am Hut haben? :O_oo:

Falls man Autos deshalb fährt (oder gute Uhren trägt. oder Schmuck, oder sich gut anzieht, oder oder oder...), weil man damit soziale Anerkennung sucht (was m. E. ohnehin ein grundlegend falscher Ansatz ist :confused:), dann muss man eben damit rechnen, dass einem neben vielleicht etwas Anerkennung auch reichlich Missgunst und Unverständnis entgegenschlagen. Das ist (auch) bei "Spaßautos" nicht erst seit gestern so. Fährt man ein "Spaßauto" dagegen allein deshalb, weil es einem Spaß bereitet, dann sind die Reaktionen der anderen doch weithin belanglos. Dann unterhält man sich eben, falls überhaupt, auch nur mit solchen Menschen über das "Spaßauto", die diesen Spaß am Auto teilen. :) :-)

Unangenehm wird es natürlich dann, wenn bereits die bloße Gegenwart des eigenen "Spaßautos" offenes Missfallen erregt. So weit, dass wir in unseren Kisten öffentlich beschimpft oder bedrängt werden, sind wir hierzulande dann aber hoffentlich noch nicht - oder? :whistle:
 
Stell ich die Familien Kutsche auf den breiten Familien Parkplatz kräht kein Hahn danach stell ich den Porsche dahin, auch wenn 10 weitere frei sind bildet sich schon mal ne Menschen Traube die solange wartet bis ich zurück komme um dann rum zu Blöcken, was mir allerdings am Arsch vorbei geht.
 
Stell ich die Familien Kutsche auf den breiten Familien Parkplatz kräht kein Hahn danach stell ich den Porsche dahin, auch wenn 10 weitere frei sind bildet sich schon mal ne Menschen Traube die solange wartet bis ich zurück komme um dann rum zu Blöcken, was mir allerdings am Arsch vorbei geht.


du bist aber auch ganz schön böse du. wie kannst du nur?
 
Mir ist doch sowas von scheißegal was sich die anderen über meinen Autowahn denken. Mein Leben, mein Spaß.

Ich werde ja auch nicht gefragt ob mir es passt was andere machen.
Von daher bin ich gerne politically incorrect, unsexy, ungebildet und laut.

*rülps und ende*

Gute Einstellung.
Mir geht es auch weniger um mich (oder euch) als Individuum und unsere konkreten Befindlichkeiten in dem Fall. Das ist ein Aspekt... der andere Aspekt ist das übergeordnete Weltbild und die damiteinhergehende Abkehr von den Spaßautos.
Ich finde es einfach schade wie sich die Dinge entwickeln und wie wenig Toleranz noch für unsere Leidenschaft vorhanden zu sein scheint.
Alleine schon die Tatsache des Verbots von Klappenauspuffanlagen zum Nachrüsten. Was soll das? Jedes kleine Mopped macht mehr/nervigeren Krach.

So, weitere Erfahrungsberichte bitte 😊
 
Stell ich die Familien Kutsche auf den breiten Familien Parkplatz kräht kein Hahn danach stell ich den Porsche dahin, auch wenn 10 weitere frei sind bildet sich schon mal ne Menschen Traube die solange wartet bis ich zurück komme um dann rum zu Blöcken
Das passiert leider (so wahrgenommen) in letzter Zeit öfter. Und die Blöker fühlen sich aufgrund der Umweltdebatte im Recht.
 
Gute Einstellung.
Mir geht es auch weniger um mich (oder euch) als Individuum und unsere konkreten Befindlichkeiten in dem Fall. Das ist ein Aspekt... der andere Aspekt ist das übergeordnete Weltbild und die damiteinhergehende Abkehr von den Spaßautos.
Ich finde es einfach schade wie sich die Dinge entwickeln und wie wenig Toleranz noch für unsere Leidenschaft vorhanden zu sein scheint.
Alleine schon die Tatsache des Verbots von Klappenauspuffanlagen zum Nachrüsten. Was soll das? Jedes kleine Mopped macht mehr/nervigeren Krach.

So, weitere Erfahrungsberichte bitte 😊

Na, das ist relativ. Man nehme das GTI Trefffen als Beispiel, welches mittlerweile sich ja inoffiziell auf ein paar Wochen ausdehnt. Wenn dort dann gegen 23:30 Uhr im Wohngebiet Gummi gegeben werden muss oder der Auspuff knallt, dann hat die Bevölkerung, welche diese vereinzelten Vollhonks als Belästigung sehen durchaus mein Verständnis. Dass sich sowas dann generell auf Sportwagen ausweitet ist schade, aber bis zu einem gewissen Grad durchaus verständlich.

Ich für meinen Teil habe kein Problem wenn jemand tagüber mal etwas lauter an der Straße vorbeifährt, macht ja Spaß... aber nachts wäre schon schön wenn man nicht aus dem Schlaf gerissen wird. Und wer sich einen Sportwagen leisten kann oder leisten will kann sich ja einen kaufen... neid? nie gehört.
 
Zuletzt bearbeitet:
es liegt wohl auch am aussehen des zettis, boah der hats ja nötig, prollkarre, was die kostet,der hats ja.
über einen golf ,audi ,ford regt sich keiner auf ,aber der kostet auch. ist aber akzeptiert als wagen. unser hat ja nur zwei sitze...
ich kenne das aus der nachbarschaft.
 
Ich kann’s nicht verlinken im Moment. Aber auf n-tv ist aktuell ein Bericht darüber wie sich die Besteuerung von spassautos respektive spritschluckern als strafe äh als Anreiz für den Kauf eines #unweltfreundlichen# e Autos umsetzen lässt.

Hinsichtlich der Klima Diskussion braucht man sich also nicht allzu sehr wundern wenn den Leuten der Spaß am sportlichen Auto abhanden kommt.
 
Ohne Provokation gefragt: Warum muss oder möchte man sich denn über solche Themen austauschen mit Menschen, die damit nichts am Hut haben? :O_oo:

... stimme dir zu. Allerdings fällt es mir zunehmend schwerer überhaupt noch jemanden zu finden, der darüber reden will. Und für mich ist das halt eines meiner Top-Smalltalk-Themen schlechthin 😅

Geht mir nicht um Angeberei o.ä. sondern lediglich um den Austausch unter (halbwegs) Gleichgesinnten.

So wie hier z.B.
Zum Glück gibts das Internet 😁
 
aber wie schon an anderer stelle geschrieben. autofahren soll uns grungsätzlich vermiest werden.
 
Stell ich die Familien Kutsche auf den breiten Familien Parkplatz kräht kein Hahn danach stell ich den Porsche dahin, auch wenn 10 weitere frei sind bildet sich schon mal ne Menschen Traube die solange wartet bis ich zurück komme um dann rum zu Blöcken, was mir allerdings am Arsch vorbei geht.

Du meinst die Parkplätze mit dem Kinderwagen drauf?
Dann wäre meine Frage: Bezieht sich dein Post auf „ich parke dort und habe Kinder dabei“ Oder auf „ich parke dort und habe keine Kinder dabei“ ?

In ersten Fall: Armes Deutschland, Neidhaufen!

Im zweiten Fall: Hege gewisse Sympathie für den Menschenmob 😁
 
Ich werde mit meinem T6 im Winter da schon öfter angesprochen wenn ich im Stand den Motor laufen lasse um in meiner Kantine/Büro/Werkstattwagen es etwas warm zu haben!
Standheizung, wirkt Wunder ;) , aber nur für 3 Stunden, dann ist die Batterie leer:(
Ich lasse ein Stromerzeuger laufen, mit einem Heizlüfter, das funzt eins A.
Außer, ich brauche 8 Stunden Festbeleuchtung und Rundumeuchte.

Da sind mir die paar Kilometer im Z egal und bis jetzt würde ich noch nie negativ auf den Z angesprochen.
 
Also meiner ist, als zweisitziger Kleinwagen, per se umweltfreundlich :D . Damit sind für mich solche Diskussionen beendet.

390932

Das Thema Auto ist als Gesprächsthema nur noch selten wirklich tauglich...
Technisch ist sowieso bei vielen alles sehr schnell ausgeschöpft, und selbst Leute aus dem Bekanntenkreis, die am Ende des Monats eher mehr Monat als Geld übrig haben gehen ohne das in Frage zu stellen selbst zum Reifenwechseln brav in die Werkstatt.
 
...



Autofahren und insbesondere Spaßauto fahren ist leider nicht mehr:
-En vogue
-Sexy
-Politisch korrekt
-Zeitgemäß
-Cool
-Unbeschwert
-Zukunftsträchtig
-Mehrheitsfähig
-...

🤔
Liest sich so, als wenn Du früher auf Stimmenfang warst (Bewundernde Blicke) ... Und jetzt öfters eine vor den Bug bekommst... 😁

Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ob ein vorbeifahrender Sportwagen den Inhalt (Fahrer) sexy, cool usw macht, dieser das Image des Autos übernimmt.

Bei Fremden: da ist Blech, welches mir gefällt oder eben nicht.
Wenn mich ein Fremder ansprechen sollte (Unsinn des Wagens, Ökologie blablablubb), wäre meine Antwort:
"Ach was"
Ich drücke ja auch niemandem ungefragt ein Gespräch rein.

Alle anderen, mit denen man privat oder am Arbeitsplatz zu tun hat:
Es gibt halt auch Menschen, die sich nicht für sportliche Autos interessieren.
Irgendwo wird schon eine Schnittstelle weiterer Interessen sein 👍
 
Also ich kann das so garnicht bestätigen. Die meisten meiner bekannten sind Petrolheads, ob ich jetzt mit dem Coupe oder dem RS fahre bekomme ich auch von Pasanten sogut wie nie böse Blicke, im Gegenteil. Und auf der Arbeit kann ich auch mit sogut wie 95% der Belegschaft über das Thema reden ( gut, mag dran liegen das ich in einem sehr großen Autohaus arbeite :D )
 
Also meiner ist, als zweisitziger Kleinwagen, per se umweltfreundlich :D . Damit sind für mich solche Diskussionen beendet.

Anhang anzeigen 390932

Das Thema Auto ist als Gesprächsthema nur noch selten wirklich tauglich...
Technisch ist sowieso bei vielen alles sehr schnell ausgeschöpft, und selbst Leute aus dem Bekanntenkreis, die am Ende des Monats eher mehr Monat als Geld übrig haben gehen ohne das in Frage zu stellen selbst zum Reifenwechseln brav in die Werkstatt.
spannender Wert: Querschnittsfläche...
Polo: 2,56qm
Z4: 2,25qm 😏
 
Autofahren und insbesondere Spaßauto fahren ist leider nicht mehr:
-En vogue
-Sexy
-Politisch korrekt
-Zeitgemäß
-Cool
-Unbeschwert
-Zukunftsträchtig
-Mehrheitsfähig
-...
Wieso interresiert mich das nicht und hat mich noch nie gejuckt wie andere sich dabei fühlen wenn ich Spaß habe &:

Ich käme nie auf die Idee mir deswegen Gedanken zu machen, außer ich brauche die Anerkennung von Dritten, was ja eigentlich total Banane ist :smilingface (52): Ich hab ja nix davon

.
 
Ätzendes Thema...das was wirklich schlimm wird ist die Doppelmoral: Mit dem Finger auf andere zeigen aber am nächsten Tag auf die Malediven fliegen. Sich über sportliche Autos aufregen aber Sonntags den Schlagbohrer auspacken.

Leider neigt die Gesellschaft zu Symbolmaßnahmen (SUVs raus, Kohlekraftwerke abschalten, ...). Die stellen dann gleich selektiv Themen unter Generalverdacht als ganzheitliche Lösungen zu fördern.

Solang die Politik das Feld den Medien und den Blökern überlassen wir das nicht besser. Ich vermisse eine mittel- bis langfristige Vision, wo wir hinwollen. Unsere Oberin wartet immer solange, bis eine gesellschaftliche Strömung (objektiv sinnvoll oder nicht) sich bildet um dann diese aufzugreifen. Wir sind schlicht orientierungslos mit dieser Art und Weise des Politikstils und blöken alles um uns an, was gerade so Mainstream ist angeblökt zu werden, weil sich eben keine visionären Langfristlösungen abzeichnen wie z.B. planvoll moderat ansteigende CO2 Bepreisung auf alle Sektoren und fossilen Energieträger.

Und das Auto im Wandel vom Lust zum Frustobjekt bekommt grad eben von allen Seiten Schelle...auch von jungen Leuten, die lieber Smartphone statt Auto nutzen, statt in die nähere Umgebung zu fahren aber gleich sich in den Flieger setzen zum WE Trip.
 
Mal abgesehen davon, dass mich die Meinung anderer wenig interessiert, hatte ich bisher noch nie ein externes Problem mit der Akzeptanz eines vermeintlichen Spaßfahrzeuges.
Klar, es wird immer wieder mal auch eine seltene, abfällige Äusserung geben, aber 80% geben gar keinen Kommentar dazu ab (weil es ihnen vermutlich einfach egal ist) und der Rest ist durchwegs eher sehr positiv eingestellt.
Ich hatte bisher noch keinen negativen Kommentar vernommen und wenn doch, hätte mich das auch kaum tangiert. ;)

Aber Du hast natürlich durchaus mit Deinem Gefühl recht - ein "exotisches" oder vermeintlich leistungsstarkes Spaßfahrzeug verliert in der Gesellschaft zunehmend an Bedeutung - nur ist das für MICH kein Grund, meine Einstellung und Begeisterung für sportliche, emotionelle Fahrzeuge in irgend einer Weise zu ändern.
 
Das passiert leider (so wahrgenommen) in letzter Zeit öfter. Und die Blöker fühlen sich aufgrund der Umweltdebatte im Recht.
vergessen aber was ich schon in einem anderen Thread bemerkt habe:
"die dann mit ihren SUV's als Alleinfahrer täglich in die Arbeit, zum Kindergarten, zur Schule und Einkaufen fahren und damit 2-Tonnen Masse fast nutzlos bewegen und damit mehr Umweltschaden anrichten als sie denken" oder als wir die oftmals nur bei Gelegenheit unsere Autos zum Spaß bewegen.
 
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