GM lässt Saab offenbar vor die Wand fahren

AW: GM lässt Saab offenbar vor die Wand fahren

:O:O:O

Gut, es war in den Medien ja zu vernehmen, wie es um GM und seine "kleineren" Marken steht, aber wenn die Entgültigkeit dann vor der Türe steht, ist das echt schon schockierend. Schockierend deshalb, weil sich offenbar niemand von den Inverstoren, die jahrelang Gewinne - auch durch Saab - abgeschöpft haben, seiner sozialen Verantwortung der Mitarbeiter gegenüber bewusst wird und eingreift.

Nein, ich bin kein "Linker" und kein "Gewerkschafter" aber ich habe als unternehmerisch denkender Angestellter immer noch ein soziales Gewissen und eben das macht mich so wütend.

Ich hoffe sehr, dass es den Beteiligten gelingen wird, die Insolvenz zu vermeiden :t!
 
AW: GM lässt Saab offenbar vor die Wand fahren

schätze mal das gm nicht recht viel möglichkeiten hat. die stehen doch selbst nur zentimeter vor dem einschlag in die wand...
 
AW: GM lässt Saab offenbar vor die Wand fahren

schätze mal das gm nicht recht viel möglichkeiten hat. die stehen doch selbst nur zentimeter vor dem einschlag in die wand...

Da bin ich bei Dir!

Aber wo sind die Investoren, die sonst auch hoch-spekulativ agieren? Wo sind die Investoren, die Gewinne mit ihren Investitionen bei GM gemacht haben?

An deren soziale Verantwortung appeliere ich (auch wenn es sie nicht interessieren wird, was mir auch klar ist %:)
 
AW: GM lässt Saab offenbar vor die Wand fahren

Märkte regulieren sich am Besten ganz von alleine, ohne jeglichen Eingriff des Staates. Insofern ist die Haltung der schwedischen Regierung nachvollziehbar. Saab wäre ohne GM-Beteiligung schon lange nicht mehr lebensfähig gewesen.

Das hört sich hart an, ich weiß. Aber dem kleinen Mittelständler hilft auch keiner! Nur den Großen, wenn eine erkleckliche Anzahl von Arbeitsplätzen auf dem Spiel steht und man sich parteipolitisch profilieren kann (Herr Schröder konnte das auch sehr gut und Herr Rüttgers schärft gerade sein Profil). Dass der Mittelstand immer noch fast 70% der Arbeitsplätze in D generiert interessiert in der Politik niemanden, außer vielleicht die FDP.......:(
 
AW: GM lässt Saab offenbar vor die Wand fahren

Märkte regulieren sich am Besten ganz von alleine, ohne jeglichen Eingriff des Staates. Insofern ist die Haltung der schwedischen Regierung nachvollziehbar. Saab wäre ohne GM-Beteiligung schon lange nicht mehr lebensfähig gewesen.

Sehe ich absolut genauso, der Automobilmarkt, gestützt durch Fraktionen aus der Politik, stemmt sich gegen eine Konsolidierung, die global nicht aufzuhalten ist.
Schade um Saab, aber volkswirtschaftlich betrachtet ist eine künstliche Lebenserhaltung nicht sinnvoll. Soziologisch mag dies schon wieder ganz anders ausschauen....

Gruß
Skizzler
 
AW: GM lässt Saab offenbar vor die Wand fahren

Sehe ich absolut genauso, der Automobilmarkt, gestützt durch Fraktionen aus der Politik, stemmt sich gegen eine Konsolidierung, die global nicht aufzuhalten ist.
Schade um Saab, aber volkswirtschaftlich betrachtet ist eine künstliche Lebenserhaltung nicht sinnvoll. Soziologisch mag dies schon wieder ganz anders ausschauen....

Gruß
Skizzler

Schick mal nen Foto von Deinem E9 3,0csi - ich mag diese Autos.....
 
AW: GM lässt Saab offenbar vor die Wand fahren

Hi,

um die Mitarbeiter kann es einem Leid tun.

Aber wieso wird in schwierigen Zeiten immer nach der Politik gerufen?

Sind Opel und Saab tatsächlich so in den GM-Konzern verflochten, das sie nicht herausgelöst werden können. Das ging doch bei BMW-Rover und Mini auch.
Desweiteren hat ja niemand das Management bei GM gezwungen, alles so zu vermischen.
Ich kenne mehrere Unternehmer, die haben für jede Einzelunternehmung eine eigene GmbH. Wenn da mal was schief läuft, ist nicht gleich alles gefährdet.

Oder will der Weltkonzern GM jetzt die regional agierenden Regierungen gegeneinander ausspielen. Schweden gegen Deutschland oder NRW gegen Hessen. Oder was macht der Rütgers in Detroit?

GM und Opel verlieren seit Jahren Marktanteile. Woran kann das liegen? Es wird in den gleichen Regionen wie bei den Wettbewerbern produziert. Also muss etwas mit den Produkten nicht stimmen. Und daran ist nur das jeweilige Unternehmen schuld. Solche Firmen braucht man dann auch nicht zu unterstützen. Das Elend zieht sich nur noch länger hin.

Der Arbeiter am Band kann wie immer am wenigsten dafür und hat eine große Last zu tragen.

Oryx
 
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In der Not ist einem das Hemd näher als die Jacke.
Das zeigt, wie schlecht es um GM steht.
Außerdem macht die US-Regierung die finanzielle Unterstützung von einen Verschlankung und Reduzierung des Kostenapparates abhängig, was ja nicht verwunderlich ist.
 
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:O:O:O

Gut, es war in den Medien ja zu vernehmen, wie es um GM und seine "kleineren" Marken steht, aber wenn die Entgültigkeit dann vor der Türe steht, ist das echt schon schockierend. Schockierend deshalb, weil sich offenbar niemand von den Inverstoren, die jahrelang Gewinne - auch durch Saab - abgeschöpft haben, seiner sozialen Verantwortung der Mitarbeiter gegenüber bewusst wird und eingreift.

Nein, ich bin kein "Linker" und kein "Gewerkschafter" aber ich habe als unternehmerisch denkender Angestellter immer noch ein soziales Gewissen und eben das macht mich so wütend.

Ich hoffe sehr, dass es den Beteiligten gelingen wird, die Insolvenz zu vermeiden :t!

Die Amerikaner waren schon immer die "bekanntesten Heuschrecken". Ohne Skrupel und rücksichtslos.... immer auf hohe Renditen und schnelles Geld aus. Und wenn es uninteressant wirde, dann weg .... Ex und Hopp
Das ist überhaupt nichts neues.
Ich bin auch kein "Linker", Gewerkschaftler oder ähnliches.
 
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Dass der Mittelstand immer noch fast 70% der Arbeitsplätze in D generiert interessiert in der Politik niemanden, außer vielleicht die FDP.......:(

Da hat ja auch die FDP ihre Wurzeln gehabt, aber viele Jahre diese aus den Augen verloren gehabt ;)
 
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Da hat ja auch die FDP ihre Wurzeln gehabt, aber viele Jahre diese aus den Augen verloren gehabt ;)

Scheinen sie aber wiedergefunden zu haben... 16% in Hessen - Schwarz/Rot wird am 27.09.09 hoffentlich die Quittung bekommen und die FDP zukünftig die Politik massgeblich mitbestimmen. Die SPD-Roten werden hoffentlich unter 20% fallen (der Wermutstropfen wird dann allerdings der Herr Lafontaine sein und entsprechend zulegenb:). Gelb/Schwarz (extra in dieser Reihenfolge) wäre eine gute Basis für die Zukunft......;)
 
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Gelb/Schwarz (extra in dieser Reihenfolge) wäre eine gute Basis für die Zukunft......;)

Nein, auch nicht. Die haben uns doch alle schon einmal "verkauft". Oder hast Du etwa die Ära "Kohl" schon vergessen?

Was uns Bürgern als einzige versuchsweise Möglichkeit noch bleibt (alle anderen Konstellationen sind ja schon mal gewesen), weil es das bisher noch nicht gab, ein Koalition sämtlicher Partein. Dann müssten sich aller Politiker mal richtig "zusammenraufen" B;
 
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Sehr traurig das Ganze, und irgendwo habt ihr alle Recht. Der Staat kann und darf sich nicht als Retter (nur) der Großen aufspielen, gleichzeitig tut es weh zu sehen wie immer mehr Traditionsunternehmen vor die Hunde gehen.

Der American way wirkt sich insgesamt ganz schön negativ aus.

Es soll jetzt kein dummes Stammtischgepolter sein-aber je mehr ich über die Hintergründe der Krise lese, desto stärker komme ich zur Überzeugung daß alles irgendwo auf diese verdammte amerikanische Leb-auf-Pump-und-mach richtig- Kohle-Mentalität zurückzuführen ist. Sicher wurde in D auch vieles falsch gemacht, aber die Wurzeln kommen doch immer wieder daher.

Was ich richtig schlimm an dieser Krise finde-aufgrund der globalen Zusammenhänge und Abhängigkeiten kann der Einzelne in den betroffenen Unternehmen so gut wie nichts mehr dagegen tun, ganz egal wie er sich reinhängt.

Ich war z.B. diese Woche in der BMW-Welt zur Fahrzeugabholung. Die können am Tag bis zu 250 Einheiten feierlich präsentieren und übergeben wenn sie denn dürfen. Auf die Frage wieviel denn momentan so ausgeliefert würden hieß es 20/Tag :O

Und die Mitarbeiter der BMW-Welt haben sich richtig den A... für uns aufgerissen, sowas von engagiert und freundlich, aber natürlich mit den paar Kunden total unterfordert. Unterfordert weil die ganze Welt total hohl dreht momentan, und dagegen können sie 0,0 tun egal wie gut sie ihren Job machen. Das hatte irgendwie sowas deprimierendes, der Riesenpalast, die vielen netten Mitarbeiter, und es geht nichts rechtes:#

Hard times fürwahr, und sorry für OT:M
 
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ja, das ist ein Problem. Das alles zusammen gewachsen ist oder miteinander irgendwie verflochten oder wie auch immer.

Der berühmte Domino-Effekt.

Und wir "Kleinen" stehen am Ende des Disasters.... was heute noch garnicht richtig abgeschätzt werden kann. Und das bringt wieder ein Geflecht...

=> weniger Konsumenten, weniger Umsätze für Unternehmen.

Das hat evtl. aber wieder etwas Gutes. Die Preise müssen zwangsläufig fallen, sonst stottert der Motor immer weiter. Jahrzehnte ging die Preisspirale nach oben, nun reguliert sie sich - sollte sie zumindest - nach unten.
Das hat wiederum für andere noch Tätige den Nachteil, keine Lohnerhöhungen usw. mehr möglich. Alle Bürger müssen mit ihren Ansprüchen zurückschrauben.

Seit wann kann man eigentlich ein Rad wieder zurückdrehen? &:
 
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Andreazzz schrieb:
Alleine schon wieder das Blablabla wegen dem Termin unserer Kommunalwahl zum 7.Juni - mich kotzt das Thema Politik und Politiker einfach nur noch an.

Andreas

Das Meißte bzw. viele notwendigen Entscheidungen werden ganz frech mit Ansage nach der Bundestagswahl gelegt :s Das läßt die Nachtigall aber wieder ordentlich trapsen :X

So, aus jetzt mit Politik. Das ist doch nach den Forumsregeln nicht gewünscht B;
 
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Andreazzz schrieb:
mich kotzt das Thema Politik und Politiker einfach nur noch an.

GENAU das ist das Problem!!!!

Mehr oder weniger ALLE Politiker sind von dem Volk und einen "normalen" Denkweise um Welten entfernt, daß man von Ihnen einfach NICHTS mehr erwarten darf!!!!!
 
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GENAU das ist das Problem!!!!

Mehr oder weniger ALLE Politiker sind von dem Volk und einen "normalen" Denkweise um Welten entfernt, daß man von Ihnen einfach NICHTS mehr erwarten darf!!!!!

Und wenn jeder Bürger so denken würde und daraus die logische Konsquenz (Desinteresse und keine Wahrnehmung des Wahlrechts, z. B.) ziehen würde, wäre die Situation - nicht nur in unserem Lande - noch dramatischer. Ein permanentes Schimpfen und eine pauschale Verurteilung der Politiker bringt m. E. gar nichts.
 
AW: GM lässt Saab offenbar vor die Wand fahren

Und wenn jeder Bürger so denken würde und daraus die logische Konsquenz (Desinteresse und keine Wahrnehmung des Wahlrechts, z. B.) ziehen würde, wäre die Situation - nicht nur in unserem Lande - noch dramatischer. Ein permanentes Schimpfen und eine pauschale Verurteilung der Politiker bringt m. E. gar nichts.

Aber durch z.B. immer wieder andere Kombination zu wählen, brachte in der Vergangenheit ebenso wenig. "Sie" machen weiter wie ihnen beliebt ;)

Was bleibt dem Bürger denn dann überhaupt noch, außer eben nicht mehr wählen zu gehen? Die Nicht-Wähler werden ja schon von Jahr zu Jahr weniger und das fällt den Politikern bisher schon auf ;) Und je dramatischer das werden würde, desto mehr Bewegung gerät in die Politik bzw. Politiker.

Jedoch solange der Lobbyismus die längeren Hebel hat, desto länger bleibt der Bürger im politischem Sinne auf der Strecke ;)
 
AW: GM lässt Saab offenbar vor die Wand fahren

Hi,

das mit der Verschuldung ist so eine Sache. Hier ist es ja nicht viel besser.
Da werden teilweise selbst genutzte Firmenimobilien verkauft, um sie dann wieder anzumieten. Toll
Firmenwagen werden auch nur noch geleast. Auch toll
Maschinen sowieso

Die Zeiten, das der neue Firmenwagen erst mal erarbeitet werden muss, waren doch vorbei.

Bei Privathaushalten ist es aber kaum anders.

Ich denke mal, da wird sich wieder einiges ändern.
Wieder in der Reihenfolge:
Arbeiten,
Sparen,
Kaufen,
Genießen

Ich weiss, ich bin da etwas altmodisch.
Nein, bin kein Schwabe.

Oryx
 
AW: GM lässt Saab offenbar vor die Wand fahren

Und wenn jeder Bürger so denken würde und daraus die logische Konsquenz (Desinteresse und keine Wahrnehmung des Wahlrechts, z. B.) ziehen würde, wäre die Situation - nicht nur in unserem Lande - noch dramatischer. Ein permanentes Schimpfen und eine pauschale Verurteilung der Politiker bringt m. E. gar nichts.

Da gebe ich Dir 100% recht!!!

ABER wo sind die Alternativen????

Ich könnte mir vorstellen, daß z.B. Seehofer und auch zu Guttenberg eine gute Figur abgeben. Mal schauen ob sie die Chance nutzen!?!?

ABER wenn ich so Namen die Ulla Schmidt oder Tiefensee nur höre.... da könnte ich...... b:b:b:b:b:
 
AW: GM lässt Saab offenbar vor die Wand fahren

Nein, auch nicht. Die haben uns doch alle schon einmal "verkauft". Oder hast Du etwa die Ära "Kohl" schon vergessen?

Was uns Bürgern als einzige versuchsweise Möglichkeit noch bleibt (alle anderen Konstellationen sind ja schon mal gewesen), weil es das bisher noch nicht gab, ein Koalition sämtlicher Partein. Dann müssten sich aller Politiker mal richtig "zusammenraufen" B;

naja... toller Vorschlag: komplett ohne Opposition?! Auch diese hat in einer Demokratie eine wichtige Funktion. Oder sind wir schon wieder in der "Demokratur" angekommen? &:

Rudi
 
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naja... toller Vorschlag: komplett ohne Opposition?! Auch diese hat in einer Demokratie eine wichtige Funktion. Oder sind wir schon wieder in der "Demokratur" angekommen? &:

Rudi

In anderen Ländern wurde das als "Einheitspartei" deklariert. Aber deren "Rechtsform" ist bzw. war nun wirklich mit einer Demokratie absolut nicht vergleichbar. Denn eine Demokratie würde heute bei uns nicht mehr abgeschafft werden.

Die Opposition findet dann in den Gremien, Arbeitskreisen oder wie das alles noch so heißen mag statt.
Denn es lassen sich nicht alle Parteien mit ihrer Meinung "unter den Tisch" kehren. Sie sind dann gezwungen, sich mit allem ernsthaft auseinanderzusetzen, um konkrete Beschlüsse zu verfassen können (was ist eigentlich der Europarat? Ist doch nichts anderes). Dann haben es nämlich die Lobbyisten viel schwerer ihre Finger/Füße zwischenzustecken ;)

Heute sind das doch alles nur halbgare Sachen, die die Entscheidungen beinhalten. Aber bei einer "bunten Regierung" würden Entscheidungen vielleicht mehr im Sinne des Bürgers getroffen werden. Ein Versuch wäre es allemal wert. Schlimmer kann es nämlich schon fast nicht mehr kommen.

Ein Problem sehe ich allerdings bei meinem Vorschlag. Die Entscheidungsprozeße würde um ein Vielfaches länger dauern. Aber wenn man bedenkt, wie lange es in der Regel heute dauert, bis etwas in einem Gesetz mündet, kann das so dramatisch dann auch nicht werden.

Darüber hinaus ist doch heute oder eher morgen sowieso keine Rede mehr von nationalen Regierungen. Die Feder wird immer mehr in Brüssel geschwungen.
Eine Kleinstaaterei - wie wir bei uns immer noch praktizieren - wird es in einigen Jahrzehnten nicht mehr geben können, wenn Europa wirklich mal Eins sein will. Aber damit werden sich noch unsere Enkel auseinandersetzen müssen. ;)
 
AW: GM lässt Saab offenbar vor die Wand fahren

Ja, alle in einer Koalition - da geht dann endlich nix mehr! :s
Keine Opposition übt Kritik und es ist ja bald wieder Wahl, da will man sein Profil schärfen... da stimmt man mal gegen ein paar Dinge, die Koalitionspartner müssen ja nicht unbedingt allzu gut darstehen...
Ich verstehe zwar den Wunsch nach der Harmonie, denke aber, dass dies nicht funktionieren wird.

Bei allem Geschimpfe über die Politik:

Die meisten Parteien freuen sich auf neue, aktive Mitglieder. Diese können in ihrer Stadt schnell etwas bewegen: im sozialen Bereich sind Ideen und Hilfe immer gefragt.
Da kann sich jeder beweisen und muss ja quasi aufgrund seiner Qualifikation im Vergleich zu allen "Politiker-Deppen" bald für ein Amt vorgeschlagen werden - oder?
Und da Politik weder Zeit noch Arbeit ist fliegen die ehemalig Politikverdrossenen die Karriereleiter nur so rauf - oder?
Es werden Manager, Fußballtrainer oder Politiker schnell kritisiert, aber verstehen wir wirklich soviel mehr von ihrem Job?
Die meisten Menschen möchten in ihrem Job nicht von Leuten kritisiert werden, die noch nie in einem solchen Job waren - oder?

Ich finde es schade, dass soviele Menschen Politiker kritisieren und nur so wenige sie aktiv gestalten wollen - denn unten wollen nur wenige anfangen. Den Papierkrieg ohne Bezahlung möchte kaum einer in seiner Freizeit freiwillig führen.

Es soll dies bitte niemand als Kritik aufnehmen, aber vielleicht als Denkanstoß wenn man wieder über Politiker meckert, deren IQ unter der Raumtemparatur zu liegen scheint. Nicht für jeden ist Politik etwas, aber jeder hat die Chance in einer Demokratie etwas zu verändern.
Es ist schade, wenn man sein Wahlrecht freiwillig preis gibt - auch wenn man damit einen Protest ausdrücken möchte.
 
AW: GM lässt Saab offenbar vor die Wand fahren

Ich würde die Kritik gern noch einen Schritt vor den Politikern beginnen:

Mehr als die Hälfte der Deutschen kennt nicht den Unterschied zwischen Erst- und Zweitstimme. b: Geschweige denn was ein Überhangmandat darstellt.

Was will man dann von einer Regierung und Opposition erwarten? Demokratie funktioniert nur, wenn man sie auch versteht!

Aufgrund dieser wichtigen Details hat es auch die EX-SED Partei PDS, jetzt die LINKE, geschafft über Direktmandate 1994 in den Bundestags einzuziehen.

SPERRKLAUSEL

Bei der Vergabe der Sitze werden nur Parteien berücksichtigt, die bundesweit wenigstens fünf Prozent der Zweitstimmen erhalten. Ein Zweitstimmenanteil unter fünf Prozent wird nur dann in Mandate umgerechnet, wenn eine Partei mindestens drei Direktmandate hat.

Beispiel

* An der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert,

Die PDS erhielt 1994 bundesweit nur 4,4 Prozent der Zweitstimmen. Allerdings eroberte sie vier der fünf Ostberliner Wahlkreise.

* und trotzdem mit 30 Abgeordneten im Bundestag:

Wegen der Direktmandate wurden auch die 4,4 Prozent Zweitstimmen bei der Sitzverteilung berücksichtigt. Die PDS stellte 30 Parlamentarier. Sie gelten jedoch nur als Gruppe, nicht als Fraktion.



Was man davon halten möchte sei jedem selbst überlassen. Ich fand es erschreckend....Ob das Ergebnis ein anderes gewesen wäre, wenn alle die Bedeutung der Zweitstimme gekannt hätten? Ich denke schon....

Gruß
Skizzler
 
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