Wow, der Ton hier im Forum ist ja mal wieder super.
Zum Rückkaufrecht: Würde mich freuen, wenn das bei Hunden mittlerweile so gehandhabt wird bzw. zumindest im Vertrag steht. Als wir vor ein paar Jahren einen zweiten Kater kaufen wollten, haben wir uns genau aus diesen Gründen für eine Rassekatze aus einer Zucht entschieden und bei vielen, vielen Angeboten nachgefragt, weil wir Sorge hatten, ob sich der neue mit unserem Kater vertragen würde. Von den meisten wurden wir für vollkommen verrückt erklärt, sowas überhaupt in Betracht zu ziehen, das Argument "was sollen wir denn dann mit einer halbjährigen Katze machen?" kam mehr als einmal. Insofern ist der HInweis von zettie454, das eine Rücknahme für den Züchter auch ein Problem ist, z.T. berechtigt. Eine Weitervermittlung wird dann sehr schwierig.
Zur Selbstauskunft: Finde ich sinnvoll, machen Tierheime ja auch so. Aber hier wurde ja auch schon festgestellt, dass "leisten können", "leisten wollen" und am Ende wirklich für eine OP oder Therapie aufkommen drei vollkommen unabhängige Paar Schuhe sind. Nur weil jemand das Geld grundsätzlich hat, heißt das nicht, dass er auch bereit ist, vier- bis fünfstellige Beträge für eine Operation zu bezahlen, vor allem wenn das Tier danach bleibende Schäden davonträgt (Amputationen o.ä.), die eine Beeinträchtigung, Mühen für den Besitzer und Folgekosten bedeuten. Man will gar nicht wissen, wie viele Tiere (vor allem Kleintiere, aber auch Katzen oder Hunde) eingeschläfert werden wegen "wirtschaftlichem Totalschaden"


Aber auch hier gilt: Wenn man zumindest einen Teil der Fälle rausfiltern kann, die das aufgrund der finanziellen Möglichkeiten entscheiden, wäre schon geholfen.
Zur Versicherung bzw. Vorauszahlung: Ja, wir haben Krankenversicherungssysteme, die (bis jetzt) noch einigermaßen funktionieren. ICH habe aber auch nicht bei meiner Geburt oder bei meinem 18. Geburtstag die Vorauszahlung bis an mein Lebensende zahlen müssen. Und Tierkrankenversicherungen gibt es bereits jetzt mit monatlicher Zahlung. Unter Umständen wäre hier eine Pflicht sinnvoll, eine Steuer für Hunde ist ja auch möglich... aber auch das würde nur gegen "ich kann meinem Tier die OP nicht bezahlen" helfen, nicht aber gegen "Ich will 3 Wochen auf Kreuzfahrt und das Tier ist im Weg". Und ja, diese Fälle gibts leider auch viel zu oft
Zum Begriff "Luxusgut": Ich sehe meine Katzen absolut als Familienmitglieder. Ohne Einschränkung. Und ich würde ALLES für diese Tiere geben. Trotzdem bin ich mir durchaus bewusst, dass sie ein Luxusgut sind - etwas, was ich mir eigennützig angeschafft habe, weil ich das möchte, nicht, weil ich es brauche oder einen Nutzen daraus ziehe (objektiv). Das muss ja auch gar nicht abwertend gemeint sein. Ich bin im Moment in der Situation, mir den Luxus erlauben zu können, Tiere zu versorgen, die mich eine Menge Zeit und Geld kosten. Und darüber bin ich sehr glücklich und würde jederzeit wieder so entscheiden.