Hund ausgesetzt . Wer macht sowas?

Ich werde hier leider keine Lösung präsentieren können, weil ja nicht nur Hunde vom Züchter betroffen sind, sondern auch Mischlinge, Katzen, Hamster und Goldfische....
Leider wird es immer wieder Menschen geben, die moralisch fragwürdig aufgestellt sind und leider kann man dagegen recht wenig tun. Selbst wenn man sie im Nachhinein schwer bestraft, das Kind (bzw. in dem Fall das Tier ;) )ist da ja schon in den Brunnen gefallen.
 
… Leider wird es immer wieder Menschen geben, die moralisch fragwürdig aufgestellt sind und leider kann man dagegen recht wenig tun. Selbst wenn man sie im Nachhinein schwer bestraft, das Kind (bzw. in dem Fall das Tier ;) )ist da ja schon in den Brunnen gefallen.
Das stimmt (leider), kann aber natürlich kein Argument sein gegen eine Regulierung bzw. Sanktionierung. Denn dann wäre ja jede Strafe unsinnig, weil das Kind eh schon im Brunnen ist.

Idealer Weise wirkt eine Strafe vorbeugend, d.h. der Täter sieht von der Tat ab, weil er Sorge vor Bestrafung hat. Es ist im Bereich des (insb.: internationalen) unerlaubten Tierhandels auch durchaus so, dass über die Jahre hinweg Veränderungen in der Strafregulierung zu positiven Veränderungen geführt haben.

Aber klar ist auch, dass man mit Strafen allein die Probleme längst nicht in den Griff bekommt. Deshalb setzen die vorseitigen Vorschläge und Denkansätze ja eher an anderen Stellen an. Für mich ist (nach wie vor) der wichtigste Bestandteil, die Tierhändler - egal ob Züchter oder Zoofachgeschäft - in eine hohe Verantwortung zu nehmen bei der Frage, ob man das betreffende Tier an den jeweiligen Kaufinteressenten abgeben darf.

Wenn man sich intellektuell etwas streckt, dann lässt sich das an einem Vergleich mit den Waffengesetzen veranschaulichen: Wer eine Waffe besitzen (oder führen, je nach Rechtsordnung und Anlass) möchte, der muss auf einem sehr hohen Niveau nachweisen, dass er hierzu als geeignet erscheint. Zweck einer solchen Geeignetheitsprüfung ist es natürlich zu vermeiden, dass Waffen in die Hände von Menschen gelangen, die damit dann ggf. andere verletzen. Es geht also um das Menschenwohl.

Nichts anderes sollte m. E. dem Grunde nach gelten im Bereich des Tierhandels (Kleinsttiere mal ausgenommen): Der Tierkäufer sollte nachweisen müssen, dass er als geeignet erscheint, sich so um das Tier zu kümmern, dass das Tierwohl nicht gefährdet wird.

Die Pflicht, diesen Nachweis einzuholen und zu prüfen, sollte wie gesagt dem Tierverkäufer auferlegt werden. Genügt er dieser Pflicht nicht, fahrlässig oder gar vorsätzlich, würde er für eine nach dem Tierkauf durch den Käufer begangene Tierwohlgefährdung mitverantwortlich gemacht.
 
Eigentlich wollte ich mich im Forum nicht mehr zu kontroversen Themen äußern aber ich bin nun mal wie ich bin🤷🏻‍♂️

Ich habe mich hier durch die allgemeine Diskussion durchgelesen und glaube, dass diese nicht grundsätzlich schlecht ist, weil hier intelligente Menschen (bis auf wenige Ausnahmen) nach Lösungen für Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung von Tieren suchen.

Aber eins wird hier nicht bedacht: der Mensch, der das getan hat, ist ein Psychopath. Psychopathen scheren sich einen Dreck darum, sich an Gesetz und Ordnung zu halten. Die Leidtragenden werden die anderen sein, die sich eh an Gesetze und Vorgaben halten.

Dieses Individuum kettet nicht nur Tiere an einem verlassen Ort an einen Baum und lässt es elendig verrecken, sondern verhält sich Menschen gegenüber auch nicht gerade liebevoll. Ich hoffe, der/die hat keine Kinder; nicht auszudenken was denen widerfährt oder widerfahren ist.

Anstatt sich hier darüber zu echauffieren und neue Gesetze oder Vorgaben einzufordern oder sich gegenseitig anzukeifen, sollte man sich anders einbringen und seine Energie sinnvoll nutzen. Sich z.B. diesen misshandelten Kreaturen widmen und sie evtl. aufnehmen und wieder aufpäppeln😉
 
Die Frage, die ich mir stelle: in wie fern kann man einem Interessenten ansehen, wie er in einem Jahr zu seinem Haustier eingestellt ist?
Ich erinnere mich an meine Kindheit. Meine Schwester und ich quengelten so lange, bis unsere Eltern nach gaben und es wurde ein Zwergpudel angeschafft. Wir haben ihr den Namen Flocky gegeben.
Natürlich klärten uns unsere Eltern vor dem Kauf auf in Bezug auf die Pflichten… zb Gassi gehen….auch wenn es """"!!!!
Das erste Jahr war alles toll aber dann schwand das Interesse. Flocky war einfach da aber Gassi Gehen war immer blöd. Auch wenn es nicht """". Aber dass ist bei Kindern normal.
Flocky hat die meiste Zeit bestimmt nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die notwendig gewesen wäre.
Wie also verhindert man solche Szenarien?
Einer Familie, die einen Hund sich auf Wunsch der Kinder anschaffen will, den Kauf verweigern?
Schwierig
 
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Die Frage, die ich mir stelle: in wie fern kann man einem Interessenten ansehen, wie er in einem Jahr zu seinem Haustier eingestellt ist?

Wie also verhindert man solche Szenarien? …
Man kann natürlich nicht alle potentiellen Szenarien erkennen und verhindern. Wie gesagt ließe sich aber durch eine weitgehende Informationserhebung und Auskunftspflicht das Risiko einer Tierfehlhaltung verringern. Parallelen lassen sich eben ziehen zu den Auskunftspflichten bei der Wohnungsmiete: Auch da kann man nicht zuverlässig verhindern, dass man einen schlechten Mieter bekommt. Man kann das Risiko aber verringern.

Teil 2 ist dann, wie gesagt, die vertragliche – oder noch besser: gesetzliche – Regelung dessen, was ggf. passiert, wenn die Tierhalter ihren Sorgfaltspflichten nicht nachkommen. Ein ordentlicher Züchter, all das wurde hier schon gesagt, würde das Tier dann ggf. wieder zurücknehmen (müssen). Auch solch eine Pflicht würde dazu führen, dass Tierverkäufer (noch) sorgfältiger werden bei der Auswahl der Käufer.

Und ja: M. E. sollte im Zweifel das Tier gar nicht erst abgegeben werden. Hier passt die Parallele zu den Waffengesetzen: Nur wenige Personengruppen können eine Waffe bekommen, und das dann nur unter hohen Auflagen.

Leicht ist das Thema nicht - natürlich.
 
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